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Feindbild Islam – Die USA und die Muslime 7. Juni 2013

Filed under: Islamischer Terror — Knecht Christi @ 20:30

Seit den Bomben von Boston ist die kulturell-religiöse Dissonanz zwischen weißen, angelsächsischen Protestanten und Muslimen wieder lauter geworden!

 

 

Die faszinierende, wechselhafte Geschichte des Verhältnisses der Vereinigten Staaten zu islamischer Kultur und Religion sowie zur islamischen Welt droht dabei in Vergessenheit zu geraten. Entgegen der biologistischen Darstellung des Islam als „Fremdkörper“, der Staat und Gesellschaft mittels muslimischer Einwanderer gleichsam „infiziert“, ist er seit langem ein Bestandteil der amerikanischen Kultur. Seit dem Anschlag auf den Boston Marathon im April sind, vor allem in konservativen US-Medien und Blogs, vermehrt Äußerungen und Beiträge zu verzeichnen, die das nativistische, islamfeindlich eingestellte Segment der US-Gesellschaft bedienen. Das Spektrum dieser Äußerungen reicht von Forderungen nach „Racial Profiling“ von Muslimen, über einen Immigrationsstop für muslimische Einwanderer bis hin zu Demagogie im Stile eines Joe McCarthy.

 

Da ist von einer Infiltration amerikanischer Polizei- und Schulbehörden durch Al-Kaida die Rede oder von einer Kooperation „amerikahassender“ Muslime und Liberaler. Der muslimische demokratische Kongressabgeordnete Keith Ellison wurde als „gefährlicher Islam-Apologet“ diffamiert, weil er vor mehr als zwanzig Jahren Sympathien für die Nation of Islam geäußert hatte, von denen er sich inzwischen distanziert hat, und nach dem Anschlag darum bat, nicht sämtliche Muslime für die Taten Einzelner verantwortlich zu machen. Dass er seinen Amtseid auf den Koran ablegte, machte ihn in den Augen Einiger vollends verdächtig, auch wenn es sich dabei um den Koran aus dem Privatbesitz Thomas Jeffersons handelte.

 

Diese Beispiele der Stigmatisierung einer ganzen Bevölkerungsgruppe folgen einem altbekannten Muster. Ausgehend von der Prämisse einer eigenen zivilisatorischen Überlegenheit, wird eine „Verunreinigung“ von Kultur und Gesellschaft durch die Zielgruppe postuliert. Im Fall muslimischer Amerikaner geht dies auch von Vorstellungen vom Islam aus, die der Literaturwissenschaftler Edward Said als Orientalismus definiert hat. Dieses Vorurteil vom rückständigen Barbaren wird dadurch verstärkt, dass Muslime irrtümlicherweise häufig mit Arabern gleichgesetzt werden, die – in Saids Worten – zumeist mit Erdöl oder Terrorismus in Verbindung gebracht werden. So ließ sich seit 9/11 ein deutlicher Anstieg entsprechender Vorurteile beobachten, der jedoch allmählich stagniert. Laut einer aktuellen Umfrage des Pew Research Center halten 42 Prozent der Befragten den Islam für potentiell gewalttätiger als andere Religionen, 46 Prozent sehen dies nicht so. Neben einer vermeintlichen Prädisposition zur Gewalt betonen die antiislamischen Ressentiments, die durch Boston erneute Nahrung erfuhren, häufig auch das vermeintlich Andersartige, Fremde bezüglich islamischer Religion und Kultur. Dabei existiert seit Jahrhunderten eine islamische Minorität in Nordamerika, die – trotz ihrer lange Zeit unterdrückten Position – mit der euroamerikanischen, protestantisch geprägten Mehrheitskultur interagierte.

 

 

 

Islam-Import durch Sklaverei

 

Im Rahmen des transatlantischen Sklavenhandels wurde seit dem 17. Jahrhundert auch der Islam in die nordamerikanischen Kolonien importiert. Unter etwa einer Million afrikanischer Sklaven, die bis Anfang des 19. Jahrhunderts in das Territorium der Vereinigten Staaten verschleppt wurden, befanden sich schätzungsweise zumindest einige zehntausend Muslime [1]. Von einigen existieren Zeugnisse in Form von diversen Manuskripten, Autobiographien oder so genannten „slave narratives“. Darunter finden sich Biographien wie die des Bilali Muhammed, versklavt in den 1780er Jahren und 1802 nach Georgia verkauft. Da er gebildet war und Kenntnisse im Reisanbau besaß, durfte er seinen Glauben praktizieren, was gemeinhin jedoch nicht üblich war. Er fastete zum Ramadan, trug Kaftan und Fez und wirkte als Imam für seine Glaubensgenossen. Diese Privilegien vergalt er seinem Besitzer, indem er dessen Grundstück auf der Insel Sapelo 1812 mit einer Gruppe ebenfalls muslimischer Sklaven gegen einen britischer Angriff verteidigte [2]. Seit den 1990er Jahren ist in den Vereinigten Staaten eine zunehmende Zahl an Publikationen zum Islam erschienen. Es gilt inzwischen als sicher, dass muslimische Afrikaner, zumeist aus West- und Nordafrika stammend, unter den Sklaven in Nordamerika die Gruppe mit dem höchsten Bildungsgrad darstellten und somit an der Spitze der Sklavenhierarchie standen. Sie konnten oft lesen und schreiben und besaßen zudem Spezialkenntnisse wie etwa im Reisanbau. Das machte sie bei Sklavenbesitzern begehrt. Sie waren aber auch diejenigen, die den meisten Widerstand gegen das Sklavereisystem leisteten, indem sie lange an ihrer kulturellen und religiösen Identität festhielten. Auch bei Sklavenaufständen spielten sie oft eine führende Rolle [3].

 

Einige Sklavenbesitzer tolerierten die Praktizierung des Islam, manche ermöglichten sie sogar, etwa indem sie geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung stellten. Mehrheitlich jedoch mussten muslimische Sklaven ihre Religion im Geheimen ausüben. Zwar war die Praxis der Zwangsbekehrung zum Christentum im vorwiegend protestantischen Nordamerika nicht gängige Praxis wie im katholischen Südamerika, aber mit Beginn der Evangelikalisierung im amerikanischen Protestantismus wurden die Missionierungsversuche verstärkt. Berichte über massenhafte Konvertierungen dienten dabei auch als Bestätigung der Überlegenheit der angelsächsisch-christlichen Zivilisation. Unter diesen repressiven Bedingungen war es äußerst schwierig, die islamische Glaubenspraxis aufrechtzuerhalten. Um ihr hartes Los zu verbessern, traten viele muslimische Sklaven zum Christentum über. Nicht selten fand jedoch eher eine Adaption und Fusion von Elementen beider Religionen statt, die Gemeinsamkeiten betonte und damit „Sklaven-“ und „Herrenreligion“ auf eine Stufe stellte. Letztlich diente der Islam damit als verbindendes Element unter muslimischen Sklaven. Mit dem Verbot der Sklaveneinfuhr und der Abschaffung der Sklaverei stagnierte der Islam in Amerika jedoch vorerst.

 

Grabsteine und Aufzeichnungen von Plantagen legen noch heute Zeugnis vom Islam in Amerika ab, mit Namen wie Boccarey (Bakr), Fatima, Hammett (Hamid oder Achmed), Mamado (Mahmud), Mahomed (Mohammed) oder Wally (Wali) [4]. Da es sich dabei auch immer um eine Geschichte der Unterdrückung handelte, ist es kein Wunder, dass im Zuge der afroamerikanischen Identitätsfindung im 20. Jahrhundert eine Renaissance des Islam stattfand. Vor Beginn des ersten Weltkrieges setzte die Great Migration ein, eine mehrere Generationen währende Abwanderung von Afroamerikanern aus dem südstaatlichen Black Belt in den Nordosten, den Mittleren Westen und an die Westküste der USA. Mit der rasch expandierenden Organisation Moorish Science Temple of America brachten sie auch eine genuin amerikanische Form des Islam mit sich. Dabei handelte es sich um eine synkretistische Religion, die neben dem Islam auch Aspekte des Christentums, des Buddhismus, der Freimaurerei und andere Einflüsse vereinte. Sie stellte den Vorläufer der 1930 gegründeten Nation of Islam dar. Deren prominentestes Mitglied – „The Greatest of All Time“, Muhammed Ali – setzte mit dem demonstrativen Ablegen seines „Sklavennamens“ Cassius Clay ein weithin wahrgenommenes Zeichen des Protestes.

 

Die Nation of Islam war jedoch auch immer äußerst umstritten, aufgrund ihrer durchaus rassistischen Ideologie, ihres Sektencharakters und ihrer synkretistischen, amerikanisierten Variante des Islam. Die Ermordung des „abtrünnigen“ Malcolm X, der mit seiner Botschaft der Versöhnung eine Gefahr für die von ihm mit aufgebaute Nation of Islam darstellte, sollte ihren Niedergang einleiten. Obgleich sie inzwischen ihre „black supremacy“-Rhetorik relativiert hat, wird sie vom Southern Poverty Law Center noch immer als „hate group“ geführt. Sie ist jedoch nicht die islamische Alleinvertretung muslimischer Afroamerikaner. Stattdessen hat sich der afroamerikanische Islam in den letzten Jahrzehnten diversifiziert; ähnlich wie für die gesamte religiöse Landschaft der USA ist auch hier eine enorme Vielfalt verschiedener Organisationen, Gemeinden und Moscheen zu verzeichnen. Dabei stellen Afroamerikaner etwa 25% aller Muslime in den Vereinigten Staaten, deren Gesamtzahl, nach sehr unterschiedlichen Untersuchungen, auf zwischen 2,6 und 8 Millionen geschätzt wird. Ein weiteres Viertel ist nahöstlicher und nordafrikanischer Abstammung, etwa ein Drittel südostasiatisch und unter dem Rest befindet sich ein wachsender Anteil von Hispanics.

 

 

 

Muslimische Immigration

 

Die erste nachweisbare Immigration von Muslimen, vorwiegend Türken und Jemeniten, begann ab den 1840er Jahren. In den nächsten Jahrzehnten, insbesondere von den 1880er Jahren bis Mitte der 1920er, wanderten vor allem Jordanier, Libanesen und Syrer ein, mehrheitlich Christen, aber eben auch Muslime. Wie bei allen Immigrantengruppen in den Vereinigten Staaten, bildeten sich auch in diesem Fall Siedlungsschwerpunkte. Im „Rust Belt“, vor allem in und um Detroit und Pittsburgh, wo die Stahl- und später die Autoindustrie viele Arbeitsplätze schufen, ließen sich zahlreiche Einwanderer aus den entsprechenden Regionen nieder. Die Stadt Dearborn bei Detroit gilt noch heute als eine der islamischsten Städte der USA. Daneben bildete sich beispielsweise in Ross, North Dakota, ein weiterer Schwerpunkt. Hier wurde 1929 von syrisch-libanesischen Einwanderern die erste belegte Moschee in den Vereinigten Staaten erbaut. Gemeinden muslimischer Einwanderer entstanden unter anderem auch in New York und Chicago. Zahlreiche Ortsnamen wie beispielsweise Mecca und Medina, die mehrfach in den USA vorkommen, verweisen auf diese Einwanderungswelle. Mit dem Immigration Act von 1924 endete die nicht-europäische Immigration für die nächsten Jahrzehnte. Erst 1952 wurden diese Restriktionen gelockert, 1965 schließlich abgeschafft. Damit setzte eine zweite Einwanderungswelle ein, die insbesondere Ägypter, Iraker und Palästinenser sowie südostasiatische Muslime in die USA führte. So entwickelte sich auch Los Angeles zu einem weiteren Siedlungsschwerpunkt von Muslimen in den Vereinigten Staaten.

 

 

 

 

Das Verhältnis zur islamischen Welt

 

Die Haltungen zum Islam waren in den frühen Jahren der Vereinigten Staaten sehr unterschiedlich. Für einige Angehörige der „Gründerväter“ der USA wie John Adams, Benjamin Franklin, Thomas Jefferson und sogar George Washington galt auch für den Islam die Religionsfreiheit. Andere kritisierten hingegen einen solchen Ansatz, da ihrer Ansicht nach ausschließlich dem Protestantismus die freie Religionsausübung gestattet werden könne, um den protestantischen Charakter ihrer Staaten zu sicherzustellen. In einigen Staaten besaßen nur Protestanten volle Bürgerrechte – Einschränkungen, die in den nächsten Jahrzehnten weitgehend abgeschafft wurden. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts gab es folglich auch keine nennenswerte Einwanderung von Muslimen in die Vereinigten Staaten. Es existieren einige Anekdoten von Muslimen in Amerika abseits der Sklaverei, etwa die der Familie Wahhab auf der North Carolina vorgelagerten Insel Ocracoke, die angeblich von einem arabischen Händler abstammte, der im 17. oder 18. Jahrhundert vor der Insel Schiffbruch erlitt. Zudem gibt es fragmentarische Hinweise in historischen Dokumenten, zum Beispiel die zweier „maurisch aussehender“ Männer, die im Jahr 1786 in Charleston, South Carolina, auftauchten und durch ihre Erscheinung fast einen Aufruhr verursachten. Nach einer Befragung durch eine Bewohnerin Charlestons – eine nordafrikanische Jüdin, die unter anderem arabisch und französisch sprach – verliert sich ihre weitere Spur jedoch.

 

Auf außenpolitischer Ebene gerieten die Vereinigten Staaten seit ihrer Unabhängigkeit zunehmend in „schwieriges Fahrwasser“. Noch während des Krieges hatten sie Kavalleriepferde aus Algerien importiert, während Marokko die Souveränität der USA als erstes Land anerkannte. Seit 1786 besteht ein Freundschaftsvertrag mit dem islamischen Land. Doch ohne Schutz durch die britische Kolonialmacht war der amerikanische Seehandel der Gefahr durch die Korsaren der nordafrikanischen Barbareskenstaaten Algier, Tunis und Tripolis ausgesetzt. Seit dem späten 15. Jahrhundert verunsicherten diese mit Kaperbrief ausgestatteten Seeräuber, in deren Reihen sich auch europäische Söldner fanden, das Mittelmeer und den Atlantik. Hinsichtlich der Motivation für dieses Vorgehen vertritt der Historiker Frank Lambert die These, dass es sich dabei nicht vordergründig um einen religiösen Konflikt handelte. Obgleich die historischen Konflikte zwischen Christen und Muslimen durchaus eine Rolle spielten, waren es primär finanzielle Anreize, die diese Form der Piraterie antrieben. Über Jahrhunderte hinweg hatten die Konflikte zwischen den europäischen Mächten dazu geführt, dass immer irgendeine Seite Tribut an die Barbareskenstaaten zahlte – oder deren Vorgehen gegen die eigenen Gegner gar förderte. Daraus hatte sich ein regelrechtes Geschäftsmodell entwickelt. Bis 1815 gerieten so auch mehrere hundert Amerikaner in Gefangenschaft und Sklaverei.

 

In Form diverser „slave“ oder „captivity narratives“ gelangten Berichte darüber in die Vereinigten Staaten. Es handelt sich dabei um zumeist stark dramatisierte Darstellungen, in denen die Fremdheit und „Unzivilisiertheit“ der Anderen im Vordergrund stand. Entsprechend trugen sie in diesem Fall dazu bei, die öffentliche Meinung in den Vereinigten Staaten für ein militärisches Eingreifen zu beeinflussen. Die Forderungen der gegnerischen Konfliktparteien, die Freilassung der Amerikaner und die Passage ihrer Handelsschiffe mit hohen Geldsummen zu erkaufen, taten ihr übriges. Die zwei von 1801-1805 und 1815 stattfindenden Barbareskenkriege (Barbary Wars) und die damit verbundenen Feindbilder wirkten durchaus prägend für die junge amerikanische Republik. Auf militärischer Ebene rückte vor allem das junge Marine Corps in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. „To the shores of Tripoli“, lautet die zweite Zeile seiner Hymne – ein Bezug auf die Schlacht von Derna (1805) im ersten Barbareskenkrieg. Es handelte sich um den ersten Einsatz amerikanischer Truppen im Ausland, wenn auch lediglich von einer Handvoll Marines, unterstützt von einigen hundert arabischen und griechischen Söldnern. Ziel war die Eroberung von Tripolis und die Wiedereinsetzung des entmachteten, den USA wohlgesonnenen, Herrschers Hamet Karamanli. Nach der Eroberung der Hafenstadt Derna schenkte dieser dem Kommandeur der Marines, Lieutenant O’Bannon, als Zeichen des Respekts seinen Mameluckensäbel. Nach dessen Vorbild sind seit 1825 die Offiziersschwerter des Corps gestaltet, die noch heute zur Blue-Dress-Uniform getragen werden.

 

Im Gegensatz dazu erwies sich übrigens eine andere Anleihe aus dem islamischen Kulturraum als eher kurzlebig – die Zuaven-Regimenter beider Seiten im amerikanischen Bürgerkrieg. Nach dem Vorbild der legendären algerischen leichten Infanterie, die vor allem durch den Krimkrieg international bekannt wurde und dort auch amerikanischen Militärbeobachtern auffiel, formierten sich bei Kriegsausbruch 1861 mehrere Milizregimenter, die Kleidung und Taktik ihrer muslimischen Vorbilder übernahmen. Im Verlauf des Krieges existierten mehr als 70 solche Regimenter in der Unionsarmee und 25 auf konföderierter Seite. Erst mit der Etablierung der National Guard in den 1880er Jahren verschwanden die US-Zuaven aus dem Militär. Doch abseits solcher Anekdoten prägten die Darstellungen der weißen „slave narratives“ im Kontext der Barbareskenkriege die zeitgenössische Wahrnehmung vom Islam. Ähnlich den Europäern nutzten Amerikaner ihre stereotype Vorstellung von der islamischen Welt, um die eigenen Errungenschaften hervorzuheben. Auch Thomas Jefferson, seit 1801 Präsident, kritisierte die „korrupten Praktiken“ der alten Welt. Ähnlich den Monarchien Europas galt ihm die islamische Zivilisation, etwa am Beispiel des Osmanischen Reiches, als despotisch und freiheitsfeindlich, was nicht im Widerspruch zu seiner Toleranz gegenüber der Ausübung des Islam stand [5]. Aus dem Mund eines Sklavenbesitzers entbehrt diese Kritik jedoch nicht einer gewissen Ironie. Dies gilt ebenso für die Tatsache, dass eine Nation, die bis Anfang des 19. Jahrhunderts nahezu eine Million Menschen versklavt hatte, Unterdrückung und Sklaverei in anderen Erdteilen geißelte und als Kriegsgrund betrachtete.

 

Der nächste Krieg der Vereinigten Staaten gegen muslimische Gegner wird in reißerischen Darstellungen der Barbareskenkriege als Beginn einer fortwährenden dschihadistischen Terrorkampagne gegen die USA geflissentlich übersehen. Der Moro-Aufstand der muslimischen Bevölkerung der südlichen Philippinen, die sich gegen die Kolonialisierung durch die Amerikaner zur Wehr setzten – auch mit Selbstmordangriffen fand gute einhundert Jahre nach den Barbareskenkriegen statt. Er wurde von den Vereinigten Staaten in einer zehn Jahre währenden „counter insurgency“ erstickt, die durchaus Parallelen zum Vorgehen im Irak und in Afghanistan aufweist. Die Genese dieses Konfliktes lässt sich jedoch schwer im Sinne einer religiös motivierten Aggression umdeuten, was seine Abwesenheit in selektiven Geschichtsbildern erklären mag. Die Geschichte der USA und des Islam ist zu reichhaltig und facettenreich, um sie auf religiös-kulturelle Antagonismen zu reduzieren. Die vielschichtige islamische Gemeinde in den Vereinigten Staaten bereichert deren Kultur und Gesellschaft; muslimische Einwanderer gelten als sehr gut integriert und gehören weitgehend der Mittelschicht an [6]. Prominente Künstler, Sportler, Geschäftsleute und Journalisten wie Dave Chapelle, Everlast, Ice Cube, Lupe Fiasco, Jawed Karim, Shirin Neshat, Kareem Abdul-Jabbar, Shaquille O’Neal oder Fareed Zakaria sind nur einige Beispiele dafür, dass der Islam in den Vereinigten Staaten fest etabliert ist. Alleine in Kalifornien existieren fast 200 Moscheen. Selbst das Militär verfügt inzwischen über muslimische Kaplane. Auch im politischen Bereich organisieren sich amerikanische Muslime, die mit dem American Muslim Political Action Committee nun sogar über eine nationale Lobbyorganisation verfügen.

 

Natürlich finden diese Entwicklungen nicht ohne Konflikte statt. Doch trotz aller Anfeindungen und massiver Bürgerrechtsverletzungen durch die Sicherheitsbehörden, trotz aller Opposition gegen amerikanische Militäreinsätze in islamischen Ländern, ist es bis jetzt eine verschwindend geringe Minderheit amerikanischer Muslime, die mit anderen als friedlichen Mitteln dagegen vorzugehen versucht. Stattdessen soll mit einem Million American March Against Fear an die Tradition der US-Bürgerrechtsbewegung angeknüpft werden – am geschichtsträchtigen 11. September 2013.

www.heise.de – Nick Abbe 02.06.2013

 

 

3 Responses to “Feindbild Islam – Die USA und die Muslime”

  1. lesopeso Says:

    Die Darstellungen sind sehr interessant. Was nicht zu vergessen ist: die Muslime sehen sich als eine Umma, die gegen die Ungläubigen kämpfe müssen. Wenn sie erstmals irgendwo einwandern, versuchen sie viele Ungläubige (Christen) zum Islam einzuladen, sei es durch Lügen und dem Hönig um dem Mund schmieren oder durch verdächtige Großzügigkeit. Eigentlich ist es bei den Muslims üblich, dass sie denken bei ihren Allah, den Satan höchstpersönlich, gut zu sein, wenn sie Christen/ Juden zum Islam führen.

    Sind sie aber irgendwo in der Mehrheit geraten, brauchen sie nicht mehr ihr wahres Gesicht zu zeigen. Sehe hin zu Kosovo, Maynamar, Phillipinen, Berlin, London, …

    Dann kommt die hässliche Fratze des wahren unverfälschten Islams. Mit allen Muslime, Halb-Muslime habe ich rausgefunden, dass sie zu tiefst fundamentalistisch ist und den teuflischen Islam verteidigen.

    Zum Glück tragen die sozialen Netzwerke, dass Internet und eurem Blog dazu bei, den Islam bloßzustellen.

    Es ist wahrlich nicht zwischen den fundamentalistischen Islam und den gemäßigten Islam zu unterscheiden: denn gemäßigt ist der Islam nur, wenn die Muslims eben nicht die Mehrheit in der Gesellschaft darstellen und die Taqyaa, die heilige Pflicht des Lügens/ Das hinterlistige Belügen von Ungläubigen praktizieren.
    Sind sie aber irgendwo in der Mehrheit geraten, dann erscheint ihre hässliche islamische Fratze:
    Ehrenmorde, Blutrache, den Kampf gegen nicht-muslime, das Entführen christliche/ jüdische Mädchen, um sie zu islamisieren oder mit Muslime gegen ihren Willen zu verheiraten, das Töten von Menschen, die den Islam verlassen haben, Zwangsbekehrungen von nicht-muslime unter Todesdrohungen, das Stehlen von den Eigentum von nicht-muslime (weil das Besitz von Ungläubige man nehmen darf, weil das Allah, den Satan, gestattet hat): Länderein, Häuser, Autos, usw.
    Und letztendlich die systematische Vertreibung der Christen / Juden und dann: dort genau einwandern wo diese Christen / Juden von den Muslims geflüchtet haben und sich an sie ranmachen.

    • lesopeso Sagt:
      8. Juni 2013 at 06:51

      ,..es wird immer eine Plage geben–bishin zum Licht der Menschen-bis alle es nurmehr in sich tragen!!das Christus Licht!! tja langer Weg–der sich immer wieder verzögert durch Eingebildete einer falschen lehre von Gott-des Göttlicvhen !!ich denke,dass wisen zt.fast mehr als die Hälfte der Menschen seit 2005°°°

      @Und letztendlich die systematische Vertreibung der Christen / Juden und dann: dort genau einwandern wo diese Christen / Juden von den Muslims geflüchtet haben und sich an sie ranmachen.

      glauben Sie°mir ein zweites Holocaust wird es gegen über Christen oder Juden nie mehr geben°!!!


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