kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Türkische Hochzeit zwischen Erdogans Wasserwerfern 21. Juli 2013

Filed under: Moslembrüder — Knecht Christi @ 19:21

Kennengelernt hat sich das Brautpaar bei den Protesten im Mai.

Polizei jagt Demonstranten vom Taksim-Platz

 

 

Die türkische Polizei geht erneut gegen Demonstranten vor und löst sogar eine Hochzeitsgesellschaft auf. Doch die Braut hat vorgesorgt. Sie lässt sich die Stimmung nicht vermasseln und sagt „Ja“ – mit Helm. Die 32-jährige Krankenschwester und der 34-jährige Elektriker hatten sich Ende Mai während der andauernden Proteste im Istanbuler Gezi-Park kennen gelernt. Dort wollten die beiden ihre Hochzeit feiern. Sie hatten dazu öffentlich eingeladen. Doch der Polizei war die Zeremonie offenbar ein Dorn im Auge. Am frühen Abend sperrte sie den Park am Taksim-Platz. Das Brautpaar war offenbar auf Wiederstand vorbereitet. Auf über Twitter verbreiteten Bildern der Braut war zu sehen, dass sie neben einem weißen Hochzeitskleid auch einen weißen Helm und eine mit Blumen geschmückte Gasmaske trug. Der Helm des Bräutigams war rot.

 

 

 

 

 

Neue Wasserwerfer schießen auch Chemikalien

 

Polizisten setzten schließlich in der Umgebung des Platzes Wasserwerfer und Plastikgeschosse ein, berichten Augenzeugen. Das Wasser der Wasserwerfer war zeitweise mit einer Chemikalie versetzt, die ähnlich wie Tränengas wirkt. Demonstranten klagten über Beschwerden an den Augen und in den Atemwegen. Offenbar können Wasserwerferpiloten die unbekannte Substanz dem Wasser auf Knopfdruck hinzumischen. Das Wasser färbt sich dann orange. Wasser und Sprühnebel rufen teils schwere Reizungen hervor. Polizisten verfolgten Demonstranten in Seitengassen der Einkaufsstraße Istiklal Caddesi, die zum Taksim-Platz führt. Demonstranten berichteten über Twitter von Festnahmen. In der Fußgängerzone waren zum Zeitpunkt des Wasserwerfereinsatzes auch zahlreiche Passanten und ausländische Touristen unterwegs.

 

 

 

 

 

Erdogans harte Linie kostet Sympathiepunkte

 

An den neuerlichen Protesten gegen die islamisch-konservative Regierung von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan beteiligten sich mehrere Hundert Menschen. Insgesamt sind die Proteste in der Türkei etwas abgeebbt. Sie hatten sich an Regierungsplänen entzündet, den Gezi-Park zu bebauen, richten sich inzwischen aber vor allem gegen den autoritären Regierungsstil. Der Gezi-Park ist zum Symbol der Proteste geworden. Das harte Vorgehen gegen Demonstranten hat die türkische Regierung nach einer Umfrage Sympathiepunkte bei den Wählern gekostet. Erdogans Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung käme im Falle einer Parlamentswahl nur noch auf 44,1 Prozent, zitierte die Zeitung „Hürriyet Daily News“ aus einer Umfrage des Meinungsinstituts Sonar. Im Februar 2012 seien es noch 53,2 Prozent und im vergangenen November 47,3 Prozent gewesen. {Quelle: www.n-tv.de}

 

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