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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Salafisten werden in Hamburg aggressiver 28. März 2013

Filed under: Islamischer Terror — Knecht Christi @ 17:27

Nord-Syrien als strategisches Entwicklungsgebiet der PKK?

Türkische Jugendliche im Visier der Salafisten

 
 

Bislang waren salafistische Gruppen eher eine Hochburg radikalisierter deutscher Konvertiten und straffällig gewordener Jugendlicher. In letzter Zeit zielt ihre Propaganda jedoch immer erkennbarer auf die türkische Community.

 

Während Deutschland sich vor kurzem noch mit der Tragödie von Backnang – bei der 8 Türken ums Leben gekommen sind – beschäftigte, hat sich die Tagesordnung nach einer breit angelegten Razzia der Polizei gegen salafistische Gruppen plötzlich verändert. In den Bundesstaaten NRW und Hessen waren bei einer Razzia in 20 Wohnungen Sprengstoff und ein Attentatsplan auf den Führer der rechtsextremistischen Partei „Pro NRW“, Markus Beisicht, beschlagnahmt worden. Vier Personen wurden in unmittelbarer Nähe des Wohnhauses Beisichts festgenommen, sie stehen im Verdacht, bereits konkrete Tathandlungen im Sinne des Attentatsplanes ausgeführt zu haben. Die Salafisten in Deutschland sind momentan keine Organisation, der man ernsthaften Einfluss zubilligen könnte. Ihre Zahl wurde kürzlich durch Sicherheitsbehörden von bundesweit 1.200 auf weniger als 1.000 nach unten korrigiert, da es bedingt durch Doppelzählungen zu Unregelmäßigkeiten gekommen war – immerhin dürften deutsche Konvertiten, die „Kevin“ oder „Alois“ heißen, als Mudschaheddin mit diesen Namen gewisse Akzeptanzprobleme in der Szene haben und legen sich deshalb arabische „Kampfnamen“ zu. Doch diese etwa 800 Salafisten sind aktiv und versuchen, ihren Einfluss und ihre Bedeutung zu vergrößern. Es darf auch innerhalb der muslimischen Gemeinden nicht übersehen werden, dass sie ein radikales Verhalten an den Tag legen, obwohl sie sunnitisch sind; dass all ihre Aktionen den Muslimen insgesamt angelastet werden und – das ist das Bedenklichste – dass die Salafisten daran arbeiten, türkische Jugendliche auf ihre Seite zu ziehen. Pierre Vogel, ihr wichtigster Anführer – der behauptet, er habe den Protestantismus verlassen und sei zum Islam konvertiert – ist für seine radikalen und provozierenden Reden sowohl in Deutschland als auch in Ägypten, wo er des Öfteren hinreist, bekannt.

 

 

 

 

Kongruenz der Interessen

von Salafisten und Rechtsextremen

 

Die Rechtsextremen in Deutschland versuchen, durch Provokationen gegenüber den Salafisten die Gewaltspirale anzuheizen – und das, obwohl führende Persönlichkeiten bei Pro NRW, wie Aussteiger Andreas Molau berichtet, abseits der Kameras im internen Kreis große Bewunderung für die Salafisten äußern, die man als Vorbilder in der „Bewahrung der eigenen Kultur“ betrachtet. Letztere nehmen die Einladung zur Gewalt auch dankbar an: Während sich bei einer Demonstration der Rechtsextremen gegen türkische Jugendliche in NRW diese der Provokation einfach verweigerten und dadurch sicherstellten, dass die Neonazis nicht effektiv sein konnten, haben die Salafisten exakt so reagiert, wie es die Rechtsextremen bezweckt hatten und diesen dadurch die gewünschte Aufmerksamkeit verschafft. Und die Entwicklung zeigt, dass die Haltung der türkischen Jugendlichen in diesem Zusammenhang sehr wichtig ist. Denn es ist ganz offensichtlich, dass die Salafisten versuchen, besonders diese auf ihre Seite zu ziehen und planvoll vorgehen, um eine Basis dafür zu gründen. Mehrere Kriminalfälle, in denen türkische Jugendliche eine Rolle spielten, die über die Salafisten miteinander in Verbindung standen, erwecken den Eindruck einer Überschreitung der Sphäre des bloßen Zufalls. Es mag sein, dass dies von einigen als Übertreibung wahrgenommen wird. Doch ich liste die Beispiele aus jüngster Zeit auf, die ich gefunden habe. Somit kann der Gesamtzusammenhang besser beurteilt werden und es fällt dementsprechend leichter, die erforderlichen Gegenmaßnahmen zu treffen:

 

1. Adem Yılmaz, einer der vier Verurteilten der Sauerland-Terrorzelle, welche in Deutschland großes Aufsehen erregt hatte, sitzt momentan nach seiner Verurteilung in Haft und bringt zum Ausdruck, dass er wegen seinen Taten keine Reue fühlt und sich immer noch als ein Mitglied der usbekischen Organisation mit dem Namen „Islamische Dschihad Union“ ansieht. Es gibt gesicherte Erkenntnisse dahingehend, dass diese Organisation mit den Salafisten in Verbindung steht und wird eindeutig als terroristische Organisation eingestuft.

2. Die Brüder Turgay und Ömer C., welche in Deutschland zur Welt gekommen sind und auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, stehen immer noch in Düsseldorf wegen ihrer Mitgliedschaft in der mit den Salafisten verbundenen „Islamischen Dschihad Union“ vor Gericht. Es wird betont, dass die Brüder Anhänger Metin Kaplans seien, welcher in den 90er-Jahren als der „Kalif von Köln“ bekannt war und zurzeit in der Türkei inhaftiert ist, und dass Turgay C. der Schwiegersohn von Kaplan sei. Somit wurden einer aus türkischen Staatsbürgern bestehenden Gemeinde, welche den Salafisten stark ähnelt, schon Haken und Seil zugeworfen.

3. Im Jahre 2011 hat ein mit den Salafisten in Verbindung stehender Verein mit dem Namen „Einladung zum Paradies“ die von Türken dicht besiedelte Stadt Mönchengladbach zu seinem Zentrum auserkoren – doch auf Grund des geringen Erfolgs und wegen der vielen Proteste von Bürgern löste sich der Verein am Ende selbst auf.

 

 

 

Murat K. – eine salafistische Musterkarriere

 

4. Auch Murat K., der bei einer Auseinandersetzung zwischen „Pro Köln“-Aktivisten und den Salafisten in Köln zwei Polizisten mit einem Messer verletzt hat, ist Türke. Die Geschichte von K. ist jenen Fallkonstellationen, welche der Verfassungsschutz in vielen Studien als prototypisch für eine salafistische Karriere herausgestellt hat, sehr ähnlich: Der 25-Jährige wurde in Kassel geboren. Er ist in einem nicht sehr religiösen Umfeld aufgewachsen und hat der Religion während seiner Schulzeit auch nicht viel Interesse geschenkt. Die Freunde erzählen von Murats aggressiver Haltung und seinen betrunkenen Aufenthalten nachts in Diskotheken. Sein Fußballtrainer erinnert sich daran, dass Murat in seinen Spielen häufig rote Karten gesehen hat. Murat K., der nicht finden konnte, wonach er in der Schule und im Arbeitsleben gesucht hatte, begegnet den Salafisten und wendet sich plötzlich der Religion zu.

 

5. Obwohl es unter den Salafisten in Deutschland sehr wenige Türken gibt, haben diese im Herbst 2011 eine Koranverteilungs-Kampagne gestartet, welche sie „Lies/Oku“ benannt haben. Weder die Verteiler noch die Zielgruppe waren Türken. Doch die türkische Benennung der Kampagne zeigt, dass diese neben Deutschen vor allem auch Türken ansprechen sollte.

6. Die Aussage Ibrahim Nagis, eines der Anführer der Salafisten, welche die Kampagne, den Koran in 35 Städten Deutschlands zu verteilen, organisiert haben, wonach der größte Anteil der finanziellen Unterstützung für die Kampagne von in Deutschland lebenden Türken komme, war ein weiterer Hinweis darauf, was diese Gruppen bezwecken.

7. „Die Welt“ berichtet, dass die Salafisten die Verteilung des Korans auch schon in Gefängnissen gestartet hätten. Dass Gefängnisse der beste Ort ist, um Anhänger zu sammeln, ist aus der Geschichte vieler extremistischer und terroristischer Gruppierungen bekannt. Dass der Staat einer Organisation, welche er zu Recht als gefährlich bezeichnet, eine solche Möglichkeit einräumt, wirft Fragen auf.

 

 

 

Wie unterwandert ist die salafistische Szene?

 

8. Zuletzt möchte ich die Aussage eines türkischen Akademikers zitieren, der Angst davor hat, die Ergebnisse seiner Beobachtungen unter eigenem Namen zu veröffentlichen und der diesen deshalb nicht genannt wissen möchte. Er gab DTJ gegenüber an: „In meinen Untersuchungen habe ich erkannt, dass die Situation nicht so ist, wie sie zu sein scheint. Ich bin zu der Erkenntnis gekommen, dass die vorhandenen Organisationen durch einige Geheimdienste unterwandert sind und zum Teil auch gesteuert werden“. Wie dem auch sei: Meiner Meinung nach ist die Situation ziemlich kritisch, wir müssen unsere Kinder schützen und dürfen sie nicht dem Wolf im Schafspelz, oder treffender gesagt, im Vogel-Gefieder überlassen. {Quelle: dtj-online.de}

 

 

 

 

 

Salafisten werden in Hamburg aggressiver

 

Radikale Islamisten treten in Hamburg immer offensiver auf.

Nach Vereinsverbot finden Treffen vor allem zurückgezogen im Privaten statt.

 

Hamburg. Die islamistische Szene wandelt sich, nach Jahren relativer Unauffälligkeit. Wie gefährlich die Anhänger der verschiedenen islamistischen Strömungen sein können, hat zuletzt der Messerangriff von Salafisten auf Polizisten während einer Demonstration gegen die rechtspopulistische Splitterpartei Pro NRW in Bonn gezeigt. Ein derartiges Gewaltpotenzial sieht der Verfassungsschutz in Hamburg zwar nicht unmittelbar. Doch auch für die Hamburger Experten ist deutlich erkennbar, dass Salafisten und Dschihadisten in der Hansestadt öffentlich offensiver auftreten als noch in der jüngeren Vergangenheit. „Wir haben festgestellt, dass sie ihre Gesinnung deutlich selbstbewusster nach außen vertreten“, sagt Manfred Murck, Chef des Hamburger Verfassungsschutzes. Auffällig sei etwa, dass zur Demonstration in Bonn im Mai 2012 auch ein gutes Dutzend Hamburger Salafisten angereist war – auch dies dokumentiere das „neue Selbstbewusstsein“ der Islamisten. Der neue Grundton sei „offensiv, bis sogar aggressiv“, sagt Murck. So hätten Salafisten bei der Verteilung von kostenlosen Koranen in der Stadt teils patziger auf Kritik reagiert als in den Jahren zuvor, 24 solcher Aktionen gab es bislang. Dazu passt auch das Auftreten von Salafisten, die im Sommer in einem Hamburger Park gepicknickt hatten. Sie befanden, dass es ihren Frauen nicht zuzumuten sei, wenn andere Männer in der Nähe mit nacktem Oberkörper Baseball spielten und verbaten sich dies.

 

Gegenüber 2011 habe sich die islamistische Szene zahlenmäßig und strukturell jedoch kaum verändert, so der Verfassungsschutz – ganz im Gegensatz zu anderen Bundesländern, wo sie deutlich Auftrieb erhalten hat. „Dem salafistischen Spektrum werden derzeit in Hamburg etwa 200 Personen zugerechnet“, heißt es in einer Antwort auf eine Senatsanfrage des CDU-Innenexperten Karl-Heinz Warnholz. Die gleiche Zahl weist auch der jüngste Verfassungsschutzbericht aus. Nach der Schließung der Al-Kuds-Moschee am Steindamm im Jahr 2010, in der sich die Attentäter vom 11. September getroffen hatten, und dem Verbot der salafistischen Propaganda- und Kaderorganisation Millatu Ibrahim durch Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich 2012 habe sich die Szene stärker in den privaten Raum zurückgezogen. Die Anhänger träfen sich nun häufiger in ihren Wohnungen. „Nach Beobachtungen der Sicherheitsbehörden haben sowohl das Verbot als auch die damit im Zusammenhang stehenden Hausdurchsuchungen die salafistische Szene in Hamburg stark verunsichert“, heißt es in der Senatsantwort.

 

So waren nach dem bundesweiten Verbot von Millatu Ibrahim im Juni vergangenen Jahres in Hamburg 15 Wohnungen, Vereins- und Geschäftsräume durchsucht worden. Eine Nachfolgestruktur von Millatu Ibrahim habe sich bislang nicht etabliert, heißt es in der Senatsantwort auf die Warnholz-Anfrage. „Die Salafisten treffen sich meist in kleineren Zirkeln in Privatwohnungen. Die Sicherheitsbehörden haben derzeit keine Kenntnis von weiteren verfestigten salafistischen Organisationen in Hamburg.“ Dieser Rückzug ins Private bedeute zwar nicht automatisch „einen Informationsverlust“, erfordere aber „andere Beobachtungsansätze“, sagt Murck. „Auch über private Treffen erhalten wir in der einen oder anderen Form Hinweise“, sagt er. Ein Teil der Szene indes habe in der Taqwa-Moschee in Harburg einen neuen Treffpunkt gefunden. Dass den Islamisten die symbolträchtige Al-Kuds-Moschee nun nicht mehr zur Verfügung stünde, sei aber auch von Vorteil: So sei Hamburg für die Klientel weniger attraktiv. „Bislang ist in Hamburg nur der Bund gegen salafistische Strömungen vorgegangen“, kritisiert Warnholz. SPD-Innensenator Michael Neumann müsse sich die Frage gefallen lassen, „warum er nicht mehr Verfolgungsdruck auf diese radikalen Islamisten aufbaut, die die freiheitliche Grundordnung unterwandern und zerstören wollen“. {Quelle: www.abendblatt.de – Von Daniel Herder und Denis Fengler}

 

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