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Russland veranstaltet größtes Militärmanöver seit Sowjetzeiten 18. Juli 2013

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 20:04

 

 

160 000 Soldaten, 1000 Panzer und gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 130 Flugzeuge und Hubschrauber der Ferntransport-, Bomben- und Armeefliegerkräfte sowie 70 Schiffe der Seestreitkräfte

nehmen zurzeit am bisher größten russischen Militärmanöver seit Sowjetzeiten teil.

Die Übungen im fernöstlichen Teil Russlands

werden bis zum 20. Juli andauern.

 

 

Diese Manöver sind die letzten einer ganzen Reihe unangekündigter militärischer Alarmübungen Russlands, die dazu dienen, Schwächen im Verteidigungsbereich zu entdecken und zu beheben. Der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu hatte die Anordnung erhalten, die Gefechtsbereitschaft des so genannten Östlichen Kommandobereichs, zu dem die Streitkräfte im russischen Fernen Osten und Daurien (Transbaikalien) gehören, zu überprüfen. Diese Anordnung Präsident Putins erreichte Schoigu am Samstag, dem 13. Juli, um 1:00 Uhr Ortszeit. Unmittelbar danach wurden 160 000 Soldaten in Alarmbereitschaft versetzt und machten sich auf den Weg in die Manövergebiete. Die Militärkommandeure des Fernen Ostens und Dauriens wurden über Einzelheiten der Manöver erst nach Beginn der Übungen informiert, als sie entsprechende geheime Anweisungen und Informationen von Verteidigungsminister Schoigu erhielten. »Mit diesen Übungen sollen die Einsatzbereitschaft der Militäreinheiten, ihnen zugewiesene Aufgaben zu bewältigen, sowie die Qualität der Ausbildung der Angehörigen der Streitkräfte und der technischen Vorbereitungen sowie der Ausstattung der Einheiten mit Waffen und militärischer Ausrüstung geprüft werden«, hieß es in einer Erklärung des Verteidigungsministeriums.

 

 

 

 

 

Weiter hieß es dort, im Rahmen der Übungen müssten einige Einheiten eine Strecke von mehr als 3000 Kilometern von ihren normalen Einsatzgebieten aus zurücklegen. 700 Eisenbahn-Flachwagen und 50 Eisenbahnwaggons waren notwendig, um diesen Truppentransport zu bewältigen. Den Bodentruppen wurden zwei Tage eingeräumt, um ihr Zielgebiet zu erreichen. Zugleich mussten sie unterwegs Lager aufschlagen, ihre Positionen tarnen und bis zum Eintreffen bereits mit den Vorbereitungen von Verteidigungsstrategien beginnen. Dieser Truppentransport erhielt darüber hinaus von der Luftwaffe Begleitschutz. Kampfflugzeuge von Typ Suchoi Su-27 (NATO-Kodename: Flanker) starteten von ihren Stützpunkten in Ussurijsk in der Region Primorje im äußersten Südosten Russlands und Komsomolsk am Amur in der Region Chabarowsk in Russisch-Fernost, um die Fährenüberfahrt zur Insel Sachalin abzusichern und den Schiffen der Pazifikflotte Begleitschutz zu gewähren. Die Piloten übten auch die Suche nach und Angriffe auf Ziele im Wasser.

 

Die russische Kriegsmarine nimmt mit dem Lenkwaffenzerstörer Warjag, den großen Zerstörern der Udaloy-Klasse Marschall Schaposchnikow und Admiral Winogradow, die zur U-Boot-Bekämpfung eingesetzt werden, sowie den Landungsschiffen Osljabja und Nikolai Wilkow und dem Zerstörer Bystry sowie zahlreichen kleinen U-Boot-Abwehrschiffen, Raketenschnellbooten und Versorgungsschiffen an den Manövern im Ochotskischen Meer teil. Die Flotte wird von Flugzeugen vom Typ Tupolew Tu-124 und Iljuschin Il-38, die zur U-Boot-Abwehr eingesetzt werden, begleitet und hat bereits ihre Manöveraufgabe, das Aufspüren simulierter feindlicher U-Boote, erfolgreich absolviert. Präsident Wladimir Putin forderte den Verteidigungsminister auch auf, im Rahmen der Manöver »Rettungs- und Bergungsoperationen von Mensch und Gerät auf hoher See unter Einbeziehung von U-Booten« zu üben. Nachdem Schoigu im November 2012 sein Amt als Verteidigungsminister angetreten hatte, begannen verstärkt Alarmübungen im russischen Militär. Ähnliche unangekündigte Alarmübungen fanden schon im Südlichen, Westlichen und dem Zentralen Militärdistrikt statt. Präsident Putin erklärte, diese Übungen seien »extrem sinnvoll und wirksam, wenn es um das Erkennen von Problemen und ihre anschließende Beilegung geht«. {Quelle: info.kopp-verlag.de}

 

 

 

 

Die fernöstlichen Manöver:

Krieg oder Politik?

Путин Сергей Шойгу военные учения Восточный военный округ полигон Успеновский

 
 

Russlands Präsident Wladimir Putin besuchte das Übungsgelände „Zugol“ in Transbaikalien, wo er die abschließende Etappe der umfangreichen Militärmanöver der Truppen des Zentralen und Östlichen Militärkreises beobachtete.

 

 Zusammen mit Verteidigungsminister Sergej Schojgu überflog der Oberbefehlshaber in einem Hubschrauber das Manövergebiet. Insgesamt würden diese Manöver sehr gut abgestimmt und diszipliniert verlaufen, es habe keinen einzigen Verstoß gegeben, bemerkte Wladimir Putin und betonte, die gestellten Ziele seien praktisch erreicht: „Ich möchte darauf aufmerksam machen, dass die Militärangehörigen unter komplizierten Bedingungen arbeiten mussten, auf für sie ungewohntem Übungsgelände. Selbstverständlich konnte unter diesen Bedingungen nicht alles zu 100 Prozent erfüllt werden. Natürlich hat man nicht jedes Ziel getroffen, aber man hat eine hohe Kampffähigkeit und Bereitschaft demonstriert, die gestellten Aufgaben zu lösen“. Das, was der Präsident in Zugol beobachten konnte, ist nur ein kleiner Teil einer umfassenden überraschenden Überprüfung der Gefechtsbereitschaft der Streitkräfte. Das Militär bezeichnet diese Manöver als die umfangreichsten seit dem Zerfall der UdSSR. Sie finden in mehreren Regionen Sibiriens und des Fernen Ostens statt. An ihnen nehmen insgesamt mehr als 160.000 Militärangehörige, etwa 5.000 gepanzerte Fahrzeuge, 130 Flugzeuge und Hubschrauber, ebenso 70 Schiffe der Pazifikflotte teil.

 

 Der Ort sei nicht zufällig gewählt worden, vermuten die Experten, denn die wenig besiedelten Regionen des Fernen Ostens und Transbaikaliens befinden sich in der Nähe starker und ehrgeiziger Nachbarn. Die großen Militärmanöver hier erinnern unsere Partner daran, dass diese Territorien für die Russische Föderation strategisch wichtig sind und man sie entwickeln und verteidigen wird. Zu den möglichen militärischen Herausforderungen in der Region sagt der Militärexperte Alexander Perendschijew: „Es existieren potentielle Bedrohungen. Sie bestehen vor allem in den Gebietsansprüchen von Seiten Japans hinsichtlich unserer Kurilen-Inseln. Natürlich, Japan demonstriert bislang keine militärische Stärke, um die Inseln auf militärischem Wege zurückzugewinnen. Aber das bedeutet nicht, dass Derartiges nicht in der Zukunft passieren könnte. Der zweite Aspekt ist die ernsthafte Lage auf der koreanischen Halbinsel, wo man ebenfalls eine beliebige Entwicklung des Geschehens erwarten kann“.

 

 China gilt als unser Partner, aber auch ihm, so Perendschijew, sei es nicht verkehrt, in Erinnerung zu bringen, dass Russland eine starke Militärmacht ist. Außerdem wurde extra zu diesen Manövern eine große Anzahl von Truppen verlegt. Allein diese Tatsache wurde zur besonderen Prüfung der Eisenbahn-Truppenteile, der Militärtransportflugzeuge und der Flotte. Berücksichtigt man das große Territorium unseres Landes, so gewinne die Truppenverlegung über eine große Entfernung eine besondere Bedeutung, bemerkt Wassili Beloserow, der Co-Vorsitzende der Assoziation der Militärpolitologen Russlands: „Sollte sich die Situation im Fernen Osten oder in Transbaikalien zuspitzen, muss man über die Möglichkeit verfügen, dorthin Truppen zu verlegen. Außerdem hat Russland durch die Truppenverlegung die Möglichkeit, Truppen in großer Entfernung zu konzentrieren, und das kann nicht nur auf dem Territorium Russlands, sondern auch außerhalb gefordert sein. Denn die Bedrohungen, die die Sicherheit Russlands negativ beeinflussen können, können gegenwärtig an einem beliebigen Ort der Erde entstehen“.

 

 

 

 

Wie der Experte bemerkt, würden viele Nachbarn Russlands, und nicht allein im Fernen Osten, ihr Militärpotential aufstocken, und diese Tatsache sei viel wichtiger als beliebige politische Deklarationen. Die in der jüngsten Geschichte des Landes bisher umfangreichsten Militärmanöver demonstrieren, dass die Russische Föderation ein Subjekt der Geopolitik ist, mit dem man rechnen muss.

{Quelle: german.ruvr.ru – Wlad Grinkewitsch}

 

One Response to “Russland veranstaltet größtes Militärmanöver seit Sowjetzeiten”

  1. Nach diesen Produktionszahlen hatte die russische Kriegswirtschaft , trotz ihrer Verluste an Mensch und Anbaufläche einen Überschuss erwirtschaftet. Demnach herrschte weniger ein Produktions- als vielmehr ein Verteilungsproblem. Die Struktur der landwirtschaftlichen Produktion hatte sich durch die drei Kriegsjahre mehr und mehr verändert. Die größten Landsitze, die in der Vorkriegszeit 25 % der Ernte bestritten hatten, waren aus der Produktion fast gänzlich ausgeschieden. Aufgrund der rasanten Inflation und der Verteuerung der Arbeit durch den Ausbau der Kriegsindustrie wurde für die Betreiber von Latifundien der Getreideanbau unrentabel. Dieses Land wurde daher an Kleinbauern verpachtet. Das System von kleinen Familienhöfen arbeitete zwar in der Produktion hervorragend, doch fehlten ihm die Anreize zum Verkauf seiner Produkte in die Städte. Während der Grundbesitzer direkt zu den Märkten der Städte Zugriff hatte, musste sich der gewöhnliche Bauer diesen erst über eine Linie von Zwischenhändlern verschaffen, was seinen Gewinn schmälerte. Falls der Landwirt seine Waren dennoch absetzte, bekam er dafür nur wenig attraktive Gegenleistungen. Der Bedarf der Armee resultierte zudem in einem astronomischen Preisanstieg für sämtliche industriell gefertigten Produkte. Textilien verteuerten sich im Vergleich zu 1913 um 300 %, Eisenwaren um bis zu 1.000 %. Somit wurden von der Ernte des Jahres 1917 nur noch 15 % des Getreides, statt der in der Vorkriegszeit üblichen 25 %, auf den freien Markt geworfen. Da sich der Bedarf der Städte durch die Flüchtlinge aus den von den Deutschen besetzten Gebieten erhöht hatte, führte dies zu den katastrophalen Unterversorgungen des letzten russischen Kriegsjahrs.


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