kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Aus der Bibel über „das Gewitter“ 22. Juli 2013

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 20:38

 

Je größer die Hitze, desto kräftiger das Gewitter.

 

Ob Gott durch Blitz und Donner spricht oder ob er ein Schutzschild gegen die Gewitter dieser Welt ist – darüber sind die biblischen Schriftsteller uneins.

 

 

 

Gott donnert

2. Mose 20, 18; Psalm 18, 14

Hiob 37, 2.5; Sirach 46, 20

 

Wie die Gläubigen anderer Religionen vermuteten auch die biblischen Menschen, dass sich ihr Gott in Blitz und Donner zeige. Nachdem Gott die Zehn Gebote verkündigt hatte, wurde das Volk »Zeuge von dem Donner und Blitz und dem Ton der Posaune und dem Rauchen des Berges« Sinai. Auch um Feinde zu vertreiben, »donnerte« Gott »vom Himmel herab und ließ seine Stimme hören im Gewitter«. Nicht nur Feinde, auch Gläubige wie Hiob bekommen es mit der Angst zu tun: »O hört doch, wie sein Donner rollt und was für Gedröhn aus seinem Munde geht!« Warum Gott sich ausgerechnet des Donners bedient, kann auch Hiob nicht beantworten: »Gott donnert mit seinem Donner wunderbar und tut große Dinge, die wir nicht begreifen.«

( 2. Mose 20, 18,  Psalm 18, 14,  Hiob 37, 2,  Sirach 46, 20)

Zitat: »Der Herr donnerte im Himmel, und der Höchste ließ seine Stimme erschallen mit Hagel und Blitzen«.

 

 

 

 

Gott bietet Gewitterschutz 

Jesaja 25, 4f. –  Jesus Sirach 14, 27; 34, 19

 

Wer auf Gott vertraut, kann in heißen wie gewittrigen Zeiten spirituelle Erfahrungen machen. Gott biete wie ein Schatten Schutz vor Hitze, meint unter anderem der Prophet Jesaja. Wie ein »gewaltiger Schild« oder wie »ein schützendes Dach am heißen Mittag« würde Gott Wetterextreme von Gläubigen fernhalten, schreibt der weise Jesus Sirach.

 ( Jesaja 25, 4f.,  Jesus Sirach 14, 27)

Zitat: »Du bist der Geringen Schutz gewesen, der Armen Schutz in der Trübsal, eine Zuflucht vor dem Ungewitter, ein Schatten vor der Hitze«.

 

 

 

 

Gewittrige Plage

2. Mose 9, 13-35

 

Mit sieben »Plagen« wollte Gott den ägyptischen Pharao in die Knie zwingen, damit er endlich das Volk der Hebräer ziehen lässt. Die siebte Plage bestand aus einem Hagel-Gewitter, für das die Bezeichnung »heftig« eine bodenlose Untertreibung wäre. Der Beginn der Plage war hollywoodfilmreif: Mose streckte seinen Stab gen Himmel, und prompt schossen Blitze zur Erde, Donner und Hagel folgten. Die Hagelkörner erreichten Rekordgewicht und erschlugen »in Ägypten alles, was auf dem Felde war, Mensch und Vieh«. Nach einiger Zeit breitete Mose »seine Hände aus zum Herrn« und beendete so die gottgewirkte Wetterkatastrophe.

( 2. Mose 9, 13-35)

Zitat: »Als aber der Pharao sah, dass Regen, Donner und Hagel aufhörten, versündigte er sich weiter und verhärtete sein Herz«.

 

 

 

 

Die Donnersöhne

Markus 3, 17; Lukas 9, 51-55

 

Einigen seiner engsten Jünger gab Jesus Beinamen: Simon Petrus nannte er »Fels«, Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, »Donnersöhne«. Die Bedeutung ist umstritten – es könnte sein, dass der Begriff eine Anspielung auf das aufbrausende Temperament der beiden Brüder ist. Das tritt zutage in einer Geschichte, die Lukas berichtet. Als Jesus mit den »Donnersöhnen« unterwegs war und ein Mann ihnen keine Unterkunft gab, wollten die beiden ihn kurzerhand vernichten: »Herr, willst du, so wollen wir sagen, dass Feuer vom Himmel falle und sie verzehre.« Jesus ist über diese nicht erfreut »und wies sie zurecht«.

( Markus 3, 17,  Lukas 9, 51-55)

Zitat: »Er gab ihnen den Namen Boanerges, das heißt: Donnersöhne«.

 

 

 

 

Zwei wie der Blitz

Lukas 10, 18; 17, 24

 

Wann denn das Reich Gottes komme und wie man es erkennen könne, wollen Jesu Jünger einmal wissen. Jesu Antwort fällt mysteriös aus: Der »Menschensohn« komme »wie der Blitz« zur Erde. Nur bei Lukas findet sich diese Formulierung; der Evangelist beschreibt an anderer Stelle interessanterweise auch, dass der Satan bereits in Form eines Blitzes aus dem Himmel gefallen sei.

( Lukas 10, 18)

Zitat: »Ich sah den Satan vom Himmel fallen wie einen Blitz«.

 

 

 

 

 

Gewitter-Weisheiten

Sirach 32, 14; 40, 13

 

Die Verfasser der biblischen Weisheitsbücher haben viele Natur- und andere Phänomene als Bilder dafür benutzt, den Sinn von Alltagserfahrungen zu verstehen. Besonders das Buch Jesus Sirach ist geübt darin, Fragen bildreich zu beantworten. Zum Beispiel die, warum es den Gottlosen manchmal besser geht als den Gläubigen. Deren Wohlstand werde so schnell und selbstverständlich vergehen, wie der Donner im Regen verhallt. Einen weiteren weisen Aphorismus hat Sirach auf Lager: »Vor dem Donner leuchtet der Blitz; und dem Bescheidenen geht große Gunst voraus.«

( Sirach 32, 14)

Zitat: »Die Güter der Gottlosen versiegen wie ein Bach, wie ein starker Donner im Regen verhallt«.

 

 

 

 

Endzeit-Donner

Offenbarung 8, 5; 10, 3; 19, 6

 

Besonders heftige Gewitter wecken bis heute apokalyptische Ängste vor dem Weltuntergang. Sie speisen sich unter anderem aus dem letzten Buch der Bibel, der »Offenbarung«. In dieser erst beängstigenden, dann hoffnungsvollen Vision verursacht ein Engel Donner, Blitz und Erdbeben auf der Erde. Ein anderer Engel »schrie mit großer Stimme, wie ein Löwe brüllt. Und als er schrie, erhoben die sieben Donner ihre Stimme.« Am Ende ist durch das Endzeit-Grollen ein erlösendes »Halleluja« zu hören.

( Offenbarung 8, 5)

Zitat: »Der Engel nahm das Räuchergefäß und füllte es mit Feuer vom Altar und schüttete es auf die Erde. Und da geschahen Donner und Stimmen und Blitze und Erdbeben«.

 

 

{Quelle: www.sonntagsblatt-bayern.de – von Uwe Birnstein}

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