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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Moskau empfing das kreuz des Hl. Andreas 21. Juli 2013

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 18:33

Das große christliche Heiligtum, das Kreuz, an dem der Apostel Andreas der Erstgerufene, einer der Schüler von Jesus Christus, hingerichtet wurde, ist in Moskau angekommen.

 

Die einmalige Reliquie, die aus der griechischen Stadt Patras hergebracht worden ist, befindet sich seit dem 11. Juli auf Russlands Territorium .

Zunächst verweilte das Kreuz in Sankt Petersburg, anschließend war er in zwei Kathedralen unweit von Moskau zu verehren.

Nunmehr kann das Heiligtum in der hauptstädtischen Erlöserkathedrale angebetet werden.

 

Heute ist von jenem X-förmigen Kreuz, an dem laut Überlieferung der Apostel Andreas in der griechischen Stadt Patras im Jahre 62 gekreuzigt worden ist, nur wenig erhalten geblieben. Die heiligen Überreste sind in einem Sakramentenhaus untergebracht worden. Das Kreuz selbst habe wie auch der Apostel kein leichtes Los gehabt, erläutert Michail Jakuschew, einer der Initiatoren des Bringens des Heiligtums, Vizepräsident des Fonds des Allgepriesenen Apostels Andreas des Erstgerufenen: „Dieses Kreuz ist ein Zeuge des qualvollen Endes des ersten von den Aposteln, des Heiligen Andreas des Erstgerufenen. Das Kreuz selbst, ein Instrument der Hinrichtung des Apostels, ist, wie seltsam das auch klingen mag, ein Opfer der gottlosen Kräfte gewesen. In den Jahren der Französischen Revolution bereiteten die Atheisten dem Kreuz selbst einen qualvollen Tod, sie warfen es ins Feuer. Doch dank frommen Christen blieb dieses Heiligtum nicht nur erhalten, sondern erlebte auch unsere Tage“.

 

 

 

 

Bekanntlich haben etwa 300.000 Personen in den Tagen des Aufenthaltes des Kreuzes im Bereich der Russisch-orthodoxen Kirche das Heiligtum bereits angebetet. Lange, bevor die Reliquie in der Erlöserkathedrale eintraf, waren Gläubige in einem nicht enden wollenden Strom zum Moskauer Tempel geeilt. Einige Gläubige fanden sich vor der Kathedrale schon in den frühen Morgenstunden ein, ungeachtet dessen, dass das Heiligtum selbst erst Nachmittag eintraf. Übrigens kamen nicht nur Einwohner der Hauptstadt, der Städte in der Moskauer Umgebung und Menschen aus Russlands Regionen, sondern auch Leute aus dem näheren Ausland hierher. Nina aus der Ukraine verbrachte in Erwartung des Kreuzes fast 24 Stunden. „Ich weiß, dass das Kreuz dann auch zu uns, nach Kiew reisen wird, doch werde ich in der Heimat außerstande sein, es dort zu küssen, daher bin ich hierher gekommen“,erläuterte die Frau. „Für mich ist das ein sehr großes Heiligtum. Es ist 2.000 Jahre alt, und das ist eine Reliquie jenes Apostels, der mit dem Christus gezogen ist. Andreas ist der erste Mensch gewesen, den der Herr mit sich gerufen hat, um uns, Slawen, das Christentum zu verkünden. Deshalb bin ich mit Freude und Vergnügen hierher gekommen, um dieses Kreuz zu küssen und es um die Seelenrettung und um die Gesundheit zu bitten“.

 

 

 

 

 

Es gilt, dass das Andreaskreuz über eine große wundertätige Kraft verfügt. Es heilt unheilbar Kranke, klärt Böse und Besessene auf, hilft bei der Lösung von Familienproblemen und schenkt sogar jenen Frauen das Mutterglück, die bereits verzweifelt sind. Vera Nikolajewna aus der Stadt Podolsk bei Moskau wird das Kreuz um nichts Ähnliches ersuchen. Doch es ist für sie sehr wichtig gewesen, in die Kathedrale zu kommen. „Es war, als hätte mich jemand heute hierher gerufen“, gesteht sie. „Meine Schwester und ich sind um 7 Uhr aufgestanden. Hier kamen wir bereits gegen 10 Uhr morgens an. Seit jener Zeit warten wir. Ich fange erst an, in die Kirche zu gehen und komme erst zum Glauben. Aber ich möchte sehr, das Kreuz des Apostels sehen und es anbeten. Ich möchte es um eine Stärkung des Glaubens ersuchen. Der Glaube, der ist da, und mit jedem Mal wird er immer größer. Mich zieht es bereits, früher aufzustehen, in die Kirche zu gehen und ein Gebet darzubringen. Ich hoffe sehr, dass er am Kreuz nur erstarken wird“.

 

 

 

 

Am ersten Tag des Aufenthaltes des Heiligtums in der Kathedrale ist die Zahl derjenigen, die es anbeten möchten, unermesslich groß, und deshalb hat man am Kreuz keine Gelegenheit nachzusinnen. Man kommt an, bekreuzigt sich, küsst das Kreuz und tritt ab, alles rasch und exakt, um die Schlange nicht aufzuhalten. Doch die Gesichter derjenigen, die sich an der Reliquie aufgehalten haben, ändern sich zusehends: Sie verraten Glück und Güte. Die Moskauer Ljubow strahlt förmlich die Freude aus und versucht nicht einmal, diesen Zustand zu verbergen: „Das ist die wahre Freude. Wie schön, dass man solche Heiligtümer zu uns bringt. Zu alledem stammen meine Vorfahren aus Griechenland. Ich selbst bin in Patras gewesen, doch in die Kirche, in der das Kreuz verwahrt wird, konnte ich damals nicht gelangen. Deshalb freue ich mich sehr darüber, dass dieses Kreuz nun nach Russland gekommen ist. Ich freue mich immer, wenn man Heiligtümer aus Griechenland bringt, und bete sie wie Gelobtes Land an“.

 

Das Bringen des Kreuzes des Andreas des Erstgerufenen nach Moskau leitet die Feierlichkeiten ein, die dem 1025. Jahrestag der Taufe der Rus gewidmet sind. Dieses Jubiläumsdatum wird man in Russland, in Kiew und in Weißrussland am 28. Juli, dem kirchlichen Gedenktag des apostelgleichen Fürsten Wladimir, des Täufers der Rus, mit festlichen Gebeten, Kreuzzügen, Glockengeläut und Konzerten begehen. In der Hauptkathedrale unseres Landes wird das griechische Heiligtum bis zum 25. Juli verweilen, und anschließend zusammen mit Delegationen aller lokalen orthodoxen Kirchen der Welt mit einem Sonderzug nach Kiew und später nach Minsk reisen. {Quelle: german.ruvr.ru – Milena Faustowa}

Stimme Russlands
 
 

15 Responses to “Moskau empfing das kreuz des Hl. Andreas”

  1. Bernhardine Says:

    Das Andreaskreuz wird gewiß nicht angebetet!!! Christen beten nur die Heiligste Dreifaltigkeit AN!!! Nicht mal das Kreuz Christi wird angebetet. Christen beten zum Kreuz.
    Man betet ZUM Apostel Andreas…

  2. Andres Says:

    für Emanuel – und swedenborg-interessierte:

    (auszug einer zusammenfassung)
    >> Hieraus leuchtet nun aber auch ein, daß die (Neue) Kirche, obwohl sie aus Menschen besteht, doch nicht bloß menschlich sei. Vielmehr, wie in Christo Göttliches und Menschliches wohl zu unterscheiden, aber doch auch beides zur Einheit verbunden ist, so wird er auch in ungeteilter Ganzheit in der Kirche fortgesetzt. Die Kirche, seine bleibende Erscheinung, ist göttlich und menschlich zugleich, sie ist die Einheit von beidem. Er ist es, der in irdischen und menschlichen Gestalten verborgen in ihr wirkt; sie hat darum eine göttliche und menschliche Seite in ungeschiedener Weise, so daß das Göttliche nicht von dem Menschlichen, und dieses nicht von jenem getrennt werden mag. Diese beiden Seiten wechseln daher auch ihre Prädikate: ist das Göttliche, der lebendige Christus, und sein Geist in ihr allerdings das Unfehlbare, das ewig Untrügliche, so ist doch auch das Menschliche unfehlbar und untrüglich, weil das Göttliche ohne das Menschliche gar nicht für uns existiert; das Menschliche ist es nicht an sich, aber wohl als das Organ und als die Erscheinung des Göttlichen. Daher begreifen wir, wie Menschen so Großes, Wichtiges und Bedeutungsvolles anvertraut werden konnte.

    In der Kirche und durch sie hat die von Christus angekündigte Erlösung mittels seines Geistes Wirklichkeit gewonnen, da in ihr seine Wahrheiten geglaubt und seine Institutionen [Einrichtungen, insbesondere die Sakramente] geübt werden, und eben dadurch lebendig geworden sind. Wir können demnach von der Kirche auch sagen, daß sie sei die objektiv gewordene christliche Religion, ihre lebendige Darstellung. Indem das von Christus gesprochene Wort (dieses in seiner weitesten Bedeutung genommen) mit seinem Geiste in einen Kreis von Menschen einging und von denselben aufgenommen wurde, hat es Gestalt, hat es Fleisch und Blut angenommen, und diese Gestalt ist eben die Kirche, welche somit als die wesentliche Form der christlichen Religion betrachtet wird. Indem der Erlöser durch sein Wort und seinen Geist eine Gemeinschaft stiftete, in welcher er sein Wort lebendig werden ließ, vertraute er eben ihr dasselbe zur Bewahrung und Verbreitung an; er legte es in ihr nieder, auf daß es aus ihr als immer dasselbe und doch auch ewig neu und in immer frischer Kraft hervorgehe, wachse
    und um sich greife. Sein Wort ist von der Kirche und seine Kirche vom Wort nimmermehr ablösbar. (…)

    • Emanuel Says:

      Danke ! Text trifft in so weit zu, wie die Kirche eben die göttliche Lehre und Nächstenliebe tatsächlich
      wiederspiegelt …. ansonsten bleibt es ein frommer Wunsch …..

      • Andres Says:

        das stimmt natürlich. wie kommt es eigentlich, das die „neu-kirche“ swedenborgs sowenig anhänger gefunden hat? obwohl seit 200 jahren überall in winzigen „zellen“ vorhanden ist, scheint sie sich nur bühsam auszubreiten…die >reinkarnation Gottes in Jesus“ ist schon eine sehr gewagte these, sein widersprüchliches trinitätsmodell, öfter einmal umformuliert, ist auch ansichtssache. ein hochgebildeter naturwissenschaftlich geprägter universalgelehrter, der nichts weniger als ein komplett neues christentum begründen wollte – und zu seiner erläuterung ein dutzend „bibeldicke“ bücher benötigte?!
        sorry, wenn ich geahnt hätte, dass du hier eigentlich die ganze zeit nur versucht hast, einen neuen swedenborgschen „kirchenkreis“ aufzubauen, wäre ich gleich auf distanz gegangen. jetzt wird mir erst richtig klar, das alle diskussionen über diese oder jene konfession völlig überflüssig waren – euer neo-theosphisches magisch-spekulatives „trance“-christentum wird hier garantiert keine anhänger finden, dass ist ziemlich sicher. eine frechheit eigentlich, dass du die katze nicht gleich aus dem sack gelassen hast und nicht klar benannt hast, dass es sich quasi um eine „schräge“ sekte aus schweden handelt, nicht nur um einen fragwürdigen „Gottesseher“, für den die apokalypse schon zu seinen lebzeiten stattgefunden hat – von seinen zukunftsvisionen der untergehenden „alten“ kirchen, also unseren, mal abgesehen??!…jetzt kapier ich endlich deine ganzen dikussionsbemühungen – und höllischen drohungen, falls wir den „falschen“ alt-konfessionen, egal ob evangelisch o. katholisch, weiter anhängen?! hab dir schon vor monaten gesagt, dass mich swedenborg an so typen wie r. steiner oder drewermann erinnert. so genial sie sein mögen und tatsächlich viele tiefe wahrheiten ans licht bringen – für ein „neues“ christentum reicht dies nie und nimmer!!
        (ich werde dennoch 2,3 bücher – nicht die „himmlischen geheimnisse“ lesen – aus reiner intellektueller neugier und um die widersprüche/scheinwahrheiten/anmassungen herauszufinden, wie einem das bei jedem >menschenwerk< gelingt, dass klüger als die bibel selbst sein möchte!)

        PS: nicht verzagen – ich finde noch raus, in welche kirche so "typen wie wir" hingehören – glaubs mir, ich bins auch leid, nirgendwo eine (geliebte!!) spirituelle heimat zu finden. ob die apostolische herleitung des priesteramtes (papstes) und ihre weihe-rechtmässigkeit wie bei katholiken und orthodoxen wirklich eine entscheidende rolle in der "heilsmässigkeit" der kirche spielt, versuche ich gerade herauszufinden.
        wenn ich das allerdings bestätigen kann/muss, sind alle protestantischen/freikirchlichen bewegungen, mögen sie auch im geiste des Herrn wandeln, nicht mehr akzeptabel. es wäre sozusagen eine form von "urkundenfälschung" oder ettikettenschwindel?! nicht überall, wo christentum draufsteht, ist der Heilige Geist drinnen – das gilt meiner meinung nach eben auch für swedenborg, im inneren, nicht äusseren sinn!..
        lg -und geduld…

      • Emanuel Says:

        Hi , lieber Freund , ich hoffe du informiesrt mich weiter über Deine Erkenntnisse !

        Ich habe von Swedenborg nur eins gelernt und so ziemlich endlich nach Jahren verstanden :

        Lehre also Glaube gehört zum Verstand und muss mit diesem übereinstimmen !

        Liebe gehört und Willen !

        Glaube und Liebe müssen übereinstimmen und beisammen sein dann ist der Wille und der Verstand vereint !

        Glaube alleine ist immer höllisch !!!!!!

        Nur in Verbindung mit Liebe wird der Glaube himmlisch !!!! Und führt uns zum Herrn !!!

        Alles andere ist unwesentlich ! Aber nicht einmal diese „einfache Einsicht“ haben 99 % der heutigen Christen ! Allenfalls quatschen sie hirnlos nach, was sie gelesen und gehört haben – für ihr Leben hat das keine Konsequenz !!!! (Ich beziehe mich darin ausdrücklich mit ein !!!! ))))

        Ansonsten kann ich deine Kritik an Swedenborg in der Form , wie du es oben relativ oberflächlich von dir gegeben hast, nicht teilen ….. Swedenborg wäre schon zu seiner Zeit von der Katholischen Kirche getötet worden, wenn er nicht unter dem Schutz des Königs von Schweden gestanden hätte …..

        Klar das der heute nicht erwähnt wird und gemieden wird …. Seine Lehren sind nach wie vor „verboten“ !!!!! Ich kenne einige , die katholische Theologie studiert haben. Diese Autoren sind nicht gerne gesehen bei den Lehrkörpern !!!

        LG

  3. Emanuel Says:

    PS : Liebe gehört zum Willen ….. Was der Mensch liebt , das will er auch …..

    • Andres Says:

      Die all-umfassende LIEBE (Gottes Gnade) steht ÜBER Vernunft, (Eigen-)Wille sowoie Gesetzlichkeit/Ritus und Kirchen-Tradition:

      >> Eure Rettung ist wirklich reine Gnade, und ihr empfangt sie allein durch den Glauben. Ihr selbst habt nichts dazu getan, sie ist Gottes Geschenk. Ihr habt sie nicht durch irgendein Tun verdient; denn niemand soll sich mit irgendetwas rühmen können.<> Wenn ihr also mit dem Mund bekennt: ‚Jesus ist der Herr‘, und im Herzen glaubt, dass Gott ihn vom Tod auferweckt hat, werdet ihr gerettet.<<
      Römer 10,9

      • Andres Says:

        >> Wenn ihr also mit dem Mund bekennt: ‚Jesus ist der Herr‘, und im Herzen glaubt, dass Gott ihn vom Tod auferweckt hat, werdet ihr gerettet.<<
        Römer 10,9

      • Emanuel Says:

        ok ? Versuche ich mal mit meinem Swedenborg zu antworten:

        Es stimmt , das der Mensch aus sich heraus nur Böses leisten kann … und aus sich selbst heraus zu nichts Gutem in der Lage ist !!! Alles Gute kommt allein aus dem Herrn !!!

        Dennoch soll der Mensch Gutes tun und Gutes Denken
        so – als wäre es aus ihm heraus !!! Er soll sich aber dabei im klaren sein, das das Gute was er tut und das Wahre , das er denkt
        allein vom Herrn ist !

        Denn jeder Glaube führt unweigerlich in die Höllen !!!!!!!!!

        Glaube ohne Liebe ist kein Glaube !!!

  4. Andres Says:

    – wie „heiligt“ mich ein geweihter priester, wenn er die christliche lehre verdreht oder heimlichen lastern fröhnt?
    – was hab ich von einem ordinierten pfarrer, der die menschenprobleme biblisch-soziologisch-psychologisch deutet, aber weder an Gott noch an Jesus recht glauben mag?
    – was bringt mir spekulative oder visionierte theosophie, die den subjektiven glauben einer einzelnen person abbildet – könnte ich einem selbst-oder fremdverklärten „guru“ restlos trauen?

    bei den >einenanderen< moderts hingegen im glaubenskern, dass es zum himmel stinkt?!
    hm – zu enge kleider kann man erweitern, aber lässt sich eine verdorbene frucht wieder geniessbar machen??

    • Andres Says:

      sorry: bei den >einenanderen< moderts hingegen im glaubenskern, dass es zum himmel stinkt?!

    • Emanuel Says:

      – wie “heiligt” mich ein geweihter priester, wenn er die christliche lehre verdreht oder heimlichen lastern fröhnt?

      Antwort : Gar nicht !

      usw . mit allen Fragen, die du oben stellst !!!

      LG

  5. Emanuel Says:

    Für Dich, llieber Bruder „„

    Und Abram sprach: Du hast mir ja nicht Samen gegeben“,
    1Mo.15/3,

    daß dies bedeutet, das Innere der Kirche sei nicht da, erhellt aus der
    Bedeutung des Samens, insofern dieser die Liebe und der Glaube ist, wovon
    Nr. 255, 256, 1025, und im Folgenden aus der Bedeutung des Erben.

    Daß die Liebe und der Glaube aus ihr das Innere der Kirche sei, ist früher
    einige Male gesagt und gezeigt worden. Es wird kein anderer Glaube, der das
    Innere der Kirche wäre, verstanden, als der Glaube der Liebe oder Liebtätigkeit,
    d. h., der aus der Liebe oder Liebtätigkeit stammt.

    Der Glaube im allgemeinen Sinn ist alles zur Kirchenlehre Gehörige (omne doctrinale Ecclesiae).

    Allein die von der Liebe oder Liebtätigkeit getrennte Lehre macht das Innere
    der Kirche durchaus nicht aus; denn die Lehre (doctrinale) ist nur ein Wissen,
    das Sache des Gedächtnisses ist, und auch bei den Schlimmsten, ja bei den
    Höllischen sich findet.

    Hingegen die Lehre, die aus der Liebtätigkeit stammt,
    oder die (Bestimmung) der Liebtätigkeit ist, diese macht das Innere, denn sie
    ist (Bestimmung) des Lebens.Das Leben selbst ist das Innere alles Gottesdienstes,
    und so jede Lehrbestimmung, die aus dem Leben der Liebtätigkeit fließt.
    Diese Lehrbestimmung (doctrinale) ist es,welche (Bestimmung) desGlaubens
    ist, der hier verstanden wird.

    Daß dieser Glaube (derjenige) ist, der das Innere der Kirche ist, kann
    allein schon daraus erhellen, daß, wer das Leben der Liebtätigkeit hat, alles
    zum Glauben Gehörige weiß. Erforsche nur, wenn du willst, die Lehrbestimmungen,
    worin sie bestehen, und wie sie beschaffen sind, ob sie nicht
    alle (Bestimmungen) der Liebtätigkeit, folglich des Glaubens aus der Liebtätigkeit
    sind, so

    z. B. nur die Zehn Gebote, deren erstes ist: Du sollst den
    Herrn Gott verehren. Wer das Leben der Liebe oder Liebtätigkeit hat, der
    verehrt den Herrn Gott, weil dies sein Leben ist.

    Das zweite: Du sollst den Sabbath halten. Wer im Leben der Liebe oder
    in der Liebtätigkeit ist, der hält den Sabbath heilig, denn nichts ist ihm süßer,
    als den Herrn verehren, und Ihn verherrlichen jeden Tag.

    Das Gebot: Du sollst nicht töten: dies ist ganz und gar (eine Bestimmung)
    der Liebtätigkeit. Wer den Nächsten liebt wie sich selbst, der schaudert davor
    zurück, etwas zu tun, das ihn verletzt, mehr noch, ihn zu töten.

    Du sollst nicht stehlen: ebenso, denn wer das Leben der Liebtätigkeit hat,
    der gibt lieber von dem Seinen dem Nächsten, als daß er ihm etwas wegnähme.

    Du sollst nicht ehebrechen: gleichfalls. Wer im Leben der Liebtätigkeit
    ist, behütet vielmehr des Nächsten Ehegattin, daß ihr niemand ein solches
    Unheil zufüge, und sieht den Ehebruch als eine Schandtat gegen das Gewissen
    an, und als etwas, das die eheliche Liebe und ihre Pflichten zerstört.

    Sich gelüsten lassen dessen, was der Nächste hat, ist denen auch zuwider,
    die im Leben der Liebtätigkeit sind; denn Sache der Liebtätigkeit ist, anderen
    Gutes (tun) wollen aus sich und von dem Seinigen, somit gelüsten sie durchaus
    nicht nach dem, was des anderen ist.

    Dies sind die Vorschriften der Zehn Gebote, die äußerliche Lehrbestimmungen
    des Glaubens sind, die von dem, der in der Liebtätigkeit und ihrem Leben ist, nicht bloß gedächtnismäßig gewußtwerden, sie sind vielmehr
    in seinem Herzen, und er besitzt sie als ihm eingeschrieben, weil sie in der
    Liebtätigkeit, somit in seinem Leben selbst sind.

    So verhält es sich auch mit anderen Bestimmungen, die zur Glaubenslehre
    gehören, er weiß sie ebenfalls allein aus der Liebtätigkeit, denn er lebt
    nach dem Gewissen des Rechten. Das Rechte und Wahre, das er nicht so
    einsehen und erforschen kann, das glaubt er einfältig oder aus einfältigem
    Herzen, daß es so ist, weil der Herr so gesagt hat, und wer so glaubt, der tut
    nichts Böses, auch wenn (das, was er glaubt), nicht Wahrheit an sich, sondern
    (nur) scheinbare Wahrheit wäre, wie z. B. daß der Herr zürne, strafe, versuche,
    und dergleichen.Dann auch, daß im heiligen Abendmahl Brot und Wein etwas
    (sinnbildlich) Bezeichnendes (significativum) sei, oder daß das Fleisch und
    Blut in irgendeiner Weise dabei sei, wie man es erklärt, es macht nichts, ob sie
    das eine oder das andere sagen, obwohl es wenige gibt, die darüber nachdenken,
    und wenn sie darüber denken, so geschieht es nur aus einfältigem Herzen,
    weil sie so belehrt worden, und so, daß sie dennoch in der Liebtätigkeit leben.
    Wenn solche hören, daß Brot und Wein im inneren Sinn die Liebe des Herrn
    gegen das ganze Menschengeschlecht, und was zur Liebe gehört, und die
    Gegenliebe des Menschen zum Herrn und gegen den Nächsten bedeuten, so
    glauben sie es sogleich und freuen sich, daß es sich so verhält. Durchaus nicht
    aber die,welche in den Lehrbestimmungen sind, und nicht in der Liebtätigkeit,
    diese streiten über alles und verdammen alle, die sich über das, was sie das
    Glauben heißen, nicht aussprechen wie sie.
    Hieraus kann jedem einleuchten, daß die Liebe zum Herrn, und die
    Liebtätigkeit gegen den Nächsten das Innere der Kirche ist.

    So , lieber Freund ! Wer den Text nicht versteht , DER WILL IHN NICHT VERSTEHEN !!!!!

    Ich kenne niemanden, der die wesentliche Lehre des christlichen Glaubens , so quasi im Vorrübergehen – wie oben die 10 Gebote erläutert werden –

    erklären kann — so wunderbar und einfach !!! Klar , das die Hölle so einen hasst , wie die Pest !!!!!


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