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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Kuweits Politiker befürworten militärische Kooperation mit Israel 7. Juli 2013

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 18:23

 

Zwei kuwaitische Abgeordnete haben in einem Fernsehinterview militärische Geschäfte ihres Landes mit Israel verteidigt. Wer den Handel kritisiere, müsse auch den Propheten Mohammed verurteilen. „Die Scharia erlaubt uns Handel mit den Israeliten. Wir folgen dem Beispiel des Propheten Mohammed, der starb, während sein Schild bei einem Juden verpfändet war“, sagte das Parlamentsmitglied Hamad al-Dosari in einem Interview mit „Al-Adala TV“. Auf den Hinweis des Journalisten, dass viele Menschen Al-Dosari für diese Ansicht kritisierten, sagte der Abgeordnete: „Weil sie die Scharia ignorieren.“ Auch der Prophet Mohammed habe Geschäfte mit Juden gemacht. „Sie kritisieren mich? Gehen Sie und kritisieren Sie den Propheten Mohammed. Ein Muslim redet nicht. Er gehorcht den Anweisungen des Propheten Mohammed“.

 

Nabil al-Fadhi, ebenfalls ein Abgeordneter, betonte in einem separaten Interview mit dem Sender, wenn es um die Sicherheit Kuwaits gehe, seien Geschäfte mit jedem Land möglich. „Wenn die Sicherheit Kuwaits den Kauf israelischer Ausrüstung erfordert, dann werde ich das tun und ich werde die Israelis dafür lieben.“ Der Politiker erinnerte an die irakische Invasion in Kuwait 1990: „Wie genau haben uns die Muslime unterstützt, als unser arabischer Nachbar in unser Land einmarschiert ist? Ich bin bereit, Rüstung von Israel zu kaufen, um mein Land vor seinem arabischen und muslimischen Nachbarn zu beschützen“. Offiziell ist über Rüstungsgeschäfte zwischen beiden Staaten nichts bekannt. Auszüge aus dem Interview in arabischer Sprache mit englischen Untertiteln finden sich hier: www.memri.org –  haolam.de

 

 

 

 

 

 

 

In Israel wird man Mursi vermissen 

 

Die Beziehung zu dem Muslimbruder war unterkühlt, doch nun fürchtet Jerusalem Instabilität beim Nachbarn.

 

Jahrelang war Israel gewohnt, dass die Nachbarstaaten nicht gerade wohlgesinnt, aber kalkulierbar waren. Seit dem „arabischen Frühling“ ist alles im Fluss. Selbst auf die skeptische Lesart, dass es sich dabei eh um einen „islamistischen Winter“ handele, ist nun, nach dem Sturz Mursis, kein Verlass mehr. „Niemand weiß“, so der Kommentator Herb Keinon in der „Jerusalem Post“, was für Kräfte sich entfalten und wohin sie führen werden“. Israels Premier Benjamin Netanjahu wies denn auch das Kabinett an, sich Wertung zu den Ereignissen in Ägypten zu enthalten.

 

 

 

 

 

 

 

Stabile Beziehungen zu Mursi

 

Es gehört zur Ironie der Geschichte, dass einige in der Jerusalemer Regierung insgeheim Mursi wohl noch vermissen werden. Bei ihm wussten die Israelis zumindest, woran sie sind. Die Beziehungen mit seiner Regierung waren zwar höchst unterkühlt – so soll Mursi, wie es im Jerusalemer Außenamt heißt, nicht mal das Wort Israel in den Mund genommen haben. Aber sie waren stabil. Entgegen der Befürchtungen, die israelische Politiker und Strategen noch vor einem Jahr hegten, hatte Mursi genau wie zuvor Husni Mubarak den Friedensvertrag von Camp David aus dem Jahre 1979 respektiert. Noch erstaunlicher: Unter Mursi verbesserte sich die Kooperation zwischen ägyptischen und israelischen Sicherheitsbehörden. Kairo verstärkte seine Truppen im Sinai, um effektiver gegen die dort um sich greifende Gesetzlosigkeit durchzugreifen und zwar mit Israels Zustimmung.

 

Sie ist erforderlich, da die ägyptische Halbinsel laut der Friedensvereinbarung demilitarisiert ist. Aktuell hingegen kursiert in Israel wieder die Sorge, dass bewaffnete Dschihadisten das politische Chaos in Kairo ausnutzen könnten, um vom Sinai aus grenzübergreifende Anschläge auszuführen. Auch ging Ägyptens Militär unter Mursi entschieden gegen die Schmuggeltunnel in Rafah vor. Die Hoffnungen der palästinensischen Islamisten, in Mursi einen rückhaltlosen Verbündeten zu haben, erfüllten sich nur ansatzweise. Als etwa im November 2012 ein Raketenkrieg zwischen Israel und der Hamas in Gaza eskalierte, hielt sich Kairo zunächst raus, um dann jedoch eine sehr erfolgreiche Vermittlerrolle zu übernehmen. Die ausgehandelten Waffenstillstandsbedingungen trugen erheblich zur Beruhigung der Lage in Israels Süden bei.

 

 

 

 

 

Auf der Verliererseite

 

Die Hamas, ein Ableger der Muslimbruderschaft, findet sich dennoch nach dem erzwungenen Abgang von Mursi auf der Verliererseite wieder. Erst habe sie mit ihrer Parteinahme für die syrischen Rebellen die iranische Unterstützung verloren, so der Sicherheitsexperte Alex Fishman in „Yedioth Achronoth“. Jetzt könne sie auch nicht mehr auf die „großen Brüder“ in Kairo zählen.  Der moderaten Palästinenserführung scheint diese unerwartete Wendung zu gefallen. Am Vorabend hatte Präsident Mahmud Abbas noch ausdrücklich vor jeglicher Einmischung in Angelegenheiten arabischer Staaten gewarnt. Am Donnerstag pries er die Revolution des ägyptischen Volkes und gratulierte dem neuen Präsidenten Adly Mansour. Dabei haben die Palästinenser selbst die bittere Erfahrung gemacht, wie schnell eine politische Spaltung in einen Bruderkrieg umschlagen kann. Diese Gefahr sieht auch der ehemalige israelische Botschafter in Kairo, Ben Zvi. Man solle die Islamisten mal lieber nicht abschreiben, lautet seine Prognose. „Ihr Kampf um eine Rückkehr an die Macht wird jetzt beginnen“. {Quelle: www.fr-online.de – Von Inge Günther}

 

One Response to “Kuweits Politiker befürworten militärische Kooperation mit Israel”

  1. Ewi Says:

    Ach Leute,

    mit diesen dumpfen und antisemitischen Latuff-Karikaturen diskreditiert ihr nur eure guten Inhalte.

    Nur weil Morsi nicht sofort an den Judenmord ging (zum glück), wird er als ein Israel-Freund dargestellt – was bei Latuff immer schon für einen Verdacht reicht, ein Jude oder ein Spion der „bösen“ Israelis zu sein.

    Da frage ich mich, ob der „Künstler“ Morsies Diktatur-Versuche nicht begrüßen würde, wenn dieser einfach einen Krieg mit Israel starten oder einen Anschlag auf jüdische / israelische Einrichtungen im Westen unterstützen würde?
    Einfach dumm und unethisch.

    Zum Thema:

    was die beiden sagen, ist eigentlich schon längst bekannt – nur trauen sich die Araber es erst jetzt auszusprechen.
    Die muslimischen Völker sollen ihre internen Konflikte, ob religiöser, ethnischer oder politischer Natur, unter sich austragen. Den Ölreichtum gerecht aufteilen, die Rechte von Frauen, Minderheiten und Flüchtlingen (auch von Palästinensern in den eigenen Ländern) stärken und zivile Gesellschaften aufbauen. Dann wird man auch den Konflikt mit Israel pragmatisch beilegen können.
    Leider ist es einfacher, durch die Ständigen Unruhen der eigenen Bevölkerung ein Feindbild zu präsentieren aus die Korruption oder die Brutalität des eigenen Staatsapparats zu bekämpfen.


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