kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Kopten reisen nach Jerusalem 31. März 2013

Filed under: Koptische Kirche im Ausland — Knecht Christi @ 20:35

Voraussichtlich mehr als 4.000 Christen aus Ägypten reisen zu den Osterfeierlichkeiten nach Jerusalem, 40 Prozent mehr als im vergangenen Jahr.

 

Die ägyptische Fluggesellschaft „Air Sinai“ plane bis zu vier Direktflüge pro Tag zwischen Kairo und Tel Aviv, um die Pilger zu befördern, berichtete die ägyptische Zeitung „Al Masry Al Youm“ am Freitag unter Berufung auf Behördenquellen am Kairoer Flughafen. Schon am Donnerstag seien mehrere Dutzend Christen von Kairo aus nach Israel aufgebrochen. Am Karfreitag waren den Angaben zufolge weitere 135 Ägypter auf zwei Flüge nach Tel Aviv gebucht. Bei den christlichen Reisenden handle es sich sowohl um ägyptische Katholiken wie um Kopten. Während die katholische Kirche Ostern an diesem Wochenende begeht, feiern die Kopten ebenso wie andere Ostkirchen wegen eines anderen Kalenders erst am 5. Mai. Der Anstieg koptischer Pilger hänge möglicherweise damit zusammen, dass der neue Patriarch Tawadros II. keinen Bann für Reisen nach Jerusalem verhängt habe, so die Zeitung. Der im März vergangenen Jahres gestorbene Vorgänger Schenuda III. (1923-2012) hatte per Erlass Pilgerfahrten nach Israel untersagt. Viele koptische Geistliche seien allerdings der Auffassung, dass das Verbot auch ohne Bestätigung durch Tawadros II. nach wie vor gelte, schrieb „Al Masry Al Youm“ unter Verweis auf den koptischen Bischof Morkos von Schubra al-Chaima. {Quelle: de.radiovaticana.va}

 

 

 

 

 

 

Karfreitag in Jerusalem

 

Auf der Suche nach der besonderen Stimmung

An Karfreitag zieht es unzählige Gläubige nach Jerusalem. Dorthin, wo Jesus Christus dem christlichen Glauben nach gekreuzigt und begraben wurde. Die Gassen sind voll von Pilgern, Touristen und Einheimischen. Alle wollen den Kreuzweg Jesu nachgehen und die besondere Stimmung einfangen.

 

Schmale Gassen, viele Stufen, Menschenmengen. An besonders engen Stellen gibt es immer wieder Stau durch Pilger, Touristen und Bewohner. Das ist der Karfreitag in Jerusalem. Die schönste Stelle des Kreuzwegs durch Via Dolorosa ist der Hof der opischen Mönche. Man steht dort plötzlich auf dem Dach der Grabeskirche. Hier singen die Klosterschwestern aus Simbabwe mit großer Freude. Sie singen im Schatten der Mauern, dort ist Licht und Luft. Man kann das Gedränge der Altstadtgassen von Jerusalem an diesem sonnigen Karfreitag kurz hinter sich lassen, bevor es  in die überfüllte Grabeskirche hineingeht. Sie steht auf dem Golgotha-Hügel. Dort wurde dem christlichen Glauben nach Jesus gekreuzigt und ins Grab gelegt.

 

 

 

Entspannte Stimmung

Auf dem Weg dorthin mischen sich Pilgergruppen aus aller Welt mit Touristengruppen. Alle sind auf der Suche nach der besonderen Stimmung an Karfreitag: „Es ist alles sehr überfüllt. Ich hätte aber trotz allem noch mit mehr Besuchern gerechnet. Es gibt ja doch einige, die sehr von der Atmosphäre ergriffen sind. Es ist recht interessant, sich das Ganze mal anzuschauen und einmal live dabei zu sein“, sagt eine Touristin. Dazu gehört auch mal ein hitziger Wortwechsel, wenn die eine Pilgergruppe zu einer Station hineindrängt, die andere aber besonders lange im Gebet verharrt. Insgesamt ist die Stimmung aber sehr entspannt.

 

 

 

 

„Das Christentum ist bunt und toll“

„Jerusalem und Ostern für die Christen, die hier leben, ist einfach so bunt. Es gibt eben nicht nur römisch-katholisch, sondern Ostern hat so viele Gesichter. Ich liebe besonders diese typischen Liturgien. Seien es zum Beispiel die speziellen Liturgien der Äthiopier, der Syrer, der Kopten, der Griechen oder der Armenier. Ich nehme dann auch sehr gerne teil. Ich finde es immer stark, wie unterschiedlich dieses Mysterium gefeiert wird. Das Christentum ist so bunt und so toll“, sagt Bruder Nikodemus, ein Benediktiner-Mönch von der Dormitio-Abtei auf dem Zionsberg.

 

 

 

Durch enge Marktgassen den richtigen Weg finden

Er mischt sich allerdings nicht unter die Pilger, die im Wechsel ein symbolisches Holzkreuz bis zur Grabeskirche tragen, um die Leiden Christi nachzuempfinden. Sie wollen genau den Weg gehen, den Jesus gehen musste. Der Weg führt durch enge Marktgassen, vorbei an Cafes und Andenkenläden. Immer wieder kommen die Pilgergruppen ins Stocken, müssen in dunklen Durchgängen warten, bis es weitergeht. „Wir sind einer Pilgergruppe aus Simbabwe gefolgt, einer aus Indien, einer aus Sri Lanka und einer Schwedengruppe. Sie haben natürlich immer gesungen. Wir haben dann den Weg zur Grabeskirche gefunden. Wir hatten uns ein bisschen verlaufen und dann dachten wir, wenn wir der Pilgergruppe folgen, finden wir bestimmt den Weg“, sagt ein Mädchen.

 

 

 

Zeit für einen Moment der Andacht

Den finden heute sicher noch Tausende. Höhepunkt der Karfreitagsfeiern sind die Gottesdienste zur Todesstunde Christi und die Grablegungszeremonie in der Grabeskirche. Doch so überfüllt auch eiligen Stätten der Christen in Jerusalem sind: Wer einen Moment der Andacht sucht, wird ihn selbst hier finden.

{Quelle: www.tagesschau.de – Von Christian Wagner, ARD-Hörfunkstudio Tel Aviv}

 

Karfreitag in Jerusalem

Riesenandrang bei Prozession

Wie üblich empfinden Gläubige aus aller Welt in der Altstadt von Jerusalem zum Karfreitag den Leidensweg Christi nach. In diesem Jahr klagen Besucher über besonders viele Teilnehmer, die sich durch die Gassen drängen. Die Polizei ist in Alarmbereitschaft.

 

Die Karfreitagsprozession in der Altstadt von Jerusalem hat in diesem Jahr besonders viele Gläubige und Schaulustige angelockt. Das Gedränge in den engen Gassen war noch größer als üblich. Viele beklagten sich über  den enormen Andrang. Nach altem Brauch führten Franziskaner-Mönche den Zug der Gläubigen durch die Via Dolorosa an. Die israelischen Sicherheitskräfte waren wie jedes Jahr in erhöhter Alarmbereitschaft. Bei der Prozession empfinden die Gläubigen den Leidensweg Jesu Christi nach. Eine Gruppe Gläubige trug ein besonders schweres Holzkreuz durch die Menge, das dem Kreuz nachempfunden war, an das Jesus vor fast 2000 Jahren geschlagen wurde. Ein anderer hatte sich eine Dornenkrone auf den Kopf gedrückt, wie sie damals auch Jesus aufgezwungen worden sein soll. Als römische Soldaten verkleidete Teilnehmer taten so, als ob sie ihn antreiben und schikanieren würden, so wie es damals mit Jesus geschehen sein soll. Jesus wurde nach christlichem Glauben am Karfreitag verurteilt und auf dem Hügel Golgatha, der außerhalb der damaligen Stadtmauern gelegenen Hinrichtungsstätte von Jerusalem, gekreuzigt. 14 Stationen auf dem Leidensweg markieren die Stellen, an denen er unter dem Gewicht des schweren Holzkreuzes zusammenbrach. Dort verharrten die Gläubigen jeweils für ein Gebet und fromme Gesänge. Die Prozession endete in der Grabeskirche.

 

 

 

Auferstehung „am dritten Tage“

Die Basilika, die heute innerhalb der Stadtmauern steht, befindet sich der Überlieferung nach an der Stelle, an der Jesus Christus gekreuzigt und begraben wurde und – wie es im Glaubensbekenntnis heißt – „am dritten Tage“ auferstanden ist. Der „dritte Tag“ ist Ostersonntag, wobei der Kreuzigungstag mitgezählt wird. Als „außergewöhnlich“ bezeichnete die Kanadierin Dainne Smith die Prozession, an der sie mit ihrer Familie teilnahm. „Ich bin sehr beeindruckt von Jerusalem und allen den verschiedenen Religionen, die hier zusammenkommen“, sagte die 62-Jährige. Renee O’Dwyer aus Irland fand die Prozession „wunderbar“. Aber auch er beklagte sich, dass es „einfach zu voll“ gewesen sei. Am Morgen hatte der lateinische Patriarch Fouad Twal in der Grabeskirche die religiösen Feierlichkeiten zum Karfreitag im Beisein von mehreren Hundert Gläubigen begonnen. Am Nachmittag war dort traditionell eine symbolische Grablegung Jesu geplant. {Quelle: www.n-tv.de}

 

One Response to “Kopten reisen nach Jerusalem”

  1. Ibrahim Says:

    Das ZDF hat einen sehr guten Film gezeigt! Hier seht selbst!

    http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/video/1867014/Gef%C3%A4hrlicher-Glaube


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