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Syrisch-Orthodoxe wollen Kirche bauen – Kirche in Littfeld findet bislang keinen Käufer 2. August 2013

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 18:09

Der Vorsitzende des Vorstands der Syrisch-orthodoxen Gemeinde, Jeshu Jakob (l.), mit Pfarrer Josef Harman an der Beckumer Straße, wo die neue Kirche entstehen soll.

 

Für Harman ein Lebenstraum

 

Der Vorsitzende des Vorstands der Syrisch-orthodoxen Gemeinde, Jeshu Jakob (l.), mit Pfarrer Josef Harman an der Beckumer Straße, wo die neue Kirche entstehen soll. Foto:  Reinhard Baldauf

Seit vielen Jahren möchte sich die Syrisch-orthodoxe St.-Georg-Gemeinde räumlich vergrößern. Die Anstrengungen konzentrieren sich nun wieder verstärkt auf das bereits vor 13 Jahren erworbene Grundstück am Ortsausgang nach Beckum.

 
 

Ahlen: Seit vielen Jahren möchte sich die Syrisch-orthodoxe St.-Georg-Gemeinde räumlich vergrößern. Das Gotteshaus in der Zeppelinstraße platzt aus allen Nähen und weist mittlerweile große bauliche Mängel auf (wie berichtet). Es finden dort keine Messen mehr statt. So kaufte die Gemeinde bereits vor 13 Jahren einen Acker neben der Paul-Gerhardt-Kirche und führte Gespräche mit Bürgermeister Benedikt Ruhmöller über eine Bebauung, wie am Montag der Vorsitzende des Gemeinderats, Jeshu Jakob, in Erinnerung rief. Damals sei bereits über Wälle zur südlich vorhandenen Wohnbebauung gesprochen worden. Doch die Gemeinde suchte auch nach weiteren Möglichkeiten und erwarb Gebäude neben ih­rem Gotteshaus, um eine neue Kirche zu errichten. Da dies aber baulich nicht möglich ist, konzentrieren sich die Anstrengungen nun wieder verstärkt auf das Grundstück am Ortsausgang nach Beckum. Dieses reicht fast von der Paul-Gerhardt-Kirche bis zum Wald in Höhe von „Auto Mertens“ und hat eine Größe von etwa 13 000 Quadratmetern.

 

Hier soll ein neues Gotteshaus mit Gemeindezentrum entstehen. Beim Besuch des CDU-Landtagsabgeordneten Henning Rehbaum in der vergangenen Woche war dieses Thema ein Anliegen des Gemeinderats. Auch der SPD-Kreisvorsitzende Bernhard Daldrup hat vor einiger Zeit Gesprächsbereitschaft signalisiert. SPD-Ratsfraktionsvorsitzender Norbert Bing steht dem Vorhaben positiv gegenüber, zumal „dort bereits eine Kirche mit Gemeindezentrum steht“. Er hielt aber fest: „Darüber wird in den entsprechenden Gremien zu sprechen sein“. „Wir möchten eine breite Zustimmung über alle Parteigrenzen hinweg“, zeigte auch Jeshu Jakob auf. Der Vorsitzende des Gemeinderats erklärte zu dem Vorhaben der Aramäer: „Wir wollen auch ein Zentrum für Bildung bauen für Jugendliche und Kinder – egal welcher Herkunft – und damit diese aus Spielhallen und Wettbüros holen.“ Für den Pfarrer der St.-Georg-Gemeinde, Josef Harman, ist ein richtiges Kirchengebäude mit großem Gemeindezentrum ein Lebenstraum. „Ich möchte das gerne noch erleben“, sagte er am Montag gegenüber der „Ahlener Zeitung“ und unterstrich ebenfalls, dass seine Gemeinde große Übereinstimmung mit allen Beteiligten anstrebe. {Quelle: www.wn.de}

 

 

 

 

Kirche in Littfeld findet bislang keinen Käufer

 

 

Kirche in Littfeld findet bislang keinen Käufer

 

Littfeld/Dahlbruch: Einen Interessenten hat es gegeben für das katholische Kirchengebäude in Littfeld. vtbox();Doch dieser Investor „aus dem kirchlichen Bereich“, der von sich aus auf die Kirchengemeinde  zugekommen war, sei letztlich wieder abgesprungen, berichtet Pfarrer Martin Assauer von den gescheiterten Verkaufsverhandlungen Ende 2012. Jetzt ist die Diözesanverwaltung des Erzbistums Paderborn am Zuge und muss entscheiden, was aus der in den 1960er Jahren gebauten Heilig-Geist-Kirche wird.

 

 

Für Nutzung „enge Grenzen“ gesetzt

 

Einfach gestaltet es sich nicht, ein überzählig gewordenes Kirchengebäude zu veräußern. Martin Assauer, der Leiter des Pastoralverbundes Nördliches Siegerland mit den drei Kirchengemeinden Krombach, Kreuztal und Dahlbruch-Hilchenbach, kann nicht ohne Weiteres im Immobilienteil von Print- oder Onlinemedien inserieren,. Denn für die Nachnutzung sind „enge Grenzen“ gesetzt. Vielmehr ist die Kirchengemeinde darauf angewiesen, dass sich die Aufgabe des Gebäudes herumspricht. Aber: Nicht jeder ist willkommen. Ein Diskothekenbetreiber etwa, der daraus  einen Techno-Schuppen machen würde, käme als Käufer nicht in Frage. Der Renovierungsstau und die auch bei Leerstand notwendige Beheizung des großen Kirchengebäudes mit Platz für bis zu 450 Gläubige während der kalten Jahreszeit sind es, die vor knapp zwei Jahren die Gemeinde zu der Entscheidung kommen ließen, die Heilig-Geist-Kirche still zu legen.

 

Seit Oktober 2011 hat dort kein Gottesdienst mehr stattgefunden, lediglich die Gymnastikgruppe nutzt einen der Nebenräume. Hin und wieder findet dort auch eine kleine Feier von Gemeindeangehörigen statt. Ansonsten ist der sakrale Bau, der sich am Rande von Littfeld befindet, verwaist. Ausschlag gebend sind für die auch vom demographischen Wandel betroffenen Gemeinden im Pastoralverbund die rückläufigen Einnahmen. Denn in den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Mitglieder von rund 9000 auf derzeit 8600 zurückgegangen. Das macht sich auch bei der Verteilung der Kirchensteuern bemerkbar, die von Paderborn aus geschieht.  Und außer der Littfelder Heilig-Geist-Kirche unterhalten die drei Gemeinden, von denen Krombach (St. Ludger und Hedwig) die kleinste, Kreuztal (St. Johannes) die größte ist und Dahlbruch-Hilchenbach (St. Augustinus) im Mittelfeld liegt, insgesamt sechs Kirchengebäude. Dort halten Pfarrer Martin Assauer, der Kreuztaler Pastor Josef Sczyrba und der außerdem in Kreuztal tätige Vikar reihum die sonn- und werktäglichen Gottesdienste  ab.

 

 

Aus geplanter Siedlung wurde nichts 

 

Die aus heutiger Sicht ungünstige Lage der Heilig-Geist-Kirche war vor fünf Jahrzehnten den Plänen der damaligen Gemeindeväter geschuldet, die ein großes Neubaugebiet im westlichen Teil von Littfeld schaffen wollten. Daraus wurde nichts. Aber die katholische Kirche, die sich von einem Standort mitten im künftigen neuen Viertel eine bessere Vernetzung in dem doch mehrheitlich protestantischen Littfeld erhoffte,  hatte sich schon festgelegt. Heute, 50 Jahre später,  wird das Kirchengebäude schon als Belastung empfunden, sagt Pfarrer Assauer. Findet die Erzdiözese keine adäquate Lösung, bleibe wahrscheinlich nur eines: „Dann muss das Gebäude abgerissen werden“. {Quelle: www.derwesten.de}

 

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