kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Essigwasser und Steine vermitteln, was Jesus erlebt hat 29. März 2013

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 20:00

Auf den Spuren Jesu

 

Gläubige und Schaulustige aus aller Welt haben sich in der Altstadt von Jerusalem zur traditionellen Prozession durch die Via Dolorosa versammelt. Dort gehen Hunderte Menschen den Leidensweg Jesu Christi nach. Einige Gläubige tragen auf einem Stück des Wegs schwere Holzkreuze, viele halten kleine Nachbildungen in den Händen. Wer sich nicht direkt an der Prozession beteiligt, steht in den engen Gassen der Jerusalemer Altstadt Spalier.

 

 

14 Stationen

 

Jesus Christus wurde nach christlichem Glauben am Karfreitag zum Tode verurteilt und auf dem Hügel Golgatha gekreuzigt. 14 Stationen auf dem Leidensweg markieren die Stellen, an denen er unter dem Gewicht des schweren Holzkreuzes zusammenbrach. Dort verharrt die Prozession jeweils zu einem kurzen Gebet. Der Zug der Gläubigen endet bei der Grabeskirche. Sie steht an jener Stelle, wo Jesus der Überlieferung nach begraben wurde und – wie es im Glaubensbekenntnis heißt – „am dritten Tage“ auferstanden ist. Der „dritte Tag“ ist Ostersonntag, wobei der Kreuzigungstag mitgezählt wird.

 

 

 

Im Zeichen der Trauer

 

Schon seit dem frühen Christentum wird der Freitag vor Ostern als Tag der Buße, des Fastens und des Gebets begangen. Auch in Gottesdiensten, die ganz im Zeichen der Trauer stehen, werden die Stationen des Kreuzweges Christi nachvollzogen. Der neue Papst Franziskus betet am Karfreitagabend – wie seine Vorgänger – den traditionellen Kreuzweg am Kolosseum in Rom. Zu der Andacht werden Zehntausende Menschen erwartet. Die traditionelle Abendmahlsfeier am Gründonnerstagabend hatte Franziskus mit Jugendlichen einer römischen Strafvollzugsanstalt gefeiert. Dabei wusch er zwölf jungen Gefangenen die Füße, was an die Demutsgeste Jesu gegenüber seinen Jüngern erinnern sollte. Der Name Karfreitag leitet sich vom althochdeutschen Wort „kara“ ab, was Trauer oder Wehklage bedeutet. Karfreitag ist in vielen christlichen Ländern, darunter Deutschland – ein gesetzlicher Feiertag. {Quelle: www.dw.de}

 

 

 

Essigwasser und Steine vermitteln, was Jesus erlebt hat

 

An den Kartagen geht es um das Leiden und Sterben Christi. Für Kinder gibt es in manchen Pfarreien im Wittelsbacher Land sogar eigene Gottesdienste.

 

Die Kartage bilden den Höhepunkt der Vorbereitung auf Ostern. Die Kirche gedenkt des Leidens und Sterbens Jesu Christi. Besonders am Karfreitag, seinem Todestag, steht die Trauer im Vordergrund. Gerade für Kinder ist das nicht einfach zu verstehen. Wir haben uns bei verschiedenen Gemeinden umgehört, wie Pfarrer und Helfer den Gottesdienst am morgigen Karfreitag für die Kleinen gestalten. Mit Hilfe von Symbolen erklärt Gertrud Mayr den Kindern bei der Kreuzfeier in der Walchshofener Kirche die Bedeutung von Karfreitag. Dafür hat sie verschiedene Stationen in der Kirche aufgebaut. Als Erstes dürfen sich die Kinder aus einem Körbchen Symbole wie eine Hand, einen Stein oder ein Kreuz aussuchen und ein Teelicht mit ihrem Namen beschriften. „Das Teelicht stellen sie an der Osterkerze ab“, erzählt Mayr. Die Osterkerze als Symbol für neues Leben brennt auch bei der Kreuzfeier für Kinder in der Aichacher Stadtpfarrkirche. „Ganz begreiflich machen kann man es nie – auch für Erwachsene nicht“, sagt Stadtpfarrer Monsignore Johannes Schmidt. Anhand von einzelnen Stationen des Kreuzweges verknüpft er die Bilder mit aktuellen Themen. Spricht zum Beispiel darüber, wie Menschen heute ungerecht verurteilt werden oder wie heute Leute angepöbelt werden. „Das Kreuz bleibt immer ein Rätsel und ein ungelöster Widerspruch – bis heute“.

 

Eine familienfreundliche Familienandacht hält am Karfreitag Pfarrer Reinhold Fritzsch in seiner evangelischen Gemeinde Ludwigsmoos-Pöttmes ab. „Eine schlichte Feier, die ungefähr eine halbe Stunde dauert.“ Wichtiger Bestandteil ist dabei die sogenannte Osterkrippe, eine Holzarbeit aus dem Erzgebirge. „Sie ist so groß wie eine Pizza und funktioniert wie ein Baukastensystem“, sagt Fritzsch. Mit den einzelnen Teilen können zum Beispiel das Stadttor von Jerusalem oder der Golgatha-Hügel aufgebaut werden. „Gänsehautmäßig“ wird es laut Fritzsch, wenn die Kinder an der Textstelle „Der Vorhang im Tempel riss entzwei“ ein Stofftuch in Stücke reißen. „Das ist ein unglaubliches Geräusch“, sagt der Pfarrer. Viele Kinder kämen nach vorne, wenn er ihnen nach dem Vorbild von Jesu am Kreuz Essigwasser zum Trinken anbietet. Die Kinder seien sehr aufmerksam und berührt. „Es geht darum, mit allen Sinnen mitzuerleben, was Karfreitag bedeutet.“ {Quelle: www.augsburger-allgemeine.deVon Gerlinde Drexler}

 

One Response to “Essigwasser und Steine vermitteln, was Jesus erlebt hat”

  1. Emanuel Says:

    Was wäre das für ein Abschied, wenn ich nicht noch einpaar Worte meines Lehrers mitsenden würde …. ???

    892. Wenn der Mensch wiedergeboren ist, dann erst kommt er in den
    Stand der Freiheit, zuvor war er im Stande der Knechtschaft. Knechtschaft ist,
    wenn Begierden und Falschheiten; Freiheit, wenn Triebe zum Guten und
    Wahren (affectiones boni et veri) herrschen; wie es sich damit verhalte, wird
    der Mensch gar nicht inne, solange er im Stande der Knechtschaft ist, sondern
    dann erst, wenn er in den Stand der Freiheit kommt.

    Wenn er im Stande der Knechtschaft ist, d. h., wenn Begierden und
    Falschheiten herrschen, meint der Mensch, der von denselben unterjocht ist,
    daß er im Stande der Freiheit sei, aber es ist ein grober Irrtum, denn er wird
    alsdann von der Lust der Begierden und der Vergnügungen aus denselben,
    oder von der Lust seiner Lieblingsneigungen hingenommen, und weil von der
    Lust, erscheint es ihm als frei. Ein jeder, wenn er von einer Liebe geleitet
    wird, hält es, wohin er auch gerissen werden mag, eben, indem er folgt, für
    Freiheit; aber es sind teuflische Geister, in deren Genossenschaft und gleichsam Strömung er ist,
    die ihn fortreißen; dies hält der Mensch dann für die
    höchste Freiheit, und zwar so sehr, daß er glaubt, wenn er dieses Zustandes
    beraubt würde, so käme er ins elendeste Leben, ja in gar keines.

    (Wie schön ist doch Malaysia- OT „Johannes“)

    Und dies nicht allein deswegen, weil er nicht weiß, daß es ein anderes
    Leben gibt (als ein solches), sondern auch deswegen, weil er die Eindrücke in
    sich aufgenommen hat, daß niemand in den Himmel kommen könne, als durch
    Leiden, Armut und Entziehung von Vergnügungen; daß aber dies falsch ist,
    wurde mir durch mehrfache Erfahrung zu wissen gegeben, von welcher Erfahrung,
    vermöge der göttlichen Barmherzigkeit des Herrn, im Folgenden.

    Der Mensch kommt gar nicht in den Stand der Freiheit, ehe er wiedergeboren ist,
    und durch die Liebe zum Guten und Wahren geleitet wird vom
    Herrn. Wenn er in diesem Zustande ist, dann erst kann er wissen und innewerden, was Freiheit ist,
    weil (er) dann (weiß), was Leben, und was wahre Lebenslust, und was Glückseligkeit ist.

    Vorher weiß er nicht einmal, was gut ist;
    er nennt zuweilen solches das höchste Gut, was das höchste Übel ist. (z.B Malaysia !!!)

    Wenn die, welche im Stande der Freiheit vom Herrn sind, das Leben der
    Begierden und Falschheiten sehen, und noch mehr, wenn sie es empfinden, so
    graut ihnen so vor demselben, wie denen, welche die Hölle vor ihren Augen
    geöffnet sehen.

    Weil aber den meisten ganz unbekannt ist, was das Leben der Freiheit ist,
    so mag mit diesem wenigen kurz gesagt werden, was es ist,

    daß nämlich das Leben der Freiheit, oder die Freiheit,

    allein nur ist, vom Herrn geführt werden.

    Euer Emanuel


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