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Frankreich stellt Gratis-Abtreibungen zur Verfügung 5. April 2013

Filed under: Stopp Abtreibung — Knecht Christi @ 19:44

Frankreich kostenlos Abtreibung 04 02 2013

 

 

Seit dem 1. April soll es jeder Frau in Frankreich möglich sein, vollkommen kostenfrei eine Abtreibung vollziehen zu lassen. 100  Prozent der Kosten sollen durch den französischen Staat ersetzt werden, wie france24.com berichtet. Schon bisher konnten 80 Prozent der Kosten dem französischen Steuerzahler zur Last gelegt werden. Die Kosten einer Abtreibung können bis zu 450 Euro betragen, man schätzt die Anzahl der jährlichen Schwangerschaftsabbrüche auf 220.000. Somit werden in Zukunft rund 99 Millionen des jährlichen Budgets in Abtreibungen investiert – vorausgesetzt, die komplette Kostenübernahme spornt nicht noch mehr Frauen dazu an, ihre Schwangerschaft zu beenden.

 

 

Frankreich erweitert Zugang zu Abtreibung

 

Gratis Verhütungsmittel für Jugendliche

 

Abtreibungen in diesem Umfang zu fördern, war ein erklärtes Ziel und Wahlversprechen des französischen Präsidenten Hollande. Weiters übernimmt der Staat die Kosten für Verhütungsmittel für alle Mädchen zwischen 15 und 18 – laut Regierungssprechern hofft der Staat darauf, dass dies die Anzahl der ungewollten Schwangerschaften und somit auch der Abtreibungen wieder senkt.

{Quelle: www.unzensuriert.at}

 

 

 

 

Frankreichs Fristenregelung von 1975 (Loi Veil)

wurde 2001 und nochmals 2004 gelockert:

 

Abschaffung der Zwangsberatung

 

Am 30. Mai 2001 ist in Frankreich eine Gesetzesrevision gutgeheissen worden, die die Zwangsberatung vor einem Schwangerschaftsabbruch (ausgenommen für Minderjährige) abgeschafft und die Frist von vorher 12 auf 14 Wochen nach der letzten Periode verlängert hat. Ausserdem benötigen Minderjährige nicht mehr obligatorisch die Zustimmung der Eltern, wenn es ihnen unmöglich scheint, mit den Eltern zu sprechen. Sie können sich in diesem Fall durch eine erwachsene Person ihrer Wahl begleiten lassen. Abbrüche dürfen nicht mehr nur an zugelassenen Kliniken, sondern unter gewissen Bedingungen neu auch in Arztpraxen vorgenommen werden. Die Frauenorganisationen und Fachverbände, die sich seit Jahren für eine Verbesserung der „Loi Veil“ aus dem Jahr 1975 einsetzten, haben sich durchgesetzt. Die Sterilisation, die in Frankreich offiziell unzulässig war, wurde legalisiert. An den Schulen wird die Sexualerziehung institutionalisiert. „Die Anwendung von Schwangerschaftsverhütung und Abtreibung durch die Frauen wurde lange tabuisiert und daher auch streng bestraft. Dann wurde sie toleriert und liberalisiert. Schliesslich ist sie zu einem Recht geworden“ (Elisabeth Guigou, Ministerin für Beschäftigung und Solidarität, am 29. November 2000, vor der Nationalversammlung). Im November 2000 hat das Parlament ferner definitiv den rezeptfreien Verkauf der „Pille danach“ (Norlevo) durch Apotheken gutgeheissen. Sie ist für Minderjährige kostenlos und darf auch durch Schulkrankenschwestern abgegeben werden. Seit Juli 2004 kann die medikamentöse Methode des Schwangerschaftsabbruchs (Mifegyne / RU 486) auch ausserhalb eines Spitals, in zugelassenen Arztpraxen angewendet werden. Der Anteil dieser Methode an der Gesamtzahl der Abbrüche ist seither auf 49% angestiegen (2007). {Quelle: www.svss-uspda.ch}

 

gegen1000kreuze.blogsport.de

 

 

 

 

Wie es zur Fristenlösung kam

 

Ein geschichtlicher Abriss des Kampfes zur Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs in Österreich

 

In Österreich ist die Fristenlösung unter dem damaligen Justizminister Christian Broda am 1. Jänner 1975 in Kraft getreten – 50 Jahre nachdem Sozialistinnen erstmals im Parlament den Antrag auf Straffreiheit für Abtreibung gestellt hatten. Seither kann eine Schwangerschaft bis zur zwölften Woche straffrei abgebrochen werden, danach nur noch aufgrund medizinischer Indikation. Nachdem während der Nazizeit die Abtreibung mit Todesstrafe geahndet worden ist, wurde mit Beginn der Zweiten Republik der mariatheresianische Paragraf 144, der den Schwangerschaftsabbruch generell unter Haftstrafe stellte, wieder eingesetzt. Die Illegalität trieb die Frauen in ausweglosen Situationen zu Engelmacherinnen; unfassbare psychisch-physische Tragödien, lebenslange Krankheiten und allzu oft der Tod der Frauen waren die Folgen.

 

 

 

 

AUF und SPÖ: Errungenes Recht

 

Die Erringung des Frauenrechtes auf Abtreibung ist dem Zusammenwirken zweier maßgeblicher Kräfte zu verdanken. Wie bereits erwähnt, war die Abschaffung bzw. Entschärfung des Paragrafen 144 der Arbeiterinnenbewegung von jeher ein Anliegen gewesen. Im Linzer Parteiprogramm von 1926 wurde die Straffreiheit des Schwangerschaftsabbruchs auf Antrag der Frau (ohne Indikation) und auf Kosten des Staates gefordert. In der Folge fühlte sich die sozialistische Alleinregierung 1971 quasi verpflichtet, diese Richtung weiterzugehen. Auf der anderen Seite geht der Legalisierungskampf Hand in Hand mit der Gründung der Frauenbewegung in Wien, der AUF (Aktion Unabhängiger Frauen), im Jahr 1972, deren erste Aktionen um das Selbstbestimmungsrecht der Frauen über ihren Körper kreisten. „Mein Bauch gehört mir“, „Ob Kinder oder keine, entscheiden wir allein“ lauteten einige der Slogans.

 

 

 

Gegensätzliche gesellschaftliche Pole

 

Als sich ebenfalls 1972 das „Aktionskomitee zur Abschaffung des § 144“ – darunter Eva Kreisky, Irmtraud Goessler, Rosemarie Fischer und Gertrud Edlinger – formierte, reagierte die konservative Opposition aufs Heftigste. Organisiert in der „Aktion Leben“ versuchte sie mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln entgegenzuwirken. Den Höhepunkt erreichte dieses Bestreben im Volksbegehren 1974, das die Strafrechtsreform verhindern sollte. Das wiederum ließ sich die Linke nicht bieten. Frauen links von der SPÖ gemeinsam mit SPÖ-Frauen wollten die Umtriebe der „Aktion Leben“ nicht unbeantwortet lassen. Die Ankündigungsplakate für das Volksbegehren wurden überklebt mit: „Ärzte, Richter, Pfaffen entscheiden. Wir Frauen sollen dazu schweigen“. Der Text der „Aktion Leben“ – „Lasst leben – schützen und helfen“ mit „Durch Richter und Gefängnis“ – ergänzt.

 

 

 

Abtreibungsdemo

 

Die berühmt berüchtigste Aktion fand im Dezember 1972 auf der Wiener Mariahilfer Straße statt. Im Zuge einer Frauendemo gegen den Paragrafen 144 ließ sich Erika Mis als „Sträfling“ mit der Nummer § 144 verkleidet, in einem Schandkarren – einer Art Gefängniskäfig – an einem Samstag durch die weihnachtliche Konsumhetze der Mariahilfer Straße ziehen. Als sinnbildliches Dreiergespann fungierten ein „Priester“, ein „Richter“ und ein „Arzt“. Die Aktion endete, indem Mis den Käfig mit einer Axt zerschlug. Nachdem das Volksbegehren erfolglos geblieben war, wurde die Fristenlösung 1975 umgesetzt. Bereits ein Jahr später öffnete im ersten Bezirk in Wien, am Fleischmarkt, das „Ambulatorium für Schwangerenhilfe“. {Quelle: diestandard.at}

 

3 Responses to “Frankreich stellt Gratis-Abtreibungen zur Verfügung”

  1. I.......... Says:

    Die Kosten einer Abtreibung können bis zu 450 Euro betragen,

    es wäre gescheiter Moral Unterricht zu geben in Europa–ohne Worte !!

  2. Laura Says:

    Ich finde jede Frau hat das Recht, selbst zu entscheiden, ob sie eine Abtreibung durchführen lässt oder nicht. Die meisten Frauen haben gute Gründe dafür. Das wichtigste ist, dass man sich nicht in die Hände eines Pfuschers begibt und lieber bezahle ich ein wenig mehr und ich werde gut betreut. Ich „musste“ auch eine Abtreibung machen lassen, weil mein Kind behindert war und ich habe mir diesen Schritt sehr gut überlegt. Bei Woman & Health (www.ungewollteschwangerschaft.at) bekam ich eine wunderbare Betreuung und auch die Ärzte und das gesamte Team waren sehr hilfsbereit und verständnisvoll. Dies half mir über diese schwere Zeit sehr.

    • Laura Says:

      Glaubt mir, es fiel mir nicht leicht mich gegen das Kind zu entscheiden, aber ich hatte nicht die Kraft und hatte Angst zu versagen.


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