kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Ömer Tuğrul: „Schwangere, bleibt zu Hause“! 26. Juli 2013

Filed under: Islamische Schandtaten — Knecht Christi @ 19:09

EU-reife Türkei empört sich über Aussagen eines Islam-Gelehrten

 

Der islamische Gelehrte Ömer Tuğrul İnançer ist der Ansicht, dass schwangere Frauen zu Hause bleiben sollen. Es gehöre sich nicht, dass sie sich in die Öffentlichkeit begeben. Sein Worte haben in der Türkei für eine Welle der Entrüstung gesorgt. Einige İnançer-Kritiker wurden sogar persönlich.

 

 

Unästhetisch? Eine schwangere Frau beim Spaziergang. (Foto: Flickr/ jordanfischer)

 

 

Ömer Tuğrul İnançer ist Generaldirektor am Staatsensemble für Klassische Türkische Musik und gleichzeitig Mitglied in einem islamischen Sufi-Orden. Er ist bei nahezu allen gesellschaftlichen Gruppen des Landes eine respektierte Persönlichkeit. Doch nun hat er sich durch missverständliche Aussagen über schwangere Frauen sehr unbeliebt gemacht. Bei einer Fernsehshow anlässlich des Ramadan hat er gesagt, dass es unästhetisch sei, wenn schwangere Frauen sich im Zuge des Mutterschutz-Urlaubs auf die Straßen begeben. „Zudem schickt es sich nicht, wenn schwangere Frauen im TV der ganzen Welt verkünden, sie seien schwanger“, so İnançer. Hilal Dokuzcu, Politikerin des Frauenverbands der CHP, sagte, dass damit die „Grenze des Ertragbaren“ überschritten sei. „Während Vergewaltiger und Perverse frei in der Gegend herumlaufen, wird hier ein ums andere Mal versucht, das Selbstbestimmungsrecht der Frauen anzutasten“, zitiert Turk Time Dokuzcu.

 

Die ehemalige Bildungsministerin der AKP, Nimet Baş, zeigt sich ebenfalls empört. „Soll eine schwangere Frau etwa neun Monate zu Hause verweilen? Diese Aussagen entbehren jeder Grundlage. Er kann es weder religiös noch traditionell begründen“, so Baş. Die türkische Schauspielerin Özge Özpirinçci ging mit ihrer Kritik weiter und wurde persönlich. Sie schrieb per Twitter-Nachricht: „Wenn ihre Mutter während ihrer Schwangerschaft spazieren gegangen wäre und frische Luft geschnappt hätte, wäre es niemals so weit gekommen“.  Auch die türkische Religionsbehörde (DITIB) äußerte sich zu den Aussagen İnançers. Ein Sprecher der DITIB sagte der Zeitung Vatan, dass die Isolation einer Frau nicht religiös begründet werden könne. „Seine Aussagen sind total traditionell begründet und stehen nicht im Einklang mit dem Islam“, so der Sprecher. Doch İnançer beharrt auf seiner Meinung. Er könne den Protest nicht verstehen. Es gehe ihm lediglich, um den Schutz der Mutter und des werdenden Kindes, berichtet die Zeitung Akşam. „Meine Meinung hat sich nicht geändert. Es ist nun einmal unästhetisch. Zudem treten Schwangere in Werbespots auf, nur damit einige Unternehmen ihre Produkte verlaufen können. Ich erkenne hier einen Missbrauch. Doch die Schwangerschaft ist etwas ehrenwertes und ehrenwerte Dinge sollten nicht zur Schau gestellt werden“. İnançer hatte sich zuvor darüber beschwert, dass der Monat Ramadan zu einem Monat des kommerziellen Profits verkommen sei (mehr hier). {Quelle: www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de}

 

5 Responses to “Ömer Tuğrul: „Schwangere, bleibt zu Hause“!”

  1. Susie Says:

    Stimme dem Mann voll zu , sie können ja mal an die frische Luft gehen natürlich , aber zum Schutz des Ungeborenen und der Mama , finde ich gut als Frau . Wer will schon die Dicken Bäuche in engen Klamotten sehen oder nackte Brüste wie bei diesen Pussy“s – nicht schön nur dumm . Schön ist etwas anderes 😉

  2. Bazillus Says:

    Ich weiß nicht, aber in einem anderen Artikel der Presse stand etwas drastischeres:
    Moslem-Denker: Schwangere auf Straße „hässlich“

    26.07.2013 | 12:42 | (DiePresse.com
    http://diepresse.com/home/panorama/religion/1434822/-MoslemDenker_Schwangere-auf-Strasse-haesslich

    Ab dem siebenten oder achten Monat sollten Frauen nur noch im Auto das Haus verlassen, fordert der türkische Intelktuelle und Anwalt Ömer Tugrul.

    Ein muslimischer Intellektueller hat mit abfälligen Äußerungen über schwangere Frauen in der Türkei für Empörung und Proteste gesorgt. Der bei Anhängern des Sufismus bekannte Denker und Anwalt Ömer Tugrul Inancer sagte am Mittwochabend im Fernsehsender TRT, der Anblick schwangerer Frauen in der Öffentlichkeit sei „nicht nur unmoralisch, sondern auch hässlich“. Ab dem siebenten oder achten Monat sollten Frauen nur noch abends im Auto in Begleitung ihres Mannes das Haus verlassen.

    Die Äußerungen von Inancer lösten im Internet einen Sturm der Entrüstung aus. Insbesondere in Istanbul und Ankara gingen wütende Schwangere auf die Straße, während einige Männer aus Solidarität ein Kissen unter das Hemd steckten. Feministische Gruppe äußerten sich „empört“ über die Äußerungen. Das Amt für religiöse Angelegenheiten erklärte am Freitag in einem Versuch, die Situation zu beruhigen, es sei nicht Teil des Islam, schwangere Frauen einzusperren.

    (APA/AFP)

    Ich denke, da haben die Deutsch-Türkischen NAchrichten etwas geglättet, um die Empörung nicht so hoch kochen zu lassen. Unästethisch und es „schickt sich nicht“. Allerdings: Feministische Gruppen sollten mal den Ball flach halten. Die setzen sich für Abtreibung bis zur Geburt ein.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s