kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Kommentar: „Erdogans Türkei: Kein Ende der Gewalt in Sicht“! 15. Juli 2013

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 20:52

Seit Wochen dauern in der Türkei die Proteste gegen die konservativ-islamische Regierung an. Ministerpräsident Erdogan lässt die Sicherheitskräfte mit Gewalt gegen Demonstranten vorgehen. Erneut gibt es Verletzte.

 

Istanbul: In der Türkei ist die Polizei am Wochenende erneut in mehreren Städten mit Gewalt gegen regierungskritische Demonstranten vorgegangen. In sozialen Netzwerken berichteten Aktivisten von vielen Verletzten. Im südostanatolischen Hatay, in der Hauptstadt Ankara und in Istanbul wurden Kundgebungen von Sicherheitskräften aufgelöst. Wasserwerfer und Reizgas kamen zum Einsatz. In Istanbul wurden auch Gummigeschosse auf Demonstranten abgefeuert. Blogger riefen im Internet dazu auf, Ärzte zum Kugulupark in Ankara zu schicken. Allein dort sollen etwa 100 Demonstranten verletzt worden sein. In Istanbul ging die Polizei mit Wasserwerfern, Reizgas und Plastikgeschossen gegen etwa 1000 Demonstranten vor, die versuchten, auf den zentralen Taksim-Platz zu gelangen. Vor allem der auf den Platz führende Istiklal-Boulevard versank in einer Wolke von Tränengas. Neben den Demonstranten flohen auch viele Touristen verschreckt in die Seitenstraßen. Die Restaurants und Bars rund um den Taksim-Platz sind vor allem an Wochenenden beliebt. Auf Fotos, die der türkische Fernsehsender Ulus TV auf Facebook veröffentlichte, waren mit Holzknüppeln bewaffnete Männer zu sehen, die in der Nähe des Taksim-Platzes Journalisten und Demonstranten angriffen. Dabei handelte sich vermutlich um Unterstützer von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan. Der konservativ-islamische Regierungschef und einige Minister seines Kabinetts hatten in den vergangenen Wochen mehrfach Demonstranten und Journalisten als „Provokateure und Putschbefürworter“ bezeichnet.

 

 

 

 

 

 

Proteste in der Türkei

Erdogan zerstört sein Lebenswerk

 

Einzigartiger Wirtschaftsboom, ungeahnte politische Stabilität: Bisher war die Ära des türkischen Premier Recep Tayyip Erdogan eine Erfolgsgeschichte. Doch nun steht seine Zukunft und die seines Landes auf dem Spiel. Hintergrund der Demonstrationen war die Verhaftung prominenter Aktivisten. Den mittlerweile wieder freigelassenen Demonstranten drohen Prozesse wegen angeblicher Gründung einer terroristischen Vereinigung. Die landesweiten Proteste hatten sich Ende Mai an Regierungsplänen entzündet, den Gezi-Park am Taksim-Platz zu bebauen. Inzwischen wenden sich die Demonstrationen vor allem gegen den autoritären Regierungsstil der Erdogan-Regierung. Die Aktivisten berichteten nach ihrer Freilassung von Misshandlungen durch die Polizei. Die Präsidentin der Istanbuler Architektenkammer, Mücella Yapici, hatte am Freitag auf einer Pressekonferenz erklärt, sie habe sich in Untersuchungshaft einer demütigenden Leibesvisitation unterziehen müssen, und die Polizei habe der Diabetikerin ihre lebenswichtigen Medikamente erst nach Stunden zurückgegeben. Auch Samstagnacht kam es wieder zu Festnahmen. {Quelle:www.handelsblatt.com}

 

 

 

 

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

In der Türkei wird es unruhig.

Im Grunde unverständlich, denn das Wirtschaftswachstum in der Türkei soll beträchtlich sein.

 

 

Aber warum ist es beträchtlich?

 

 

 

1. MP Erdogan hat rechtliche Vorausssetzungen geschaffen, damit das Land investitionsinteressant wurde.

 

2. Deutsche Unternehmen helfen der Türkei mittels Investistionen massiv laut www.ihk-nuernberg.de

 

3. Dem Wirtschaftswachstum in der Türkei kam zugute, dass die Türkei kein so ausgeprägtes Sozialsystem wie Deutschland hat

 

4. Die hier lebenden Türken unterstützen ihre in der Türkei gebliebenen Familienangehörigen nicht so knapp, wie aus dem Artikel: www.kybeline.com (auch wenn es in diesem Artikel um GB geht. Der Leser wird genügend Phantasie mitbringen, sich vorstellen zu können, wieviel die Deutschtürken nach Hause schicken)

 

5. Inwieweit und in welchen Beträgen Deutschland mit Krankenversicherungsleistungen Menschen in der Türkei unterstützt, die durch ein in Deutschland versichtertes Familienmitglied  dort versichert sind, ist uns nicht bekannt. www.zukunftskinder.org

 

 

 

 

 

Die einzigen Eigenleistungen hat Erdogan mit der Voraussetzungen der rechtlichen Aufwertung der Investoren gemacht. Das ist ihm jedenfalls als Positivum anzurechnen.

 

Während Deutschland vor lauter Sozialausgaben nicht mehr ein noch aus weiß (u. a. auch durch Problemmenschen u. a. aus der Türkei) wie aus dem Artikel www.achgut.com hervorgeht, braucht die Türkei nicht mit Auswüchsen in der Sozialpolitik zu rechnen, weil Deutschland wohl den Hauptinvestor in der Türkei gibt, Deutschland die Ausbildung junger Türken finanziert, die gewillt sind, hier Ausbildung und Studium zu absolvieren, dann in die Türkei auswandern, um  dann in der Türkei Karriere zu machen z. B. in deutschen Unternehmen oder Zuliefererbetrieben aus der Türkei für Investionsunternehmen und die türkischen Menschen aus Deutschland und anderen Ländern ihre Familienangehörigen unterstützen.  Dieser Investitionsschub ist auch zielfördernd für türkische Unternehmen, die auch von ausländischen Investoren profitieren. Das heißt im Klartext: Erdogan schenkt sich, falsch: er kann sich übermäßige Sozialaufgaben und -ausgaben schenken, die sein Land aufbringen müsste, wenn die Türken offensichtlich nicht zu einem Großteil ihr Land verlassen würden, um in anderen Ländern entweder zu arbeiten oder auf Kosten der Sozialsysteme anderer Länder ihr Leben einrichten würden So ganz nebenbei gängelt er sie durch ATIB, DITIB und andere staatliche türkische Religionsbehördenableger. Somit war es nur eine Frage der Zeit, dass Deutschland die Entwicklungshilfe an die Türkei erst 2012 eingestellt hat, www.spiegel.de.

 

Über die Anzahl von Bewährungshelfern, Jugendpsychologen, Jugendarbeitern, Streetworkern, Sozialarbeitern und Erzieher- und Erzieherinnen in der Türkei, deren Berufsgruppen hier das Gros der Einwanderungs- und Sozialindustrie bilden, weil hier ein engmaschiges Netz in Jugendämtern und anderen Stellen geknüpft wurde, ist hier leider nichts bekannt. Wir gehen aber einmal davon aus, dass diese Anzahl in der gesamten Türkei wohl nicht annähernd die Zahlen Deutschlands aufweist. Somit bleiben diese Zahlen dem Staat Türkei auch erspart. Diese Mitarbeiter der Sozial- und Einwanderungsindustrie werden hier in Deutschland jedoch letztlich alle vom Staat bezahlt. Das Geld für diese Menschen muss neben den Problemfällen aus aller Welt neben den eigenen erst erwirtschaftet werden, bevor es aufgebracht werden kann, die sich die Türkei ebenfalls schenken kann. Sorry, wir vergaßen: Wir können diese ja über Schulden finanzieren und das alternativlos unendlich.  Ja, während wir ja Einwanderungsland sind, scheint die Türkei Auswanderungsland zu sein, weil es in der Türkei so toll sein muss.

 

Auf diese Weise ist für die Türkei wirtschaftliche Entwicklung leicht und locker zu bewerkstelligen. Warum bei dieser Konstellation der türkische Nationalismus so betont wird auch von den Türken hier, die türkische Fahnen schwenken oder mit Türkei-Emblem auf ihrem T-Shirt herumlaufen, ist uns nicht bekannt.  Wir in Deutschland ersticken auf Dauer an den Sozialausgaben, während die Türkei sich in dieser Frage nicht sonderlich anstrengen muss, entsorgt sie doch ihre Problembevölkerung gern einmal im Ausland. Wir anstelle der Regierung Erdogan würden nicht besonders stolz darauf sein, dass ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung in andere Länder auswandern muss, um außerhalb der Türkei ein besseres Leben bekommen zu können. Uns ist nicht bekannt, ob es in der Türkei so etwas wie Kindergeld gab und jetzt gibt, wenn, dann jedoch in erheblich geringerem Umfang. Während der türkische Staat sich die Pflegekosten schenkt, weil in der Familie gepflegt wird, haben die Menschen hier teuer in Pflegeversicherung einzuzahlen.

 

Es ist also sehr leicht, das Wirtschaftswachstum der Türkei zu erklären: Starke ausländische,  u. a. auch besonders  deutsche Investoren in der Türkei, die für Arbeitsplätze sorgen. Gleichzeitig ist das Sozialsystem bei Weitem nicht so belastet wie das System hier in Deutschland, die massiven Zahlungen der Auslandstürken für die daheimgebliebenen Familienmitglieder machen dies möglich und tun ihr Übriges. Das Paradoxe daran ist es, dass gerade u. a. auch türkische Mitbürger in Person von insbesondere pubertierenden testosterongesteuerten Machomännern das Sozialsystem und das Justizwesen hier im Mutterland der Sozialindustrie überdurchschnittlich im Verhältnis zur Einwohnerzahl  belasten. Wir Deutschen können also mit Fug und Recht sagen: Wir haben nicht nur Deutschland ganz allein wieder aufgebaut, sondern so ganz nebenbei auch der Türkei maßgeblich geholfen, aus der wirtschaftlichen Bredouille zu kommen. Dies kommt  dann auch der massiven Mithilfe des wirtschaftlichen Aufbaus (von Wiederaufbau kann nicht gesprochen werden) der Türkei gleich, ohne dass massenhaft Deutsche in die Türkei einwandern mussten.

 

Das alles setzt Herr Erdogan jetzt zunehmend aufs Spiel: Die Börsen reagieren empfindlich auf die Demonstrationen der letzten Wochen in der Türkei. Erdogan sollte aufpassen und sich die Demonstranten nicht zu Feinden machen. Denn diese können es mit Beharrlichkeit und Ausdauer schaffen, ihm schwere Zeiten zu bereiten, schwerere als ihm lieb sein kann,  vor allem dann, wenn er weiterhin gegen sie mit so rabiaten Mitteln vorgehen lässt. Etwas weniger Autokratismus, etwas weniger Nationalismus und etwas weniger Reislamisierung, etwas mehr Meinungs- und Relgionsfreiheit wären ihm anzuraten. Dann klappt`s auch wieder mit dem harmonischen Zusammenleben mit den Demonstranten, mit den Christen, den Juden und allen anderen Menschengruppen, die sich in den letzten Jahrzehnten echt dünne gemacht haben.

 

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