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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Die Irrlehren der EKD – Quo Vadis EKG? 26. Juli 2013

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 20:37

 

Herrn Landesbischof Dr. Ulrich Fischer, Karlsruhe

Sehr geehrter Herr Dr. Fischer,

Ihr Aufsatz in BZ vom 06.06.2013 zeigt wiederum die Problematik Ihrer Theologie auf. Bei Ihrem Amtsantritt als Landesbischof stellten Sie das Apostolicum in Frage und bezweifelten die leibliche Auferstehung von Jesus, ohne die der Christusglaube eine Illusion ist (siehe www.fachinfo.eu/fischer.ulrich.pdf). Sie lehnen die Kernaussage des Evangeliums ab, daß Jesus am dritten Tag sein Grab verlassen hat, obwohl David, Petrus und Paulus bezeugen, daß der Leichnam von Jesus nicht verwest ist. Kreuz und Auferstehung sind der Sieg über den Tod. In dem erwähnten Aufsatz – und wahrscheinlich in Ihrer Theologie überhaupt – fragen Sie nicht nach dem Willen Gottes. Verwunderlich ist das allerdings nicht. Emil Brunner stellte fest, daß im Theologischen Historismus – der sich an den theologischen Fakultäten durchgesetzt hat – Offenbarung nicht durchgehalten werden kann. Einen Gott, der einen Willen hat, seinen Willen mitteilt und diesen Willen auch durchsetzt, gibt es für die Mehrheit der protestantischen Theologen nicht.

 

Folgerichtig kommen die Zehn Gebote in der EKD-Schrift 2013 über Ehe und Familie nicht vor – ebenso wenig wie im Lebensvollzug des ehemaligen Pfarrers Gauck. Ihre Aussage ist sicher richtig, daß man heute andere Trauzeremonien hat als zur Zeit Jesu. Falsch ist jedoch Ihre Vorstellung, Trauzeremonien würden die Ehe begründen. Damals wie heute ist die Basis der vor Gott geschlossenen Ehe die eheliche Treue. Diese Basis der christlichen Ehe hat die Evangelische Kirche aufgegeben, weil für sie die Bibel keine norma normans im Sinne der Reformation mehr ist. Norma normans ist für die Evangelische Kirche der Zeitgeist. Die entscheidende Irrlehre der EKD-Schrift liegt in dem Satz „Deutet man die biblischen Aussagen, in denen Homosexualität (korrekt: Praktizieren von H.) als Sünde gekennzeichnet wird (3. Mose 18,22; 20,13; Röm 1,26-27), als zeitlos gültig, kann man zu der Meinung kommen, eine homosexuelle Partnerschaft sei mit einer heterosexuellen keinesfalls vergleichbar“. Die EKD beansprucht Deutungshoheit über die Gebote Gottes, die ihrer Meinung nach dem Wandel der Zeit unterliegen.

 

Damit stellt sich die Frage, ob die Evangelische Kirche überhaupt noch eine christliche Kirche ist oder nicht vielmehr ein Religionsverein: „Eine Kirche, die nichts über das Zukünftig-Ewige zu sagen hat, hat überhaupt nichts zu sagen. Sie ist bankrott“ (Emil Brunner). Christen, die ihren Glauben ernstnehmen, müssen sich fragen, ob sie die Finanzierung einer solchen Kirche noch verantworten können. Jesus hat harte Worte gebraucht gegenüber Theologen, die ihren Mitmenschen den Willen Gottes verdunkeln. Ich bemühe mich um eine möglichst weite Verbreitung dieses Schreibens in der Öffentlichkeit, das auch im Internet steht (s. o.).

Mit besorgten Grüßen
Hans Penner

 

 

 

 

 

 

 

Quo Vadis EKG?

 

Der Rat der EKD (Evangelische Kirche in Deutschland) sorgt immer wieder für Überraschungen und das nicht nur bei bekennenden Christen. Das “Letzte”, im doppelten Wortsinne, war jetzt die “Orientierungshilfe für Familien” unter dem Titel “Zwischen Autonomie und Angewiesenheit: Familie als verlässliche Gemeinschaft stärken”.

 

 

Die Reaktionen sind gespalten!

 

Je nach politischem oder christlichem Standpunkt wird die “Orientierungshilfe” gelobt oder entschieden abgelehnt und zum Teil sogar spöttisch kommentiert. So war in SPIEGEL ONLINE POLITIK zu lesen: Gute Nachricht für alle, die bislang vor einer kirchlichen Trauung zurückschreckten. Der Satz “bis dass der Tod euch scheidet” ist nicht mehr wirklich ernst gemeint, wie die Evangelische Kirche festgelegt hat. Die Selbstsäkularisierung der Protestanten strebt einem neuen Höhepunkt zu. Andere Zeitungen zeigen sich verwundert. So titelt DIE WELT: “Lebenslang muss nicht mehr unbedingt sein” und schreibt unter anderem weiter: Wer wird am Ende die Christen vertreten? Die sich an ihren Ursprüngen orientierende katholische Kirche oder die ins postmoderne Anything Goes diffundierende EKD? Und die Frankfurter Allgemeine ist erstaunt über den laxen Umgang mit der Bibel.

 

Das Urteil in den säkularen Medien und vonseiten der katholischen Kirche ist vernichtend. Von bekennenden, am Wort Gottes orientierten Christen wird die “Orientierungshilfe” rundweg abgelehnt, Der Fernsehmoderator Peter Hahne schrieb in einem Leserbrief an ideaSpektrum, dass es die Kirche final geschafft habe, von niemandem mehr ernst genommen zu werden. Das Beste sei wohl die Orientierungshilfe einzustampfen. Getreu meinem Grundsatz, mir selbst ein Urteil zu bilden, habe ich die sehr umfangreiche “Orientierungshilfe” – es sind 160 Seiten – die im Internet abrufbar ist, durchgelesen, wobei ich am Ende dazu überging die Texte quer zu lesen, da sie sich diese, nach meinem Empfinden, in ihrer Terminologie sich ständig wiederholend, phrasenhaft im Kreise drehten. Seitens des Vatikans wird das so kommentiert: Ein Zettelkasten des Flachsinns voller banaler Beliebigkeiten aus dem Betroffenheits-Stuhlkreis. Ausgedruckt habe ich mir deshalb nur die “Zusammenfassenden Thesen” und die “Theologische Orientierung”.

 

Aufschlussreich fand ich allerdings den Abschnitt “Familie und Ehe im Wandel”, in dem unter anderem die bisherige rechtliche Entwicklung dargelegt wird, die aufzeigt, dass auch diese darauf abhebt den “neuen Menschen” zu schaffen, in dem die Unterschiede zwischen Männer und Frauen eingeebnet werden. Eine der Folgen ist, dass die “Nur-Hausfrau selbst schuld ist, wenn sie in keinem Beschäftigungsverhältnis steht und damit keinen Verdienst hat”, was sich im Scheidungsfall gravierend auswirkt, weil sie dann selbst sehen muss, wo sie bleibt. Von ihrem geschiedenen Ehemann kann sie nicht mehr, in dem Umfang wie bisher, Unterhalt verlangen. Den eigentlichen Zündstoff enthält jedoch die “Theologische Orientierung” in der in bewährter und altbekannter Weise das Wort Gottes verdreht und biblische Aussagen mit neuen Sinninhalten gefüllt und ins Gegenteil verkehrt werden. So kommen die Verfasser der “Orientierungshilfe” zu der überraschenden Feststellung, dass die Ehe keine göttliche Stiftung ist, sondern dass es Gott darauf ankam, “dass der Mensch nicht allein sei”, ihn also als Gemeinschaftswesen geschaffen hat.

 

Das ist im Prinzip richtig: Der Mensch ist auf Gemeinschaft angelegt. Nur ist die Begründung dafür “etwas einseitig”. Denn dazu wird Vers 18 in 1. Mose 2 zerpflückt indem der erste Halbsatz “es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei”, vom zweiten Halbsatz “ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei”, getrennt und isoliert wird, so dass nur noch “es ist nicht gut dass der Mensch allein sei” übrig bleibt. Wir haben hier das typische Zurechtbiegen und Passendmachen einer biblischen Aussage. Und das ist gewollt. Denn folgt man im vorliegenden Fall dieser Methodik kommt es auf die Frau, die Gott als Gehilfin für den Mann schuf, gar nicht an, denn nach Auffassung der Verfasser der “Orientierungshilfe” geht es allein darum, dass der Mensch auf Gemeinschaft angelegt ist, und da spielt es keine Rolle, wie die Gemeinschaft jeweils strukturiert ist. Deshalb kommt man in der „Orientierungshilfe“ auch zu dem Schluss, dass die Ehe keine göttliche Stiftung ist.

 

Anmerkung zu 1. Mose 2, Vers 18:

Im hebräischen Urtext, steckt in dem Wort “Gehilfin”, “Gott als Helfer” und hat ursprünglich nichts mit Untertanin, wie fälschlicherweise in der EKD “Orientierungshilfe” behauptet wird, zu tun. Dass der Mann zum Herrn der Frau bestimmt wurde, ist Gerichtshandeln Gottes, infolge des Sündenfalles. Das folgt dem Muster, dass wer Gott ablehnt, andere Herren bekommt, die ihm nicht gefallen. Es ist uns nicht möglich an dieser Festlegung etwas zu ändern, ohne die Sache dabei zu “verschlimmbessern”.



Aber es geht noch weiter: Das Scheidungsverbot Jesu (“Was Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden.”) ist, nach Auffassung der “Orientierungshilfe”, auch nicht mehr verbindlich, sondern dieses erinnert lediglich daran, wie wichtig Verlässlichkeit für jede Gemeinschaft – in diesem Fall die Familie bzw. das, was die EKD darunter versteht, – ist. Deshalb hat alles seine Berechtigung – vor allem die Homo-Ehe – Hauptsache ist, dass eine aus mehreren Personen bestehende Gemeinschaft vorliegt, dessen Mitglieder gegenseitige Verpflichtungen, gegebenenfalls einschließlich Verpflichtungen gegenüber Kindern, eingegangen sind und damit eine “Familie” bilden. Dabei sind, nach Auffassung der EKD, biologische Verwandtschaftsverhältnisse nebensächlich. Die Umdeutung von 1. Mose 2, 18 dürfte die entscheidende – und falsche – Weichenstellung sein, auf der die weitere “Argumentation” in der “Orientierungshilfe” aufbaut. Es wird dann weiter dargelegt, dass in den biblischen Berichten von ganz unterschiedlichen familiären Zusammenschlüssen berichtet wird.

 

Angeführt werden Jakob mit seinen zwei Frauen Lea und Rahel, die “Patchwork-Konstellation” Abraham, Sara, Hagar mit Kindern, die Schwestern Maria und Martha und anderes.

 

Es ist richtig, dass die Bibel von den unterschiedlichsten menschlichen und familiären Zusammenschlüssen und Verbindungen berichtet. Diese Berichte enthalten allerdings keine göttlichen Schöpfungsordnungen, an denen wir uns orientieren müssten. Sie zeigen vielmehr menschliche Verhaltensweisen mit all ihren Mängeln und Schwächen und den Folgen, die daraus erwachsen können. Man kann die Bibel natürlich auch auf diese flache und oberflächliche Weise lesen und verstehen, wie es die “Orientierungshilfe” in einem Stück tut und dabei die unveränderbare göttliche Schöpfungsordnung verkennen, die auch dann bestehen bleibt, wenn die Bibel – uns zur Warnung – menschliches (Fehl)Verhalten beschreibt. Kirche macht nur dann einen Sinn und erfüllt ihre Mission nur dann, wenn sie gegen den Strom schwimmt und ein “Kontrastprogramm” bietet. Das kann sie aber nur, wenn sie fest und unbeirrt auf dem Fundament des Wortes Gottes steht und dieses zum Maßstab macht. Nicht aber, wenn sie umgekehrt, die Realitäten in einer gefallenen Schöpfung zum Maßstab nimmt und daran das Wort Gottes anpasst.

 

Weil sie das tut, gleicht die “Orientierungshilfe” einem politischen Programm, wobei die dahinterstehende aktuelle Ideologie und die unkritische Anpassung an den Zeitgeist klar erkennbar sind. Solche Versuche sind nicht neu. In Dritten Reich hatten wir eine “Reichskirche” in der Adolf Hitler, als der von Gott gesandte Retter, gepriesen wurde. In der DDR gab es die “Kirche im Sozialismus”, und manche fanden, dass Kommunismus und Christentum viele Gemeinsamkeiten haben, und heute lassen sich Gemeinsamkeiten mit dem Islam finden, und die “entscheidende Frage” ist derzeit nicht mehr, ob sich jemand zur freiheitlich demokratischen Grundordnung bekennt, sondern ob er etwa glaubt, dass Homosexualität Sünde ist. (Früher fragte man “glauben Sie an den Endsieg” bzw. “an den Sieg des Sozialismus? Wobei eine “falsche Antwort” nach wie vor gefährlich ist.) Eine hilfreiche Orientierungshilfe wäre gewesen, biblische fundierte Antworten auf die “Realitäten” zu finden, und diese Antworten wären dem, was abgeliefert wurde, total entgegengesetzt gewesen, hätten für Zündstoff gesorgt und eine fruchtbare Diskussion in Gang setzen können.

 

Es hätte zuerst die göttliche Schöpfungsordnung herausgestellt werden müssen, wonach die familiäre Grundstruktur von Anfang an aus Vater, Mutter und Kindern besteht. Eine Grundstruktur, wie wir sie bereits im Tierreich finden. Es hätte aufgezeigt werden können, dass Homosexualität keine unveränderbare „sexuelle Orientierung“ ist. Dass Alleinerziehende und Patchworkfamilien die Folgen von vorangegangenen Schicksalsschläger oder Zerbrüchen sind, die möglichst vermieden werden sollten. Es hätte die Verantwortung innerhalb partnerschaftlicher Beziehungen und der verantwortungsvolle Umgang mit der Sexualität thematisiert werden müssen, Dazu würde auch die Forderung gehören den derzeitigen Sexualkundeunterricht wieder auf ein menschliches Maß zurückzuführen, anstatt zur Unzucht anzuleiten. Auch das Thema Abtreibung hätte thematisiert werden können. Das sind nur einige Beispiele, wo wirkliche Orientierung, Beratung, Hilfe und Unterstützung angeboten werden können. Aber nichts von alledem ist geschehen. Kein energischer Protest gegen den neuerlichen dreisten Versuch, uns nach dem Arier und dem “sozialistischen Menschen”, neuerlich einen “neuen Menschen”, diesmal den Gendermenschen, überzustülpen.

 

Abschließend stellt sich die entscheidende Frage, was wir als bekennende Christen von dieser EKD noch halten sollen. Ist sie überhaupt noch die Kirche Jesu Christi oder ist sie nur noch ein “Verein zur Pflege religiösen Brauchtums”? Den Verfassern der “Orientierungshilfe” sollen weder böse Absichten noch Unglaube unterstellt werden. Sie glauben an Gott, bekennen sich zum christlichen Glauben, und deshalb ist es traurig, dass sie eine solche Arbeit abgeliefert haben. Wenn die Verfasser von theologischen Begründungen sprechen, dann fällt mir dazu nur Goethe ein, der seinen Faust zur Theologie folgendes sagen lasst: “Was diese Wissenschaft betrifft so ist es schwer den falschen Weg zu meiden. Es liegt darin so viel verborgnes Gift und von der Arzenei ist’s kaum zu unterscheiden.” Dem ist in diesem Fall nichts hinzuzufügen. Der “Orientierungshilfe” ist die Liste der Mitglieder der Ad-hoc-Kommission angefügt, die diese “Orientierungshilfe” erstellt haben. Von den 14 Mitgliedern, sind 10 Frauen in hochkarätigen Positionen, die sich, wie ein Blick ins Internet ergab, vornehmlich für die einschlägigen ideologischen Themen, wie “Gendergerechtigkeit” und dergleichen interessieren. Von daher konnte in Sachen “Orientierungshilfe” auch nichts anderes erwartet werden.

 

 

Was ist vom Wort Gottes dazu zu sagen?

 

Ich las dieser Tage die Verse aus Sprüche 31, die unter der Überschrift “Lob der tüchtigen Hausfrau„, stehen, von denen ich, wegen des Umfangs, nur einige herausgreife:

 

„Wem eine tüchtige Frau beschert ist, die ist viel edler als die köstlichsten Perlen. Ihres Mannes Herz darf sich auf sie verlassen, und Nahrung wird ihm nicht mangeln. Sie tut ihm Liebes und kein Leid ihr leben lang. Sie trachtet nach einem Acker und kauft ihn und pflanzt einen Weinberg vom Ertrag ihrer Hände. Sie gürtet ihre Lenden mit Kraft und regt ihre Arme. Sie merkt wie ihr Fleiß Gewinn bringt. Ihr Mann ist bekannt in den Toren, wenn er sitzt bei den Ältesten des Landes. Sie tut ihren Mund auf mit Weisheit, und auf ihrem Mund ist gütige Weisung. Ihre Söhne stehen auf und preisen sie, ihr Mann lobt sie. Lieblich und schön sein ist nichts; eine Frau, die den Herrn fürchtet soll man loben“.

 

Diese Verse sind von zeitloser Gültigkeit. Sie zeigen ein Familienbild, bestehend aus Vater, Mutter und Söhnen, wobei die Frau dem Mann, der wieder einen anderen Bereich abdeckt, in nichts nachsteht, Die Frau wird als sehr umtriebig und selbständig dargestellt. Das könnte man als eine Emanzipation im positiven Sinne bezeichnen. (Bei einer der üblichen schiefen Auslegungsmethoden natürlich auch als “Ausbeutung“). Wenn man aber über das zeitlos gültige biblische Menschenbild nachdenkt, wird einem der ganze gekünstelte Genderismus-, Feminismus- und Homokrampf wieder so recht bewusst. Deshalb gilt es immer wieder, sich von vergifteten Denkansätzen zu reinigen um den klaren Blick bewahren zu können.

Jörgen Bauer

www.christliche-impulse.de

 

 

 

Offener Brief an Präses Schneider

Gleichnamige Datei lässt sich mit Doppelklick öffnen

 

 

geschrieben von:

Peter P. J. Beyerhaus

(Universitätsprofessor em. und Ehrenpräsident der

Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften)

 

 

Offener Brief an Präses Schneider

 

von Peter P. J. Beyerhaus

Universitätsprofessor em. und Ehrenpräsident der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften

 

Herr Prof. Dr. Peter Beyerhaus erhielt auf sein Schreiben zahlreiche Rückinformationen u.a. die folgende:

Sehr geehrter Herr Professor Beyerhaus,

haben Sie recht herzlichen Dank für Ihr ausgezeichnetes Schreiben an Präses Schneider und die klare theologische Stellungnahme. Es ist allerdings nicht damit zu rechnen, dass Ihr Schreiben eine Änderung der Einstellung der EKD bewirken wird. Bisher sind alle wohlbegründeten Einsprüche gegen die bibelfremde Theologie der EKD abgeprallt. Die Frage ist, welche Konsequenzen aus der für unser Volk schädlichen „Orientierungshilfe“ der EKD zu ziehen sind. Folgendes möchte ich zur Diskussion stellen:

1. Die EKD vertritt Standpunkte, die eindeutig biblischen Aussagen zuwiderlaufen. Damit hat die EKD das „sola-scriptura-Prinzip“ der Reformation aufgegeben. Somit ist die EKD keine Kirche der Reformation mehr und hat auch keine theologische Existenzberechtigung neben der Katholischen Kirche.

2. Pfarrer der Evangelischen Kirche müssen sich bewusst machen, dass sie einer Kirche dienen, die antichristliche Positionen vertritt. Vorläufiger Höhepunkt ist die Predigt eines Imams in einem evangelischen Abendmahlsgottesdienst über Sure 48:28 mit ausdrücklicher Befürwortung des Landesbischofs: „Er ist es, Der Seinen Gesandten mit der Führung und der wahren Religion geschickt hat, auf dass Er sie über jede andere Religion siegen lasse. Und Allah genügt als Zeuge.“

3. Pfarrer müssen sich überlegen, ob sie zur SELK überwechseln oder eigenständige Gemeinden gründen. Zehn Christen, die den Zehnten opfern, können einen Pfarrer finanzieren.

4. Christen, die ihren Glauben ernstnehmen, müssen sich bewusst machen, dass sie durch ihre Mitgliedschaft eine Institution finanzieren, die unserem Volk Schaden zufügt.

5. Der Gnadauer Gemeinschaftsverband muss endlich seine Drohung realisieren, bei der Überschreitung einer roten Linie durch die Kirche sich von dieser zu trennen.

Mit freundlichen Grüßen   Hans Penner

 

28 Responses to “Die Irrlehren der EKD – Quo Vadis EKG?”

  1. Andres Says:

    (wiederholung)
    passt hier eigentlich nicht rein: soviel zur macht, spirituellen autorität des >oberrabiners> Das Oberrabbinat ist eine staatliche Institution und hat vor allem verwaltungstechnische Aufgaben wie die Verteilung der „Koscher-Urkunden“ in Hotels und Restaurants und die Überwachung der Speisegesetze. Sie verwalten alle religiösen Bedürfnisse in den Gemeinden. Sie sind für die Synagogen, die rituellen Tauchbäder und die Ernennung der Ortsrabbiner zuständig.
    Die Oberrabbiner gelten innerhalb der jüdischen Orthodoxie nicht als geistliche Autorität.(!!) <<

    also nix mit "magischer" rabbiner-WEIHE wie bei den (nichtreformatorischen) christen, ein "absolutistisches" papsttum scheints auch nicht zu geben?!
    frage: hat nun Jesus die apostel zu solchen lediglich "ernannt", sie zu "priestern"(rabbis?) förmlich gesalbt oder wurden sie durch den Heiligen Geist quasi automatisch in den proto-bischöflichen stand erhoben? der Heilige Geist wurde aber ebenso ALLEN ANDEREN getauften christen zugesprochen, kann also nicht als alleiniges "priesterauswahl-kriterium" gelten.
    1- "woraus" bzw. "was" ist also die WEIHE, die angeblich die apostolische/päpstliche "kettenreaktion" in gang gesetzt hat und damit "unfehlbare" wahrheit bis in alle ewigkeit erzeugt??
    2 – ist die WEIHE der form nach nur ein feierliches gelübte, welches erst durch den GLAUBEN eine "magisch-geistliche dimension" bekommt, ansonsten keinerlei besondere wirkkraft in sich trägt??
    mit anderen worten: ist die WEIHE eine in der frühzeit des christentums entstandene tradition – nicht mehr und nicht weniger??
    (ich sag das bisserl spöttisch – sind aber ernstgemeinte fragen…)

    weiß hier wer was genaues – ist verdammt mühselig, immer alles alleine rausfinden zu müssen. aber vermutlich wills auch keiner sooo genau wissen- man/sie hat ja eh seinen/ihren unerschütterlichen glauben ?!..

    • Andres Says:

      hallo katholiken, aber auch orthodoxe: IHR solltet/müsstet das doch ganz genau wissen- immerhin ist das die GRUNDLAGE eures verbindlichen glaubens und der hauptgrund, die evangelischen von der eucharistie, der ehe, der beichte und sonstwas auszuschliessen. wo bitte sind die bibelbelege, die vergleiche mit der vormaligen jüdischen tradition, die solch ein ausschlussverfahren biblisch einwandfrei begründen/rechtfertigen??

      • Emanuel Says:

        Tja , lieber Freund, sooooo genau wollen die es dann wohl gar nicht wissen …. ausserdem ist selber Denken viel zu anstrengend – shit , ich kann es nicht lassen ….

  2. Bazillus Says:

    Hallo Andres,
    ich bin Katholik, aber ich weiß nicht alles ganz genau.
    Aber lese ab und an in der Bibel.
    Ich denke, dass die Bibel zeitlos gültig ist.
    Du bist Petrus der Fels und auf diesem Felsen will ich meine Kirche bauen und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen. Petrus, liebst Du mich? Erst beim 3. Mal: Weide meine Schafe. Was Du auf Erden binden wirst , wird auch im Himmel gebunden sein. Ebenso lösen.
    Damit ist das Amt Petri m. E. genau umrissen. Und ich glaube nicht, dass der Sohn Gottes in die Welt gekommen ist, um nur ein oder zwei Generationen die Kirche, seine Kirche bestehen zu lassen, so dass sein Tod und sein Erlösungswerk in der Auferstehung eben auch nach dem tode Petri weiter gehen sollte. Eine andere Sichtweise wäre m. E. irgendwie zumindest nicht jesusgewollt. Zumindest würde er damit sagen, dass das Reich Christi mit dem tode Petri dem Zeitgeist unterworfen wäre. Kirche als Bewahrerin der Lehre Christi scheint ok. Dies hat meines Erachtens die evangelische Kirche anders gesehen, zurzeit scheint sie jede Bindung zur Lehre Jesus in Sachen Familie aufgegeben zu haben.

    Über allem steht Jesus, der da sagt: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt. Ich habe Brot des Lebens, Wasser des Lebens. usw. Diese universelle Aussage ist letztlich die Grundlage des christlichen Glaubens, der sich nicht ändert. ich kann nicht hingehen und jesuanische Positionen durch den Zeitgeist abschwächen oder ändern.

    Die Sakramente sind somit Zeichen Jesu, die helfen sollen, den ursprünglichen Glauben, den Jesus auf sich, seinen Vater und den Hl. Geist bezogen hat, zu bewahren. Dazu helfen alle Sakramente und können Christen somit behilflich sein, ihr Leben im jesuanischen Sinne gestalten zu können. Selbstverständlich kann ein christliches Leben auch außerhalb der Kirche gedeihen. Aber warum sollte ein Christ auf das Brot des Lebens verzichten? Es wäre einfach nicht die Ausschöpfung der jesuanischen Geschenke, die er uns durch den Hl. Geist und die Kirche so großzügig hinterlassen hat.

    Jesus bevollmächtigt seine Apostel im hl. Abendmahl mit dem Ausspruch: Tut dies zu meinem Gedächtnis also für die Zeit nach seinem Tod. Wie kann dieser uns seine Fleisch zu essen geben? Was ist beim letzten Abendmahl geschehen? Jesus spricht die Wandlungsworte. Warum spricht er sie? Sie machen keinen Sinn, wenn wir sie wörtlich nehmen. Er gibt den Aposteln (also nicht allen Jüngern) Brot, bricht es,verteilt es und spricht, Nehmt und esst, das ist mein Leib, der für Euch hingegeben wird. und Nehmet und trinket alle daraus, das ist das Blut des Neuen Bundes, das für Euch und für (alle) oder (viele) vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Tut dies zu meinem Gedächtnis. Diese Worte machen irdisch gesehen keinen Sinn, weil er noch irdisch lebte, als er sie sprach. Aber wenn Jesus als der Sohn Gottes, als Gott selbst diese worte sagt, sagt er sie nicht leichtfertig, sonden die Kirche vertraut darauf, dass Jesus nicht lügt, also haben sie Wahrheitsgehalt. Wir glauben daran. Das gleiche mit dem Blut. Er bezeichntet Wein als sein Blut und Brot als seinen Leib. Selbstverständlich scheiden sich da die Geister. Für die einen ist es nur eine Gedächtnisfeier. Für die anderen ist es die Möglichkeit, gleiches immer wieder auf dem Altar durch des Priesters Mund wie die apostel erleben zu dürfen, also die Erneuerung des hl. Altarssakraments in jeder hl. Messe, egal wo auf Erden sie stattfindet nach dem Motto: Ich bin allezeit bei Euch alle Tage, bis ans Ende der Welt. Er hat somit nicht nur für die Generation Apostel gesprochen, sondern für uns alle. Durch die Eucharistie sind wir weltweit mit dem einen Jesus verbunden. Wir dürfen ihn selbst aufnehmen und uns mit ihm nicht nur geistig, sondern auch körperlich verbinden. Ein besonderes Geschenk Jesu. Ich sage dazu: Wer es fassen kann, der fasse es. Widerspricht dieser Glaube der Lehre Jesu? M. E. nicht, er bringt Jesus Worte ein besondere Wertschätzung, ein besonderes Vertrauen und eine besondere Hingabe an Jesus selbst zum Ausdruck. Was kann es schöneres geben.

    Taufe: Gehet hin und tauft sie im Namen des Vaters, des Sohnes und des hl. Geistes. Klare Anweisung. Für uns Christen selbstverständlich dasGeschenk Jesu der Identität als Christen schlechthin.

    Ehesakrament. Schenken sich die Eheleute selbst, nicht die Kirche. Sie gibt der Eheschließung ihren Segen. Sie versprechen vor der Gemeinde öffentlich und vor Gott, sich zu lieben, sich zu ehren, bis dass der Tod sie scheidet. Wie hoch Jesus die Ehe eingeschätzt hat, brauche ich an dieser Stelle nicht niederzuschreiben. Wenn auch nur ein lüsterner Blick auf eine andere Frau fällt, hat der Mann dieses Auges die Ehe im Herzen schon gebroche, frei nach Jesus. Er schärft damit das Bewusstsein der Wichtigkeit der Ehe. Er sagt der Ehebrecherin: Geh hin und SÜNDIGE NICHT MEHR. Ein Teil dieses Evangeliums, über das so selten in der Kirche gepredigt wird. Dass die Kirche das Sakrament der Ehe eingeführt hat, welches Jesus nicht ausdrücklich anordnete wie die Taufe, finde ich persönlich goldrichtig, weil sie zu einer Zeit die Eheleute vor Gott als gleichwertig gestellt hat, in der die Frau nichts galt. Im Grunde hat die Kirche mit diesem Sakrament nicht nur die Einfleischwerdung gewürdigt, sondern auch den Wert der Frau dem Manne gleichgestellt. Beide müssen vor Gott dasselbe in Freiheit bekennen, nämlich das „Ja“. DiesesSakrament hat mehr für die Gleichberechtigung der Frau getan als die Feministinnen heute. Sie äffen nur den Mann nach

    Sakrament der Buße/Beichte: Vollmacht Jesu an die Apostel: Denen Ihr die Sünden nachlasst, sind sie nachgelassen, denen ihr sie nicht nachlasst, denen sind sie nicht nachgelassen. Ganz direkt.Also Kirche als Bewahrerin der Vergegenwärtigung Christi in der heutigen Zeit durch die Sakramente. Auch hier wieder: Kein Sinn, wenn er dies nur für die Apostel selbst gemeint hätte, denn dann wäre die Kirche Christi nicht als Zukunftsmodell des Christentums angelegt gewesen. Somit in sich stimmig.

    Priesterweihe ergibt sich möglicherweise nicht aus der Bibel. Aber um das Erbe der Lehre Jesu zu bewahren, darf Petrus, der ja von Jesus direkt Binde- und Lösegewalt hat, diese Vollmacht weitergeben. Damit ist wohl eher indirekt die Weitergabe des „Hirten“, des „Schafehüters“ von Jesus gegeben worden, wenn wir davon ausgehen, dass die Kirche Jesu nicht mit dem Tode Petri sich selbst überlassen werden sollte. Damit wird wohl das Priesterweihesakrament als ein besonderes geistliches Amt, welches von Jesus an petrus übergeben wurde in dem Wissen, dass einer bei Glaubensstreitigkeiten immer das letzte Entscheidungswort haben sollte, weitergereicht an viele Arbeiter im Weinberg Gottes, wie gesagt nur meine Einschätzung.

    Firmung: Das Versprechen des Menschen/Firmlings, den Geist Gottes als Bestandteil Gottes zu akzeptieren und in diesem Geist christliches Leben für sich selbst und in der Familie zu gestalten. usw. Vom Heiligen Geist hat Jesus des Öfteren gesprochen. Er hat ihn uns die Ankunft letztlich versprochen. Dieses Pfingstereignis schwingt in der Firmung nach, indem der Firmling ein Bekenntnis zum Dreifaltigen Gott gibt.

    Krankensalbung war laut Jakobus bereits in der Urgemeinde angelegt. Sie ist letztlich für mich persönlich ein „Sammelsakrament“ für einen Menschen in besonderer Lebenssituation, nämlich des Sterbens und begleitet den Menschen in a) in seiner Krankheit und b) in den Tod hinein. ein letztes oder eine späte sinnvolle Vereinigung der von Jesus direkt gestifteten Sakramenten, nämlich die Beichte und die Kommunion in Verbindung mit einer priesterlichen Salbung, eine Zuwendung Gottes durch die Person des Priesters, die dem Gläubigen einen würdigen Tod im Sinne einer Heimkehr zu Gott schenken kann.

    Ich weiß, dass es ernstzunehmende Gründe gibt, an diesen Sakramenten zu zweifeln. Nicht umsonst hat die evangelische Kirche einige Sakramente bei der Abspaltung von der katholischen nicht übernommen, weil sie nicht auf das Wort Jesu gründeten.

    M. E. begleiten Sakramente das menschliche Leben von der Geburt bis zum Tod. Ich meine, dass diese Zeichen, die teilweise von Jesus selbst stammen und teilweise eben durch die Kirche im Sinne Jesu eingesetzt wurden (sie glaubt dies zumindest und ich glaube nicht, dass die Spendung eines nicht von Jesus explizit gestifteten Sakramentes der Lehre Christi schaden würde oder gar im Widerspruch zu seiner Lehre stehen würde, darauf kommt es m. E. an!!!!), christlich (nicht nur katholisch) in sich stimmig und einfach nur sinnvoll die Lehre Jesu in seinem Sinne weitergeben.

    Selbst wenn die Kirche noch mehr Sakramente „erfinden“ würde, würde ich sie solange annehmen, wie sie dem Geiste der Lehre Jesu nicht widerspricht. Es besteht jedoch keine Veranlassung, weitere hinzuzufügen.

    Werter Andres, das ist meine persönliche Sichtweise über die Welt der Sakramente, die per definitionem Zeichen Gottes in dieser Welt sein sollen. M. E. sind sie das auch.

    Aber, wenn dies jemand nicht annehmen kann, kann ich das sehr gut verstehen. Auch ohne diese Spendung der Sakramente ist jedem Christen der Himmel selbstverständlich nicht versperrt. Das wäre vermessen. Aber ich denke, sie wären eine stimmige und m. E. auch wertvolle Ergänzung auf den Weg in den Himmel.

    • Emanuel Says:

      Nach der Lehre des „Neuen Jerusalems“ darf jeder das glauben , was er auf grund seiner Erziehung und seines persönlichen Werdegangs sich angeeignet hat .
      Deshalb ist an Ihrer – werter Bazillus – auslegung nicht das Geringste zu mäkeln …. wenn …. !!! Ja wenn , Sie mit „UNS“ übereinstimmen ,
      das jeder gute Glaube ausschließlich aus den zwei Grund-Steinen hervorgehen darf , die lauten :

      Liebe den Herrn über alles und

      liebe deinen Nächsten , wie dich selbst …

      Wenn Sie … werter Herr Bazillus das akzeptieren können und das auch lieben können … dann haben Sie Chancen , das ewige Leben im Himmel erreichen zu können …..

      • Andres Says:

        ich weiß nicht, ob man sich anmassen sollte, eigenmächtig für andere, noch dazu dem werten bazillus, seinen „segen“ zu erteilen oder zu entziehen?! da kommt man schon ins staunen….

      • Bazillus Says:

        Hallo werter Emanuel, selbstverständlich brauche ich nicht zu aktzeptieren, sondern diese beiden Gebote sind die Fundamente des Christentums überhaupt. Ohne die Liebe zu Gott und die Liebe zum Nächsten wären die Grundfesten des Christentums erschüttert; das Christentum wäre nicht existent.
        Aber wie stellen Sie persönlich sich die Liebe zu Gott vor? Wie praktizieren Sie die Liebe zu Gott, den wir doch Beide nicht kennen. Und die Liebe zum Nächsten ist von so manchem Zeitgenossen (jedenfalls in meiner Umgebung) nicht immer sehr einfach. Wie praktizieren Sie diese? Viele – so auch meine Wenigkeit – schreiben über diese Liebe, aber sagen nicht, wie diese Liebe in der Praxis versucht werden kann zu erfüllen. Müssen wir alle so werden wie Albert Schweizer, Mutter Theresa, Franz von Assisi oder viele Heilige der evangelischen oder anderen Kirchen?

      • Emanuel Says:

        Am besten wäre es, wenn man bei jeder seiner Handlungen darüber nachdenken würde, ob man damit gegen ein Gebot Gottes verstößt ….. und wenn ja , dann sollte man überlegen, wie man seine Handlungen ändern kann …….

  3. Bazillus Says:

    Werter Andres,
    kleiner Nachtrag: Die kath. Kirche hat mit ihrem zeitweiligen Machtverhalten genau das bestätigt, was Jesus mit dem Wort: GEbt dem kaiser, was des Kaisers ist und Gott, was Gottes ist“, wohl gemeint hat. MAcht der Politik und der Religion in einer Hand führt immer ins Chaos bis hin zum Verbrechen. Darum ist das Amt des Priesters m. E. nicht beschädigt, denn welche Organisation, die 2 000 Jahre besteht, hat zu keiner Zeit „schwarze Schafe“ in ihren Reihen gehabt.

    Den Level seiner Lehre hat der sündenlose Jesus ist so hoch angesetzt, dass es selbst jedem evangelischen, orthodoxen und katholischen Priester bis hin zum Papst, egal welcher Konfession unmöglich ist, dieser Lehre im eigenen Leben und auch im Verkündigungsleben immer, überall und zu allen Zeiten gerecht zu werden. Dieser Spagat zwischen Verkündigung und Praxis ist es, der die Unglaubwürdigkeit einer jeden Kirche ausmacht.

    Die Verkündigung des jesuanischen Ideals ist jedoch notwendig, um den Christen eine stetige Aufgabe zu geben, den Weg zu Jesus zum Ziel des irdischen Lebens zu machen. Das gilt für alle Christen, seien sie Priester oder nicht.

    • Emanuel Says:

      so hoch hat der Herr den Level nicht angesetzt … das ist definitiv falsch … Wie viele Menschen haben Sie in Ihrem Leben umgebracht ? Ich schätze nicht einen Einzigen …
      Wenn man das Gebot des Herrn allgemeiner , geistiger fasst, dann haben wir uns natürlich alle versündigt …. aber dennoch …

      Den Dekalog können wir Christen einhalten auf der äußerlichen Ebene jedenfalls … Nein .. auch das können wir nicht !!! aber wir können es versuchen …

      ansonsten , werter Bazillus , ist das unser AndreAs , der sein „a“ aus seinem Namen verloren hat …. wie auch immer das passieren konnte ….

      • Bazillus Says:

        Werter Emanuel,
        ich glaube nicht, dass die Feindesliebe hier schon ein so hoher Level ist, dass Menschen da doch erhebliche Schwierigkeiten haben, dieses Wort unsere Herrn in die Praxis umsetzen zu könenn. Aber wenn das Ihr Meinung ist, gern.

      • Andres Says:

        vielen dank an den werten bazillus – „da wurde mir geholfen“!.
        ob manche sakramente nicht direkt biblisch herzuleiten sind, macht mir nicht wirklich probleme, am allerwenigsten (seit neuerem) die realpräsenz Jesu in der eucharistie-feier. luther hatte diese auch nie verworfen – vermutlich war er weit „katholischer“, als es den meisten evangelischen heute recht ist?
        ihre argumente bezüglich der priester“weihe“, v.a. hinsichtlich der bewahrung (sakramente) über viele generationen hinweg sind sehr aufschlussreich. für mich stellt sich ja schon seit längerem die frage:
        protestantentum wozu noch?
        – wie allen (ex)evangelischen machen mir die (quasi) vollmachten über mein seelenheil durch die priester, bzw. des römischen klerus irgendwo angst – es ist, als ob man seine beziehung zu Gott in „fremde“ hände geben müsste. ich kann mir kaum vorstellen, nicht gegenüber Gott, sondern einem priester zu beichten! nicht weil er „unwürdig“ wäre, keine absolution dazu hätte oder mir meine sünden allzu peinlich wären, sondern weil ich so „intim“ mit Gott bin, das sich da niemand „dazwischenschieben“ könnte – und sei es noch so gut gemeint.
        ich befinde mich sozusagen in einem ständigen „buß-prozess“, ab u. zu mach ich auch mal „frei“ und gebe mich lässlichen sünden hin (kneipentour-haha..). wenn ich gelegentlich das gefühl habe, einen pfarrer/priester um persönlichen rat zu fragen, wo ich alleine nicht weiter weiß, oder theologische fragen erläutert zu bekommen, wie sie es hier gelegentlich anbieten, wäre mir das schon stütze und sicherheit genug. meine schuld könnte mir kein priester „abnehmen“, auflösen oder „weiterreichen“ – das geht nur Gott und mich was an, überdies kann ich mit meiner „schuld“ ganz gut leben, da sie prinzipiell dem Herrn längst wohlbekannt sein dürfte. und ich habe das gefühl, dass mir stets verziehen wurde und wird – wo nicht, wird das himmlische gericht urteilen?!…aber vielleicht sehe ich das im moment noch zu „leichtfertig“?..
        – nun ist es aber so, das eben NUR die katholische (orthodoxe) priester“weihe“, die wie sie selbst sagen, nicht direkt als förmlicher akt in der bibel erwähnt wird, wiewohl sie sinnigerweise überhaupt erst eine kirchliche organisation konstituiert, zur schuldvergebung befähigt. damit ist der priester MITTLER zwischen den gläubigen und Gott, bis hinein in den persönlichen glaubensvollzug und in die privatesten „intimbereiche“ eines menschen. und zwar absolut und auf zwang basierend, da man ja sonst dieses(!) sakrament „entweiht“?! wäre dem nicht so, gäbe es ja keinen unterschied zwischen weihe und evangelischem ordinat, das den pfarrern diese wirkmacht über jede einzelne seele abspricht.
        wie sie wissen, ist das bußsakrament dem „abendmahls“sakrament/eucharistie „vorgeschaltet“: verweigere ich ersteres, bin ich auch vom wesentlichen, ja dem kern christlicher glaubenspraxis ausgeschlossen ausgeschlossen!
        somit ist der „weihe“- begriff DER schlüssel, mit dem die geistlichkeit (klerus) für uns „armselige“ durchschnittsgläubigen das himmelstor öffnen oder auch verschliessen kann: was sie auf erden binden oder lösen werden, wird auch im himmel „gebunden oder gelöst“ sein (schuldvergebung, kirchenbann, ausstoss aus der kirche etc)?!

        wenn sie diesen letzten satz überzeugend interpretieren können – was GENAU dieses „lösen“ und „binden“ meint (bezieht sich das nur auf die schuld-schuldlösungs-problematik?), würde ich nach 500 jahren familiärer protestantischer tradition (z.t. täufertum) doch glatt wieder zu unseren katholischen vorfahren zurückkehren. einer von diesen war der letzte katholische propst im zürcher münster – ausgerechnet dessen (illegitimer?) sohn wurde zum radikal-reformator und begründer der „freikirchen“….da schliesst sich dann wieder der kreis?
        m.f.g.

      • Bazillus Says:

        Werter Emanuel, ich muss mich berichtigen: Ich glaube, dass das Gebot der Feindesliebe hier schon ein so hoher Level ist, dass Menschen da doch erhebliche Schwierigkeiten haben, dieses Wort unsere sHerrn in die Praxis umsetzen zu könenn. Aber wenn das Ihr Meinung ist, gern.

  4. Emanuel Says:

    http://julius-hensel.com/2013/07/die-akte-aluminium/

    Ein bericht direkt aus eurer Hölle … aber ihr nehmt so etwas nicht zur Kenntnis …. Euer Wille ist eben höllisch … stimmt überein mit den Betreibern ….

  5. Andres Says:

    fundstelle: >>
    Im Matthäus-Evangelium lesen wir, dass Jesus seinen Jüngern Vollmacht und Autorität durch „Binden und Lösen“ übertragen hat.
    Jesus spricht zu Petrus in
    Matthäus 16,
    19 Ich werde dir die Schlüssel des Reiches der Himmel geben; und was immer du auf der Erde binden wirst, wird in den Himmeln gebunden sein, und was immer du auf der Erde lösen wirst, wird in den Himmeln gelöst sein.
    Zwei Kapitel später geht es nicht mehr um Petrus alleine, sondern Jesus spricht hier zu seinen Jüngern. Es erfolgt eine Erweiterung vom „du“ zu „ihr“:
    Matthäus 18,
    18 Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr etwas auf der Erde bindet, wird es im Himmel gebunden sein, und wenn ihr etwas auf der Erde löst, wird es im Himmel gelöst sein.
    19 Wiederum sage ich euch: Wenn zwei von euch auf der Erde übereinkommen, irgendeine Sache zu erbitten, so wird sie ihnen werden von meinem Vater, der in den Himmeln ist.
    20 Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich in ihrer Mitte.
    Dem gemeinsamen Gebet kommt hier eine tragende Rolle zu. Die Übereinstimmung mehrerer Beter ist eine wichtige Grundlage.
    Binden und lösen heißt: Wir dürfen und sollen die Initiative ergreifen! Was durch uns hier auf der Erde gebunden und gelöst ist, wird gebunden und gelöst sein im Himmel!
    Das heißt praktisch: Wenn Christen hier auf der Erde Entscheidungen treffen, richtet sich der Himmel danach!
    Was für ein Vorrecht!
    Was für eine Möglichkeit!
    Was für eine Verantwortung!
    Dennoch ist Gott weiterhin souverän in seinen Entscheidungen. Er bleibt die oberste Autorität.
    Ein anderes Wort für binden ist „verbieten“ und für lösen „erlauben“. Jesus sagt damit: Ich gebe euch die Vollmacht zu entscheiden, was zu erlauben ist, und was nicht.
    Manchmal gibt Gott seinen Kindern in schwierigen Situationen einen Eindruck, als wenn er sagen würde: „Du bist dran! Du hast jetzt die Aufgabe aktiv zu sein, eine Entscheidung zu treffen und zu binden und zu lösen! Und der Himmel wird sich danach richten.“
    In diesem Zusammenhang steht auch die Aussage Jesu in Johannes 20:
    23 Wenn ihr jemandem die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben, wenn ihr sie jemandem behaltet, sind sie ihm behalten.
    Auch hier geht es um eine Art des Bindens und Lösens:
    Markus 11,
    22 Und Jesus hob an und sprach zu ihnen: Habt Glauben an Gott!
    23 Denn wahrlich, ich sage euch, wenn jemand zu diesem Berge spräche: Hebe dich und wirf dich ins Meer, und in seinem Herzen nicht zweifelte, sondern glaubte, dass das, was er sagt, geschieht, so wird es ihm zuteil werden.
    24 Darum sage ich euch: Alles, was ihr im Gebet verlangt, glaubet, dass ihr es empfangen habt, so wird es euch zuteil werden!
    25 Und wenn ihr steht und betet, so vergebet, wenn ihr etwas wider jemand habt, damit auch euer Vater im Himmel euch eure Fehler vergebe.
    An einer anderen Stelle macht Jesus deutlich, dass man den „Starken“ erkennen und binden muss. Der „Starke“ kann eine dämonische Macht sein, die
    bestimmte Dinge, Personen oder
    Situationen bindet (beherrscht):
    Matthäus 12,
    28 Wenn ich aber durch den Geist Gottes
    die Dämonen austreibe, so ist also das
    Reich Gottes zu euch gekommen.
    29 Oder wie kann jemand in das Haus
    des Starken eindringen und seinen
    Hausrat rauben, wenn er nicht vorher den
    Starken bindet? Und dann wird er sein
    Haus berauben.
    Bei schwierigen Situationen, bei denen
    man nicht weiß, wie man beten soll, kann
    man Gott bitten zu offenbaren, welcher
    „Starke“ hinter dem Problem steht. Es geht
    darum den Starken zu erkennen. Gott
    zeigt ihn uns auf unterschiedliche Arten:
    Durch sein Wort, durch innere Eindrücke
    oder durch Träume, Visionen und Bilder.
    Den Starken gilt es dann im Namen Jesu
    zu binden. Reale Beispiele dazu gibt es in
    dem unten erwähnten Buch und in dem
    angegebenen Vortrag von Derek Prince.
    Interessant ist auch sich daran zu
    erinnern, dass Gott den Menschen schuf
    um zu herrschen (d.h. regieren,
    verantwortlich handeln):
    1.Mose 1,
    26 Und Gott sprach: Lasst uns Menschen
    machen in unserm Bild, uns ähnlich! Sie
    sollen herrschen über die Fische des
    Meeres und über die Vögel des Himmels
    und über das Vieh und über die ganze
    Erde und über alle kriechenden Tiere, die
    auf der Erde kriechen!
    Auch am Ende der Zeit ist es die
    Bestimmung der Christen aktiv zu sein, zu
    herrschen:
    Offenbarung 20,
    6 Glückselig und heilig, wer teilhat an der
    ersten Auferstehung! Über diese hat der
    zweite Tod keine Macht, sondern sie
    werden Priester Gottes und des Christus
    sein und mit ihm herrschen die tausend
    Jahre.
    Auch in Offenbarung 22,
    5 Und Nacht wird nicht mehr sein, und sie
    bedürfen nicht des Lichtes einer Lampe
    und des Lichtes der Sonne, denn der Herr,
    Gott, wird über ihnen leuchten, und sie
    werden herrschen von Ewigkeit zu
    Ewigkeit.
    Gott möchte seine Kinder erziehen und zu
    reifen, verantwortungsbewussten
    Persönlichkeiten heranbilden.Daher stattet
    er uns mit Vollmacht aus und gibt er uns
    Möglichkeiten, Verantwortung auszuüben –
    z.B. beim Binden und Lösen.
    Die drei wichtigsten Waffen beim Binden
    und Lösen sind
    a) das Wort Gottes (Wahrheiten der
    Bibel proklamieren)
    b) das Blut Jesu (den Sieg Jesu, der
    durch sein vergossenes Blut
    deutlich ist, über einer Situation
    aussprechen)
    c) der Name Jesu (in seinem Namen
    beten, d.h. in Übereinstimmung mit
    ihm)
    Die Grundlage für das Binden und Lösen
    ist der Sieg Jesu über Satan am Kreuz:
    Kolosser 2,
    13 Und euch, die ihr tot wart in den
    Vergehungen und in der
    Unbeschnittenheit eures Fleisches, hat er
    uns lebendig gemacht mit ihm, indem er
    uns alle Vergehungen vergeben hat.
    14 Er hat den Schuldschein gegen uns
    gelöscht, den in Satzungen bestehenden,
    der gegen uns war, und ihn auch aus
    unserer Mitte fortgeschafft, indem er ihn
    ans Kreuz nagelte;
    15 er hat die Gewalten und die Mächte
    völlig entwaffnet und sie öffentlich zur
    Schau gestellt. In ihm hat er den Triumph
    über sie gehalten.
    Jesus hat den Feind bereits ein für allemal
    besiegt. Das brauchen wir nicht mehr zu
    tun.

  6. Bazillus Says:

    Werter Andres,
    Sie selbst haben sich bereits die Antwort gegeben. Das „Binden“ und „Lösen“, das „Vergeben“ und das „Nichtvergeben“ ist die Übertragung von Verantwortung an seine Apostel. Selbstverständlich ist diese Vollmacht immer auf die Lehre Christi hin anwendbar und nicht menschlich willkürlich! Wer sich von der Lehre Christi und von Christus selbst abkehrt, der hat die Vollmacht auch nicht mehr und hat sie verwirkt.

    Ich verstehe diese Vollmacht halt so, dass dieses „Dürfen“ und „Nichtdürfen“ immer im Geiste Gottes zu geschehen hat. Darum ja auch das sog. Lehramt. Was ist bei Glaubensstreitigkeiten der richtige Glauben, immer auf Jesu Lehre, auf seine Erlösungstat im Tod und in der Auferstehung hin ausgerichtet. Viele Christen haben da eben Zweifel und sind auch verunsichert. Die Bibel ist nicht immer eindeutig. Wer Verse anderen Versen gegenüberstellt bekommt manchmal eben mehrere Ergebnisse. Diese Ergebnisse sind dann immer im Lichte der Jesusmeinung und -lehre auf seine Erlösungstat hin zu überprüfen. Im Rahmen dieses Jesusglaubensverständnisses ist für mich das Lösen und Binden und das Vergeben und Nichtvergeben zu verstehen, niemals also der willkürlich menschlichen Entscheidung. In der Beichte, verzeiht Gott selbst dem Sünder eben durch den Mund des Priesters. Gott selbst spricht nun einmal nicht zu uns Normalchristen. Nicht umsonst gehört zur Beichte ja auch die vorbereitung, die Gewissenserforschung, das echte Bereuen und der echte Wille, sein Leben nach der Beichte eben anders, besser zu gestalten. Das ist selbstverständlich der Ehrlichkeit des Einzelenen zu überlassen. Aber das weiß er dann auch selbst, wie er die Beichte durchführt, ob ehrlich oder oberflächlich. Gott lässt da seiner nicht spotten. Natürlich ist uns bewusst, dass wir auch nach der Beichte immer wieder fallen, so dass die Beichte eben dabei helfen kann, sein Gewissen direkt Gott gegenüber zu erleichtern eben mithilfe des Priesters, der ja in Vollmacht Jesus handelt. Das Amtsverständnis kann somit durchaus eine zentrale Bedeutung bekommen. Jesus gabe Petrus, den Aposteln Vollmacht. Er wollte nicht, dass dseine Kirche tot ist mit dem Tode der Apostel, also muss die Vollmacht weitergegeben werden wie bei einem Familienunternehmen, wo der Vater den Kindern den Laden übergibt, im religiösen Bereich eben mit der Segensvollmacht, der Priesterweihe. Und nur vor diesem Hintergrund soll dem Papst mit Hilfe des Hl. Geistes „Unfehlbarkeit“ in Glaubens- und Sittenlehre, also nicht für ihn persönlich, zugebilligt werden, also sprich nur dann, wenn er „ex kathedra“ spricht. Die Enzykliken und die Bücher von Benedikt über Jesus sind also keine Dogmen. Das ist allerdings ein sehr gewagtes Dogma, womit die Altkatholiken ihre Schwierigkeiten hatten und von der Kath. Kirche abgespalten sind.

    Natürlich kann das alles angezweifelt werden. Aber irgendwie habe ich dieses System für mich geprüft und für annehmbar befunden.

    Noch einmal zur Beichte:
    Stellen Sie sich eine Psychotherapie vor. Da entlädt der Kranke, sofern er dies kann und dazu fähig ist, die persönlichsten Dinge nicht nur dem Psychotherapeuten selbst, sondern sogar Gruppentherapie, was im Leben gelaufen ist. Seit die Beichte nicht mehr so häufig praktiziert wird, sind die Therapeutenzahlen in die Höhe geschnellt und die Wartezimmer sind voll. Es hat im Übrigen auch eine nicht zu unterschätzende psychologische Wirkung, von einem Priester zu hören: „ich spreche dich los von Deinen Sünden“. Die obligatorische „Buße“ von Gebeten sollte nicht als Buße, sondern als Dankgebet aufgefasst werden für die Befreiung. Ich ordne die Beichte halt wie alle Sakramente als ein Geschenk Gottes an die Menchen ein. Natürlich wurde mit der Beichte Schindluder getrieben. Nicht wenige Kinder machten sich die Hosen nass, wenn sie beichten gehen „mussten“. Das war natürlich der falsche Weg und durchaus mit Psychoterror gleichzusetzen. Aber als Erwachsener habe ich den rechten Abstand dazu und freue mich über die Möglichkeit des Geschenks Gottes an mich und an alle Menschen, diediesen Weg gehen wollen. Immer Freiwilligkeit, sonst ist das Sakrament der Beichte eine Belastung und keine Befreiung.

    • Andres Says:

      bedanke mich nochmals für ihre ergänzenden erläuterungen zu der zuzammenfassung oben (fundstelle).
      ihre persönliche sicht der dinge, ihrer priesterlichen praxis runden die biblische „theorie“ ab – und nehmen mir die restzweifel…
      die abschlussfeier des papstbesuches zum katholischen weltjugendtag in brasilien hat ein bild eines modernen, völkerverbindenden und enthusiastischen katholikentums gezeigt, wie es wohl die meisten in unseren breitengraden kaum erwartet hätten – auch kircheferne!
      ob die brasilianer mittlerweile nicht allzusehr von den us-geprägten pop-„kirchenshows“ geprägt sind, ist wohl geschmackssache. vor allem die europäische kirchenmusik-tradition ist den allermeisten südamerikanern fremd – ohne poppige rhytmen läuft dort gar nichts, was aber keinesfalls spirituelle oberflächlichkeit bedeutet. es ist schon für unsereins ungewohnt, selbst in katholischen kirchen bisweilen sambarhytmen zu hören, bei denen die gläubigen quasi tänzerisch beten – aber für die weltjugend heute, vielleicht auch für so manche moslems war dies sicher ein gelungens, faszinierendes „mega-event“ im namen des Herrn. weiter so – ich bin dabei!!!

  7. Emanuel Says:

    Bazillus Sagt:
    28. Juli 2013 at 05:52
    Werter Emanuel, ich muss mich berichtigen: Ich glaube, dass das Gebot der Feindesliebe hier schon ein so hoher Level ist, dass Menschen da doch erhebliche Schwierigkeiten haben, dieses Wort unsere sHerrn in die Praxis umsetzen zu könenn. Aber wenn das Ihr Meinung ist, gern.

    Werter Bazillus !

    Wir müssen uns zunächst mal darauf verständigen, was „Feindesliebe“ überhaupt bedeutet … Dank Babylon benutzen wir vielleicht die gleichen Worte aber verstehen etwas völlig anderes darunter … der eine jenes , der andere dieses …..

    • Bazillus Says:

      Werter Emanuel,
      Feindesliebe hat Jesus ja nicht nur gepredigt, sondern so eindrucksvoll wie keiner unter bittersten Schmerzen am Kreuz bewiesen, mehr als bewiesen, sondern gelebt.
      Erinnern Sie sich noch an das Wort Jesu am Kreuz? Vater, vergib ihnen, denn Sie wissen nicht, was sie tun (nämlich den Sohn Gottes töten, meine Interpretation) Wenn er den Vater bittet, hat er selbst ihnen schon lange vergeben, den Henkern, die Nägel durch seinen Füße und Hände getrieben haben, ihm die Dornenkrone aufgesetzt, über seine Kleider das Los geworfen, ihn gegeißelt, ihn verspottet und geschlagen und angespiehen haben, Pilatus, den Hohenpriestern, dem Volk, das „Kreuzige ihn“ rief, den Menschen, die sich spöttisch über ihn am Kreuz geäußert hat. Da er sich am Kreuz einen Moment vom Vater verlassen gefühlt hat und wohl von ihm einen Moment getrennt war und in die tiefsten Tiefen des Menschseins abgetaucht ist, hat er seinen Vater in seine Vergebung, der er selbst schon lange gewährt hatte, im wahrsten Sinne des Wortes hineingebetet. Und wirkönnen sicher sein, wenn Jesus ihnen vergeben hat, warum sollte der Vater, der mit ihm eins ist im Heiligen Geiste diesen nicht vergeben. Gott hat diesen Menschen, u. a. auch den damaligen Juden vergeben, weil Jesus ihnen vergeben hat.

      Nur wir Christen, leider auch die Kirchen, haben den Juden bis heute von Herzen nicht vergeben. Wir spielen noch heute den Rächer, indem wir ihnen nicht auch vergeben. Viele Christen stellen Juden noch heute als „Gottesmörder“ hin, was a) faktisch falsch und b) nach der Vergebung durch Jesus selbst eine große Anmaßung und Beleidigung nicht nur der Juden, sondern auch unserem Gott gegenüber darstellt. Heißt es doch im Vater unser: Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldnern. Bei den Juden hat das bis heute nicht geklappt. Viele Menschen, die sich Christen nennen, vergeben den Juden bis heute nicht. Wie schändlich!

      Und gewandt an den Schächer am Kreuz: Noch heute wirst Du mit mir im Paradiese sein!. Vergebung auf höchstem Level unter echten Schmerzen.

      Ich glaube, werter Emanuel, dass ich schon sagen kann, dass dieses das höchste Level der Feindesliebe ist, was für Menschen kaum erreichbar sein kann. Ringeltauben gibt es natürlich immer wieder. Ausnahmen bestätigen die Regel. Selbstverständlich.

      Fazit: Jesus hat das LEvel der Feindesliebe an die höchste Stelle gesetzt, die die wenigsten Menschen erreichen können.

  8. Emanuel Says:

    Matthäus 16,

    19 Ich werde dir die Schlüssel des Reiches der Himmel geben; und was immer du auf der Erde binden wirst, wird in den Himmeln gebunden sein, und was immer du auf der Erde lösen wirst, wird in den Himmeln gelöst sein.

    Ein Nicht-Kenner der Kirchenlehre – wie ich es bin – versteht etwa Folgendes darunter :

    „binden“ ist im Sinne von „Verbindung“ zu verstehen und „lösen“ im Sinne des Gegenteil von Verbindung also „Befreiung“ von etwas …..

    Der Schlüssel des Reiches des Himmels ist nichts anderes als „der Zugang zum Himmel“ für den wahren Gläubigen —

    Wer ist der „wahre Gläubige“ ? Derjenige , der Gottes Gebote tut …… ausführt ….. macht …. !!!!!

    Wer also sich „verbindet mit dem Herrn“ – also Seine Gebote TUT …. der hat die Schlüssel des Reiches der Himmel !!!!

    Um diese Schlüssel zum Himmel zu bekommen – ist es zwingend notwendig – sich zu lösen – also sich „zu befreien“ vom Bösen … oder wie euer Papst es aktuell ausdrückt, sich zu befreien vom Materiellen !!!!!!!!

    So ist das „binden“ und „lösen“ , das Matthäus hier beschreibt , zu verstehen ….. jedenfalls für einen Christen, der von eurer Kirchenlehre glücklicherweise und dankenswerter Weise verschont geblieben ist …

    Dafür danke ich dem Herrn von meinem ganzen Herzen – das nur und ausschließlich durch IHN schlägt ……..

    Amen

    • Andres Says:

      zeugt von charakter, dass du so wacker und standhaft bleibst – aber ein garant für irrtumsfreiheit ist dies natürlich nicht. aber da muss jeder seinen eigenen weg beschreiten und darf erwarten, dafür respektiert und auch geliebt zu werden.
      dennoch weise ich auf diesen link hin (da gibts natürlich auch viele andere, die informativ sein können), weil er vielleicht manche missverständnisse berichtigt:
      http://www.k-l-j.de/priester.htm

      • Andres Says:

        ich werde mich hier zukünftig nicht mehr über konfessionelle sichtweisen äussern – für mich sind die dinge nun genug geklärt: soll jeder nach seiner fasson seelig werden – mehr als erklären geht ja nicht!
        ich wende mich wieder dem schwerpunkt dieses blogs zu: ägypten, der nahe osten, afrika und die situation der (kirchen-)christen weltweit. falls auch swedenberger irgendwo verfolgt werden, solltest du das hier veröffentlichen – oder ihre gemeinde(arbeit) einmal darstellen – kaum jemand weiß von ihnen…
        (und ich werd mir mal als potenzieller neo-katholik einiges vom „alten schweden“ besorgen – man lernt nie aus…) lg- und schönen sonntag an dich und alle anderen hier

      • Emanuel Says:

        Schön, mein lieber Bruder … Bitte halte mich über deine erkenntnissen auf dem Laufenden .. Denn: Wo zwei oder drei sich verbinden , da ist der Herr… oder so ähnlich …

        LG

        Dein Emanuel

  9. Emanuel Says:

    Lieber Freund !

    Ich weiß auch nicht, woher ich mir die Frechheit erlaube, dich vor diesem Denkfehler ganz eindringlich zu warnen !!!!

    Ja , ich bitte dich sogar sehr ensrthaft, das was du hier geschrieben hast , ganz fein und sauber zu überdenken … Bitte, lieber Freund !!!

    Hier unterliegst du wirklich einem sehr , sehr bösen Irrtum … der vom teufel selber gemacht ist !!!!!

    „Das heißt praktisch: Wenn Christen hier auf der Erde Entscheidungen treffen, richtet sich der Himmel danach!
    Was für ein Vorrecht!
    Was für eine Möglichkeit!
    Was für eine Verantwortung!“

    Was du oben schreibst, ist die Ur-Sünde Adams . der Abfall vom wahren , ursprünglichen Glauben an den Herrn !!!

    Es gibt nur eine einzige Richtung, wie sich Der Herr ausbreitet , wie Das Licht des Herrn sich im Universum verteilt !

    Diese Richtung weist ausschließlich von OBEN NACH UNTEN !!!!!!

    Stelle dir vor, wenn es so wäre, wie du es oben schreibst, wären die Himmel bereits allesamt vollkommen satanisch und teuflisch …

    Ich bete zum Herrn , dass du das verstehst ……………………..

  10. Emanuel Says:

    Das hast du doch geschrieben ….

    Das heißt praktisch: Wenn Christen hier auf der Erde Entscheidungen treffen, richtet sich der Himmel danach!
    Was für ein Vorrecht!
    Was für eine Möglichkeit!
    Was für eine Verantwortung!”

    WAr das jetzt ernst gemeint oder sarkastisch – ich bin mir unsicher ?????


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