kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Deutschland schrumpft, altert und lockt so viele Zuwanderer 17. Mai 2013

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 19:07

Wie gut, dass es so viele Zuwanderer gibt …

 

Deutschland schrumpft und altert.

Gleichzeitig wollen so viele Menschen aus dem Ausland herziehen

wie seit 20 Jahren nicht mehr.

Ein Segen, kommentiert Ludwig Greven.

 

Deutsche neigen zu Pessimismus. Die Konjunktur lässt nach, die Arbeitslosigkeit könnte steigen, der Euro kriselt weiter: Solche Meldungen sind für viele Grund genug, um düster in die Zukunft zu schauen. Von außen betrachtet, sieht es aber ganz anders aus: Deutschland ist für viele Menschen in Europa und der Welt offensichtlich nach wie vor ein hoch attraktives Land, das Arbeit, Wohlstand und Frieden verspricht. So attraktiv, dass wieder mehr Ausländer einwandern. 2012 waren es so viele wie seit 1993 nicht mehr. Im Prinzip ist die starke Zuwanderung ein gutes Zeichen. Nicht nur, weil sie belegt, dass es Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern ziemlich gut geht. Noch wichtiger ist: Deutschland ist auf Zuwanderer angewiesen.

 

 

Die meisten kommen aus Polen

 

Ohne Menschen, die hierher ziehen, würden bald noch viel mehr Arbeitskräfte fehlen, und die Schulen wären bald noch sehr viel leerer. Deutschland ohne Zuwanderer wäre ein schrumpfendes, schnell alterndes Land. Damit die Bevölkerungszahl in etwa gleich bleibt, braucht das Land wegen der demografischen Entwicklung pro Jahr etwa 250.000 bis 400.000 Einwanderer. Pro Jahr sterben hierzulande etwa 200.000 Menschen mehr als geboren werden. Exakt 965.908 Nicht-Deutsche sind im vergangenen Jahr nach der amtlichen Statistik eingewandert, fast so viele, wie Köln Einwohner hat. Keine kleine Zahl also. Aber genauer betrachtet kamen unter dem Strich nur 387.149 dazu, da gleichzeitig 578.759 Ausländer abwanderten. Die sogenannte Netto-Zuwanderung entspricht also ziemlich genau der Zahl, die Deutschland aus demografischen Gründen benötigt. Vor allem aber kommen heute andere Menschen. Unter den Zuwanderern ist eine wachsende Zahl von Fachkräften, die in vielen Branchen gebraucht werden. Abgenommen hat dagegen der Familiennachzug bei den früheren Gastarbeitern, die sich nur zeitlich befristet in Deutschland aufhielten, und die Zahl der Flüchtlinge. Die größte Gruppe der Zuwanderer kam im vergangenen Jahr aus Polen. Dahinter folgten Rumänen und Bulgaren, deren Zuzug in die großen Städte als zum Teil bedrohlich beschrieben wird. Sicherlich ist es für die betroffenen Städte und Gemeinden nicht einfach, diese Menschen unterzubringen, die oft kein Deutsch können und keine Ausbildung haben. Aber gemessen an der Gesamtzahl der Zuwanderer sind es weniger als 20 Prozent.

 

 

 

Die Türken zieht es eher weg

 

Einwanderer aus muslimischen Ländern, die häufig als größte Problemgruppe dargestellt werden, spielen tatsächlich fast keine Rolle mehr. Im Gegenteil: Inzwischen ziehen mehr türkischstämmige Menschen fort als dass neue einwandern, darunter gut ausgebildete junge Menschen, die hier geboren wurden, aber sich offensichtlich in der Türkei mehr Chancen ausrechnen. Das sollte eher Anlass zum Nachdenken sein. Sprunghaft zugenommen hat dagegen die Zuwanderung aus den EU-Krisenländern. Die Neubürger aus Italien stellen inzwischen die fünftgrößte Einwanderergruppe; auch aus Griechenland, Portugal und Spanien kommen Zehntausende, weil sie in ihrer Heimat keine Perspektive mehr sehen.

 

 

Die Freizügigkeit in Europa funktioniert

 

Wenn Wanderungsbewegungen nicht aus Not entstehen, sind sie ohnehin nichts Alarmierendes. Sie sind vielmehr Ausdruck wachsender Mobilität in einer globalisierten Welt. Zwei Drittel der Zuwanderer kommen mittlerweile aus EU-Staaten. Das zeigt: Die Freizügigkeit in Europa funktioniert. Immer mehr Menschen, vor allem jüngere, ziehen dorthin, wo sie Arbeit finden und wo sie gerne leben möchten. Darunter auch Inländer: 2012 wanderten mehr Deutsche aus als ein. Das alles ist nichts, was einen erschrecken sollte. Im Gegenteil. Deutschland sollte sich bemühen, für Einwanderer noch attraktiver zu werden, vor allem für die, die gebraucht werden. Und ein sicherer Hafen für diejenigen bleiben, die vor Not, Elend und Krieg hierher flüchten. {Quelle: www.zeit.de}

 

 

 

 

 

Statistisches Bundesamt:

Deutschland lockt so viele Zuwanderer wie zuletzt 1995

 

Die Wirtschaftskrise macht Deutschland für Einwanderer attraktiv.

Im vorigen Jahr zogen rund 370.000 mehr Menschen ins Land als fortgingen – laut Statistischem Bundesamt ist dies der höchste Wert seit fast 20 Jahren.

Die meisten Zuwanderer kamen aus einem direkten Nachbarland.

 

Wiesbaden: In vielen Ländern Europas sind die Folgen der Schuldenkrise dramatisch. Das macht vergleichsweise stabile Länder wie Deutschland populär für Zuwanderer unter anderem aus genau diesen Krisenländern. Diese Entwicklung schlug sich auch 2012 auf die Zuwanderungszahlen nieder. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte, zogen im vergangenen Jahr 369.000 mehr Menschen nach Deutschland als fortzogen. Das sei der höchste Wert seit 1995. Insgesamt zogen demnach 2012 1,081 Millionen Ausländer und Deutsche in die Bundesrepublik, während 712.000 Menschen das Land verließen. Die Zuzüge stiegen um 13 Prozent. Die Zuwanderung deutscher Personen – etwa Spätaussiedler und Deutsche, die sich zuvor im Ausland aufhielten – ist mit rund 115.000 nahezu konstant geblieben. Ob die Einwanderer erwerbstätig sind, ergibt sich aus der Statistik nicht.

 

Die Zuwanderung nahm nach Angaben des Statistikamts hauptsächlich aus den Ländern der Europäischen Union (EU) zu. Vor allem aus den südeuropäischen Euro-Staaten mit Arbeitslosenquoten von mehr als 50 Prozent kamen wie bereits 2011 deutlich mehr Zuwanderer. Aus Spanien reisten 9000 oder 45 Prozent mehr Einwanderer ein. Aus Griechenland (plus 10.000) und Portugal (plus 4000) kamen jeweils 43 Prozent mehr, aus Italien (12.000) 40 Prozent mehr. Die meisten ausländischen Zuwanderer stammen aus Polen (68.100), Rumänien (45.700), Ungarn (26.200) und Bulgarien (25.000). Deutschland verzeichnet erst seit 2010 wieder einen positiven Wanderungsüberschuss zwischen Zu- und Fortzügen. {Quelle: www.spiegel.de}

 

2 Responses to “Deutschland schrumpft, altert und lockt so viele Zuwanderer”

  1. Erich Foltyn Says:

    das ist der Fluch des wirtschaftlichen Erfolges.

    • Andreas Says:

      vor allem der fluch „emanzipierter arbeitsteilung“. berufliche karriere UND mehrere kinder schliessen einander meist aus…


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s