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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Syriens Christen: ‚Etwas in uns ist zerbrochen‘ 11. April 2013

Filed under: Christenverfolgung,Islamischer Terror — Knecht Christi @ 17:36

 

 

„Kirche-in-Not-Mitarbeiterin“ Eva-Maria Kolmann berichtet über das Schicksal syrischer Flüchtlinge im Libanon

 

 A member of the Free Syrian Army holds his weapon as he sits on a sofa in the middle of a street in Deir al-Zor

 

 

München (kath.net/KIN): Elia ist ein kleiner, älterer Herr. Nichts deutet darauf hin, dass der ruhige Ingenieur aus dem syrischen Homs eine ebenso abenteuerliche wie gefährliche Flucht hinter sich hat. Seine Familie war bereits in den Libanon geflohen, als er noch einmal nach seinem Haus in Homs schauen und einige Sachen holen wollte. Von den Habseligkeiten der Familie war jedoch nichts mehr übrig. „Alles war weg: Die Waschmaschine, der Fernseher, die Kleidung – alles!“, berichtet er. Aber weg konnte er nun auch nicht mehr, denn überall waren Heckenschützen. Zwei Wochen war er in seinem Haus gefangen. Dann wagte er die Flucht. Er sprang über Mauern, suchte Deckung, wo immer es möglich war, und gelangte schließlich zum Haus eines Freundes, der ein Bestattungsinstitut hatte. In einem Leichenwagen schmuggelte dieser ihn aus der Stadt.

 

 

 

 

 

Elia kann die Tränen nicht zurückhalten, während er seine Geschichte erzählt. Seine Frau ist sehr krank, sein Sohn hat erst kürzlich geheiratet. Zwei seiner Neffen wurden durch Granaten getötet. Einer von ihnen war erst 17 Jahre alt und starb vor dem Haus seiner Eltern. Elias Bruder wurde entführt. Acht Tage lang wurde er gefoltert. „Die Entführer spritzten ihm Benzin in die Blutgefäße und schlugen ihn auf den Kopf. Er überlebte, ist aber seitdem schwer krank“, erzählt Elia. Auch drei Cousins seiner Frau wurden entführt. Sie waren die Brüder eines Priesters. Einer von ihnen wurde getötet. Er opferte sich, damit seine beiden Brüder überleben.   Elia ist davon überzeugt, dass sich viele Übergriffe gezielt gegen Christen richten. Vier christliche Familien lebten in einem muslimischen Stadtteil. Ihre Geschäfte wurden niedergebrannt, viele wurden getötet, die anderen flohen. „Christen werden nie wieder in Syrien leben können“, meint Elia. Er will niemals in seine Heimat zurückkehren. Seine Tochter sieht es anders. Sie würde lieber heute als morgen nach Hause zurückkehren. Sie vermisst alles, was sie vor dem Krieg hatte. Sie will endlich das Leben wiederhaben, das sie früher geführt hat.

 

 

Auch die dreißigjährige Rita vermisst ihr bisheriges Leben. „Etwas in uns ist zerbrochen“, sagt die gepflegte junge Frau leise. In Damaskus leitete ihr Mann Nicola eine Klinik. Die Klinik ist nicht mehr da, denn sie wurde bombardiert. Die Familie ist vor anderthalb Monaten in die libanesische Hauptstadt Beirut geflohen. Ihre vierjährige Tochter Maria hat noch immer Angst, wenn der Vater weggeht. Sie sagt dann: „Papa, pass auf, dass die bösen Buben nicht kommen, um dich zu töten!“ Denn Nicola wäre das ideale Entführungsopfer. Nicht nur wegen des Lösegeldes, sondern auch, weil er als Arzt gezwungen werden könnte, in einem Rebellencamp die Verwundeten zu behandeln. „Mein Cousin wurde bereits entführt. Wir sind alle Christen. Ich weiß nicht, wie er es geschafft hat, seine Entführer davon zu überzeugen, er heiße Achmed und sei Muslim. Da ließen sie ihn frei. Ich glaube, sie wollen die Christen aus dem Land vertreiben“, meint Nicola. „Eigentlich wollen wir Christen nicht weggehen, aber wir haben keine Wahl“, fügt er traurig hinzu.

 

Die junge Familie konnte sich in Damaskus zuletzt nur noch in einem Umkreis von einem Kilometer bewegen. „Es gibt in Damaskus kein sicheres Gebiet mehr. Überall können zu jeder Zeit Autobomben explodieren. Mir scheint, dass es in den christlichen Vierteln mehr Anschläge gibt“, sagt der junge Arzt. Als eine Rakete nahe des Hauses der Familie einschlug, flohen alle gemeinsam zu Freunden in den Libanon. Der Lebensunterhalt dort ist jedoch um ein Vielfaches teurer als das Leben in Syrien. Die Familie hat ihre Ersparnisse rasch aufgebraucht. Nicola kann im Libanon nicht als Arzt arbeiten. Um dort eine Approbation zu erhalten, soll er 100.000 Dollar zahlen. „Wenn ich so viel Geld hätte, bräuchte ich nicht zu arbeiten“, sagt er. „Ich würde inzwischen jede Arbeit annehmen, um meine Familie zu ernähren“. Sie wollten ihre Heimat nie verlassen, aber jetzt überlegen sie, ob sie für immer ins Ausland auswandern – nach Amerika vielleicht.

 

Wie fast alle syrischen Flüchtlinge haben auch sie panische Angst davor, dass ihre Namen oder Fotos mit ihren Gesichtern veröffentlicht werden könnten. Viele haben Angst, sich bei der UNO registrieren zu lassen, weil sie befürchten, dass ihre Daten weitergegeben werden könnten. Sie sagen: „Wir sind für keine Partei. Wir wollen nur unser Leben in Ruhe und Sicherheit führen. Dafür rächen sich beide Seiten an uns.“   Die genaue Zahl der syrischen Flüchtlinge, die bereits in den Libanon gekommen sind, ist unklar. Registriert sind etwas mehr als 200.000, aber die wirkliche Zahl ist nach Angaben von Kirchenvertretern um ein vielfaches höher und könnte die Million bereits weit übersteigen. „Kirche in Not“ bittet dringend um Spenden, damit die katholische Kirche vor Ort den Flüchtlingen helfen kann.

 

„Kirche in Not“ bittet um

Spenden für die Flüchtlingshilfe im Libanon

Online unter:   Deutschland:  Kirche in Not: Spenden online   Oder:  Empfänger: KIRCHE IN NOT  Kontonummer: 215 20 02  BLZ: 750 903 00  LIGA Bank München  IBAN: DE63750903000002152002  BIC: GENODEF1M05  Verwendungszweck: Flüchtlingshilfe Syrien  

Österreich:  www.kircheinnot.at   KIRCHE IN NOT, Hernalser Hauptstr. 55 /1/8, 1172 Wien  Tel: 01 / 405 25 53  E-Mail: E-Mail: kin@kircheinnot.at   Spendenkonto: Kirche in Not / Ostpriesterhilfe, PSK, Konto-Nr. 92.065.338, BLZ 60.000.   Online spenden: Kirche in Not: Spendenform   Foto: Flüchtlingslager Libanon (c) KIRCHE IN NOT

 

 

 

 

Assad suffers new blow as Hamas switches sides to aid rebels

 

The military wing of Hamas, a former ally of President Assad, is training the  rebel Free Syrian Army in eastern Damascus. Diplomatic sources said that  members of the Ezzedine al-Qassam Brigades were training FSA units in the  rebel-held neighbourhoods of Yalda, Jaramana and Babbila.

www.thetimes.co.uk

Middle East

 

 

One Response to “Syriens Christen: ‚Etwas in uns ist zerbrochen‘”

  1. Wir-Du-Ich Says:


    Aufruf zur Fürbitte
    Ballons tragen christliche Literatur nach NordkoreaChristen in Nordkorea stellen sich auf Krieg ein. Das berichten Partnerorganisationen der HMK, die zur Fürbitte aufrufen.

    Die HMK-Partner stehen mit Christen in Kontakt, die in dem diktatorisch regierten Land im Untergrund leben. Das Regime unter dem Diktator Kim Jong-Un droht den USA und dem mit ihm verbündeten Südkorea mit einem nuklearen Militärschlag.

    Bitte um mäßigende Ratgeber

    Bei dem Aufruf zur Fürbitte heißt es, Gott könne dafür sorgen, dass sich viele Nordkoreaner gerade in einer Zeit großer Unsicherheit an ihn wenden. Ferner solle man dafür beten, dass dem politisch unerfahrenen Herrscher Ratgeber an die Seite gestellt würden, die ihn von unüberlegten Kriegsplänen abhalten. Vor allem die Volksrepublik China könne einen mäßigenden Einfluss ausüben.

    Nordkoreanische Christen geben
    den Glauben nicht auf

    „Egal, wie schwierig unsere Situation ist, wir beklagen uns nicht“, sagte der Leiter einer Untergrundgemeinde. „Gott verspricht uns in der Bibel, dass er für uns sorgen wird, wenn wir zuerst nach seinem Reich trachten“. Trotz harter Verfolgung gelingt es dem Regime nicht, die wachsenden Hauskirchennetzwerke im Untergrund auszulöschen.

    Schlimmste Unterdrückung

    Das abgeschottete Nordkorea gilt als das schlimmste Unterdrückungsregime der Welt. Jede christliche Aktivität ist verboten. Eine Bibel zu besitzen, die Wörter Gott oder Jesus auszusprechen oder sich mit anderen Christen zu treffen, sind schwere Vergehen. Christen werden gefoltert, in Arbeitslager gesteckt oder öffentlich hingerichtet.

    Grausame Behandlung religiöser Gefangener

    Zuverlässigen Quellen zufolge, soll es rund 100.000 Gläubige geben, die heimlich Jesus nachfolgen und auch Gottesdienste zelebrieren. Experten schätzen, dass bis zu 30.000 Christen in Arbeits- und Konzentrationslagern leiden. Religiöse Gefangene werden schlimmer behandelt als andere Insassen. Sie gelten als „politische“ Gefangene.

    „Kim-Il-Sung“-ismus einzige „Religion“

    Nordkoreaner werden mit einer Ideologie indoktriniert, die sich Juche (Chuch’e) nennt und die Anbetung des Führers propagiert. Unter der Chuch’e-Ideologie ist Cheondogyo oder „Kim-Il-Sung“-ismus die einzige anerkannte „Religion“. Die nordkoreanische Regierung bemüht sich allerdings darum, eine Fassade von Religionsfreiheit durch vier „Schau“-Kirchen in der Hauptstadt aufrechtzuerhalten.

    Nach dem Tod von Kim Jong-il im Dezember 2011 erbte sein Sohn Kim Jong Un die Macht. Nordkorea ist wirtschaftlich von China abhängig und unterhält eine der größten stehenden Armeen auf der Erde.

    Die HMK hilft

    Die HMK ist auf vielfältige Weise unter Nordkoreanern tätig. So helfen wir beispielsweise nordkoreanischen Frauen, die meist zum Geldverdienen nach China kommen und dort oft zur Prostitution gezwungen werden. Wir geben ihnen eine Unterkunft, versorgen sie mit Lebensnotwendigem und helfen ihnen auf der Flucht nach Südkorea. Außerdem evangelisieren wir unter nordkoreanischen Gastarbeitern an der Grenze zur Mongolei und zu Russland. Dort können sie Fremden etwas offener begegnen als in ihrem Heimatland. Sie sind sehr dankbar für eine Mahlzeit und freundliche Gespräche.

    Zudem verbreitet die HMK mit Radiosendungen die christliche Botschaft in Nordkorea. Auch tragen Ballons christliche Literatur ins Land (Foto oben). Weitere Hilfe geschieht im Untergrund.

    °°°°°°°°°°°°°°°
    Gebetsanliegen
    ************************************

    Jesus ist der Sieger –

    das gilt auch für das Leid in Nordkorea.
    Beten wir für Frieden und dafür,

    dass Jesus seine Gemeinde in Nordkorea durch die Not trägt. Beten wir darum,
    dass christliche Materialien den verfolgten Christen in Nordkorea helfen,
    stark zu bleiben im Glauben. Schließen wir gerade auch jene Christen in unser Gebet ein,

    die wegen ihres Bekenntnisses in Gefängnissen und Lagern leiden müssen.


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