kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Kommentar: „Schweizer Pfarrerin: Es gibt keinen Gott“! 22. Juli 2013

Filed under: Werte für Jugend — Knecht Christi @ 17:53

Reformierte Pfarrerin gibt Schweizer Rundfunk ein Interview unter dem TitelHört auf zu glauben„!

 

 

Bern (kath.net): „Es gibt keinen Gott.“ Dies sagte Ella de Groot, evangelisch-reformierte Pfarrerin aus Muri-Gümlingen (Kanton Bern) in einem ausführlichen Gespräch mit dem Schweizer Radiosender SRF 2 mit dem Titel „Hört auf zu glauben!“. Die gebürtige Holländerin trägt als Pastorin in ihren Gottesdiensten keinen Talar. Die Sendung wurde u.a. mit folgenden positiven Worten angekündigt: „In der Sendung von Heidi Kronenberg hat Ella de Groot erklärt, warum sie leidenschaftlich gerne Pfarrerin ist, wie sie die Bibel liest und warum sie Jesus von Nazareth verehrt“. De Groot erläuterte dem SRF, dass sie nicht an ein ewiges Leben glaube. Doch andererseits wolle sie sich aber auch nicht als Atheistin bezeichnen, denn „diese Frage stellt sich für mich nicht“, da sie „an die Kraft des Lebens“ glaube. „Es gibt keinen personalen Gott“, behauptete sie. Doch „Gott ist das Leben, das, was zum Leben drängt“, „wir können diese Kraft auch ‚Energie‘ nennen“. Negative Kräfte bezeichne sie nicht als „Gott“.

 

 

 

 

Die „Kraft des Lebens“, dies seien auch „die Menschen in ihrer Gemeinschaft, in ihrem Zusammenhalt miteinander“ und das spüre man ja auch, wenn man zusammen sei, „zum Beispiel im Gottesdienst, wenn wir zusammen singen, wenn wir zusammen beten.“   Pfarrerin sei sie „wegen der Menschen“ geworden, so de Groot. Sie verehre Jesus Christus, der eine Vorbildfunktion habe und Menschen zum Leben befreie. Ihrer Ansicht nach sollten Pfarrerinnen und Pfarrer den Menschen helfen, ohne den Glauben an etwas „Höheres“ Sinn in ihrem Leben zu finden. Die Pfarrerin begründete ihre Haltung u.a. damit, dass sie als Kind in ihrem evangelisch-reformierten Elternhaus nur einen strafenden Gott kennengelernt habe. {Quelle: kath.net – 16 Juli 2013}

 

 

 

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

Wir machen uns nicht auf, über diese Pfarrerin zu urteilen bis auf dieses: Eine Pfarrerin kassiert ein nicht geringes Gehalt. Es wäre nur konsequent, wenn sie ihren Beruf an den Nagel hinge. Sie verkündet also als Pfarrerin in einer Kirche die Nichtexistenz eines persönlichen Gottes. Das wäre in etwa so, als wenn ein CDU-Staatsminister in der Wahlkampfphase Werbung machen würde für den Gegenkanzlerkandidaten. Wenn sie dies als Christ in einem Gespräch unter Christen täte, wäre dies legal, aber in ihrer Funktion als Pfarrerin ist dies untragbar. Warum die Kirche eine Person mit einem solchen Gottesverständnis weiter beschäftigt, ist uns ein Rätsel. Offensichtlich scheint diese ihre Glaubensposition gar nicht so selten vorzukommen, vielleicht ist sie schon der Mehrheitsglaube unter den so aufgeklärten Pfarrerinnen und Pfarrern, die ihre Schwierigkeiten mit der Theodizeefrage haben.  Das Miteinander kann sie auch in einem Kaninchenzuchtverein erleben. Da sind dann auch Gleichgesinnte beieinander. Die Kraft des Lebens ist dem eigenen individuell gestalteten Selbsterhaltungstrieb geschuldet. Das hat jede Pflanze und jedes Tier.  Dafür brauchen wir Gott nicht.

 

Die Begründung, die sie liefert, ist so haarsträubend, dass sie eine Heraushebung wert ist. Sie überträgt als ausgebildete Theologin die Verantwortung für ihr Gottesbild auf ihre vielleicht schon verstorbenen oder noch lebenden Eltern. Damit ist sie fein raus aus der Sache. Eine billigere Ausrede haben wir für einen atheistischen oder agnostischen Ansatz von einem erwachsenen Menschen noch nie gehört. Jeder macht sich aufgrund seiner Erfahrung, aufgrund von Gesprächen, aufgrund von Eindrücken und Lerninhalten und insbesondere aufgrund seiner eigenen Gedanken als Reflexion auf das erworbene Wissen sein eigenens Gottesbild. Den persönlichen Gott  auf  einen reduzierten Gott der Strafe herunter zu brechen, heißt, sich mit der Materie der Gottesbildentwicklung  nie wirklich – insbesondere innerlich mit dem Herzen – auseinandergesetzt zu haben. Das Gottesbild ist nicht ein intellektueller Akt des Wissens, sondern eine Glaubensannahme im Rahmen der Herzensbildung. Gott muss ins Herz in die innersten Gefilde der Seele eindringen. Ein nüchternes Glaubenskonstrukt ist ein Nichts.

 

Aber diese Pfarrerin ist nicht das Problem.  Sie ist in ihrer persönlichen Inkonsequenz genauso ehrlich wie die Kirche, die sie vertritt.  Nein, sie ist lediglich ein Symptom für eine Kirche und da meinen wir nicht nur die evangelisch-reformierte, in der der/die Gläubige nicht sicher sein kann, ob der Pfarrer oder die Pfarrerin, der/die da über Gott erzählt, auch wirklich selbst an das glaubt, was er/sie verkündet. Innerhalb dieses Systems ist diese Dame nur ehrlich. Ob diese Charaktereigenschaft auch für alle Priester in dieser Frage zutrifft, können wir nicht sagen. Aber die lockere Theologie, die Jesus aus der Historizität herauslöst, hat diese Art der Verkündigung erst hoffähig gemacht. Wer Jesus nur psychologisch-irdisch als einen weisen Guten ansieht, der hat schon den falschen Zugang zu ihm.

 

Das Problem: Sie hat im Grunde keine Glaubensgrundlage. Die Bibel sieht sie – gefördert durch die moderne Theologie – als religionspsychologisch willkürlich interpretierbares Etwas an, welches je nach individuellem Gottesbild auf eigene Bedürfnisse zurechtgestutzt werden kann. Und daraus resultiert ihr Gottesbild der Beliebigkeit. Schon häufiger wurde hier im Blog die These vertreten, dass die Verkündigung sich darauf ausrichten sollte, dass der Mensch sich auf den Weg hin zu Gott macht, nachdem sich Gott schon so eindringlich, glaubwürdig und personal-göttlich auf den Weg zum Menschen gemacht hat. Nach dieser Großtat Gottes gibt es für eine wirkliche Verkündigung nur eine Richtung, nämlich die auf Vater-Jesus-Hl.-Geist hin.

 

Wir könnten uns ein Gottesbild wie diese Pfarrerin vorstellen, wenn wir Muslime oder Juden wären. Ein ferner Gott, den niemand zu Gesicht bekommen hat, von dem wir uns kein Bild machen dürfen, von dem wir nur bloße Worte ohne lebenden Glaubwürdigkeitsbeweis in Büchern hätten. Ja, da wäre uns das möglich, diesen als Energie-Gott als Ausweggott gedanklich zu erschaffen, weil das AT und der Koran doch ein Gottesbild vertreten, welches mitunter abschreckend sein kann. Wenn wir aber Gott über Jesus identifizieren dürfen, ja dürfen, bleibt uns keine andere Wahl, als an einen personalen Gott der uneingeschränkten Liebe zu glauben, wenn wir  uns auf diesen Gott, von Jesus so eindruckvoll charakterisiert und gelebt und durch Tod und Auferstehung sichtbar beglaubigt, glaubensmäßig einlassen. Ein solcher Gott ist nicht fern, er ist nah bei uns und er kann, wenn der Mensch nur will, eine echte Herzensangelegenheit sein.  Aber selbst ein Gott der Liebe ist ohnmächtig gegenüber einem Menschen, die diesen Gott nicht suchen will und sich nicht auf diese Suche begibt.

 

Die Pfarrerin tut uns leid. Denn sie hat ihren Glauben an Jesus, den Sohn Gottes, verloren. Sie ist ein verirrtes Schaf, welches auch noch die überirdisch schwierige Aufgabe hat, einen Gott zu verkünden, an den sie nicht einmal glaubt. Wie mag sie den Inhalt des NT empfinden? Wie ein hohles unendliches Nichts? Urteilen wir nicht über sie, sondern beten für sie und für die möglicherweise vielen Priester/-innen, die ihren Glauben verloren haben und verlogen und heuchlerisch um ihr Image besorgt, dann nur noch leere Worte von der Kanzel verlautbaren müssen entgegen ihrer eigenen Überzeugung. Eine größere Selbstlüge, eine Selbsttäuschung  und ein größerer Selbstbetrug im Hinblick auf die gute finanzialle Absicherung ist unseres Erachtens nicht möglich. Mit dieser Lüge belügen sie sich dann nicht nur selbst, sondern auch die Gläubigen. Gott können sie nicht belügen. Dieser sieht ins Herz. 

 

Diesen geistigen Spagat hat diese Pfarrerin nicht mehr ausgehalten.

Da entdeckte sie an sich die Charaktereigenschaft der Ehrlichkeit.

 

 

2 Responses to “Kommentar: „Schweizer Pfarrerin: Es gibt keinen Gott“!”

  1. Johannes Says:

    Und bei der Travemünder Woche leitete 21.Juli die „Seemannspastorin“ (natürlich eine Frau!) den öffentlichen „Gottesdienst“ so ein: „Im Namen Gottes des Vaters und der Mutter … Danach folgte nur belangloses Geschwätz über Natur und Seefahrt. Die Gelegenheit, Menschen, die sonst nicht zu Gottesdiensten gehen, mit dem Evangelium bekannt zu machen, fand nicht einmal ansatzweise statt.
    Bezeichnend, auch die Leitung der Deutschen Seemannsmission in Lübeck e.V. obliegt einer Frau, obwohl doch 99,9% der Seeleute Männer sind, vor allem Philippinos.

  2. Bernhardine Says:

    OT

    LINKE MEDIEN

    Gestern wurde bekanntlich einer der zukünftigen Könige von England geboren.

    Das islamophile Phoenix-TV brachte es in den Nachrichten echt fertig, mit einem arabischen Sprichwort über Kinder zu gratulieren.

    Glücklicherweise übertönt der Medien-Hype über das Royal-Baby das linke islamophile Jubiläums-Geheul zu den Breivik-Verbrechen.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s