kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Kommt Jesus nur in geschlossene Räume? 5. Juni 2013

Filed under: Werte für Jugend — Knecht Christi @ 21:55

Am Abend aber dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger versammelt und die Türen verschlossen waren, aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten unter sie und spricht zu ihnen: Friede sei mit euch„!

(Johannes 20:19)

 

 

 

 

Im 124. Rundbrief des Gemeindehilfsbundes, dem ich angehöre, las ich ein paar interessante Gedanken zu dem obigen Vers, die ich hier auszugsweise wiedergebe. Es wurde dabei Bezug auf den dänischen Philosophen Sören Kierkegaard genommen, der zu diesem Vers schrieb: „Dergestalt müssen die Türen verschlossen sein, verschlossen vor der Welt – dann kommt Christus hinein, durch verschlossene Türen, er kommt ja auch von inwendig her. In der Christenheit hat man die Türen sperrangelweit offen stehen lassen – Gleichartigkeit mit der Welt -, dann kommt Christus auch nicht.“ Kierkegaard war ein radikaler Kritiker eines seichten, weltangepassten Kulturprotestantismus. Der diesjährige evangelische Kirchentag war im Großen und Ganzen ein Musterbeispiel für die „sperrangelweit geöffneten“ Türen der Kirche. Alle Religionen und (sündigen) Lebensformen sind (auch ohne Umkehr) herzlich willkommen. Bezeichnend, dass gerade die draußen bleiben mussten, die als Juden den Juden Jesus als ihren Messias und Herrn bekennen.

 

Kierkegaard hat Recht: „Gleichartigkeit mit der Welt, dann kommt Christus auch nicht!“ Die Türen müssen geschlossen werden, die Welt muss draußen bleiben. Dann kommt Christus zu uns in der Kraft des Heiligen Geistes, so wie an Pfingsten. Allerdings dürfen die Christen danach nicht hinter verschlossenen Türen bleiben, sondern müssen hinaus in die Welt um das Evangelium aller Kreatur zu predigen. Das ist die Spannung und das Spagat, in der sich das christliche Leben abspielt: Einmal Absonderung von der Welt und dann wieder das Hineinwirken in die Welt. So ist das seit den Anfängen der Christenheit bis heute: Versammlung in den Häusern der Christen, später dann in Kirchen, wo das Evangelium vermittelt, vertieft und verinnerlicht wird, und danach das Hinausgehen in die Welt, wo das Evangelium gepredigt und christliche Werke gegründet werden.

 

Eigentlich ist das die Strategie, die im Prinzip auch im weltlichen Bereich angewendet wird: Erziehung, Schulung, Bildung im geschlossenen Bereich des Elternhauses, der Ausbildungsstätte oder Firma und danach die Anwendung im Außenbereich, weshalb kein Grund besteht, über die Aussage, dass Jesus nur in „geschlossene Gesellschaften“ kommt, die Nase zu rümpfen, zumal die geschlossenen Türen für Neubekehrte durchlässig sind. Zudem wirkt Gott vornehmlich in der Stille und in der inneren Einkehr. Wir wollen Gott bitten, dass ER uns selbst, unsere Kirchen und unser Land in diesem Sinne erneuert.

Jörgen Bauer

P.S. Der Gemeindehilfsbund mit Sitz in Walsrode kümmert sich u.a. um Pfarrer, die wegen ihres klaren Bekenntnisses zu Jesus Christus seitens der Kirche bedrängt werden und vermitteln geistliche und seelsorgerliche Hilfe und persönliche Beratung. Daneben wird theologische Orientierung vermittelt.

 

5 Responses to “Kommt Jesus nur in geschlossene Räume?”

  1. Andreas Says:

    …seelsorgerische betreuung für pfarrer, die sich klar zu Jesus bekennen – weil sie von der KIRCHE bedrängt werden?! – du liebe güte, was kommt denn noch?..

  2. saphiri1 Says:

    Kommt Jesus nur in geschlossene Räume?



    ich denke lieber Knecht–dass er zu den Kopten extrem ofen kommt mit seinem Lichte um sie zu stärken!!
    und nun zu Dir Lieber Knecht..Ein-VideoGeschenk danke für Deine Muehe zu den Artikeln-ja und die aufopfernde Zeit…zwinker,..hi

  3. Erich Foltyn Says:

    es hat schon seine Gründe, warum man sich in ein Kloster zurück zieht und zurück ziehen soll, auch wenn man dort irgendwie für seinen Lebensunterhalt sorgen muss, indem man auch hinaus geht. Aber wenn jemand täglich Zeitung liest und im Staat lebt, kann er kein Christ mehr sein. Die Welt ist nämlich nicht erlösbar und nicht bekehrbar, sondern das was sich abspielt nimmt alles immer verheerendere Formen an ohne jede Grenze. Da kann sich niemand entgegen stellen.

    Jesus hat mit seinem Blut das Blutopfer der Tiere abgeschafft. Aber in unserer heutigen Wohlstandsgesellschaft gibt es keine Tieropfer mehr und man kann den übersatten Wohlstandsbürgern nichts mehr Gutes tun, die sind übersättigt und ihres Wohlstandes überdrüssig. Und die wären noch eher dafür zu haben als die islamische Welt. Wer bleibt da noch über für einen Anschluß an die christliche Gemeinschaft ? Mit den paar Armen, die keine Moslems sind, kann man keine Kirche mehr in dieser Größe machen. Und die Welt wird vor die Hunde gehen, nicht nur wegen dem Islam, sondern weil jeglicher Unfug dominieren wird.


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