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Ecuador enthüllt Abhörmaßnahmen gegen seine Londoner Botschaft 7. Juli 2013

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 20:07

Verwanzt: Auf einer Pressekonferenz am vergangenen Mittwoch präsentierte der Außenminister Ecuadors, Ricardo Patiño, ein verstecktes Mikrofon, das in einem Büro der Botschaft seines Landes in London gefunden worden war.

 

 

In der Londoner Botschaft hält sich seit einem Jahr der WikiLeaks-Gründer Julian Assange auf.

 

 

 

 

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, sagte Patiño, dieses Mikrofon sei am 16. Juni vor einem Treffen mit Assange unter dem Schreibtisch eines Büros gefunden worden, das von der Botschafterin seines Landes, Ana Albán Mora, benutzt werde. Das britische Außenministerium verweigerte einen Kommentar. »Ich habe diesen Zwischenfall damals nicht erwähnt, weil ich meinen Besuch in London damit nicht belasten wollte«, erklärte Patiño auf der Pressekonferenz weiter. »Darüber hinaus wollten wir erst mit größtmöglicher Sicherheit wissen, von wem dieses Abhörgerät im Büro unserer Botschafterin platziert wurde… Leider ist dies ein weiterer Beweis für den Verlust ethischer Maßstäbe in den Beziehungen zwischen Regierungen auf internationaler Ebene«. WikiLeaks verbreitete über den Kurzmitteilungsdienst Twitter eine Nahaufnahme des Abhörgeräts, das nach Angaben Patiños mit einer SIM-Karte versehen war und die vertraulichen Gespräche in der Botschaft übertragen sollte. Das Mikrofon wurde vermutlich schon vor einigen Wochen angebracht. Das britische Außenamt verweigerte bisher jeden Kommentar, und ein Sprecher Premierminister David Camerons erklärte lapidar, er könne sich nicht zu sicherheitsrelevanten Fragen äußern.

 

 

 

Patiño war am 17. Juni mit seinem britischen Amtskollegen William Hague zusammengetroffen, um über Ecuadors Entscheidung, Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London Zuflucht zu gewähren, zu diskutieren. Dem WikiLeaks-Gründer Assange droht eine Auslieferung nach Schweden, wo er im Zusammenhang mit dem Vorwurf, zwei Frauen sexuell belästigt und vergewaltigt zu haben, verhört werden soll. Sollte Assange die Botschaft verlassen, könnte er auch an die USA ausgewiesen werden. Dort will man ihn wegen der Veröffentlichung von Zigtausenden von Dokumenten des amerikanischen Außenministeriums im Zusammenhang mit militärischen Aktivitäten vor Gericht stellen. Der Obergefreite Bradley Manning, der als Nachrichtenanalyst Zugang zu hochgeheimen Dokumenten hatte, hat vor Gericht eingeräumt, diese Informationen an WikiLeaks weitergegeben zu haben. Gegen Manning wird derzeit vor einem Militärtribunal im Militärstützpunkt George G. Meade im US-Bundesstaat Maryland verhandelt. Im Falle einer Verurteilung droht ihm eine lebenslange Haft.

 

 

 

 

 

Patiño vermied es in seiner Erklärung, Großbritannien direkt zu beschuldigen, die Wanze platziert zu haben, sondern sagte, Ecuador »wird von allen Seiten infiltriert«. Die britische Tageszeitung The Guardian meinte nur, es sei einem Land nicht verboten, ein anderes Land auszuspionieren. Der Außenminister forderte die britische Regierung auf, zur Aufklärung der Angelegenheit beizutragen. Die Behörden seines Landes »haben Grund zu der Annahme, dass diese Abhörmaßnahme von dem Sicherheitsunternehmen Surveillance Group Ltd. durchgeführt wurde… einem der größten privaten Unternehmen für Ermittlungen und verdeckte Operationen in England«. Patiño fügte hinzu, Ecuador prüfe das Ersuchen Edward Snowdens um politisches Asyl in seinem Land noch. Strafverfolgungsbehörden der USA haben einen Haftbefehl gegen Snowden erlassen, und der amerikanische Vizepräsident Joe Biden hatte den ecuadorianischen Präsidenten Rafael Correa aufgefordert, das Ersuchen Snowdens abzulehnen. {Quelle: info.kopp-verlag.de}

 

 

 
 
 
 
 
 
 

2 Responses to “Ecuador enthüllt Abhörmaßnahmen gegen seine Londoner Botschaft”

  1. Emanuel Says:

    Ein alter Araber lebt seit mehr als 40 Jahren in Chicago. Er würde gerne in seinem Garten Kartoffeln pflanzen, aber er ist allein und alt und schwach. Sein Sohn studiert in Paris. Deshalb schreibt er eine E-Mail an seinen Sohn: “Lieber Ahmed, ich bin sehr traurig, weil ich in meinem Garten keine Kartoffeln pflanzen kann. Ich bin sicher, wenn Du hier wärst, könntest du mir helfen und den Garten umgraben. Ich liebe Dich. Dein Vater.” Prompt erhält der alte Mann eine E-Mail: “Lieber Vater, bitte rühre auf keinen Fall irgendetwas im Garten an. Dort habe ich nämlich ‘die Sache’ versteckt. Ich liebe Dich auch. Ahmed.” Keine sechs Stunden später umstellen die US Army, die Marines, das FBI und die CIA das Haus des alten Mannes. Sie nehmen den Garten Scholle für Scholle auseinander, suchen jeden Millimeter ab, finden aber nichts. Enttäuscht ziehen sie wieder ab. Am selben Tag erhält der alte Mann noch eine E-Mail von seinem Sohn: “Lieber Vater, sicherlich ist jetzt der Garten komplett umgegraben und du kannst die Kartoffeln pflanzen. Mehr konnte ich nicht für Dich tun. Ich liebe Dich. Ahmed”


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