kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Übergangspräsident Mansur kündigt Härte bei gewaltsamen Protesten an 19. Juli 2013

Filed under: Koptenverfolgung,Moslembrüder — Knecht Christi @ 20:14

Mursi-Anhänger bei einer Demonstration in Kairo

Der ägyptische Übergangspräsident Adli Mansur hat in seiner ersten Ansprache an seine Landsleute für Vertrauen in seine Arbeit geworben.

 

 Es müsse Gerechtigkeit und Versöhnung ausnahmslos für jeden im Land geben.

 

Er werde das Land gegen jene schützen, die Gewalt schüren wollten, sagte er in einer im Staatsfernsehen ausgestrahlten Botschaft. Ägypten befände sich in einer „entscheidenden Phase“, sagte Mansur in seiner etwa achtminütigen Rede. Der Kampf um Sicherheit werde bis zum Ende geführt, so der Interimspräsident. „Die Revolution wird erhalten“. Mansur nannte diejenigen, die „das Land in Richtung Abgrund stoßen“ nicht beim Namen. Es wurde jedoch klar, dass er die Anhänger des von der Armee gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi meinte. Er betonte, dass die Mursi-kritischen Demonstranten die Inhaber der Legitimität seien.

 

 

 

Armee zeigt sich kompromisslos

 

Zuvor hatte die Armee in scharfen Worten zur Mäßigung aufgerufen. „Wer auch immer zur Gewalt greift und bei den Kundgebungen am Freitag vom Frieden abweicht, gefährdet sein Leben“, hieß es in einer Erklärung der Streitkräfte. Soldaten würden gegen jegliche Form des Aufruhrs mit aller Härte vorgehen. Für heute haben sowohl die Anhänger als auch die Gegner des gestürzten Präsidenten zu Massenprotesten aufgerufen. Während Mursis Muslimbruderschaft die Wiedereinsetzung des demokratisch gewählten Präsidenten fordern will, feiern die Mursi-Gegner dessen Entmachtung und die Bildung der Übergangsregierung. Ein Sprecher der Muslimbruderschaft wies zurück, dass es Aufrufe zu gewalttätigem Protest gegeben habe. Seine Organisation befürworte nur friedliche Demonstrationen. Ein nicht namentlich genanntes Mitglieder der islamistischen Organisation sagte der Nachrichtenagentur AP, dass Agenten der Sicherheitskräfte diese Aufrufe verbreitet hätten.

 

 

 

Blutiger Protest

 

Seit dem Sturz Mursis vor rund zwei Wochen war es immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit vielen Toten gekommen. Am 8. Juli waren bei Zusammenstößen mehr als 40 Mursi-Anhänger und drei Sicherheitskräfte getötet worden. Morgen ist zudem der zehnte Tag des Ramadan, an dem Ägypten seine Armee feiert. Anlass ist der Tag, an dem ägyptische Soldaten im Krieg gegen Israel 1973 den Suez Kanal überquerten.

{Quelle: www.tagesschau.de}

 

 

 

 

 

 

 

Ägypten plant Offensive gegen Allahskrieger

 

Kaum ein Tag vergeht ohne Meldungen über Terror auf dem Sinai. Kairo fürchtet ein Überschwappen auf das ägyptische Kernland und schickt jetzt Soldaten.

 

 

Die Attentäter kamen in der Dunkelheit per Motorrad. Ein Feuerstoß – der blutjunge Rekrut vor der Polizeiwache in Al-Arisch sank in sich zusammen. Eine Kugel traf ihn ins Genick, er war sofort tot. Wenig später in derselben Nacht starben zwei weitere Beamte, der eine nach dem Dienst vor seiner Haustür, der andere in seinem Büro. Seit dem Sturz von Mohammed Mursi eskaliert die Gewalt auf dem Sinai. Kein Tag vergeht ohne Attentate auf Polizisten und Soldaten, die von Gotteskriegern mit Sturmgewehren und schultergestützten Raketen unter Feuer genommen werden. Mindestens 15 Uniformierte wurden in den letzten beiden Wochen getötet, mehrere Dutzend verletzt. Der ägyptische Oberbefehlshaber auf dem Sinai, General Ahmed Wasfy, entging nur knapp dem Tod, weil seine Entourage sofort zurückschoss und die Angreifer in die Flucht jagen konnte. Drei Arbeiter einer Zementfabrik starben und 17 wurden verwundet, als Radikale unter „Allah ist groß“-Rufen ihren Werkbus unter Feuer nahmen, den sie offenbar irrtümlich für einen Polizeibus gehalten hatten. Ein Video im Internet zeigt Hunderte Bewaffnete, die einen sogenannten Kriegsrat abhielten und anschließend mit drohenden Gesten „die Zeit des Friedens ist vorbei“ skandierten. Seitdem ist für Ägyptens Armeeführung das Maß voll. Sie will gegen die Gotteskrieger und Verbrecher auf dem Sinai jetzt mit einer Großoffensive zu Felde ziehen. Zwei zusätzliche Bataillone hat Kairo diese Woche unter Zustimmung Israels „zur Terrorbekämpfung“ auf die karge und schwer zugängliche Halbinsel verlegt. Auf gut Tausend Bewaffnete schätzt der Militärgeheimdienst die Streitmacht der Islamisten, die meisten sind Ägypter, aber auch Kämpfer aus dem Gazastreifen und Rückkehrer aus Syrien. „Ihre Anführer kennen wir alle mit Namen“, brüstete sich ein Kommandeur, „sie leben mit ihren Familien in ihren Dörfern“. 

 

 

 

Die Beduinen akzeptieren Kairo nicht

 

Man werde mit Augenmaß vorgehen, um die Zivilbevölkerung nicht unnötig aufzustacheln. Denn für die 380.000 Beduinen auf dem Sinai, das weiß auch die Armeespitze, war der ägyptische Staat schon immer Besatzungsmacht. Man müsse verhindern, „dass die Vorfälle außer Kontrolle geraten und am Ende unsere nationale Sicherheit gefährden“, rechtfertigte der Offizier den Aufmarsch. Denn nach der Entmachtung des islamistischen Staatschefs in Kairo fürchten die Generäle, die Terrorkampagne auf dem abgelegenen Wüstenareal zwischen Suezkanal und israelischer Grenze könnte bald auch überspringen auf das ägyptische Kernland entlang des Nils, wo es seit dem Sturz Mursis regelmäßig zu gewalttätigen Krawallen kommt.

 

Gleichzeitig richtet sich der Zorn radikaler Islamisten auch gegen die Minderheit der Christen, die sie als willige Handlager des Umsturzes ansehen. Für die 5.000 Kopten auf dem Sinai ist dies seit Anfang Juli zur Schicksalsfrage geworden. Nach der Revolution gegen Hosni Mubarak im Februar 2011 wurden ihre beiden Kirchen in Rafah in Brand gesteckt. „Land des Islam, hier gibt es keinen Platz für Christen“, ritzten die Attentäter in die verkohlten Wände der Gotteshäuser. Seitdem werden die Gläubigen durch permanente Drohungen, Übergriffe und Entführungen zermürbt.  Das Fass zum Überlaufen aber brachten jetzt die beiden kaltblütigen Morde der Dschihadisten an einem Priester und einem gekidnappten Geschäftsmann, dem sie den Kopf abschnitten. Seitdem sind praktisch alle Familien panisch in Richtung Niltal geflohen – entweder nach Kairo oder nach Oberägypten, wo ihre christlichen Verwandten leben. Letzten Sonntag verkündete der Pfarrer den letzten noch Verbliebenen – alle Kirchen bleiben künftig verriegelt, bis auf wenige Minuten am Morgen für ein kurzes Gebet. {Quelle: www.zeit.de}

 

One Response to “Übergangspräsident Mansur kündigt Härte bei gewaltsamen Protesten an”

  1. Ibrahim Says:

    POLITISCHER ISLAM MADE IN U.S.A. MADE IN EUROPE!

    THANK YOU NO!


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