kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Iranische Asylbewerber fühlen sich in der evangelischen Kirchengemeinde aufgehoben 21. Juni 2013

Filed under: Konvertiten — Knecht Christi @ 18:05

Neue Heimat, neuer Glaube

 

 

BAD KÖNIGSHOFEN: Es waren bewegende Minuten, auch für Pfarrerin Tina Mertten. „Wir haben das Glaubensbekenntnis und das Vaterunser auf Persisch gehört, die Tauffragen gab es in Deutsch und Persisch, dazu ein schönes Glaubenslied.“ Die evangelische Pfarrerin von Bad Königshofen ist noch bewegt von der einzigartigen Gottesdienstfeier vom vorvergangenen Wochenende. Sieben Iraner, vier Erwachsene und drei Kinder, haben sich taufen lassen. Schon seit ihrer Ankunft in der Kurstadt fühlen sie sich und mit ihnen ein gutes Dutzend weiterer Iraner, gut aufgehoben in der Kirchengemeinde. Vor etwa zwei Jahren kamen die ersten Asylbewerber aus dem Iran in die Bad Königshöfer Unterkunft im ehemaligen Melanchtonheim“, erklärt die Pfarrerin. Sonst waren es eher Bewerber aus dem Irak oder aus Afghanistan. Im Iran gibt es zwar schon immer eine orthodoxe Minderheit syrischer oder armenischer Christen. „Doch in den letzten Jahren findet auch das westliche Christentum immer mehr Zulauf“, so Mertten. „Das ist für viele auch ein Protest gegen die Politik und gegen den autoritären Islam der Mullahs“, erklärt Mertten die Hinwendung zum Christentum in Teilen der iranischen Gesellschaft. Der Staat lässt die christliche Minderheit in Ruhe. Wer aber vom islam zum Christentum konvertiert, auf den steht immer noch die Todesstrafe, auch wenn sie eigentlich nicht vollstreckt wird“, macht Mertten deutlich, unter welchen Bedingungen Christen ihren Glauben im Iran leben müssen.

 

 

 

Junge, offene Menschen

 

Viele der großen Gruppe von Iranern in der Bad Königshöfer Unterkunft sind seit längerer Zeit in der evangelischen Kirchengemeinde aktiv. „Das ist eine sehr junge Gruppe Ende 20, Anfang 30 mit einer soliden Ausbildung“, erklärt die Stadtpfarrerin. Schon lange besuchen sie regelmäßig die Sonntagsgottesdienste in der Kirche, zu Beginn noch mit ganz wenigen Deutsch-Kenntnissen. „Wo gibt es einen Deutschkurs“, hätten die neuen Kirchenbesucher schnell gefragt. Also hat der Lionsclub für die 20 Asylbewerber einen halbjährlichen Kurs organisiert, der im September des vergangenen Jahres begonnen hat.

 

 

 

 

Bürger spenden für Sprachkurs

 

„Die Begeisterung in der Bevölkerung darüber war so groß, dass durch Spenden von Bürgern jetzt noch einmal fünf Monate Sprachkurs finanziert sind. Die Spender kommen aus allen Schichten und Konfessionen“, freut sich Tina Mertten mächtig über das Mitwirken der Bad Königshöfer an der Integration der iranischen Mitchristen. Der Wunsch der Iraner, in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen zu werden, stellte eine gewisse Herausforderung für die Pfarrerin dar. Aber sie erfuhr von einer deutsch-persischen Gemeinde in Hannover, die von Pfarrer Hans-Jürgen Kutzner geleitet wird. Der weilte am vorvergangenen Wochenende in der Kurstadt und unterrichtete die Asylbewerber in den Grundlagen des Christentums. Mit ihrer Konversion knüpfen sie an alte Traditionen ihres Heimatlandes an: Schließlich waren die Heiligen drei Könige Perser, und auch die in der Pfingstgeschichte genannten „Parther, Meder und Elamiter“, die wohl zu den ersten Menschen gehörten, die sich nach dem Pfingstereignis taufen ließen, sind persische Volksgruppen.

 

Seinen Abschluss fand das Seminar am Sonntag mit einem lebendigen deutsch-persischen Gottesdienst in der evangelischen Kirche, in dem sieben Menschen – vier Erwachsene und drei Kinder aus dem Iran und aus Afghanistan – getauft wurden. Pfarrerin Tina Mertten ermutigte deutsche und iranische Gemeindemitglieder, noch mehr miteinander ins Gespräch zu kommen. Bürgermeister Thomas Helbling freute sich über den Integrationswillen der Iraner. Er würde sich freuen, wenn sie zum Beispiel beim Ferienprogramm der Stadt teilnehmen, um weiter in Kontakt zu kommen. „Mir schwebt ein deutsch-persisches Fest vor“, sagt Pfarrerin Mertten, die schon eine erste Einweisung im iranischen Tanz hat. Nicht nur die persische Küche ist vielversprechend, fügt sie an. Auch davon haben die geselligen Glaubensgeschwister aus dem Iran schon Kostproben gegeben. {Quelle: www.mainpost.de – Von unserem Redaktionsmitglied Gerhard Fischer – Bild: Glaubensfreude: Etwa 20 zumeist junge iranische Asylbewerber haben sich in Bad Königshofen und vor allem in der evangelischen Kirchengemeinde gut eingelebt. Nach einem Sprachkurs und einem Glaubens-Kurs folgte nun die Taufe von sieben neuen Christen}.

 

One Response to “Iranische Asylbewerber fühlen sich in der evangelischen Kirchengemeinde aufgehoben”

  1. Bazillus Says:

    Als Katholik sage ich: Einfach nur gut!


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