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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Kommentar: US-Gerichtsurteil zur Gleichstellung der Homo-Ehe freut Polygamisten 4. Juli 2013

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 19:42

Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofes der USA zur Gleichstellung der Homo-Ehe wird von Polygamisten erfreut zur Kenntnis genommen.

 

Sie sehen darin einen Präzedenzfall für die rechtliche Anerkennung der Vielehe.

 

Washington (kath.net/jg):  Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofes der USA der Klage zur Aufhebung der Homo-Ehe in Kalifornien nicht stattzugeben ist von den Polygamisten des Landes positiv aufgenommen worden. Sie sehen das Urteil als Schritt zur rechtlichen Anerkennung der Vielehe. Der Gerichtshof habe mit seiner Entscheidung die Ungerechtigkeit in einem Bereich aufgehoben und das habe sicherlich Auswirkungen auf die Polygamisten, sagt Joe Darger aus Utah gegenüber Buzzfeed. Anita Wagner Illig von der Gruppe „Practical Polyamory“ sagt, sie sei „Brüdern und Schwestern“ der Homo-Bewegung dankbar für alles, was sie für die Gleichstellung verschiedener Formen von Ehe getan hätten. Die Kernfamilie mit einem Vater, einer Mutter und zwei oder drei Kindern entspreche nicht mehr Situation der Mehrheit, behauptet Anne Wilde gegenüber Buzzfeed.

 

Heute gebe es andere Formen, wie Großeltern, die Kinder erziehen, Alleinerziehende, homosexuelle Paare mit Kindern. Die Menschen würden heute mehr Verständnis dafür haben, dass Erwachsene ihr Familienleben nach eigenen Vorstellungen gestalten wollten, sagt sie. Der Oberste Gerichtshof hat in seinem Urteil keine Aussage zur Gültigkeit des Verbots der Homo-Ehe in mehr als 30 Bundesstaaten der USA gemacht. Er hat festgestellt, dass es den Klägern aus formalen Gründen nicht zusteht, die Entscheidung des Gerichts in Kalifornien anzufechten. Das kalifornische Gericht hatte das Verbot der Homo-Ehe in Kalifornien aufgehoben, berichtet FOXNews.

 

 

 

 

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

 

Das hat aber nicht lange gedauert

und war natürlich abzusehen.

 

Wenn die Definition von Ehe, die ja  aus dem jüdisch-christlichen Kontext der Bibel auf Geheiß Gottes zwischen Mann und Frau geschlossen werden soll, weil sie ein Fleisch werden zum Zwecke der Weitergabe der Ermächtigung und des Geschenks Gottes, Leben zu zeugen,  nicht mehr letzlich auf religiöse  Werte gegründet wird, ist es nur eine Frage der Zeit, dass alle Menschen, die sich lieben, rechtlich gesehen,  eine Ehe eingehen dürfen, egal, welche Konstellation diese Gemeinschaften haben. Wenn dies freiwillig geschieht zwischen Parteien zwischen einem Mann und mehreren Frauen oder umgekehrt oder mehreren Frauen und mehreren Männern, zwischen Erwachsenen und unter 18-jährigen, vielleicht sogar mit Kindern:

Mit welcher Begründung soll denn nun die Polygamieehe abgelehnt werden? Etwa mit moralischen Gründen? 

Wer bestimmt diese ethisch-moralischen Vorgaben.

Etwa Herr Schmidt-Salomon und seine 10 Gebote,

falls er sie analog des atheistisch-humanistischen Menschenbildes  auf der Tagesordnung haben sollte?

Die Verweigerung des Gesetzgebers, solche weitergehenden Eheformen rechtlich zuzulassen, sind immer schwerer begründbar; 

wie sollten sie auch begründet werden?

 

 

 

Mit welcher substanziellen Begründung sollen den nun gleichgeschlechtliche Geschwisterehen und Kinderehen, da Kinder leicht manipulierbar sind,  verwehrt werden? Dieses Gesetz der „Homoehe“ eröffnet nun die Forderung, dass alle Formen des Zusammenlebens zuzulassen sind, seien sie noch so abwegig, welche natürlich  steuerlich begünstigt werden müssten, der Gleichbehandlung wegen. Der Gesetzgeber ist nunmehr in der Pflicht, rechtlich alle Türen und Tore zu öffnen Wer rechtlich so kurzsichtig agiert, dem kann nicht geholfen werden. Der Gesetzgeber hat nur die Erwachsenen bei dieser Regelung im Blick gehabt. Die Kinderrechte auf Vater und Mutter werden mit solchen Beziehungen eingeschränkt, verschwimmen und fallen der Beliebikgkeit anheim.

 

Ob dies dem Kindeswohl des einzelnen Kindes dient,

wagen wir zu bezweifeln.

 

Das ist die Schwäche der Demokratie: Die Mehrheit entscheidet, nicht die Wahrheit, nicht mehr das Recht, sondern die Mehrheit. Wenn diese Mehrheit Muslime werden sollten, ist die Homoehe passé, die Polygamie-, die Zwangs- und Kinderehe jedoch, weil religiös begründet, werden dann eingeführt werden und islamisch-rechtlich legitimiert werden. Die Damen werden unter das Kopftuch oder die Burka verbannt. Frauenrechte sind dann einzuschränken. Ja, die Demokratie ist ein Zeitgeist-Ding der politischen Art. Die Freiheit muss bewahrt werden. Sie kann aber nur bewahrt werden, wenn der Konsens erreicht wird, dass eine Ehe nach religiösem Vorbild die einzige Gemeinschaft ist, in der Kinder am sinnvollsten aufgezogen werden und diese ist dann auch steuerlich zu begünstigen.  Wer moralisch sich aufs Glatteis begibt, erzeugt auch Schwäche in der Identitätsstiftung und fördert damit die orientierungslose Beliebigkeit, die den Menschen entwurzelt und aus der Lebensgrundierung herausreißt.

 

Die Demokratie  ohne feste Werte, die es zu verteidigen gilt, scheint nur eine politische Übergangslösung von einer Diktatur zur anderen zu sein. Die beliebigkeitsmoralischen Ansichten führen zur allgemeinen Schwächung der in ihr lebenden Menschen, weil sie offensichtlich nicht mehr moralisch identitätsstiftend ist. Eine streitbare Demokratie kann nur Werte verteidigen, die sie überhaupt hat. Wenn diese Werte peu à peu verschwimmen im Meer der Gleichheit, der Indifferenz und der Beliebigkeit, ist diese Demokratie auf Dauer in Auflösung begriffen.

 

Der alte Spruch:

„Wehret den Anfängen“

ist in dieser Frage äußerst realitätsbezogen.

 

 

One Response to “Kommentar: US-Gerichtsurteil zur Gleichstellung der Homo-Ehe freut Polygamisten”

  1. Am 17.April 2013 stimmte das neuseeländische Parlament in dritter und letzter Lesung für ein Gesetz zur eherechtlichen Gleichstellung homosexueller Paare. Es tritt im August 2013 in Kraft.


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