kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Mustafa ließ sich in Regensburg taufen 31. März 2013

Filed under: Konvertiten,Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 21:12

Die Osternacht im Regensburger Dom (Foto: Bistum Regensburg)

Osternacht mit 1500 Gläubigen im Regensburger Dom – Bischof Rudolf Voderholzer taufte vier Erwachsene

 

 

Osternacht 2013 Bischof Osterkerze

 

In der Nacht von Karsamstag auf Ostersontag feierten rund 1500 Menschen im vollbesetzten Regensburger Dom die Auferstehung des HERRN. Wie viele Menschen darüber hinaus per TV oder Internet mit dabei waren, ist zur Zeit nicht bekannt.  Der Bayerische Rundfunk übertrug die Ostermette aus Regensburg deutschlandweit und tauchte die hohen Gewölbe in das ungewohnte Farbenspiel telegener Lichtwerfer.  Der Schrecken des Todes und die Unbegreiflichkeit einer ewigen Heimat bewegten die Menschen wohl bereits seit aller Zeit. Wie ein Schmetterling, der als fliegendes Juwel in den Himmel der Frühlingssonne tanzt und doch zuvor als Raupe auf der Erde kroch:  So könnte man sich vielleicht den Weg des Menschen vorstellen, den der auferstandene Christus vorangegangen ist. Bereits vor 700 Jahren ließ sich ein Künstler von dieser Idee führen, als er das Schmetterlingsreliquiar schuf, das man 1991 im Hinterkopf einer Christusfigur in der Regensburger Schottenkirche wiederfand.

 

 

 

www.hausbellin.de

 

Bischof Rudolf Voderholzer stellte es in den Mittelpunkt seiner Predigt: Betrachte man das Reliquiar genauer, „sehen wir, dass es den Schmetterling mit dem Kreuz verbindet. Die am Kreuz ausgebreiteten Arme des Herrn weiten sich in die Flügel des Schmetterlings. Unter dem Kreuz stehen, von den leuchtenden Farben Blau und Grün, also des Glaubens und der Hoffnung umgeben, Maria und Johannes…“. Das Bild des Schmetterlings hilft dem Menschen, eine Ahnung der Verwandlung zu gewinnen, die mit der Auferstehung Christi geschieht und die wir Ostern feiern. Der Bischof sagte hierzu:  „Gott selbst verwandelt das Kreuz, ursprünglich Zeichen der Grausamkeit des Menschen, in das Zeichen der göttlichen Liebe. Die am Kreuz schmerzhaft auseinandergerissenen Arme des Herrn weiten sich zur Umarmung der ganzen Schöpfung. Die Finsternis des Todes wird von innen her aufgehellt und vom österlichen Licht umfangen. Von all dem spricht der Schmetterling“ !

 

Die Liturgie der Osternacht feiert die Verwandlung mit dem ganzen Reichtum einer zweitausendjährigen kirchlichen Überlieferung: Vom Dunkel zum Licht, von der Sklaverei in Ägypten zur Freiheit im gelobten Land, vom auserwählten Volk Gottes zum weltumspannenden Heilsangebot Christi an alle Menschen, von der Verstrickung des Menschen in der Erbsünde zur reinigenden Taufe im Namen Christi. Bischof Rudolf taufte in der Osternacht vier Erwachsene: Ines, Olga, Marcel und Mustafa Matthias  – Auch für sie deutete er das Bild des Schmetterlings:  „In der Taufe werden Sie jetzt gleich in einer besonders intensiven Weise in diese Verwandlung aufgenommen. Getauft werden heißt: mit Christus sterben und mit ihm zum neuen und unzerstörbaren Leben auferstehen. Das ewige Leben beginnt nicht erst in der Stunde des Todes, es gründet in der Begegnung mit Christus und bricht hier und jetzt an“ .  

 

Die Botschaft der Osternacht spricht zu allen Menschen. Jedem, der sie hören will, müsste das Herz vor Freude hüpfen. Bischof Rudolf fasste das so zusammen:  „Lassen Sie sich vom Schmetterling die Botschaft von der Verwandlung nahe bringen! Von einer Verwandlung freilich, die alle irdisch und natürlich erfahrbaren Verwandlungen noch einmal überschreitet: Christus ist auferstanden von den Toten und hat uns ein Leben erschlossen, das keinen Herbst, keine Verwesung, keinen Tod mehr kennen wird“. {Quelle: charismatismus.wordpress.com – Quelle (Text/Fotos): Bischöfliches Presseamt Regensburg}

 

 

 

Junger Moslem wird in Osternacht getauft

Vorbild für andere sein

 

Dhaka: Ein 31jähriger Bengale wird in der Osternacht die Taufe empfangen und in die Gemeinschaft der katholischen Kirche aufgenommen. Der junge Mann, dessen Name nicht bekanntgegeben wurde, stammt aus einer moslemischen Familie des südasiatischen Landes Bangladesch. Den Glauben an Christus lernte er durch seine künftige Ehefrau kennen. Die Hochzeit ist bald nach Ostern geplant. Der Mann, der aus einer Familie praktizierender Moslems stammt, lernte das Christentum erst durch seine Verlobte näher kennen. „Sie erzählte mir von Jesus Christus und von Maria“, erzählte der Mann Asianews. „Als ich vom Leiden und der Kreuzigung Jesu hörte, der durch die Sünden der Menschen so leiden mußte, und weil er die Sünden der Menschen auf sich genommen hat, auch meine Sünden, war ich ganz verstört. Der Gedanken ließ mich nicht mehr los. Durch die Taufe beginnt für mich ein neues Leben, da Christus, der menschgewordene Gott, auch für mich die Türen zum Paradies aufgestoßen hat“.

 

Seit einem Jahr bereitet sich der junge Moslem im Katechumenat konkret auf die Taufe vor. Es sei keine leichte Entscheidung gewesen, sagt der Mann mit Blick auf seine Familie und die moslemische Umgebung, in der er aufgewachsen ist. „Die Liebe zu meiner künftigen Frau und unser gemeinsames Gebet haben aber die Entscheidung reifen lassen“. In Bangladesch ist der Islam Staatsreligion. Fast 90 Prozent der Bevölkerung sind Moslems. Die Katholiken bilden nur eine kleine Minderheit. Die Verfassung erkennt die Scharia nicht an und garantiert Religionsfreiheit. Die Konversion vom Islam zum Christentum wird jedoch durch Behörden und vor allem durch die Gesellschaft behindert. Pater Francis, der den jungen Mann taufen wird, sprach auch von einem nicht leichten, langen, aber schließlich geglückten Weg. Der junge Mann ist sich heute bewußt, daß er durch seinen Schritt Ablehnung ernten werde, aber auch „Vorbild für viele andere sein wird“, so der katholische Priester. {Quelle: www.katholisches.info – Text: Asianews/Giuseppe Nardi}

 

 

Viele Menschen entdecken erst im Laufe ihres Lebens den christlichen Glauben für sich. Deutschlandweit ließen sich im Jahr 2011 gut 3000 Männer und Frauen im Alter von mindestens 14 Jahren taufen.

 

 

 

In Hessen herrscht weiter

ein großes Interesse an Taufen im Erwachsenenalter

Glaube als Lebensperspektive

 

Frankfurt: Das Interesse an Erwachsenentaufen ist in Hessen ungebrochen. Viele Kirchen spüren -auf verhältnismäßig niedrigem Niveau – eine steigende Nachfrage oder berichten zumindest von stabilen Zahlen, wie eine Umfrage ergab. Die Gründe, sich der katholischen oder der evangelischen Kirche anzuschließen, fallen demnach sehr vielfältig und individuell aus. An Ostern lassen sich nun wieder viele Erwachsene taufen. In die Gruppe der erwachsenen Täuflinge fallen bereits Anwärter, die mindestens 14 Jahre alt sind. Dann gilt man als religionsmündig. Im Bistum Limburg ist die Zahl der Erwachsenentaufen in den vergangenen Jahren gestiegen. Waren es 1996 noch 97, wurden 2011 schon 142 registriert. „Man spürt, dass ein großes Interesse da ist“, sagte Bistumssprecher Martin Wind. „Das Gros der Neugetauften dürfte zwischen 20 und 40 Jahren alt sein, wobei der Anteil der Frauen größer ist als der Anteil der Männer“.

 

 

 

Hoffnung durch Papst Franziskus

 

Die Taufe markiert den Eintritt in die Kirche. Demnach beginnt ein neues Leben: In der christlichen Gemeinschaft der Gläubigen kann der Täufling nach dem Vorbild Jesu und aus dem Geist Gottes leben. Bei der Taufe übergießt ein Pfarrer den Kopf des Täuflings mit Wasser. Alternativ kann der Täufling kurzzeitig ganz in Wasser untergetaucht werden, was aber selten praktiziert wird. Die Zeremonien sind in evangelischer und katholischer Kirche fast identisch und werden gegenseitig anerkannt. Die Taufe ist einmalig und kann nicht wiederholt werden. Die ersten Christen tauften vor allem Erwachsene, vorwiegend an Flüssen oder an einem See. Sie orientierten sich dabei an der biblischen Geschichte, nach der Jesus von Johannes im Jordan getauft wurde. Der Reformator Martin Luther (1483-1546) empfahl, Kinder bereits im Säuglingsalter taufen zu lassen. Heutzutage ist beides möglich. Für die Taufe ab 14 Jahren entschieden sich die Menschen aus unterschiedlichen Gründen. Darunter seien Erwachsene aus ostdeutschen Bundesländern, die erst nach einem Umzug und dem Kontakt zu christlichen Gemeinden in der Region oder durch eine Partnerschaft mit einem Christen den Glauben kennengelernt hätten. Eine weitere Gruppe bestehe aus Menschen, die ungetauft aufgewachsen seien, dann aber den Glauben als Lebensperspektive für sich entdeckt hätten. „Eine relativ kleine Gruppe sind Menschen aus anderen Kulturkreisen, die in ihrer neuen Heimat mit dem Christentum in Berührung kommen und sich taufen lassen wollen.“

 

Im Bistum Fulda gab es zuletzt pro Jahr zwischen 50 und 80 Erwachsenentaufen. Die Zahl der Erwachsenentaufen sei schwankend, sagte der Bistumsbeauftragte für Erwachsenentaufen, Markus Günther. Mit einer positiven Wirkung des neuen Papstes Franziskus erhofft er sich einen Schub. Günther sieht einen gestiegenen Bedarf für Glaubenskurse, in denen Menschen ihre religiösen Wurzeln neu entdecken und kennenlernen könnten. „Viele Menschen sind auf der Suche nach dem Sinn des Lebens“, sagte der Pfarrer aus Gelnhausen. Im Bistum Mainz, das auch nach Hessen hineinreicht, wurden 2011 insgesamt 4898 Menschen getauft, davon 116 Erwachsene. 2010 waren es 114 Erwachsenentaufen. Insgesamt bleibe die Zahl seit Jahren relativ konstant, erklärte der Leiter des Referats Gemeindekatechese in Mainz, Rainer Stephan. „Es ist erstaunlicherweise unabhängig vom Image der Kirche“. Trotz des Missbrauchsskandals sei bisher nicht zu erkennen, dass sich weniger Erwachsene für die Taufe entschieden.

 

 

 

Unterschiedliche Gründe

 

Bundesweit wurden nach Angaben der Deutschen Bischofskonferenz im Jahr 2011 etwa 169 000 Menschen getauft. Darunter waren 3013 Personen, die das 14. Lebensjahr vollendet haben. Sie stammten zu 91 Prozent aus den alten Bundesländern. In der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck wurden 2011 477 Erwachsene getauft, 67 mehr als noch 2010. Es gebe einen gefühlten Aufwärtstrend, vor allem bei jungen Menschen, sagte Roland Kupski. Die Motive seien verschieden. Sie reichten „vom Religions-Weckungserlebnis bis zum schnöden Pragmatismus“, etwa, weil die Taufe Voraussetzung sein könne für die Arbeit im Kindergarten einer Kirche. Auch in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau haben die Erwachsenentaufen leicht zugenommen. 2011 waren es 1245, im Jahr davor 1237. Die Evangelische Kirche im Rheinland, deren Gebiet sich auf Hessen erstreckt, verzeichnete im Verhältnis zur Mitgliederzahl ebenfalls einen Anstieg. {Quelle: www.morgenweb.deVon dpa-Korrespondent Jörn Perske}

 

 

 

 

 

 

Eine Taufe in der Osternacht

 

Diese Zeilen stammen aus einem Kirchenlied, das Helge Hesse besonders nah ist. Dieser junge Mann von 20 Jahren hat sie sich auch für heute Abend ausgesucht – für seine Taufe in der Osternacht im Jugend-Kloster.

 

 

 

Horizonte tun sich auf

 

„Als Kind wurde ich nicht getauft, weil ein Elternteil katholisch ist und der andere evangelisch. Sie wollten mir die Möglichkeit geben, mich selbst zu entscheiden“, erzählt Helge Hesse. Bis zu dieser Entscheidung aber war es ein langer Weg, sagt er.  „Und die Wurzel steckt in Taizé“. Denn die vom Jugend-Kloster organisierten Fahrten zu internationalen Jugendtreffen beim ökumenischen Männerorden „Gemeinschaft von Taizé“, die Helge Hesse von seiner Heimatstadt Rhade aus mitmachte, haben ihn geprägt. „In Taizé gibt es niemanden, der einem fremd ist. Man kann jeden ansprechen, egal in welcher Sprache. Und wenn es mit Händen und Füßen ist“. Die besondere Gemeinschaft dort packte den Schüler, der ein Ingenieursstudium anstrebt. Ebenso die intensiven Gespräche über Religion, Glauben, Kirche, die er mit seiner  Taizé-Fahrt-Leiterin, Ordensschwester Gertrud, führte. Er fühlte: „Das ist etwas Schönes, ich möchte gerne ein Teil davon sein“. Am Jugend-Kloster besuchte der junge Mann zunächst einen Adventskurs, wurde dann „ziemlich schnell Teamer“. „Im katholischen Glauben“, fasst er seine Erfahrungen  zusammen, „wurde ich total nett aufgenommen. Aber ich hatte im Hinterkopf, dass ich nicht ganz dazu gehöre.“ Das wird sich heute ändern, wenn der Teamer – begleitet von jungen Osterkurs-Teilnehmern, seiner Familie sowie seinem Freund und Paten Nils Mechlinski – im Meditationsraum gleich drei Sakramente empfängt: Taufe, Kommunion, Firmung.

 

 

 

Vorbereitung

 

Zur Vorbereitung auf diesen Tag  diente Helge Hesse das offene Gesprächsangebot für junge Erwachsene „feel the spirit“ von Jugend-Kloster und KJG Kirchhellen. „Am ersten Fastensonntag gab es beim Bischof in Münster die offizielle Aufnahmefeier für die 32 Erwachsenen aus dem Bistum, die sich taufen lassen wollen“, erzählt Kai Kaczikowski, Leiter Jugendpastoral am Kloster. Für sie alle sei es wichtig, sich im Vorfeld bewusst zu machen: Worauf lasse ich mich überhaupt ein? Helge Hesse jedenfalls kann  auch Dinge benennen, die ihn stören. Wenn er etwa von Geldwäsche im Vatikan höre. Aber: Wichtig sind ihm persönliche Begegnungen und Erfahrungen. Für ihn zählt dies: „Religion soll Offenheit darstellen und Brüderlichkeit“. „Zwischen Wagemut und Ängsten nimmt das Leben seinen Lauf“. {Quelle: www.derwesten.de – Nina Stratmann}

 

 

 

 

 

Reif für die Kirche:

Eine junge Frau lässt sich in der Osternacht taufen

 

 

Im Alter von 19 Jahren hat Jil-Lisann Kawol aus Ratingen entschieden, drei Sakramente empfangen zu wollen.

 

Ratingen: Die Taufe als Baby, mit neun Jahren die Erstkommunion, mit 16 zur Firmung – so sieht in der Regel eine normale Karriere in der katholischen Kirche aus. Anders bei Jil-Lisann Kawol: Die 19-Jährige wird in der Osternacht in der Heilig-Geist-Kirche in Ratingen-West getauft, im selben Gottesdienst gefirmt und zur Erstkommunion gehen. 18 Jahre lang hat Religion im Leben der jungen Frau, die in Ratingen geboren und aufgewachsen ist, keine Rolle gespielt. „Meine Eltern haben mich nicht getauft. Sie sagten, ich solle das selbst entscheiden können“, erinnert sich Jil-Lisann. „Mir ist deutlich geworden, dass es in einer Stadt wie Ratingen möglich ist, völlig religionsfrei aufzuwachsen“ Ludwin Seiwert, Pfarrer. Der Vater ist zwar katholisch, die Mutter evangelisch, aber Religion sei „nie ein Thema“ gewesen. Auch ihre fünf Geschwister seien nicht getauft worden. „In der Schule hatte ich nie Religionsunterricht, sondern Philosophie“, sagt sie.

 

Dennoch erwachte in ihr der Wunsch, Christin zu werden. Vor einem Jahr fasste sie sich ein Herz, schaute im Internet nach, welche Gemeinde für sie zuständig ist und schrieb eine knappe Mail ans Pfarrbüro: „Ich würde mich sehr gern katholisch taufen lassen. Ich bin 18 Jahre alt und kann dies somit selbst entscheiden.“ Noch am selben Tag hat sich Jil-Lisann mit Pfarrer Ludwin Seiwert getroffen. Woher kam dieser plötzliche Wunsch? Gab es ein besonderes Erlebnis, eine einschneidende Erfahrung? „Ich weiß es selbst nicht“, sagt Jil-Lisann. Jil-Lisann Kawol ist 19 Jahre alt und absolviert gerade ein Freiwilliges Soziales Jahr. Danach geht sie zum Adam-Joseph-Cüppers-Berufskolleg. Ihr Berufswunsch: Erzieherin. In ihrer Freizeit treibt sie Sport und fotografiert. In der Regel wird die Kindertaufe praktiziert. Dabei bekennen Eltern beziehungsweise Taufpaten den Glauben an Jesus Christus und versprechen eine christliche Erziehung des Kindes.

 

Die Firmung bedeutet in der katholischen Kirche vor allem die Vollendung der Taufe, eine engere Verbindung mit der Kirche und eine Stärkung durch die Kraft des Heiligen Geistes. Die Erstkommunion ist in der katholischen Kirche der festlich begangene erste Empfang der heiligen Kommunion. „Genau diese Frage habe ich auch gleich gestellt“, sagt Pfarrer Seiwert. „Aber ich bin auch ein bisschen froh, dass es eben keinen Grund gibt. Dass sie nicht überredet wurde, sondern dass der Wunsch, getauft zu werden, ganz aus ihr selbst gekommen ist“. Dann begann die zehn Monate lange Taufvorbereitung: Einmal pro Woche setzten sich die beiden im Pfarrbüro zusammen, sprachen über Gott und die Welt, dachten über viele Themen nach, beteten zusammen, stopften aber auch große Wissenslücken: die zehn Gebote, das Kirchenjahr, die Fastenzeit, Sakramente, und, und, und.

 

 

Nachhilfe in biblischer Geschichte

 

„Jil-Lisann wusste nicht einmal, wer Moses ist“, erinnert sich Seiwert. Wobei Religion nicht nur mit Wissen, sondern auch mit Werten zu tun habe: „Wichtig ist, in Beziehung zu Gott zu treten und sich auf den Weg zu machen. Wohin der Weg führt, das ist besonders spannend“. Auch für den Pfarrer waren die Gespräche mit der jungen Frau bereichernd: „Mir ist deutlich geworden, dass es in einer Stadt wie Ratingen möglich ist, völlig religionsfrei aufzuwachsen“, sagt er nachdenklich. Dass Jil-Lisann in der Osternacht in die Kirche aufgenommen wird, ist kein Zufall. „Ostern ist der älteste Tauftag der Kirche“, sagt Pfarrer Seiwert. Deshalb gebe es häufiger Erwachsenentaufen an diesem Tag.

 

 

 

Der Ablauf ist exakt geplant

 

Aufgeregt sei sie bisher nicht, räumt die 19-Jährige ein. Mit dem Pfarrer hat sie den Ablauf schon genau besprochen: Erst kommt die Taufe, bei der ihr der Pfarrer etwas Weihwasser über den Kopf gießt, danach legt er ihr zur Firmung die Hand auf. Normalerweise wird dieses Sakrament durch Bischöfe gespendet, „bei Erwachsenen habe ich aber auch Firmvollmacht“, erklärt Seiwert. Die Erstkommunion erhält Jil-Lisann bei der normalen Kommunion der Gemeinde – allerdings am Altar. Ihre Eltern und Geschwister werden bei diesem außergewöhnlichen Schritt in der Kirche dabei sein, auch viele Freunde wollen kommen. „Überhaupt hab ich sie nur Unterstützung erfahren.“ Und für Pfarrer Seiwert wird in dieser Osternacht die große Christusfigur an der Altarwand seine besondere Symbolik ausdrücken: „Er hängt nicht am Kreuz, sondern hat die Arme ausgebreitet: Er lädt alle ein“. {Quelle: www.wz-newsline.de – Von Joachim Dangelmeyer}

 

One Response to “Mustafa ließ sich in Regensburg taufen”

  1. Mustafa ließ sich in Regensburg taufen

    mögen viéle Mustafas diesen Weg finden wollen !!


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