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Extremismus in London: Islamisten wollen die Scharia einführen 27. April 2013

Filed under: Islamischer Terror — Knecht Christi @ 19:44

Mitten in der Multi-Kulti-Metropole London kämpft eine Gruppe von Islamisten gegen die freie Lebensweise in der Stadt und will die Scharia einführen. Einige Glaubensbrüder reagieren mit Kritik – andere ahmen die Aktionen der Sittenpolizei nach.

London. Eine Gruppe bärtiger Männer zieht nachts durch die Straßen des Londoner Viertels Waltham Forest. Sie halten rote Schilder mit Slogans wie „Keine Prostitution“ und „Schmeißt die Freier raus“ in die Luft, reißen Sex-Werbezettel von Telefonzellen und rufen Prostituierten zu: „Verschwindet von unseren Straßen!“ Mit solchen Aktionen wollen die Islamisten nach ihren Worten den unzüchtigen Lebensstil der Menschen stoppen. „Und wir hoffen, dass sich unsere Kampagne in ganz Europa ausbreitet“, sagt Abu Usamah vom Shariah Project der Nachrichtenagentur dpa. In seinem Stadtteil leben über 250 000 Menschen. Fast die Hälfte von ihnen hat einen Migrationshintergrund. Jeder Fünfte ist Muslim. Diese ethnische und religiöse Vielfalt gibt es nicht zuletzt wegen der britischen Kolonialgeschichte zwar in der gesamten Multikulti-Metropole, aber Waltham Forest ist eines der Viertel mit der höchsten Konzentration von Islam-Gläubigen. Deswegen ist es für Abu Usamah und seine Mitstreiter die ideale Gegend, um die Scharia einzuführen. Nach der Auslegung von Extremisten wie ihnen ist die islamische Rechts- und Lebensordnung allerdings nicht mit demokratischen Werten vereinbar.

 

 

So erhofft sich Abu Usamah von der Kampagne,

dass sie das „Übel von Demokratie und Gesetzen aus weltlicher Hand entlarve

und bekehrte Nicht-Muslime folglich zum Islam konvertieren.

Erste Erfolge auf dem Weg dahin will er bereits erkannt haben. „Unsere Aktion „Nein zur Prostitution“ hat viel Unterstützung innerhalb unserer Gemeinschaft bekommen und es gibt schon weitere Patrouillen in Großbritannien“, sagt er. Von einer dieser Sub-Gruppen tauchte Anfang des Jahres ein YouTube-Video auf, das bis in die arabische Welt für Aufsehen sorgte.

 

 

 

„Wir respektieren niemanden,

der Allah nicht gehorcht“

 

Darin zieht eine vermummte Gang von muslimischen Jugendlichen als selbst ernannte „Muslim Patrol“ durch Stadtteile im Osten Londons und vertreibt dort betrunkene Männer, Homosexuelle und leichtbekleidete Frauen. „Dies ist eine muslimische Gegend, geht weg aus der Nähe der Moschee“, rufen sie den Passanten in harschem Tonfall zu. Eine Frau setzt sich dagegen zur Wehr: „Ich bin entsetzt! Das hier ist Großbritannien! Hier haben Frauen Rechte!“ Doch die Männer lassen sich auf keine Diskussion mit ihr ein. „Wir respektieren niemanden, der Gott nicht gehorcht“. Die Ost-London-Moschee distanzierte sich nach der Veröffentlichung des Videos sofort von den jungen Islamisten. „Diese Aktionen sind absolut inakzeptabel und nur dafür gedacht, Spannungen zu erzeugen und Zwietracht zu säen. Wir verurteilen dies zutiefst“, hieß es in einer offiziellen Meldung der Moschee. Shams Adduha Muhammad, Direktor des Ebrahim Colleges, sieht in der Gang eine kleine Randgruppe, die den Islam mit ihren demokratiefeindlichen Ansichten in ein falsches Licht rücke. „Wir werden immer Extremisten in jeder Religion und in jeder Rasse haben und wir werden dieses Problem weiterhin gemeinsam anpacken“, heißt es auf seinem Blog.

 

Auf die nächtlichen Patrouillen reagiert auch die Polizei in London. „Wir nehmen diese Vorgänge sehr ernst und verfolgen jede Spur, um die betroffenen Personen zu identifizieren und zu bestrafen“, sagt ein Polizeisprecher auf Anfrage. Seit Ende Januar hätten die Ermittler bereits sechs verdächtige Personen festgenommen. Abu Usamah ist ebenfalls kein Fan der „Muslim Patrol“. Nicht etwa, weil er die Jugendlichen für ihr radikales Vorgehen verurteilt. Im Gegenteil: Ihm geht die „Bürgerwehr“ nicht weit genug. „Wir glauben, dass eine kleine Gruppe nichts an Problemen wie Alkohol, Nacktheit und Prostitution ändern kann, solange der Westen diese Dinge erlaubt“, sagt er. Deswegen gehen er und seine Glaubensbrüder unmaskiert in die Öffentlichkeit, drehen Filme von ihren Aktionen und stellen sie ins Internet. „Unser Ziel ist die Einführung von Gottes Gesetz auf Erden.“ Erst in London. Dann überall. {Quelle: www.sz-online.de}

 

 

 

 

Auch Islamisten geht es nur um eins: Macht

 

 Der syrische Schriftsteller Fawwaz Haddad im Gespräch

 

Ein hagerer Mann in den Sechzigern, dunkel gekleidet, ein grauer Schnurrbart und Augen, die das Gegenüber nie direkt anschauen. Der syrische Schriftsteller Fawwaz Haddad lebt seit einigen Wochen im Exil und scheint auch bei seinem Besuch in Berlin trotz aller Kritik am Regime in Damaskus seine Worte misstrauisch zu wägen. Soeben ist auf Deutsch sein Roman „Gottes blutiger Himmel“ erschienen (Aufbau, Berlin. 352 S., 22,99 Euro), welcher die Geschichte eines säkularen Syrers erzählt, der sich im Jahre 2006 auf eine Odyssee in den Irak begibt, um seinen dort zum islamistischen Freischärler gewordenen Sohn zu suchen.

 

Die Welt: Das Buch erschien 2010 in Beirut, während der Klappentext darüber informiert, dass Sie – Autor von bislang neun Romanen – in Damaskus leben. Mittlerweile herrscht aber auch dort Krieg, und Sie sind jüngst ins Golfemirat Katar geflüchtet …

Fawwaz Haddad: Ja, da ist in der Tat in kurzer Zeit sehr vieles zusammengekommen. Am wenigsten überraschen sollte noch der Verlagsort Beirut, denn das liberale Klima des Libanon war und ist für arabische Intellektuelle seit jeher ein guter Platz zum Publizieren. Die jüngsten Ereignisse in der gesamten Region sind eigentlich nur eine Fortsetzung des Geschehens im Irak, das ich in meinem Roman zu schildern versuche. Was dort seit Saddam Husseins Sturz 2003 passiert ist, hat ja den „arabischen Frühling“ nach sich gezogen. In Syrien ist dabei aus einem friedlichen Volksprotest ein Volksaufstand geworden und schließlich dieser blutige Bürgerkrieg.

 

Immerhin haben Sie Ihren Roman noch in Damaskus geschrieben, das in der Geschichte wie ein sicheres Refugium wirkt angesichts des irakischen Chaos. Gab es beim Erzählen eine Art rote Linie, die man nicht überschreiten durfte?

Nein. Das Buch hat mit Syrien nur indirekt zu tun. Ich habe stets in einer inneren Freiheit geschrieben und im Libanon veröffentlicht. Auf diesem Weg waren die Bücher auch in Syrien erhältlich – oder auch nicht. Wenn ich also heute über den Irak schreiben würde, wäre das literarische Resultat das gleiche.

 

Aus einem Land wegzugehen und öffentlich mit einem Regime zu brechen ist eine existenzielle Erfahrung, gerade für einen Schriftsteller.

Ich bin und bleibe Syrer. Und bin nur weggegangen, um zurückzukehren.

Inzwischen fordern Sie den Sturz Assads und westliche Hilfe für die Aufständischen. Ist da keine Angst dabei, dass sich die Machthaber an Ihrer Familie rächen könnten?

Das Regime ist äußerst brutal, aber eher an Aktivisten der Revolution interessiert, an bewaffneten Aufständischen. Schriftsteller hingegen werden kaum noch beachtet. Ich mache also das, was ich immer getan habe: Bücher schreiben und kritische Artikel veröffentlichen.

 

Ihr Romanprotagonist ist ein ehemaliger Marxist, sein Sohn wird zum Islamisten. Beide Lehren haben diesen Absolutheitsanspruch …

(Zögert zum ersten Mal): Wenn Sie das so herausgelesen haben … Vielleicht ist das sogar richtig, besonders was die Sache mit dem Wahrheitsanspruch betrifft. Dennoch sind beide Konzepte konträr zueinander und quasi natürliche Feinde.

Was auffällt, ist das Fehlen einer Gestimmtheit der Mitte. Was sind die Gründe: säkulare Diktaturen oder die vom Golf gestützten Islamisten?

Die Diktaturen, ob in Saddams Irak, Mubaraks Ägypten oder im Syrien der Assads, waren nie wirklich „säkular“, sondern hatten die Islamisten entweder gehätschelt oder als Bedrohung aufgebaut, um ihre Herrschaft zu stabilisieren. Und die angeblich Religiösen: Auch ihnen geht es nur um die Macht, kaschiert von einer rückständigen Koran-Interpretation, aber keineswegs um so etwas wie Spiritualität. Was dagegen das Gebildete, das Liberale betrifft: Es ist quasi seit Ewigkeiten bei den arabischen Intellektuellen zu finden – wenn auch, zugegeben, gesamtgesellschaftlich in einer marginalen Position.

 

Ihr Roman lässt sich auch als Kritik am Vorgehen der Amerikaner im Irak lesen: Demnach wurde erst durch den Einmarsch das Land zur Basis für den islamistischen Terrorismus.

So würde ich das nicht sagen, doch sehen wir uns die Fakten an: Im Irak ist inzwischen der iranische Einfluss stärker denn je. Während in Syrien aufgrund der westlichen Indifferenz aus dem Volksaufstand, in welchem die Fronten anfangs noch klar waren, längst ein Bürgerkrieg geworden ist, in dem längst alle möglichen Kräfte mitmischen, darunter eben auch islamische Terroristen. {Quelle: www.welt.de – Von Marko Martin}

 

4 Responses to “Extremismus in London: Islamisten wollen die Scharia einführen”

  1. Klotho Says:

    Die Islamisten sind die Faschisten des beginnenden 21. Jahrhunderts. Aber sie werden keinen Erfolg haben, schlechte Bäume bringen schlechte Früchte.
    Islamisten fordern Toleranz gegenüber ihrer Sekte aber üben keine Toleranz gegenüber irgendeiner anderen Religion. Echte Toleranz beruht auf Gegenseitigkeit. Es ist nicht möglich Toleranz nur einseitig auszuüben, das ist unmöglich.
    Daher kann ihre Sekte nirgendwo toleriert werden und wenn sie versuchen sich wie zu den Anfängen ihrer Sekte im 8. Jahrhundert zu verhalten dann sind sie eindeutig Faschisten, übelste Faschisten. Und den Faschisten, den Islamofaschisten darf keinen Zentimeter gegeben werden.

    Ausserdem nach Studium ihrer Sektenlehre finde ich ganze Lehre langweilig, extrem öde und ich frage mich wen verehren sie den eigentlich, ich glaube nicht, dass sie wirklich einen echten Gott verehren. Einen Gott der Lügen, Mord und Totschlag, Brutalität, Sex mit Tieren und Kindern gutheisst kann kein Gott sein, er erinnert mich eher an den Teufel.

  2. Klotho Says:

    Da wird von einigen als islamophob und faschistisch beschimpft, wenn solche Geschichten einer Scharia-Patroille auf bestimmten Blogs auftauchen und dann bestätigt es, das diese Geschichten wahr sind. Grossbrittanien löst sich langsam auf, vor allem London und einige seiner Stadtteile. Britische Polizisten können nicht mehr für Respekt sorgen. Armes England.

    • andreas Says:

      die revanche für englands pro-arabische, islamische hätschelei – jetzt kommen die islamistischen „V2“-knalltüten…

  3. andreas Says:

    briten bilden palästinensische armee aus – und fordern den „palästinenserstaat“…
    historische tatsachen englischer politik: http://aro1.com/im-dienst-der-palastinenser/#more-25970


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