kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Großbritannien: Und täglich ruft der Muezzin 4. Juli 2013

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 18:46

Der öffentlich-rechtliche britische Fernsehsender Channel 4 überträgt während des muslimischen Fastenmonats Ramadan den nächtlichen Muezzin-Ruf.

 
 
 

Im Land sorgt diese Entscheidung

für hitzige Diskussionen.

Kritiker werfen dem Sender Provokation und Alibi-Politik vor.

 
 
 
Der Fastenmonat der Muslime beginnt am 9. Juli. Dann fasten viele  gläubige Muslime vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang. Am Dienstag  sollen die fünf täglichen Gebete übertragen werden, beginnend um drei  Uhr morgens. Bis zum Ende des Ramadan wird dann nur noch das erste Gebet des Muezzin Hassen Rasool gesendet, alle anderen sollen online auf der  Seite von Channel 4 abrufbar sein. Der Sender will zudem auch die genauen Zeiten für den Sonnenauf- und -untergang in seinen  Wetterbericht aufnehmen. Auch in anderen Formaten wie „Ramadan  Reflections” und „A very British Ramadan“ beschäftigt sich der Sender  bis Anfang August mit dem Alltag der Muslime. Muslime reisen quer durch  das Land und klären die wichtigsten Fragen zu dem für Muslime heiligen  Monat. 

 

 

Maßnahme wirkungslos?

 

Die aus Pakistan stammende Autorin Anila Baig prognostizierte in einem Gastbeitrag für die britische Tageszeitung The Sun, dass kaum einer ihrer Glaubensbrüder die Sendungen einschalten werde. Einerseits gebe es bereits muslimische Kanäle, die sich dem Thema Ramadan sehr intensiv widmeten. Andererseits verzichteten konservative Muslime während des Fastenmonats auch auf das Fernsehen. Energischer Kritiker der Aktion ist der konservative  Abgeordnete Conor Burns. Er bezeichnete die Entscheidung als  „Alibi-Politik“. Wie die Süddeutsche Zeitung meldet, forderten mehrere  rechte Gruppierungen ihre Mitglieder auf, das Programm von Channel 4 zu  boykottieren. Der Daily Mail-Kolumnist A.N. Wilson kritisierte, dass  dies lediglich eine weitere PR-Maßnahme des Senders sei: „Es ist  deswegen keine gute Idee, weil es die Gesellschaft eher spaltet, als  dass es die Muslime integriert“. Der britische Muslimrat begrüßte  die Ankündigung. Damit zeige der Sender die Zugehörigkeit der Muslime  zur britischen Gesellschaft. Moderate Töne kamen auch von der britischen Gesellschaft zur Förderung der Säkularisierung. Deren Präsident Terry  Sanderson wies darauf hin, dass das Fernsehen den Bedürfnissen der  wachsenden Zahl von Muslimen Rechnung tragen müsse.

 

 

 

Raum für Alternativen

 

Nick Grande, Geschäftsführer des Fernsehratgebers ChannelSculptor mit Sitz  in Dubai, sagte: „Ohne Zweifel wird der Sender für seinen Fokus auf eine  religiöse Minderheit kritisiert werden. Aber es muss auch Raum für  Alternativen und eine Stimme für die Unterrepräsentierten geben.“ Der  Sender gerate dadurch nicht in eine thematische Schieflage. Er sei  überrascht, dass der Schritt nicht früher gegangen worden ist, ergänzte  Grande. Sender-Manager Ralph Lee verteidigte die Maßnahme gegen  die Kritik aus Politik und Gesellschaft. In einem Gastbeitrag für das  wöchentliche Radio- und Fernsehprogramm Radio Times schrieb er, dass es  sich um eine „beabsichtigte Provokation“ handele. Sie solle zeigen, dass der Islam nicht gleichzusetzen sei mit Terror und religiösem  Fanatismus. Zugleich wies er darauf hin, dass in Großbritannien 2,8  Millionen Muslime den Fastenmonat aktiv feiern würden. Mit der  Ausstrahlung des Gebetsrufes wolle der Sender auch zum Umdenken  auffordern. {Quelle: www.pro-medienmagazin.de}

 
 
 
 
 

Angebliche Bombe vor Moschee in Liverpool

war Paket von einem Somali

 

 

Ein Mann, der verhaftet worden war, nachdem ein Paket vor der Hauptmoschee in Liverpool für Aufregung gesorgt hatte, ist tatsächlich Somalier und kein Däne, wie die Polizei zuvor gemeldet hatte.

 
 
Das Liverpool Echo berichtet, dass die Polizei bestätigt hat, dass der 22-jährige Mann, der vorläufig festgenommen, aber wieder freigelassen wurde, in der Tat aus Somalia stammt und nicht aus Dänemark. Das verdächtige Paket, das vor der Al-Rhama Moschee abgestellt worden war, wurde am Sonntagabend durch zwei kontrollierte Explosionen gesprengt – man hatte darin eine Bombe befürchtet.
 

2 Responses to “Großbritannien: Und täglich ruft der Muezzin”

  1. Klotho Says:

    Ich habe einige Menschen kennengelernt, die empfanden das Läuten der Kirchenglocken als furchtbare Lärmbelästigung, ich würde mal gerne wissen was denn diese Leute sagen wenn der Muezzinruf fünfmal am Tag erschillt und das mit Lautsprecher.


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