kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Ägypten am Rande eines religiösen Bürgerkrieges 1. Juli 2013

Filed under: Moslembrüder — Knecht Christi @ 17:56

Die ägyprische Armee gab Morsi um 16:00 Uhr eine 48-stündige Frist, um die Forderung des Volkes zu erfüllen. Das Volk will aber, dass er samt seiner Moslembruderschaft verschwindet!

 

 

Mursi stachelt auf zum Feindbild Christen, Schiiten und Atheisten

 

Kairo/Frankfurt am Main (1. Juli 2013): Ägypten steht nach Einschätzung der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) am Rande eines religiös geprägten Bürgerkrieges. Die Regierung Mursi versuche die Enttäuschung über das Versagen der Muslimbrüder auf die religiösen Minderheiten des Landes umzulenken und mache „ungläubige Muslime, Christen, Schiiten und Atheisten“ für die Misere Ägyptens verantwortlich, so die IGFM weiter. In der Millionenstadt Gizeh bei Kairo seien in den vergangenen Tagen mehrere Schiiten, darunter ein Geistlicher, von ihrer aufgewiegelten Nachbarschaft erschlagen worden. Schon in den vergangenen zwei Wochen attackierten mehrfach aufgestachelte Sunniten Angehörige der kleinen schiitischen Minderheit. Am 23. Juni griffen sogar mehrere Tausend Menschen bei einem Pogrom im Süden Kairos ihre schiitischen Nachbarn an. „Präsident Mursi instrumentalisiert den Bürgerkrieg in Syrien, und macht die Minderheiten zu Sündenböcken für sein eigenes wirtschaftspolitisches Scheitern“, erklärt IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin.

 

Jagd auf Christen und Frauen

In den oberägyptischen Städten Asyut und Beni Suef greife die radikal-islamische al-Dschamaʿa al-Islamiyya Christen und Frauen, die sich offen bzw. unverschleiert auf der Straße zeigten. Gleichzeitig, so die IGFM, ist der wohl bedeutendste islamische Fernsehprediger der Welt, Yusuf al-Qaradawi nach Ägypten eingereist und rufe dort zur Unterstützung von Präsident Mursi und seinem harten Vorgehen gegen Kritiker auf.

 

 

IGFM: Neue Verfassungsgebende Versammlung jetzt!

 

Moslembruder Mursi stellte als Reaktion auf die heftigen Massenproteste für Neuwahlen die Möglichkeit für eine neue Verfassung in Aussicht. Mursi hatte im vergangenen Jahr ohne demokratische Legitimation und unter Federführung der Muslimbrüder eine neue, islamistisch geprägte Verfassung ausarbeiten lassen. Die IGFM erklärte dazu, dass Mursi in der Vergangenheit praktische alle Versprechungen zu Demokratie und Rechtsstaatlichkeit gebrochen habe. „Jetzt muss eine neue und demokratische verfassungsgebende Versammlung berufen werden. Es ist vielleicht die letzte Chance, die tiefe Spaltung der ägyptischen Gesellschaft zu überwinden“, so IGFM-Sprecher Lessenthin. {Weitere Informationen zur Menschenrechtslage in Ägypten unter: www.igfm.dewww.facebook.com}

 

5 Responses to “Ägypten am Rande eines religiösen Bürgerkrieges”

  1. Bazillus Says:

    Immer die gleiche Leier. Wenn`s nicht klappt, sind nach altem islamischen Ritual immer andere schuld. Und die eingebaute Schuld haben ja bekanntlich immer die anderen, insbesondere die, die laut Koran zu bekämpfen sind. Mensch, Herr Mursi, die Leute wollen malochen, arbeiten und Knete verdienen. Ihr Muslmbrüder sorgt mit Eurem Islam aber dafür, dass die Überbevölkerung weiterhin zunimmt und die Armutsspirale nie endet. Auch Muslime wollen essen. Nur Koran lesen macht halt nicht satt. Das können sich nur die Regierungen leisten, sich von den Beutesteuern ihrer Untertanen ernähren. Und da wird die Regierung sogar mehr als 1/5 für sich und ihre Begünstigten Clans für sich beanspruchen.

    Was will das Militär denn nun? Wollen die die Muslimbrüder wegfegen? Strutkuränderung, nämlich weniger Islam, mehr Wirtschaftsdenken ist in Ägypten angesagt. Da kann man sich keine verstaubten Ansichten mehr leisten, wenn das Volk murrt angesichts katastrophaler Wirtschaftsentwicklungsdaten. Ägypter sind nicht Palästinenser. Die werden künstlich im Flüchtlingsstatus gehalten und werden alimentiert. Das klappt in Ägypten halt nicht. DA ist vernünftige Eigeninitiative gefragt, keine Relgiionsdogmen aus dem 8. Jahrhundert.

  2. Ibrahim Says:

    BETEN WIR FÜR FRIEDEN IN ÄGYPTEN! BETET FÜR DIE KOPTEN IN ÄGYPTEN!

    QUELLE: http://www.tagesschau.de

    Machtkampf in Ägypten
    Armee gibt Konfliktparteien 48 Stunden
    Die ägyptischen Streitkräfte fordern eine rasche Lösung des Machtkampfes um den islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi – und drohen mit ihrem Eingreifen. Beide Seiten hätten 48 Stunden Zeit, um zu einer Einigung zu gelangen, erklärte Verteidigungsminister und Armeechef Abdel Fattah al Sisi. Ansonsten werde die Armee eingreifen, um einen politischen Fahrplan für das Land vorzulegen und umzusetzen. Je mehr die Zeit die Politiker verschwendeten, desto größer werde die Spaltung des Landes.

    Ägyptens Generalstabschef Abdel Fattah al Sisi
    Die Streitkräfte hätten aber keinesfalls die Absicht, sich in die Politik oder die Regierungstätigkeit einzumischen, versicherte Sisi. Jedoch trügen sie Handlungsverantwortung, weil die nationale Sicherheit Ägyptens in „großer Gefahr“ sei, hieß es weiter. Die Demonstrationen gegen Mursi bezeichnete die Militärführung als beispiellose Willensbekundung der Bevölkerung. Die Forderungen des Volkes müssten erfüllt werden.

    Auf dem Kairoer Tahrir-Platz, dem Zentrum der Proteste in der ägyptischen Hauptstadt, brach nach der Erklärung des Militärs großer Jubel aus. Zehntausende Demonstranten jubelten Hubschraubern der ägyptischen Armee zu. Die fünf Helikopter, an denen unter anderem ägyptische Flaggen befestigt waren, flogen in einer Demonstration der Stärke über die Menschenmassen.

    Die Erklärung des Militärs löste in Kairo Jubel aus
    Präsident Mursi traf am Abend nach lokalen Medienberichten mit General al Sisi und Premierminister Hescham Kandil zusammen. Ergebnisse des Treffens sind noch nicht bekannt.

    16 Tote – bislang

    Die landesweiten Massenproteste in Ägypten hatten sich am Wochenende dramatisch zugespitzt. Bislang wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums mindestens 16 Menschen getötet, mehr als 780 weitere wurden verletzt. Acht Menschen kamen den Ministeriumsangaben zufolge bei den Auseinandersetzungen und Schießereien vor der Zentrale der Muslimbruderschaft in der Hauptstadt ums Leben, drei weitere im oberägyptischen Assiut. Jeweils einen Toten gab es zudem in der Stadt Bani Sueif, in Kafr el Scheich, in Fayum und in Alexandria sowie vor dem Präsidentenpalast in Kairo.

    Gestürmt und geplündert: das Hauptquartier der Muslimbruderschaft in Kairo.
    Die Zentrale der regierenden Muslimbruderschaft in Kairo ist zerstört. Der Nachrichtensender Al Arabija zeigte Fernsehbilder von dem Hauptquartier der Islamisten. Dort waren die Fensterscheiben eingeschlagen, Bürostühle lagen auf der Straße, an manchen Stellen brannte es. Zuvor hatte es dort Zusammenstöße zwischen Islamisten und Gegnern Mursis gegeben.

    Militär stellt Mursi Ultimatum
    tagesthemen 22:15 Uhr, 01.07.2013, Stefan Maier, ARD Kairo
    Download der Videodatei
    Ultimative Rücktrittsforderung…

    Kurz vor dem Ultimatum der Streitkräfte hatte die Protestbewegung „Tamarud“ (Rebellion) ihrerseits Präsident Mursi eine Frist gesetzt: Er soll bis 17 Uhr (Ortszeit und MESZ) am Dienstag abtreten und eine vorgezogene Präsidentschaftswahl organisieren. Sollte Mursi dieser Aufforderung nicht nachkommen, werde es „eine Kampagne des vollständigen zivilen Ungehorsams“ geben.

    …und Ministerrücktritte

    Und Mursi verliert offenbar weiter an politischem Rückhalt. Fünf Mitglieder des Kabinetts reichten ihren Rücktritt ein, wie ein Regierungsvertreter mitteilte. Einen Grund für die Rücktritte nannte er nicht. Die amtliche Nachrichtenagentur hatte gemeldet, die Minister hätten aus Sympathie mit den Demonstranten gehandelt.

    Die seit Tagen andauernden gewaltsamen Proteste gegen Mursi hatten sich sich am Sonntag, dem ersten Jahrestag des Präsidenten im Amt, verschärft. Die Armee sprach von „Millionen“ Teilnehmern bei den Demonstrationen gegen den Staatschef im ganzen Land. In Kairo demonstrierten demnach rund 25.000 Anhänger Mursis.

    Hunderttausende Demonstranten hatten gestern in mehreren Städten zum ersten Jahrestag von Mursis Amtsantritt den Rücktritt des Präsidenten und eine vorgezogene Neuwahl gefordert.
    Anders als bei den Massenprotesten im Arabischen Frühling 2011 gegen Mursis Vorgänger, den Langzeitmachthaber Husni Mubarak, sind es diesmal die Islamisten, die den Zorn der Demonstranten auf sich ziehen. Die Protestbewegung wirft Mursi vor, die wirtschaftlichen und sozialen Probleme nicht zu lösen, und befürchtet eine schleichende Islamisierung. Mursis Anhänger sehen die Krise als ideologischen Machtkampf – für oder gegen den Islam.

    Porträt des ägyptischen Präsidenten
    Staatsmann oder Marionette?
    Die Opposition sieht in Präsident Mursi eine Marionette der Muslimbrüder. Doch von ihm kommen auch moderate Töne. | mehr
    Stand: 01.07.2013 22:41 Uhr

    • Andreas Says:

      das war mir klar, dass die ägypter sich diesen schmonzes nicht allzu lange gefallen lassen würden.
      die armee war immer auch eine armee des volkes, zumindest in äusserster not. hoffen wir, dass sie den demokratischen prozess schützend mit-vorantreiben. allerdings sind racheakte der islamisten zu befürchten – und die revanche des volkes…


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