kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Anne Will, zwei Schwule, Sohn zweier Lesben und Homo-Publikum 13. Juni 2013

Filed under: Werte für Jugend — Knecht Christi @ 19:34

Papst sieht „Schwulen-Lobbyim Vatikan am Werk

 

 

Bei einer privaten Audienz spricht Franziskus von Missständen in der katholischen Kirche.

Unter anderem gebe es „homosexuelle Seilschaften“, die Einfluss auf päpstliche Entscheidungen genommen hätten.

 

Papst Franziskus hat Missstände im Vatikan angeprangert und dabei auch von der Existenz angeblicher homosexueller Seilschaften gesprochen. Zwar gebe es viele über jeden Zweifel erhabene Menschen in dem Kirchenstaat, aber es herrsche auch Korruption, zudem träfen die Berichte über eine „Schwulen-Lobby“ zu, sagte das Kirchenoberhaupt laut Teilnehmern bei einer Audienz für ein Gruppe von Spitzenvertretern lateinamerikanischer Orden am vergangenen Donnerstag. Die Gruppe bestätigte am Dienstag, dass man eine Zusammenfassung der Anmerkungen des Papstes nach dem Treffen erstellt habe. Man sei aber zutiefst bekümmert, dass diese an die Öffentlichkeit gelangt sei und entschuldige sich dafür. Vatikan-Sprecher Federico Lombardi erklärte, die Audienz sei privat gewesen, und deswegen habe er dazu auch nichts zu sagen. Franziskus wird in dem Aufzeichnungen unter anderem mit den Worten zitiert: „Es ist die Rede von der ‚Schwulen-Lobby‘, und es stimmt. Es gibt sie. Wir müssen sehen, was wir tun können“.

 

 

 

Dossier zur Vatileaks-Affäre

 

Berichte über homosexuelle Seilschaften, die massiven Einfluss auf die Entscheidungen des Papstes genommen hätten, hatte der Vatikan bislang als verleumderisch, unbestätigt, nicht überprüfbar oder komplett falsch zurückgewiesen. Es war aber auch gemutmaßt worden, dass diese Missstände zum Rücktritt von Papst Benedikt XVI. geführt hätten. Benedikt XVI. hatte drei Kardinäle seine Vertrauens mit der Erstellung eines Dossiers zur sogenannten Vatileaks-Affäre beauftragt, bei der geheime Dokumente an die Öffentlichkeit gelangt waren. Bei den Ergebnissen soll auch die „Schwulen-Lobby“ erwähnt worden sein. Benedikt überließ das Dossier seinem Nachfolger. In der Audienz räumt Franziskus zudem ein, dass er in administrativen Dingen alles andere als begabt sei und auf die Hilfe von acht Kardinälen vertraue, die die Verwaltung des Vatikans reformieren sollen. „Ich bin sehr unorganisiert, ich war darin nie gut. Aber die Kardinale der Kommission werden es richten“, wird er zitiert. {Quelle: www.welt.de}

 

 

 

 

Talk von Anne Will: Auf der Hühnerfarm

 

Macht sich Deutschland endlich locker im Umgang mit gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften? Ein paar urkonservative Talkgäste stemmten sich bei „Anne Will“ mit letzter Kraft dagegen – und ernteten „Pfui“-Rufe des Publikums.

 

Schwarz-Gelb ist nicht die erste Bundesregierung, der das Bundesverfassungsgericht in die Parade gefahren ist. Selten aber hat eine Regierung die Umsetzung eines Urteils über ein mangelhaftes Gesetz so schnell in Angriff genommen wie in diesen Tagen. Was für die einen selbstverständlich ist, treibt anderen die Zornesröte ins Gesicht. „Ich wundere mich, wie schnell das geht“, sagt Hedwig von Beverfoerde am Mittwochabend bei „Anne Will„. Einige Stunden zuvor hatte das Bundeskabinett die Gesetzesänderung gebilligt, am Freitag geht sie in den Bundestag – gerade mal eine Woche nach dem Richterspruch aus Karlsruhe. „Es ist eine sehr gute Lobbyarbeit gemacht worden, ich glaube, das ist ganz eindeutig“, sagt Beverfoerde. Mit der Initiative Familienschutz kämpft sie für die Stärkung der traditionellen Familie. Die schnelle Umsetzung des Urteils findet sie „merkwürdig“, „doof“ und „ungerecht“. 

 

Eigentlich eine Steilvorlage für eine gallige Debatte. Doch Beverfoerdes Attacken verpuffen so überraschend wie letztlich wohltuend. Es wird nicht gekeift, die Atmosphäre ist nicht vergiftet, wie es bei den gegensätzlichen Positionen zu erwarten gewesen wäre. Nur bei einigen völlig abstrusen, mindestens ungelenken Formulierungen schallt gelegentlich ein „Pfui“ aus dem Publikum. Beverfoerde würde die Ausrufer wohl als Lobbyisten bezeichnen. Der FDP-Politiker Michael Kauch ist so etwas wie der ideale Test-Dummy zur Beruhigung all jener, die der Gleichstellung homosexueller Paare argwöhnisch begegnen. In der Bundestagsfraktion ist er für Schwulen- und Lesbenpolitik zuständig, und er spricht so gänzlich unaufgeregt und erhellend, wie es selten ist in den hiesigen Talkshow-Runden. Kauch ist nämlich zugleich der bestmögliche Antagonist zu Beverfoerde, man könnte auch sagen: ihr personifizierter Satan. Kauch hat mit seinem Mann eine eingetragene Lebenspartnerschaft, gerade wurde seine Tochter geboren, mit deren lesbischer Mutter teilt er sich das Sorgerecht. Für ihn sei das Urteil des höchsten Gerichts „völlig erwartbar“ gewesen, denn die mit einer traditionellen Ehe identischen Unterhalts- und Einstandspflichten der Lebenspartnerschaft müssten sich im Steuerrecht widerspiegeln. Für Kauch ist es nicht mehr weit zur kompletten Gleichstellung mit der Ehe: „Ich trage keinen Lebenspartnerschaftring, sondern einen Ehering“.

 

 

 

„Unpraktisch für den Staat“

 

Die überwiegende Zeit führt Erika Steinbach das Wort, die momentan allen Grund hat, mit ihrer Partei zu hadern. Die CDU-Politikerin sagt zwar, jeder müsse frei leben können, und sie kritisiert den Umgang mit Homosexuellen in Russland. Was der deutsche Staat aber fördere, das müsse „im Interesse einer Zukunft liegen“. Homosexuelle Partnerschaften seien halt „unpraktisch für den Staat“. Was sie damit meint: Wer eine Partnerschaft eingeht, aus der keine Reproduktion resultiert, dürfe steuerlich nicht begünstigt werden. Dass es auch heterosexuelle Paare geben soll, die sich bewusst gegen Kinder entscheiden, klammert die CDU-Hardlinerin aus. Das Gerede über die „Produktion von Kindern“ regt sogar den sonst sehr zurückhaltenden Theologen David Berger auf. Bis zu seinem Outing 2010 war er Professor an einer Päpstlichen Akademie. Bei den Worten von Steinbach und Beverfoerde denke er an Hühnerzuchtfarmen – „so wie Sie über Sexualität sprechen“. Beverfoerde sitzt im Beirat eines erzkonservativen Blogs. Die steuerliche Gleichstellung der Homoehe hat sie vor einiger Zeit mit der Abschaffung des christlichen Menschenbilds in der Union gleichgesetzt, christliche Nächstenliebe hin oder her. Katholik Berger zählt die Katholikin Beverfoerde zum „Proporz an reaktionären Katholiken“.

 

 

 

„Da merken Sie den Unterschied“

 

Als Gast der homosexuellen Moderatorin Will erklärt die Gescholtene im offensichtlichen Bewusstsein der inhaltlichen Kohärenz das Konzept der Ehe: Die sei ein auf Lebenszeit angelegter Bund zwischen Mann und Frau und als Bindung „exklusiv“ – folglich ohne andere sexuelle Bindungen. „Da merken Sie schon den Unterschied zur Lebenspartnerschaft“.  Dass gleichgeschlechtliche, rechtlich einer Ehe ähnliche Beziehungen vermutlich nicht das Ende der Welt bedeuten und es eine Zukunft nach der Homo-Ehe gibt, verkörpert Malte Czarnetzki, der später zur Runde stößt. Er hat zwei Brüder und zwei Mütter, sein Vater ist ein anonymer Samenspender. Der junge Mann hat eine Schule für Hochbegabte besucht, mit 18 Jahren studiert er schon. In der Erziehung gehe es darum, gesellschaftlich verantwortliches Handeln zu vermitteln, das Gelingen sei unabhängig vom Geschlecht der Eltern. Fast könnte man meinen, es bestehe eine vage Chance, dass sich selbst Hardliner wie Steinbach und Beverfoerde belehren lassen. Doch dann verplappert sich Czarnetzki. Er sei zwar heterosexuell, aber: „Ich kann nicht ausschließen, das ich mit 50 vielleicht homosexuell werde.“ Schon unpraktisch so eine Ungewissheit. {Quelle: www.spiegel.de – Von Torsten Landsberg}

 

One Response to “Anne Will, zwei Schwule, Sohn zweier Lesben und Homo-Publikum”

  1. Welz, Eberhard Says:

    „Bravo“… Deutschland…, auch in dieser Runde bei Anne Will hat die Schwulen-Lobby „ganze Arbeit“ geleistet. Es war für einen „natürlich“ (pro Natur) denkenden Menschen beschämend und beklemmend mit ansehen zu müssen, wie zwei „natürlich“ denkende Frauen „niedergemacht“ (niedergeredet) wurden…, teilweise sogar nieder-gelacht wurden. Das habe ich noch nie im TV erlebt (!). Ein Gleichgewicht im Publikum gab es nicht. Dies war wohl auch so beabsichtigt…, oder Frau Will…? Jeder hat das Recht schwul oder lesbisch zu sein…, aber es ist nun mal wider der Natur. Begreifen das einige Protagonisten nicht…? Momentan wird ja ein regelrechter Werbe-Feldzug durchgeführt…, pro Lesben und Schwule. Auch bei diesem Thema wird ganz klar deutlich…: Wir leben angeblich (!) in einer Demokratie. Aber…, ist aus dieser Demokratie nicht längst eine Diktatur geworden…., ein „Medien-Diktatur“…? Leute…, werdet endlich wach…!!!


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