kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Kommentar: „Video eines 11-jährigen Mädchens aus dem Jemen“! 26. Juli 2013

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 19:45

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

Dieser Artikel zeigt sehr eindrucksvoll, wie Islam manupulativ verharmlost werden kann. Zunächst ist da ein Video eines 11-jährigen Mädchens aus dem Jemen, welches der Weltöffentlichkeit mitteilt, welchem Schicksal, nämlich dem der Zwangsverheiratung mithilfe seines Onkels entkommen ist. Nun geht der Journalist der Süddeutschen, Herr Kreye hin und nimmt sich etwa nicht der Sache selbst an, sondern trägt mit diesem Artikel dazu bei, dass der Islam verharmlost wird. Er eröffnet zwei journalistischen Nebenschauplätze und greift a) die MEMRI-Organisation, die dieses Video übersetzt und veröffentlicht hat und b) nebenbei die USA, die doch in allem und für alles Böse verantwortlich sein soll. So lenken heute Journalisten vom eigentlichen Thema ab, obwohl dieses nicht erst seit der Veröffentlichung dieses Videos auf der Weltpolitikagenda zur Lösung und Abschaffung anstehen sollte. Gerade bei diesem Thema sind islamische Länder ganz vorn mit dabei, wenn es darum geht, kleine Mädchen zwangszuverheiraten. Aber nur weil Memri dies veröffentlicht hat und die USA „böse“ sind, darf dieses Thema nicht tiefgründiger behandelt werden. Schon ist der Islam mit seinem Vorbild Mohammed und viele islamische Länder, die es sogar gesetzilch erlauben, minderjährige Mädchen zu ehelichen, aus der Schusslinie.

 

Uns ist es völlig egal, wer diesen Skandal veröffentlicht. Es steht in diesem Zusammenhang völlig außer Frage, dass die USA Riesenverbrecherfehler im Irak-Krieg begangen haben. Aber machen diese Nebenschauplätze den Grundskandal der Zwangsverheiratung weniger skandalös? Dieser Journalist trägt mit solchen Artikeln dazu bei, dass diese Verbrechen, vom Islam vielfach noch heute erlaubt, gesetzlich legitimiert oder aber zumindest von den Behörden geduldet wird, eben weil dem Propheten des Islam genau dieses der islamische Gott gestattet hat, noch heute Millionen von minderjährigen Mädchen sogar bis 12 Jahren ein solches Schicksal ereilt. Es ist mehr als menschenverachtend zynisch, die Veröffentlichung eines solchen Videos – nur weil die Initiierung dieses Filmes von einer dem Autor nicht genehmen Organisation veröffentlicht wurde einhergehend mit ständigen Attacken gegen die USA mit einem solchen Artikel pc-mäßig zu entschärfen und somit wieder einmal in der Mainstreampresse eine Chance vertan wird, diese Verbrechen des Islam (und anderen Religionen) journalistisch ernsthaft aufzuarbeiten. Wer Meinung in dieser Weise manipuliert bei einer solchen Thematik, der hat entweder für das Leid dieser Mädchen keinerlei Herz oder aber er missbraucht ein solches Video dazu, die kalte und menschenverachtende politische Korrektheit, koste es, was es wolle, mit allen journalistischen Tricks aufrecht zu erhalten.

 

Aber genauso wird auch mit ernstzunehmenden sachlich argumentierenden Islamkritikern umgegangen. Diese werden journalistisch in die rechte Ecke gestellt und es wird vermieden, sich mit deren Sachargumentationen auseinander zu setzen. So funktioniert das journalistisch-manipulative Meinungsdiktat der linken PC-Presse, für die die Aufrechterhaltung einer Ideologie wichtiger ist, als das millionenfach von minderjährigen Mädchen zu erduldende möglicherweise lebenslang andauernde Vergewaltigungsleid.

 

 

Ein solches Video sollte keine journalistische Spielwiese für arrogante Ideologiehätschelei sein.

 

 

 

 

 

Video mit politischem Kalkül?

 

Die Video-Anklage einer elfjährigen Jemenitin gegen ihre Zwangsverheiratung macht einen sehr traurig oder wütend. Der Jemen gehört in dieser Hinsicht zu den schlimmsten Ländern. Doch steckt dahinter womöglich politisches Kalkül? In der Organisation, die die englischsprachige Fassung produziert hat, sitzen einige der früheren Kriegstreiber für George W. Bush.

 
 
 

Im Internet kursiert seit einigen Tagen ein Video mit der wütenden Klage der elfjährigen Nada al-Ahdal aus Jemen, die vor einer von ihren Eltern arrangierten Zwangsheirat geflohen ist. Der kurze Film wird einen je nach Naturell zu Tränen rühren oder zur Weißglut bringen. Spätestens wenn das Mädchen sagt, sie wolle lieber sterben, als in einer Zwangsehe zu leben. Die Quelle der englischsprachigen Übersetzung des Videos ist das Middle East Media Research Institute (Memri) in Washington DC. Das übersetzt Berichte aus Medien in den Ländern des Nahen Ostens ins Englische und bringt sie dann in Umlauf. Mit Erfolg. Das arabische Original des Videos mit Nada al-Ahdal stammt vom 8. Juli und wurde bei Redaktionsschluss 114.443 Mal angesehen. Die Fassung mit den englischen Untertiteln wurde von Memri am 21. Juli auf Youtube gestellt und dort bei Redaktionsschluss 6.696.393 Mal abgerufen.

 

Die Zwangsverheiratung von Kindern ist ein Brauch, der in vielen islamischen Ländern, auf dem indischen Subkontinent, aber auch in westlichen Sekten immer noch verbreitet ist. Nach einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation werden weltweit jedes Jahr mehr als 14 Millionen minderjährige Mädchen verheiratet. Nada al-Ahdals Heimat Jemen gehört zu den schlimmsten Regionen. Dort werden laut Human Rights Watch 15 Prozent aller Mädchen vor ihrem 15., mehr als die Hälfte vor ihrem 18. Lebensjahr verheiratet. Genau das aber ist das Problem dieses Videos. Es gibt nämlich eine politische Dimension der englischsprachigen Fassung, mit der sich das Phänomen der Propaganda im Internet exemplarisch beschreiben lässt. Das Thema Kindesmissbrauch erlaubt natürlich keine Debatte. Und doch ist Memri eben eine politische Organisation, die von bekannten Neokonservativen getragen wird, viele von ihnen einst Kriegstreiber für George W. Bush. So sitzen im Beirat Männer wie Paul Bremer, 2003 Zivilverwalter des Irak, Bushs einstiger Botschafter bei den Vereinten Nationen, John Bolton, der neokonservative Publizist Norman Podhoretz sowie der ehemalige NSA- und CIA-Chef General Michael Hayden. Für reine Propaganda sind die Männer hinter Memri zu klug und erfahren. Gründer und Leiter der Organisation Yigal Carmon ist ein ehemaliger Oberst der militärischen Abwehr in Israel, der sein Team mit Wissenschaftlern und Publizisten aus aller Welt, vor allem aber aus dem Nahen Osten besetzt hat. Doch die Propaganda des 21. Jahrhunderts funktioniert nicht mehr mit Lügen und Behauptungen. Gerade weil das Internet eine so weitreichende Transparenz erzwingt.

 

 

 

Nada-Video

Propaganda funktioniert nicht mehr mit Lügen   

 

 

Die Geschichte von Nada al-Ahdal könnte durchaus stimmen. Auch wenn die einzigen Quellen bisher das Video und ein Interview mit Nadas Onkel Abdel Salam al-Ahdal sind, einem Fernsehtechniker in Sanaa, das die libanesische Nachrichtenwebseite Now geführt hat. Demnach lebte Nada seit ihrem dritten Lebensjahr bei ihrem Onkel. Bei einem Besuch bei ihren Eltern verschwand sie. Als er eine Anzeige wegen Kindesentführung aufgab, gestand Nadas Vater, dass sie das Mädchen einem erwachsenen Mann zur Frau versprochen hatten. Doch Nada kehrte zu ihrem Onkel zurück. Die politische Dimension der Videos, die Memri übersetzt und verbreitet, ist der Filter, den die Organisation ansetzt. Bearbeitet werden in erster Linie extreme Stimmen und Fälle aus der islamischen Welt. Der Missbrauch von Kindern steht oft im Mittelpunkt. Im Januar übersetzte Memri das Interview mit dem saudi-arabischen Standesbeamten Ahmad al-Mu’Bi, einem grobschlächtigen Mann im Scheichgewand, der einem konsternierten libanesischen Interviewer auf die Frage, wann früh verheiratete Mädchen Sex haben sollten, erklärt, schon der Prophet habe die sechsjährige Aischa geheiratet und die Ehe mit ihr vollzogen, als sie neun war, das sei das Vorbild.

 

Wie schnell ein politisch motiviertes Online-Video viral gehen und die Debatten bestimmen kann, haben die vergangenen Jahre immer wieder gezeigt. Vor allem wenn es um den Missbrauch von Kindern geht, der stets berechtigte Empörung auslöst. Bis heute ist nicht geklärt, ob es israelische Kugeln waren, die im September 2000 den zwölfjährigen Palästinenserjungen Mohammed al-Durra töteten. Zum Symbol der Intifada wurde er trotzdem. Die Online-Kampagne gegen den Warlord Joseph Kony, der für seine Lord’s Resistance Army im Norden Ugandas Kinder zwangsrekrutierte, führte sogar zu US-Militäraktionen. Auch Jemen ist ein Kriegsschauplatz – nach Recherchen des amerikanischen Journalisten Jeremy Scahill eine von mehr als 70 Fronten im immer geheimeren Krieg der USA gegen den Terror. In den USA wird der ehemalige Präsident der Universität von Sanaa, Nasser al-Awlaki, vor ein Bundesgericht ziehen, um die Umstände zu klären, unter denen erst sein Sohn, der radikale Prediger Anwar, und dann sein Enkel, der politisch unbelastete 16-jährige Abdulrachman, von Drohnen getötet wurden. Beide waren US-Staatsbürger. Scahills neues Buch „Dirty Wars“ und die Verhandlungen werden den unerklärten Krieg in Jemen ins Licht der Öffentlichkeit rücken. Es mag nur Zufall sein, aber es wird eine Debatte über ein Land sein, in dem die elfjährige Nada zwangsverheiratet werden sollte. {Quelle: www.sueddeutsche.de – Von Andrian Kreye} 

 

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