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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Al-Qaida zeigt Terrorcamps für Kinder 1. Juni 2013

Filed under: Islamischer Terror,Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 19:26

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Propagandavideo:

Al-Qaida zeigt Terrorcamps für Kinder

 

 

In einer Art Pfadfinderlager bildet al-Qaida Kinder als Dschihadisten für den Krieg gegen Syriens Regime aus.

Ein Propagandavideo, das im Internet aufgetaucht ist, soll dies belegen.

Die Jungen trainieren Nahkampf, Handgranaten-Weitwurf und singen Hasslieder.

 

Es ist ein schockierendes Beispiel für die Indoktrination von Kindern: Ein im Internet hochgeladener Videoclip zeigt, wie kleine Jungen zu Terroristen erzogen werden. Unter dem Titel „Das Jugendlager des Kalifats“ hat der Autor gut sieben Minuten Material zusammengeschnitten, auf denen zu sehen ist, wie etwa zwanzig Kinder – einige von ihnen können nicht älter als neun oder zehn Jahre sein – für ihren Einsatz als Kämpfer gegen das Regime Baschar al-Assads in Syrien trainieren. Die Jungen absolvieren unter anderem Schießübungen mit Kalaschnikow-Sturmgewehren, ein Bild des syrischen Präsidenten dient ihnen als Zielscheibe. Ein Gutteil ihrer Ausbildung muss der politisch-religiösen Gehirnwäsche vorbehalten sein: Immer wieder sind die Knirpse zu sehen, wie sie auswendig gelernte Hasstiraden gegen Andersgläubige und den Westen intonieren. Damit kein Zweifel aufkommt, wes Geistes Kind sie sind, grüßen sie an einer Stelle des Clips Qaida-Chef Aiman al-Sawahiri als ihren „Emir“. Als ihren direkten Vorgesetzen scheinen die Jungen Abu Bakr al-Bagdadi anzusehen, den Führer der auch in Syrien agierenden Terrorgruppe al-Qaida im Irak. Auch er wird gegrüßt. Das Video wurde Mittwoch auf der Internetseite LiveLeaks hochgeladen. Ob es authentisch ist, lässt sich nicht überprüfen. Auch ist unklar, wer es gepostet hat. Der proisraelische Übersetzungsdienst Memri hatte das Video am Donnerstag mit einer Übersetzung versehen.

 

 

 

Eindeutig auch auf ein internationales Publikum ausgelegt

 

Der Dreh des Films muss sich über mehrere Tage hingezogen haben, darauf lassen die im Verlauf des Clips unterschiedlichen Wetterbedingungen und Lichtverhältnisse schließen. Der Clip ist eindeutig auch für ein internationales Publikum ausgelegt: In einer Szene tragen die Jungen Banner durchs Bild, in denen auf Englisch der „Islamische Staat von Irak und Syrien“ beschworen wird. Das Video kann nicht älter als fünf Monate sein: In einer Szene beziehen sich die Kinder in einem Slogan auf die Einnahme einer bestimmten Militärbasis nahe dem syrischen Aleppo. Sie wurde im Dezember 2012 von Rebellen erobert. Laut dem Vorspann wurde das im Film gezeigte Training in Abu Kamal abgehalten. Abu Kamal ist ein kleiner Ort direkt an der syrisch-irakischen Grenze, was zum Verweis auf al-Qaida im Irak passen würde. Die paramilitärische Ausbildung wird im Film auf einer Art Farm absolviert, die Gruppe per Bus dort hingebracht. Im Bus geben die Möchtegernterroristen das Gedankengut von al-Qaida wieder. Mit einem Erwachsenen als Einpeitscher skandieren sie: „Hier kommt der Staat des Islam. Er wird mit Baschar und Buschra aufräumen.“ Gemeint sind damit Präsident Assad und seine Schwester. Die Kinder beschimpfen die beiden auch als „Gesocks“ und „Ungläubige“. „Wir wollen das Regime heute stürzen, nicht morgen“, beteuern sie.

 

Die etwa 20 Terrorrekruten tragen im gesamten Video Sturmhauben. Wenn sie nicht durch den Wüstensand robben, Nahkampf trainieren oder lernen, eine Waffe auseinanderzunehmen, singen sie. „Wir haben Amerika mit einem Passagierflugzeug zerstört, das World Trade Center lag in Ruinen. Wenn sie mich einen Terroristen nennen, so wird mir das eine Ehre sein. Unser Terror ist gesegnet, eine göttliche Berufung“, trällern die Kinder. Am Schluss des Films steht eine Episode im Stil der Bekennervideos von Selbstmordattentätern. Ein Junge liest das Pamphlet vor, während andere neben ihm knien und mit Sturmgewehren bewaffnet eine Art Ehrengarde abgeben. Wir werden auf dem Pfad des Dschihad voranschreiten, bis wir den Sieg oder das Märtyrertum errungen haben„, verspricht der Wortführer.Allah, nimm von unserem Blut so viel du willst„, wiederholen die anderen. {Quelle: www.spiegel.de – Von Ulrike Putz, Beirut}

 

Das VIDEO

31.05.2013 – In Syrien soll eine Al-Qaida -Truppe einen besonderen Feriencamp für Kinder und Jugendliche anbieten: Die kleinen, schmächtigen Jungs lernen dort schießen und den Dschihad kennen. Die Nachwuchs-Märtyrer werden  zum Kampf gegen das Assad-Regime ausgebildet.

 

 

 

 

Die Salafisten sind heute eine Art Jugendkultur

 

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge bietet Eltern Rat, deren Kinder sich dem radikalen Islamismus zuwenden.

Bei einer Telefonhotline können sie sich von Experten beraten lassen.

 

Für Eltern gibt es wohl kaum etwas Schlimmeres als mitanzusehen, wie ihnen das eigene Kind entgleitet. Wenn es auch noch in eine extreme Szene abrutscht und zur tödlichen Gefahr für andere wird, ist die Verzweiflung besonders groß. Für Angehörige radikaler Islamisten gibt es deshalb seit eineinhalb Jahren eine Anlaufstelle, bei der sie sich Rat, Hilfe und Trost holen können. Mitarbeiter der „Radikalisierungs-Hotline“ stehen Eltern, Freunden oder auch Arbeitgebern bei. „Die Eltern rufen meistens an, wenn die Streitigkeiten in der Familie schon extrem sind, wenn kein normales Familienleben mehr möglich ist“, sagt Friederike von Andrian-Werburg, die Leiterin des beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) angesiedelten Projektes. Besonders schwierig ist die Lage, wenn die Betroffenen schon zu tief in die Szene abgerutscht sind. Dann vermitteln die Mitarbeiter der Hotline an regionale Experten weiter, die innerhalb weniger Stunden zurückrufen oder persönliche Treffen ermöglichen.

 

 

 

Motivation verstehen

 

Eine von ihnen ist Claudia Dantschke. Sie versucht zunächst, neben der aktuellen Situation auch die Vorgeschichte zu ergründen. Zudem sei es wichtig, an welchen Autoritäten sich die Jugendlichen orientierten. „Der andere Punkt, der zu klären ist, ist die Motivation“, so Dantschke. „Warum ist dieser junge Mensch anfällig geworden für dieses Ideologieangebot“? Die Islamismusexpertin des Berliner Zentrums Demokratische Kultur erläutert: „In den seltensten Fällen sind die Jugendlichen auf der Suche nach Religion, sondern auf der Suche nach Sinn, nach Orientierung, Gemeinschaft, Abgrenzung und Anerkennung“. Bei manchen stehe auch die Abnabelung von den Eltern im Mittelpunkt, ergänzt BAMF-Expertin Leistner-Rocca. „Früher färbte man sich die Haare oder nahm Drogen, heute sind die Salafisten eine Art Jugendkultur. Man kann die Eltern mit nichts mehr schockieren, außer man sieht in Osama bin Laden den tollsten Typen der Welt“.

 

 

 

Klare Antworten in verwirrenden Zeiten

 

Aktuell gilt in Deutschland der Salafismus als die Strömung des Islamismus, in dessen Umfeld sich die meisten Menschen radikalisieren. 4500 Anhänger gibt es nach Einschätzung des Verfassungsschutzes derzeit. Insgesamt rechnet die Bundesbehörde mit etwa 1000 gewaltbereiten Islamisten in Deutschland. Die meisten von ihnen leben in den Ballungsräumen, vor allem in Nordrhein-Westfalen. „Die Geborgenheit, die Akzeptanz in der Gruppe und die klaren Antworten machen den Reiz des Salafismus aus“, erklärt Leistner-Rocca. „Es ist eigentlich purer Zufall, wenn ein Jugendlicher beim Salafismus landet“. Diese Beliebigkeit ist zugleich eine große Chance – wenn Eltern, Lehrer, Freunde und Nachbarn dem Betroffenen signalisieren, dass er auch bei ihnen anerkannt, wertgeschätzt und in seiner Suche nach Identität ernst genommen wird.

 

 

 

Isolation aufbrechen

 

Besonders wenn jemand schon radikalisiert ist und sich nur noch in einer sehr kleinen Gruppe Gleichgesinnter bewegt, lebt er in einer geschlossenen Welt, die die eigene Ideologie aufrecht erhält. „Wichtig ist, dass diese Isolation wieder aufgebrochen wird“, erklärt Dantschke. „Das läuft nicht über den Kopf, das läuft über Emotionen“. Eltern sollten dem Jugendlichen deshalb nicht ständig Vorwürfe machen oder ihn bevormunden, sondern ihrem Kind auf Augenhöhe begegnen und die eigenen Ängste äußern. Oft wende sich die Situation in der Familie innerhalb weniger Monate deutlich zum Besseren – der erste Schritt auf einem langen Weg raus aus der radikalen Ideologie. Je früher das Umfeld sich Hilfe holt, desto besser. „In dem Moment, wo jemand ausgereist ist und sich bereitmacht für den Dschihad, ist es extrem schwer“, sagt Dantschke. Aber auch da gebe es noch Hoffnung, solange die Bande nicht rissen. Projektleiterin von Andrian-Werburg appelliert deshalb eindringlich: „Egal, was ihr macht: Behaltet den Kontakt. Diskutiert nicht über Politik und Religion, diskutiert über das Wetter und Sport. Aber gebt euer Kind nicht auf“.

 

Die Beratungsstelle Radikalisierung

ist montags bis freitags von 9 bis 15 Uhr

telefonisch erreichbar unter: (0911) 943 43 43.

Mehr Informationen im Internet: www.bamf.de

www.welt.deVon Elke Richter

 

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