kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Kann von neuen Religionskriegen im Nahen Osten die Rede sein? 11. April 2013

Filed under: Christenverfolgung,Islamischer Terror,Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 18:31

Alkhusous - 1

Gewalt in Ägypten: „Man sucht nach einem inneren Feind

 
 

Nach den jüngsten Angriffe auf die Kopten in Ägypten klären russische Experten über den Hintergrund auf.

 

Zusammenstöße zwischen Muslimen und koptischen Christen bei Kairo forderten kürzlich fünf Todesopfer. Generell ist die Lage im Land nach dem „Arabischen Frühling“ angespannt. Dies geht auf die unversöhnliche Haltung der „Muslimbrüder“ zurück. Die Verfolgungen ägyptischer Kopten hatten allerdings bereits unter Präsident Anwar al-Sadat begonnen. Deshalb wäre es falsch, die jüngsten Pogrome mit dem „Arabischen Frühling“ direkt in Zusammenhang zu bringen. Boris Dolgow vom Zentrum für arabische Studien des russischen Orientalistik-Instituts kommentiert: „Ich bin nicht der Meinung, dass der Ausbruch der Gewalt gegen die Christen durch den ‚Arabischen Frühling‘ vorprogrammiert war. Das stimmt absolut nicht. Der ‚Arabische Frühling‘ begann unter dem Motto des Kampfes gegen korrupte diktatorische Regimes und für eine wahre Demokratie. Zu Beginn des ‚Arabischen Frühlings‘ gab es keine religiösen Losungen. Islamistische Kräfte stiegen erst später ein. Diese Zusammenstöße werden von radikalen Islamisten-Bewegungen provoziert. Dies wird nicht von der Staatsführung gelenkt, bei der es sich um gemäßigte Islamisten handelt. Was im Nahen Osten geschieht, darf nicht als Religionskrieg bezeichnet werden“.

 

 

 

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Die Regierung in Kairo betont, sie sie keineswegs religiös voreingenommen. Wahrscheinlich will sie wirklich keine Eskalation auf diesem Gebiet. Aschdar Kurtow vom Russischen Institut für strategische Studien sagt, es gebe vorerst keinen Grund für Panik: „Ich denke, die arabischen Revolutionäre kämpfen nicht gegen das Christentum. Das ist aber eine Nebenwirkung. Sie ist darauf zurückzuführen, dass die ‚Muslimbrüder‘ in Ägypten nicht in der Lage sind, ihre Versprechen zu erfüllen, dank denen sie eigentlich an die Macht gekommen sind. Sie haben vor allem Verbesserungen im sozialen und wirtschaftlichen Bereich versprochen. Wenn die Menschen sehen, dass die Regierung den Worten nicht Taten folgen lässt, sucht man einen inneren Feind. Für diese Rolle passen diejenigen gut, die einen anderen Glauben haben. Dies gibt Aufschluss über die aktuelle Entwicklung in Ägypten“.

 

 

 

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Was in Ägypten geschieht, hat also eher einen politischen als einen religiösen Hintergrund. Manche sagen jedoch, dass sich jede Politik in einer gewissen Phase an sakrale Symbole wendet. Die „Muslimbrüder“ kämpfen um die Macht. Dieser Krieg soll früher oder später als heilig eingestuft werden. Sonst gelingt es nicht, an der Machtspitze zu bleiben. Ähnliches geschieht praktisch in allen Ländern, die den ‚Arabischen Frühling‘ erlebt haben. War die Religion in diesem Sinne doch eine Triebkraft? Kurtow klärt auf: „Die Ereignisse in Ägypten, Libyen, Tunesien, Syrien, Kuwait und dem Jemen unterscheiden sich, streng gesagt, sehr stark voneinander. Manchmal gibt es zwar Hinweise auf einen Konflikt, der einem Religionskrieg ähnelt. Das betrifft aber nicht Ägypten, Tunesien und Libyen. Das betrifft eher Syrien, wo die Zusammenstöße wirklich einen deutlichen Hintergrund haben: Sunniten versuchen, Alawiten-Politiker zu stürzen, die dem schiitischen Islam-Zweig nahestehen. Damit hängt der Schulterschluss der Opposition zusammen sowie die Geld- und Waffenlieferungen an diese Opposition durch konservative Sunniten-Regimes der Golf-Region. Man sollte aber nicht verallgemeinern. Generell geht es nicht um Religionskriege im Nahen Osten“.

 

 

 

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Das Problem liegt vielleicht auch darin, dass die öffentliche Meinung im Westen den Begriff „Religionskrieg“ als Anachronismus einstuft. In einem Krieg gebe es keinen Platz für religiösen Faktor, so das Argument. Das sagen aber nur die einen. Die anderen sprechen ohne Umschweife von einem Dschihad: Dieser sei eine logische Reaktion auf moderne „Kreuzzüge“. Die Ausschreitungen gegen ägyptische Kopten gehen vielleicht auf den jahrhundertelangen Konflikt zweier Weltanschauungs-Paradigmen zurück – in Zeiten der Instabilität kommt dieser Konflikt besonders deutlich zum Vorschein. {Quelle: german.ruvr.ru}

 

4 Responses to “Kann von neuen Religionskriegen im Nahen Osten die Rede sein?”

  1. Erich Foltyn Says:

    bei uns in den Medien kein Wort, nur die Stimme Russlands hat eine Bestätigung gebracht. Die Stimme Russlands macht das sehr freundlich, aber sie waren die Einzigen, die überhaupt etwas gemeldet haben. Ich halte von unserer Gesellschaft nichts mehr. Wenn ich auf den Straßen gehe, sehe ich die Wohlstandsbürger. Aber die Politiker grinsen den islamischen Größen devot ins Gesicht. Ich weiss nicht, auf was die hoffen.

    • J...S Says:

      Die Gesellschaft braucht nach den Worten des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) Menschen, „die an etwas glauben, die von etwas überzeugt sind, die sich für Werte und Ideale einsetzen“. In einem am Donnerstag veröffentlichten Beitrag für die in Freiburg erscheinende Zeitschrift „Christ in der Gegenwart“ schreibt Kretschmann, es brauche Gemeinschaften, damit der Wille der Einzelnen sich nicht in Egoismen verrenne oder wirkungslos verpuffe.
      Solche Gemeinsamkeiten werden aus Sicht Kretschmanns beispielsweise von den Kirchen „gestiftet, gelebt und vermittelt“. Eine Gesellschaft sei nicht nur „die Summe aller Individualisten, sondern immer auch die Gemeinschaft der Gemeinschaften“. Die Kirchen seien dabei die „größte und bedeutendste Gemeinschaft der Zivilgesellschaft“.

      Weil die Verfassung Religionen anerkenne und fördere, ist die Bundesrepublik für den Grünen-Politiker und amtierenden Bundesratspräsidenten ein säkularer und kein laizistischer Staat. In diesem Sinne sei Religion keine Privatsache, sondern Teil der Gesellschaft. Kretschmann spricht in diesem Zusammenhang von „aktiver Religionsfreiheit“. Der dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) angehörende Politiker rät den Kirchen, „Kritik und Karikaturen auszuhalten“. Kretschmann wörtlich: „Deshalb halte ich auch nichts von einem Blasphemie-Artikel im Gesetz.“ (KNA)

      Der christliche Glaube sieht die Welt als Gottes gute Schöpfung. Der Mensch hat den Auftrag, die Welt zu gestalten und die Schöpfung zu bewahren. Die Sorge für die „Mutter Erde“ ist nicht eine unter vielen Fragen, sondern die Überlebensfrage des Planeten überhaupt.

      • J...S Says:

        Kann von neuen Religionskriegen im Nahen Osten die Rede sein?

      • J...S Says:

        Brutaler Religionskrieg beginnt inzwischen direkt vor unserer Haustüre

        Das ist eben Multikulti in Perfektion. Während im Nahen Osten das friedliche Zusammenleben zwischen Muslimen und Juden bzw.

        Christen kaum möglich ist oder nur mittels Einsatz von Waffengewalt vor der jederzeitigen Eskalation bewahrt werden kann, meint der linksfaschistische Abschaum hierzulande, ein solches Nebeneinander wäre in unserem Land völlig unproblematisch und allein durch politisch korrekte Dogmen zu erreichen.

        Tja, auf wessen Seite schlagen sie sich nun, diese blinden und unbelehrbaren Gutmenschen? Wie üblich auf die Seite der vermeintlichen “Religion des Friedens” oder auf die andere, ebenfalls politisch korrekte Seite? Das Problem: Bisher standen sie auf beiden Seiten gleichzeitig und glaubten, es wäre ein und dasselbe, jedoch ohne dabei zu erkennen, dass viele ihrer Multikulti-Schützlinge untereinander in Wirklichkeit höchst verfeindete Parteien sind. Insbesondere hier lebende Muslime lehnen zu großen Teilen die Deutschen, speziell die christliche und jüdische Bevölkerung, ab. Dieser gefährliche Multikulti-Mischmasch flog in der Vergangenheit lediglich deswegen nicht sofort in die Luft, weil die Anzahl dieser Multikulti-Querulanten in unserer Bevölkerung bisher zu gering war.

        Übrigens, wäre es kein Anschlag gegen den Rabbiner und dessen sechsjährige Tochter, sondern gegen einen durchschnittlichen Deutschen gewesen, hätten sich die Medien mit Sicherheit jegliche Andeutungen über die Abstammung der Täter verkniffen, obwohl sowieso jedem klar gewesen wäre, wer wie üblich hinter derartig hinterhältigen und feigen Angriffen steckt. Wahrscheinlich wäre der Vorfall sogar gänzlich verschwiegen worden, die Deutschen sind ja schließlich selbst schuld, dass sie noch immer hier leben. Irgendwelche geheuchelte Betroffenheit durch die Politik hätte es gleich dreimal nicht gegeben.

        Selbstverständlich ist es verpönt, Ross und Reiter beim Namen zu nennen. Aus gutem Grunde hat sich diese bewusste mediale Verschleierung bei den Systemblättern eingebürgert, denn sonst würde selbst der dümmste Gutmensch sofort eins und eins zusammenzählen können und erkennen, dass Multikulti nicht nur völlig gescheitert ist, sondern sich mittlerweile sogar zum gefährlichen Blindgänger entwickelt hat, welcher nun jederzeit hochgehen kann. Uns stehen quasi Bürgerkriege und Religionskriege vor der eigenen Haustüre bevor und wir sind selbst schuld daran, weil wir das aggressive Gesindel überhaupt erst hierhergeholt und alimentiert haben und ihnen auch noch jede Freiheit gewähren.

        Im vorliegenden Fall läuft die Berichterstattung jedoch plötzlich ganz anders ab. Bei der Täterbeschreibung war seitens der Polizei immerhin die Rede von “vermutlich arabischer Herkunft”. Wer die politisch korrekte Situation in der dekadenten Multikulti-Hochburg Berlin kennt, weiß damit auch, welch mutigen Schritt die Polizeibeamten in diesem Fall tatsächlich gegangen sind. Offiziell gibt es nämlich gar keine auffallende Ausländerkriminalität und erst recht keine Häufung unter Muslimen. Daher wagen sich die Beamten hier auf neues Terrain. Aber müssen wirklich erst wieder Juden in diesem Land verfolgt werden, bis endlich mal jemand den Mund aufmacht?

        Es ist ein seltsames Spiel, was eindeutig an “des Kaisers neue Kleider” erinnert. Zwar weiß inzwischen die Mehrheit der Bürger sofort, von wem im Zweifel bei derartigen Vorfällen die Rede ist, selbst wenn ein Zeitungsbericht sämtliche Details über einen Täter bewusst verschleiert. Trotzdem traut sich bislang kaum jemand, das auszusprechen, was im Grunde alle längst sehen und wissen, weil ansonsten – so schnell können die Betroffenen in der Regel gar nicht kucken – die “rechte Keule” auf sie niedergeht.

        Allmählich wird es höchste Zeit, sich mit der Realität zu befassen, bevor das ganze Land in Flammen steht und wieder einmal niemand von irgendetwas gewusst haben will. Nur dürfte es inzwischen bereits zu spät sein, um die aus den gemachten Fehlern folgenden Konsequenzen überhaupt noch verhindern zu können


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