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Karfreitag und Ostern: Hinter dem Horizont geht’s weiter 29. März 2013

Filed under: Werte für Jugend — Knecht Christi @ 20:16

Christos Anesti Christ is Risen – Christus ist auferstanden

Mit dem Tod zertrat er den Tod und schenkte denen das Leben, die in den gräbern lagen.

 

Karfreitag und Ostern sind nach christlichem Verständnis Ereignisse von universeller Bedeutung für die Menschen. Beide gemeinsam können als wichtigstes Fest der Christenheit viel Hoffnung geben.

 

Die großen Feste der Kirchen orientieren sich am Leben ihres Religionsstifter Jesus Christus. Keine Frage: Das beliebteste Fest der Deutschen ist Weihnachten, das Fest seiner Geburt. Da wird ein freudiges Ereignis gefeiert. Es werden Geschenke gemacht und die heilige Atmosphäre der Weihnachtszeit ruft viele positive Emotionen hervor. So wichtig die Geburt Jesu, also das Menschwerden Gottes, auch ist – noch bedeutender sind Karfreitag und Ostern. Karfreitag ist der Gedenktag des Leidens und Sterbens Jesu, Ostern das Fest seiner Auferstehung von den Toten. Beide haben allerdings einen gewissen Vorlauf: Die so genannte Karwoche beginnt mit dem Palmsonntag und ist die wichtigste Woche des Kirchenjahres. In besonderer Weise wird an die Leiden Jesu und sein Sterben erinnert. Die Bezeichnung „Kar“ stammt aus dem Althochdeutschen. „Kara“ bedeutet soviel wie Klage oder Trauer. Aus diesem Grund stehen am Todestag Jesu, dem Karfreitag, Trauer und Buße im Mittelpunkt des Gedenkens.

 

 

 

Verbindung von Tod und Auferstehung

 

Früher galt der Karfreitag als höchster Feiertag der evangelischen Christen. Mittlerweile besteht in den christlichen Konfessionen weitgehend Einigkeit darin, dass der stellvertretende Tod Christi für die Schuld der Menschen unlösbar zusammengehört mit Ostern, also dem Tag seiner Auferstehung. Dass das höchste Fest der Christenheit, bestehend aus Karfreitag, Karsamstag und Ostersonntag, inzwischen als Einheit mit unterschiedlichen Aspekten gesehen wird, unterstreicht auch der Theologe Ulrich Lüke: „Wenn man nur Karfreitag begeht, dann ist das ein todtrauriges Ereignis und dann ist das sozusagen der Abschied von einem Looser. Da muss ich Ostern mitdenken, sonst habe ich auch Karfreitag nicht richtig gedacht. Insofern gehören die unmittelbar zusammen.“ Allerdings ist es dem katholischen Theologieprofessor wichtig, dabei auch Weihnachten nicht aus dem Blick zu verlieren. Karfreitag dokumentiere die letzte Konsequenz von Inkarnation – also von der Menschwerdung Gottes. „Was Weihnachten beginnt – Gott von Anfang an als Mensch und beim Menschen – und am Karfreitag dann endet – Gott bis zum Ende beim Menschen – das gehört zusammen“.

 

 

 

Intrige, Verleumdung, Prozess

 

Was am ersten Karfreitag der Geschichte passierte, wurde bereits am Vorabend eingeleitet. Jesus hatte mit seinen zwölf engsten Begleitern das Abendmahl eingenommen – ein letztes Mal Gemeinschaft und wegweisende Worte des Meisters. Kurz darauf folgten Verrat und Gefangennahme. Am Karfreitag hatte er zwei Prozesse zu erdulden – einen der jüdischen Obrigkeit, die Jesus aus theologischen Gründen beseitigen wollte und einen der römischen Herrscher. „Das Ganze war ein trickreiches Zusammenspiel“, so Lüke, da die Juden nicht die Herren im eigenen Land waren, sondern die Römer. „Die hatten festgelegt, dass nur sie Todesurteile fällen und vollstrecken durften. Den Römern war es eigentlich egal, ob da einer behauptet, er sei Gottes Sohn. Die interessierte, dass Ruhe im Land war.“ Aus diesem Grund denunzierte die religiöse jüdische Oberschicht Jesus als Königsanwärter, als Aufrührer und Befreiungskämpfer. „Der römische Statthalter Pilatus hat dann mit ihm kurzen Prozess gemacht. Nach allem, was wir über den Prozess wissen, hat er wenig gegen ihn gefunden, aber dann doch unter dem Druck des Mobs Jesus dem Tod preisgegeben.“ Tod durch Kreuzigung – eine der brutalsten Hinrichtungsarten der Antike. Oftmals dauerte der Todeskampf der Delinquenten mehrere Tage.

 

 

 

Merkwürdige Dinge

 

Nur wenige, die die Kreuzigung Jesu miterlebten, ahnten wohl, dass dort gerade jemand von besonderer Bedeutung starb. „Die theologischen Definitionen, Jesus sei vom Wesen her wahrer Gott und zugleich wahrer Mensch, sind Begriffe, die sich erst danach theologisch und philosophisch entwickelten“, erklärt Lüke, Professor für Systematische Theologie an der Technischen Hochschule Aachen. Allerdings wird in den Berichten des Neuen Testaments der Bibel berichtet, dass sich zum Todeszeitpunkt Jesu die Sonne verfinsterte, dass die Erde bebte und weitere unerklärliche Dinge passierten. Für Lüke beeindruckend: „Jesus durchlebt die letzte Konsequenz von Menschsein bis zum brutalen Tod. Das ist der Inkarnationsgedanke, dass Gott von Anfang bis Ende beim Menschen ist. Was wäre das für eine Form von Solidarität mit der menschlichen Endlichkeit, Schwäche und Hinfälligkeit, wenn er sich gewissermaßen vorher aus dem Staub gemacht hätte“?

 

Zurück bleibt die kleine erschütterte, traurige und verängstigte Gruppe seiner Weggefährten, die das Ende all ihrer Hoffnungen und Träume vor Augen hat.

 

 

 

Das Ende nur ein Übergang

 

Das, was wir heute Ostern nennen, wird für die Anhänger Jesu allerdings der Tag der Überraschung. Am Morgen des dritten Tages nach der Kreuzigung ist das Grab, in das der tote Jesus gelegt wurde, leer. Zeugen sind dem Auferstandenen begegnet. „Und zwar auch solche Zeugen, die überhaut nicht daran gedacht haben, dass er auferstehen könnte“, sagt Ulrich Lüke. So habe Maria von Magdala, die als erste das leere Grab vorfand, schockiert geglaubt, der Leichnam sei gestohlen worden. „Sie ist sogar so tränenblind, dass sie Jesus noch nicht einmal erkennt als er ihr begegnet. Sie muss erst von ihm angesprochen werden und dann gehen ihr die Augen auf. Die Oster-Zeugen sind also keineswegs schon mit einem Halleluja auf den Friedhof gekommen, weil sie wussten, Jesus steht jetzt da als Held über allem.“ Erst die leibhaftige Begegnung mit dem, der von den Toten auferstanden ist, überzeuge die ersten Christen davon, dass er wirklich lebt.

 

 

 

Perspektive bis heute

 

Für Christen ist das Karfreitags- und Ostergeschehen mit dem Gefühl der Hoffnung verbunden. Lüke, der als Theologieprofessor und Biologe auch Fachmann für das Verhältnis von Naturwissenschaft und Glaube ist, erklärt das so: „Es eröffnet eine neue Perspektive“. Die zahllosen Leiden, die ein Mensch für sich und die die Menschheit insgesamt habe, Dramen wie Auschwitz, Stalingrad oder das  Massaker von My Lai würden durch die christliche Auferstehungsbotschaft gekontert. Sie vermittele: „Dieses Leben, das wir in seiner Endlichkeit und Materialität kennen, ist nicht das Letzte. Sie öffnet also den Horizont, macht Menschen fähig, die am Grab stehen, nicht nur 1,80 Meter in die Tiefe zu gucken, sondern über das Grab hinauszuschauen, in einen neuen Horizont von Leben hineinzuschauen.“ Das bedeutet: Ostern eröffnet für Christen eine Dimension, die über das irdische Leben und den Tod hinausgeht. {Quelle: www.dw.de}

 

 

 

 

 

Wichtigstes Fest im Kirchenjahr

 

Wonach richtet sich Ostern?

 

Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag – wonach richtet sich eigentlich das Osterdatum? Und was wird überhaupt gefeiert? shz.de hat Fragen und Antworten zusammengestellt.

 

Wann ist Ostern? Das Osterdatum richtet sich nach dem Mondkalender: Ostersonntag fällt immer auf den Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühjahr. Um diesen Tag gruppieren sich dann die Osterfest- und Feiertage. So beginnt die Karwoche mit Palmsonntag genau eine Woche davor. Ostern scheint in diesem Jahr recht früh im Jahr zu liegen – es geht aber noch eher: Der frühestmögliche Termin für Ostersonntag nach dem Mondkalender ist der 22. März. Der späteste ist der 25. April. Was wird an Ostern gefeiert? Ostern ist das wichtigste und älteste Fest im Kirchenjahr. Das Christentum feiert die Auferstehung Jesu Christi von den Toten. In der Liturgie hat die Feier in der Osternacht von Karsamstag auf Ostersonntag die größte Bedeutung. Sie wird „heiligste Nacht“ (lateinisch „nox sacratissima“, wie auch die Nacht vom 24. auf den 25. Dezember) genannt. Die Feier findet je nach örtlicher Tradition am späten Karsamstag oder am frühen Ostersonntag statt. Ostern findet seinen Ursprung im Passahfest des Judentums, bei dem die israelitische Befreiung aus ägyptischer Gefangenschaft im Mittelpunkt steht.

 

Welche Bedeutung haben die anderen Feiertage? Die Karwoche ist die „heilige Woche“, beginnend mit Palmsonntag. Sie endet Karsamstag. „Kar“ steht althochdeutsch für Trauer, Klage oder Kummer. Palmsonntag erinnert an die Jesu Ankunft in Jerusalem. Am Gründonnerstag wird das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern gefeiert. Karfreitag wird seiner Kreuzigung gedacht. Am Karsamstag steht die Grabesruhe im Mittelpunkt, deshalb findet kein Gottesdienst statt. Ostersonntag steht im Zeichen der Auferstehung. Ostermontag als zweiter Feiertag ebenfalls, da Jesus den Jüngern erst einen Tag nach der Auferstehung selbst erschien. Weshalb gibt es Ostereier? Das Ei als Symbol für Fruchtbarkeit und Erneuerung passt zur Auferstehung, durch die neues Leben ermöglicht wird. Traditionell wird es in Anlehnung an das Blut Christi rot bemalt. Inzwischen sind alle möglichen Farben und Muster beliebt.

 

Was hat Ostern mit Hasen zu tun? Auch der Hase steht als Symbol für Fruchtbarkeit und das Leben, da er im Frühjahr seinen Nachwuchs zur Welt bringt. Weshalb er auch mit dem Osterei in Verbindung gebracht wird, ist nicht sicher. Für den Brauch gibt es verschiedene Theorien. Weshalb werden Osterfeuer angezündet? Osterfeuer werden meist als Ausgangspunkt der Auferstehungs-Liturgie der katholischen Kirche von Karsamstag auf Ostersonntag angezündet, um daran die Osterkerze zu entzünden. Hintergrund ist die Lichtsymbolik des Osterfestes, das für das Leben steht. Die Osterfeuer werden auch mit der Vertreibung des Winters in einen Zusammenhang gebracht. Bevor die Feuer entzündet werden, rät die Polizei dazu, die Haufen umzuschichten. Damit sollen Tiere vertrieben werden, die sich darin verstecken. Zudem muss ein ausreichender Sicherheitsabstand zu Gebäuden, Knicks und Wäldern eingehalten werden. {Quelle: www.shz.de}

 

9 Responses to “Karfreitag und Ostern: Hinter dem Horizont geht’s weiter”

  1. "ex-carma" Says:

    >> Der neue Papst Franziskus will den Dialog mit anderen Religionen verstärken, vor allem mit dem Islam. „Man kann keine wahre Verbindung zu Gott haben, wenn man die anderen ignoriert“, sagte der Papst am Freitag vor den beim Vatikan akkreditierten Diplomaten.

    Ein intensiverer Dialog zwischen den verschiedenen Religionen sei deshalb wichtig. „Ich denke besonders an den mit dem Islam“, fügte er an. Er habe es sehr geschätzt, dass so viele zivile und religiöse Autoritäten aus der islamischen Welt bei seiner Amtseinführung am Dienstag anwesend gewesen seien, sagte Franziskus.

    – dafür ist Jesus bestialisch gefoltert und hingerichtet, für unsere sünden und unsere erlösung gekreuzigt worden? dafür sterben abertausende jährlich den märtyrertod in islamischen ländern?
    die letzten christlichen minderheiten, seit 1400 jahren KENNER der moslems und ihrer lügenpropaganda – werden syrematisch vertrieben und ausgerottet – wir aber sollen
    den ISLAM NICHT „IGNORIEREN!??
    das schlägt dem fass den boden aus – wenn das der Heilige Geist war, der angeblich diesen papst erwählt hat….aber das glauben ja nicht mal mehr katholiken….
    auf den islam sollen wir zugehen, aber mir als evangelischen wird das abendmahl VERWEHRT?
    na, herr bazillus – wie rechtfertigen sie das wiedereinmal?

    • "ex-carma" Says:

      die katholische und evangelische kircheleitung hat sich EINDEUTIG und KLAR für die anerkennung des islam/islamismus ausgesprochen – schon seit papst johannes vor 15 jahren hat dieser lügendialog begonnen. wer damit ein problem hat, wird aus JEDER KONFESSION hinausgemobbt, wenn nicht verklagt!! was für ein spiel läuft hier??

      • "ex-carma" Says:

        >> Zitat eines Türken auf den Forum (2005):
        Ich glaube schon, dass Jesus schwul war…! Sieht man an seiner Haltung, wie er am Kreuz so tuckig hängt – ich meine auch zu erkennen, dass er seinen Hintern etwas herausstreckt, in der Hoffnung das letzte mal noch eins verpasst zu (bekommen) …<<

        auf diese leute sollen wir also zugehen??

    • "ex-carma" Says:

      >> Die muslimische Gemeinschaft in Buenos Aires zeigte sich über die Nachricht der Wahl von Bergoglio zum Papst erfreut und bemerkte, dass er „sich immer als Freund der muslimischen Gemeinschaft gezeigt hat“ und eine Person sei, die offen für den Dialog ist.[79]
      Die Gemeinschaft lobte Bergoglios Reaktion auf die Regensburger Rede Papst Benedikts XVI. Er habe sich damals sofort von den Aussagen Benedikts distanziert und gesagt, dass das Zitat die über Jahrzehnte von Papst Johannes Paul II. aufgebauten Beziehungen zum Islam zerstören könnte.

      Der Generalsekretär des Centro Islamico de la Republica Argentina (CIRA) fügte hinzu, dass die Wahl von Bergoglio zum Papst in der muslimischen Gemeinschaft „Freude und Hoffnungen auf eine Stärkung des Dialogs der Religionen“ hervorrufe.[79] Vor dem diplomatischen Korps im Vatikan sprach Papst Franziskus am 22. März 2013 den Wunsch aus, auf den Islam zuzugehen. Er sagte, dass man den Nächsten nicht ignorieren könne und daher ein intensiverer Dialog zwischen den Religionen nötig sei. „Ich denke dabei besonders an den Islam“, fügte er hinzu. Dabei würdigte er auch die vielen zivilen und religiösen Vertreter aus der islamischen Welt, die seiner Amtseinführung am 19. März 2013 beigewohnt hatten.[81]

      Großscheich Ahmad Mohammad al-Tayyeb, eine der wichtigsten Autoritäten im sunnitischen Islam, schrieb an Papst Franziskus und bot ihm „volle Zusammenarbeit und Liebe“ an „um gemeinsame Werte zu sichern“ …

  2. "ex-carma" Says:

    adieu, meine lieben, mir wirds zu „heiß“ hier – christ sein kann man nur noch im „untergrund“?!
    denkt daran, das unsere ip-adressen längst irgendwo observiert werden – irgendwann kann das zum verhängnis werden!!

    • "ex-carma" Says:

      gibt es noch IRGENDEINE christliche „sekte“, die NICHT mit dem islam kungelt? oder muss ich jetzt JUDE werden?
      bitte hier info hinterlassen!!

      • Emanuel Says:

        Ha ha ha …Ja ! Die Swedenborg – Gemeinde ……. Scherz beiseite .. ich gebe dir recht … wir sollten aufhören zu „reden“ …

        LG

        Emanuel.

  3. Wahre Ostern

    Wie wichtig muß Dir Liebe sein,
    daß Du das Kreuz getragen hast,
    für uns, die Menschen, ganz allein,
    mit dieser sündenschweren Last.

    Um die Menschheit zu erlösen,
    bist Du nach Golgatha gegangen,
    dort abzusagen allem Bösen,
    um neu mit Liebe anzufangen.

    Wie wichtig muß der Mensch Dir sein,
    dass Du für ihn gestorben bist,
    den Weg geebnet hast, für ihn allein,
    damit er leben kann – als Christ.

    Wie wichtig war doch dieser Anfang,
    der einst begann mit Deinem Tod,
    und die Auferstehung, Gott hab Dank,
    sie begrub der Menschheit Not.

    Zu großem Dank sind wir verpflichtet,
    ständig, bis in alle Ewigkeit,
    zu Ostern wird im Land berichtet,
    Jesu Christ, von Deiner Herrlichkeit

    • "ex-carma" Says:

      ach Gott, ihr weiblichen seelen seid ja doch immer viel sanftmütiger als wir streithäne –
      nicht auszuhalten, wenns nur unsereins gäbe…Frohe Ostern, werte isachar
      (ist das eigentlich ein persischer name?)


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