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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Arbeitsmigration bringt radikalen Islam nach Russland 27. Mai 2013

Filed under: Islamischer Terror — Knecht Christi @ 18:20

Wenn die Lunte erst einmal brennt, bleiben bestenfalls nur wenige Sekunden Zeit bis zum Schuss.

Im Hinblick auf die schwierige demografische Situation wird Russland in den kommenden Jahren den Zustrom von ausländischen Arbeitskräften weiterhin benötigen.

 

Dabei haben sich die Gemeinden der Arbeitsmigranten aus muslimischen Ländern als ein ausgezeichneter Nährboden für die Verbreitung des radikalen Islam erwiesen.

 

Der russische Regierungschef Dmitri Medwedew hat im Interview für die Zeitung „Komsomolskaja Prawda“ am 21. Mai festgestellt, dass die schwierige demografische Situation dem Lande in den kommenden Jahren nicht erlauben wird, auf die massive Anwerbung von Arbeitsmigranten zu verzichten. Dabei stellte der Ministerpräsident fest, dass die Bewegung der Gastarbeiter innerhalb des Landes kontrollierbar sein muss, da sie mit sanitär-epidemiologischen, wirtschaftlichen Problemen und Sicherheitsfragen zu tun hat. Das Problem der Arbeitsmigration nach Russland im Ganzen und insbesondere der illegalen Einwanderung beunruhigt die ansässige Bevölkerung schon seit mehreren Jahren. Meinungsumfragen, die zu verschiedenen Zeiten in verschiedenen Regionen des Landes durchgeführt wurden, zeugen von zunehmend einwandererfeindlicher Stimmung. Beispielsweise haben die Einwohner Moskaus laut der jüngsten Meinungsumfrage der Stiftung Öffentliche Meinung (FOM) im April ihre Unzufriedenheit mit der wachsenden Migrantenzahl unter die brandaktuellen Probleme wie den Anstieg der Preise und die endlosen Staus auf den Straßen der Hauptstadt eingereiht. Mehr noch, die Moskauer schließen nicht ein, dass in den nächsten Monaten in der Millionenstadt zahlreiche Kundgebungen und Umzüge mit migrantenfeindlicher Ausrichtung stattfinden könnten. Eine sehr ähnliche Stimmung wurde unter den Einwohnern anderer Großstädte und Regionen Russlands verzeichnet, wo vorläufig noch die russischsprachige Bevölkerung vorherrscht.

 

 

Im Einklang mit der öffentlichen Meinung hat die Nachrichtenagentur Interfax vor kurzem den Expertenbericht „Karte der ehtnisch-religiösen Gefahren“ veröffentlicht, durch den sich wie ein roter Faden die Feststellung hindurchzieht: In Russland arten die ethnischen Gemeinschaften der muslimischen Einwanderer in einen Nährboden für die Verbreitung der Ideen des radikalen Islam aus, insbesondere der Wahhabiya. Obwohl momentan in keiner Region eine unmittelbare Gefahr des Separatismus besteht, vollziehen sich durchaus alarmierende Prozesse, meint einer der Verfasser des Berichts, der Präsident des Instituts für nationale Strategie Michail Remisow. Unter den gefährlichen Trends ist die Expansion des Islamismus in den Regionen zu erwähnen, in denen er früher nie verbreitet war. Das sind die Teilrepubliken Tatarstan und Baschkirien an der Wolga.

 

Was die Migrationspolitik betrifft, sorgt sie für höchst schwierige Herausforderungen. Es besteht eine reale Gefahr der Ausbreitung einer radikal islamischen Stimmung unter den Einwanderern, vor allem aus Mittelasien. Das ist für diejenigen von ihnen besonders aktuell, die als zweite Generation die russische Staatsbürgerschaft bekommen werden, so Remisow. Ihm zufolge lässt sich dieser Prozess noch stoppen: „Die wichtigste Maßnahme ist die Unterbindung der massiven Zuwanderung aus dem Süden. Das ist eine komplizierte, aber technisch lösbare Frage. Die Immigranten sind Menschen, die in eine schwierige Situation geraten sind. Viele von ihnen sind faktisch Wirtschaftsflüchtlinge. Sie werden an den Orten, wo sie sich niederlassen, von der Gesellschaft nicht akzeptiert. Auch sie selbst lehnen sie ab, ärgern sich über sie wegen ihrer kulturellen und sozialen Fremdheit. Deshalb empfinden sie eine natürliche, logische Feindlichkeit gegenüber der Gesellschaft, in die sie geraten sind. Und bieten, wiederum wegen der eigenen schwierigen Situation, einen ausgezeichneten Nährboden für die Verbreitung von radikalen Ideen im religiösen Bereich“.

 

 

Alles in allem ist laut Michail Remisow im Hinblick auf dieses verwickelte Problem die Rolle des Staates als die einer Instanz der gerechten Gewalt aufzufassen.

 

Gleichzeitig sehen russische Bürger muslimischen Glaubens das Problem der Verbreitung der Wahhabiya in den wachsenden Migrantengemeinschaften unter einem anderen Blickwinkel. Im Gespräch mit der Stimme Russlands stellte der promovierte Historiker Arslan Sadrijew mit Bedauern fest, dass sehr oft statt Maßnahmen zur Bekämpfung des Radikalismus eine Beseitigung des Islam wie eines Krebstumors vorgeschlagen wird: „Die Gefahr (der Wahhabiya) besteht tatsächlich, und sie wird immer größer, aber die Versuche, den Islam von den Territorien zu verbannen, die heute als Russische Föderation bezeichnet werden, hat es schon mehrmals gegeben. Sie haben nie gute Folgen gehabt. Nur die Suche nach den Grundlagen der Rationalität und der Toleranz innerhalb dieser Religion ist ein richtiger Kurs. Die Wahhabiya ist nicht im zwanzigsten Jahrhundert, sondern viel früher entstanden. In die akute Phase, in der wir sie erleben, ist sie ungefähr Ende des neunzehnten Jahrhunderts eingetreten. Dabei konnte die Wahhabiya im Russischen Kaiserreich keinen Millimeter vorankommen. Im Gegenteil, die Muslime des Russischen Kaiserreichs waren eine Stütze der Behörden“.

 

 

Nach Meinung von Arslan Sadrijew zeugt diese historische Tatsache von den Erfolgen der Muslime des Russischen Kaiserreichs beim Aufbau ihres eigenen Bildungssystems, das die Erziehung der Menschen zum Ziel hatte. Im heutigen Russland hat sich aber bisher kein solches System herausgebildet. Das Problem einer Radikalisierung des Islam besteht, aber seine Lösung liegt innerhalb der islamischen Gemeinde selbst, betont Sadrijew. Inzwischen hat in diesen Tagen die Staatsduma der Russischen Föderation ein Expertenteam für die Erarbeitung eines neuen Migrationsgesetzes gebildet. Der Dokumententwurf enthält unter anderem eine Vereinfachung des Einbürgerungsverfahrens und der Erteilung der Aufenthaltsgenehmigung sowie günstige Bedingungen für den Aufenthalt der Migranten im Lande. Zugleich soll das Gesetz eine Auswahl von Migranten mittels Wettbewerb und ihre sorgfältigere Schulung für die Arbeit in Russland vorschreiben. Dabei soll die Verantwortung für Verstöße gegen die Migrationsordnung verschärft werden. {Quelle: german.ruvr.ru – Nikita Sorokin}

 

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