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„Bewaffnete“ stürmen Innenministerium in Tripolis 30. April 2013

Filed under: Moslembrüder — Knecht Christi @ 19:44

Protest in Libya

In der libyschen Hauptstadt Tripolis haben Bewaffnete das Innen- und Außenministerium und einen staatlichen Fernsehsender angegriffen. Sie forderten die Entlassung von Anhängern des alten Regimes.

 

Bewaffnete haben am Sonntag in der libyschen Hauptstadt Tripolis das Innenministerium und einen staatlichen Fernsehsender gestürmt, zudem wurde das Außenministerium umstellt. Ministerpräsident Ali Zidan sprach vor Journalisten von einer gefährlichen Lage. Wenn dies andauere, schade es dem Ansehen Libyens in der Welt. Zidan selbst war im vergangenen Monat von Milizen in seinem Büro umstellt worden, nachdem er gedroht hatte, Hilfe aus dem Ausland zu holen, um gegen die bewaffneten Gruppen vorzugehen.

 

 

 

Debatte im Parlament abgebrochen

 

Welche bewaffneten Gruppen oder Milizen für die Aktionen am Sonntag verantwortlich waren, war zunächst nicht klar. Unbekannt war auch, ob es sich um koordinierte Angriffe handelte. Das Parlament brach eine Debatte über Proteste von Soldaten ab, die die Entlassung von Heeresstabschef Generalmajor Jussef al-Mangusch gefordert hatten.

 

 

 

Forderung nach mehr Kämpfern

 

Die rund 200 Bewaffneten, die am Sonntag das Außenministerium umstellten, forderten, dass dort mehr Kämpfer eingestellt werden sollten, die den früheren Machthaber Muammar al-Gaddafi gestürzt hatten. Im Außenministerium und in den Vertretungen Libyens im Ausland gebe es immer noch zu viele Anhänger des alten Regimes, erklärten sie. Ähnliche Forderungen kamen von den Bewaffneten im Fernsehsender al-Watanija, der sein Programm unterbrechen musste. Die Bewaffneten im Innenministerium erklärten, sie hätten nicht den versprochenen Sold erhalten.

{Quelle: www.welt.de}

 

 

 

 

 Bewaffnete Milizen belagern Außenministerium

 

Bewaffnete Milizen haben das Außenministerium in Libyens Hauptstadt Tripolis blockiert. Sie wollen ein Gesetz erzwingen, wonach Gaddafi-Getreue keine hochrangigen Posten der neuen Regierung erhalten dürfen. Zuvor wurde versucht, das Innenministerium zu stürmen.

 

Tripolis – Erneute Angriffe libyscher Milizen auf Regierungsbehörden: Dutzende Bewaffnete haben am Sonntag das Außenministerium in der Hauptstadt Tripolis umstellt und die Mitarbeiter am Zutritt gehindert. Die Aufständischen blockierten das Gebäude mit mindestens 20 Transportern, die mit Flugabwehrgeschützen beladen waren, wie ein Ministeriumsangestellter mitteilte. Sie forderten die Einführung eines Gesetzes, dass es früheren Mitarbeitern des langjährigen Machthabers Muammar Gaddafi verbietet, in der neuen Regierung hochrangige Positionen einzunehmen. Auch kritisierten sie, dass Unterstützer des früheren Regimes im Ministerium beschäftigt seien und forderten die Entlassung von Botschaftern, die schon unter Machthaber Muammar al-Gaddafi im Amt waren. Zuvor hätten Bewaffnete versucht, das Innenministerium sowie die staatliche Nachrichtenagentur zu stürmen, sagte der libysche Premierminister Ali Zeidan laut Nachrichtenagentur Reuters. „Die Attacken werden uns nicht zermürben, wir werden nicht aufgeben“, so der Politiker.

 

Am Samstag hatten Milizionäre in der Nähe der Hauptstadt einen Armeeposten attackiert und einen Soldaten getötet. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Lana berichtete, entdeckten Sicherheitskräfte im Anschluss an den Übergriff ein Fahrzeug mit mehr als 50 Kilogramm Sprengstoff in der Nähe des Tatorts. Wenige Tage zuvor hatten Extremisten vor der französischen Botschaft in Tripolis eine Autobombe gezündet. Zwei französische Wachleute und eine junge Frau wurden verletzt. In der Hafenstadt Bengasi explodierte nach Angaben der Zeitung „Libya Herald“ ebenfalls am Samstag eine Bombe vor einer Polizeistation. Drei Beamte seien leicht verletzt worden. Der Nationalkongress als höchst exekutive Gewalt berät derzeit über ein Gesetz, mit dem die Gaddafi-Getreuen aus Regierung und Verwaltung entlassen werden sollen. Das würde insbesondere im Außenministerium dazu führen, dass etliche Amtsträger gehen müssten. In Libyen haben Milizen nach dem Sturz und Tod Gaddafis im Jahr 2011 an Macht gewonnen. Ihre Entwaffnung ist eine der größten Herausforderungen der Regierung in dem nordafrikanischen Land. Immer wieder gibt es Angriffe auf die neue Führung. Wegen der schwierigen Sicherheitslage hatte im März auch Libyens Parlament zwischenzeitlich auf die Plenarsitzungen verzichten müssen. Deutschland und mehrere westliche Staaten warnen derzeit vor Reisen nach Libyen. {Quelle: www.spiegel.de}

 

 

 

 

Libyen liefert Krisenstaat Ägypten Rohöl

 
 

Libyen wird das unter einer Wirtschaftskrise leidende Ägypten nach Angaben aus Industriekreisen bald auf Pump mit Erdöl versorgen. Die Regierung in Tripolis werde Rohöl im Wert von 1,2 Milliarden Dollar liefern und dem Land dafür bis zu einem Jahr lang einen zinslosen Kredit gewähren.

 

Tripolis (RPO): So hieß es in Kreisen der libyschen Ölindustrie. Die erste Ladung solle im Mai in Ägypten ankommen. Ägypten ist seit dem Sturz des ehemaligen Präsidenten Hosni Mubarak vor zwei Jahren in eine Wirtschaftskrise geschliddert. Es hat Schwierigkeiten, angesichts schwindender Devisenreserven seine Energieimporte zu bezahlen und eine Treibstoff-Knappheit im eigenen Land zu verhindern. Viele internationale Firmen haben ihre Lieferungen aus Furcht vor einem Zahlungsausfall heruntergefahren. Ägypten schuldet Ölkonzernen mindestens fünf Milliarden Dollar und ist mit der Hälfte der Zahlungen im Rückstand. Libyen plane ein bis zwei Lieferungen Rohöl pro Monat, hieß es in Industriekreisen. Das Öl solle in Ägypten raffiniert werden. Insgesamt gehe es um die Bereitstellung von zwölf Millionen Barrel Öl über zwölf Monate. Aus Mangel an Devisen hat Ägypten seit Januar kein Rohöl mehr auf dem freien Markt gekauft. Das Abkommen mit Libyen deckt gut die Hälfte des Importvolumens aus dem Jahr 2012 ab. Ägypten hat bislang keine Einigung mit dem internationalen Währungsfonds (IMF) über einen Kredit in Höhe von 4,8 Milliarden Dollar erzielt und hatte sich daher hilfesuchend an die Ölstaaten in der Region gewandt. Die libysche Regierung hat bereits zwei Milliarden Dollar bei der ägyptischen Zentralbank deponiert. Katar hat dem Land Kredite in Höhe von acht Milliarden Dollar zugesagt. {Quelle: www.rp-online.de}

 

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