kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Moslembruderschaft in Ägypten: Folter in Moschee 27. April 2013

Filed under: Moslembrüder — Knecht Christi @ 19:07

 

Gerüchte über derartige Vorgänge gab es schon länger. Jetzt aber scheint es, als ob diese unappetitlichen Vorgänge sich zu bestätigen scheinen:

in von der Muslimbruderschaft kontrollierten Moscheen Ägpytens werden liberale und christliche Kritiker der Politik des Präsidenten Mursi gefoltert !

 

Bislang hatte ich es Ihnen vorenthalten, liebe Leser, da die Informations-Lage über mögliche Muslimbruder-Folterzentren in Ägypten ausgesprochen verworren war. Da kamen Halbwahrheiten und sehr merkwürdige Fakten gleichzeitig über diverse, teils wenig glaubwürdige, Kanäle an mein Ohr, so dass ich es vorzog, Ihnen die Inhalte diverser Gerüchte nicht mitzuteilen. Wer steht schon gerne als düpierter, weil voreiliger Verkünder von vermeintlichen Skandalen da, die ihm schon wenige Stunden später unter den Füssen wegbrechen ? Das ist unseriöse Berichterstattung. Jetzt aber gibt es eine Geschichte, die der Nachprüfung standzuhalten scheint und die ich Ihnen, damit Sie einen Eindruck von den sich immer mehr verschlimmernden Verhältnissen im Land am Nil bekommen, jetzt erzählen will: Am 22. März 2013 befand sich der koptische Ägypter Amir Ayad auf dem Weg zu einer Protestkundgebung vor der örtlichen Zentrale der “Freiheits- und Gerechtigkeits”-Partei in einem Kairoer Vorort. Das Ironische dabe ist, dass diese Partei der politische Arm der Muslimbrüder in Ägypten ist. “Freiheit und Gerechtigkeit” – ganz offensichtlich haben radikale Muslime etwas andere Vorstellungen davon, was das bedeutet, denn noch bevor Amir Ayad an seinem Zielort ankam, geriet er in eine Fahrzeugkontrolle durch Männer in Zivilkleidung.

 

Ayad erzählte der Menschenrechtsorganisation “International Christian Concern”, was weiter geschah: {Ich ging fälschlicherweise davon aus, dass es sich um Polizisten handeln würde. Als sie meinen Personalausweis kontrollierten, sahen sie, dass ich Christ bin (Anm. d. Übers.: in Ägypten steht diskriminierenderweise die Religion in den Personalpapieren. Dadurch bekommen Christen bestimmte, bessere Stellen nicht, werden auf Behörden diskriminiert etc.). In diesem Moment schlugen sie mir auf den Hinterkopf und ich verlor das Bewusstsein. Als ich wieder zu mir kam, lag ich auf dem Boden der “Belal ibn-Rabah”-Moschee in Al-Moqattam am Stadtrand von Kairo}. Amir Ayad berichtet nun davon, dass die Moschee von Anhängern der Muslimbrüder in ein Foltergefängnis umgewandelt worden sei, in das er entführt wurde und in dem er systematisch misshandelt wurde. Solche Einrichtungen sollen wohl potentielle Protestler und Liberale einschüchtern und sie vom Widerstand gegen die Islamisierungspolitik der Muslimbrüder und Salafisten unter Präsident Mursi abhalten. Ayad berichtet davon, dass er mit Knüppeln auf die Extremitäten geschlagen worden sei, damit seine Knochen brechen. Er erzählt davon, dass immer neue Oppositionelle gebracht wurden, nachdem die misshandelten und schwerverletzten Opfer der “vorigen Schicht” wieder abtransportiert worden waren.

 

Koptische Aktivisten gehen davon aus, dass diese Folterzentren nicht spontan entstanden und improvisiert sind. Sie nehmen an, dass diese Gruppen, die jetzt schrittweise die “öffentliche Ordnung” im Lande des Mohammed Mursi übernehmen wollen, zu gut organisiert seien, als dass es sich um ein Zufallsprodukt in anarchischen Umbruchzeiten handeln könne. Die Art und Weise, in der die aufgegriffenen Oppositionellen “abgefertigt” wurden, die systematischen Durchsuchungen ihrer Kleidung und die zielgerichteten Foltermaßnahmen legen diese Beobachter als Zeichen eines bedrohlich hohen Organisationsgrades aus. Auch die Identität der Folterer können sie verschleiern, wie Amir Ayad dem koptischen Menschenrechtsaktivisten Wagih Yacoub berichtet hat: {Die Folterknechte verließen sich nur auf die Beleuchtung ihrer Handies, so dass man ihre Gesichter nicht erkennen konnte. Sie schnürten die Hände der Opfer hinter dem Rücken zusammen und banden ihnen die Füsse zusammen. Dann legten sie deren Füsse auf Stühle und begannen damit, mit Knüppeln auf den ganzen Körper einzuschlagen}.

 

Amir Ayad berichtet, wie das Martyrium für ihn endete, nachdem er sich ca. 6 Stunden in den Händen der Muslimbruder-Folterknechte befunden hatte: {Es gab eine zwanzigminütige Diskussion unter den Folterknechten darüber, wie jetzt mit mir verfahren werden sollte, weil sie sich nicht einig waren. Eine Gruppe wollte mich einfach töten und die anderen wollten mir noch einige Knochen brechen und mir diverse Wunden verpassen, damit man die Narben sehen könne. Dies solle ein Exempel für diejenigen statuieren, die gegen die Muslimbruderschaft demonstrieren wollen. Letztlich waren nur noch zwei Folterer im Raum und während diese anderweitig beschäftigt waren, gelang es mir, durch das Fenster zu fliehen. Ich kroch ungefähr eine halbe Stunde lang voran, bis ich wieder auf Menschen traf. Dann verlor ich das Bewusstsein und fand mich später im El-Hilal-Krankenhaus in Kairo wieder}.

 

Vertreter der Moschee-Gemeinde der “Belal ibn-Rabah”-Moschee verneinen selbstverständlich jederlei Kenntnis über diese Vorgänge. Sie entschuldigten sich für diese Vorkommnisse (interessant, dass sie sie nicht mehr bestreiten können ! / Anm. d. Übers.) und betonten, sie hätten während des betreffenden Zeitraumes “die Kontrolle über die Moschee verloren”. Na, wer´s unbedingt glauben will…

{Quelle: “persecution.org” vom 24. April 2013 –  gebetskreis.wordpress.com}

 

3 Responses to “Moslembruderschaft in Ägypten: Folter in Moschee”

  1. andreas Says:

    das wird ja immer perverser – nach der seelenfolter in den moscheen für die eigenen leute kommt jetzt die folter von körper u. psyche für nicht-mohammedaner?!

  2. Michael22 Says:

    Moslembrüder sind schlimmer als Faschisten, denn sie fühlen sich von Gott legitimiert und agieren noch menschenverachtender. Sie sind eine extremistische und gewaltbereite Sekte, die mit dem Islam wenig zu tun hat. Demokratie und Religion sollte man auch nicht in Abhängigkeit zueinander setzen. Die katholische Kirche ist auch nicht demokratisch und keiner würde deshalb Katholiken als von Natur aus demokratieunfähige Bürger betrachten. Respekt und Anerkennung für die vielen mutigen Ägypter, die Ihre junge Demokratie gegen diese Terroristen verteidigen. Wieviele Deutsche haben denn eigentlich so Widerstand gegen die Nazis geleistet? Wir, die in diese traumhafte Demokratie (relativ im globalen Rahmen betrachtet) und den großen Wohlstand in Deutschland hineingeboren sind, dürfen nicht vergessen, dass dieses Umfeld über Jahrhunderte mit vielen Opfern erkämpft (auch mit dringend benötigter Hilfe anderer Staaten…) werden musste und stetig neu verteidigt wird (z.B. NPD Verbot, etc.). Die Demokratie fällt nicht vom Himmel und wird auch nicht von uns exportiert, sie stellt in stabiler Form meistens das Ergebnis einer langen Entwicklung dar. Wir sollten die demokratischen Prinzipien stärker in unserer Außenpolitik beherzigen, den die steht im Mittelpunkt der Wahrnehmung in der Welt da draussen und ist viel zu undemokratisch. Ägypten hat über Jahrtausende eine Tradition der Fremdherrschaft und Diktatur. Das Volk wird seit mind. 60 Jahren systematisch zum Gehorsam erzogen. Das ganze Schulsystem dient fast nur dem Zweck eigenständiges Denken, Kreativität und Kritikfähigkeit zu unterdrücken. Auch Religion (egal ob Moslem oder Kopte, usw.), und Tradition stehen einer freiheitlichen, demokratischen Lebensweise im Weg. Große Armut und niedriger Bildungsstandard erledigen den Rest. Vor diesem Hintergrund und auch im Vergleich zu dem Verlauf der Revolutionen in Libyen und Syrien können die Ägypter wirklich stolz sein. Unter diesen Bedingungen, auf eine so friedliche Art und Weise, sich den Beginn einer demokratischen Entwicklung „erkämpft“ zu haben, verdient Anerkennung und unsere Unterstützung.

  3. Klotho Says:

    Die Islamisten sind die Faschisten des beginnenden 21. Jahrhunderts. Aber sie werden keinen Erfolg haben, schlechte Bäume bringen schlechte Früchte.
    Islamisten fordern Toleranz gegenüber ihrer Sekte aber üben keine Toleranz gegenüber irgendeiner anderen Religion. Echte Toleranz beruht auf Gegenseitigkeit. Es ist nicht möglich Toleranz nur einseitig auszuüben, das ist unmöglich.
    Daher kann ihre Sekte nirgendwo toleriert werden und wenn sie versuchen wie zu Anfang ihrer Sekte sich zu verhalten das sind sie eindeutig Faschisten, übelste Faschisten. Und den Faschisten, den Islamofaschisten keinen Zentimeter geben.


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