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Zum zehnten Mal trägt Jesus das Kreuz durch Ulm 27. März 2013

Filed under: Werte für Jugend — Knecht Christi @ 19:10

Italienische Gemeinde hofft am Karfreitag auf trockenes Wetter beim „Lebendigen Kreuzweg“ – Kardinal Giovanni Battista Re hat sein Kommen angekündigt.

 
 
 
 

Ulm/Neu-Ulm / pf: Soeben hat er noch das Konklave in Rom geleitet, jetzt kommt er am Karfreitag zur Aufführung des zehnten Lebendigen Kreuzweges der italienischen katholischen Gemeinde nach Neu-Ulm und Ulm: der ranghöchste wahlberechtigte Kardinalbischof Giovanni Battista Re. „Der Flug ist schon gebucht“, sagt der 50-jährige Nicola Albarino, der verantwortlich für Organisation und Regie des Kreuzwegs ist und zudem Vorsitzender der italienischen katholischen Gemeinde. „Erst war wegen der Papstwahl nicht ganz sicher, ob es klappt, aber nun kommt er wirklich, um beim Kreuzweg dabei zu sein.“ Der Missionar der Comunità Cattolica Italiana Ulm/Neu-Ulm, Don Giuseppe Gilberti, kenne den Kardinal von früher. Gilberti habe Re vor einiger Zeit ein Video des Kreuzwegs geschickt und dieser sei sofort begeistert gewesen. Allerdings bleibe der Kardinal nur sehr kurz. Er komme am Karfreitag, am Karsamstag gehe es für ihn bereits wieder zurück nach Rom. Trotzdem sei es, wie Albarino sagt, für die Gemeinde eine große Ehre, eine so herausragende Persönlichkeit zu Gast zu haben.

 

 

Umso bitterer wäre es, wenn das Wetter gerade im Jubiläumsjahr nicht mitspielt. Denn bei starkem Regen oder Schnee muss die Veranstaltung ausfallen, die am Karfreitag um 18 Uhr am Neu-Ulmer Rathaus mit der Fußwaschungs-Szene beginnt und zweieinhalb Stunden später auf dem Ulmer Münsterplatz mit der Kreuzigung Jesu endet. „Regen ist nicht gut für die Darsteller und die Kostüme“, erklärt der Regisseur. Alles würde kaputt gehen. Besonders schade wäre es auch für die rund 75 Darsteller im Alter von sechs bis 80 Jahren, die seit Januar im Gemeindesaal unter der Ulmer Wengenkirche den Kreuzweg und die Passion Christi proben. Am Palmsonntag fand die Generalprobe statt. „Die Schauspieler sind sehr engagiert. Sie finden es schön, dabei sein zu dürfen, und freuen sich, wenn es am Ende gut ankommt“, fügt der 50-Jährige hinzu.

 

Dass der Lebendige Kreuzweg gut ankommt, belegen die Besucherzahlen in den vergangenen Jahren. Bei der ersten Aufführung 2004 seien es noch rund 5000 Zuschauer gewesen, inzwischen folgen schon 20 000 Menschen dem Zug durch beide Städte. Und auch dieses Mal rechnet Albarino wieder mit einem mindestens genauso großen Ansturm. Für viele Menschen sei der Kreuzweg etwas sehr Emotionales. „Ich habe schon viele Leute weinen sehen, vor allem bei der Kreuzigung“. Aber auch der Regisseur selbst hängt mit ganzem Herzen an der Inszenierung. Er brachte die Idee aus seinem Geburtsort Venosa in Italien mit. Seit der Premiere am 9. April 2004 veranstaltet er die Prozession jedes Jahr. Ich werde auf jeden Fall weitermachen. Es ist zur Tradition geworden. Die Leute warten darauf“. Doch damit er die Veranstaltung auch in Zukunft fortführen kann, ist Albarino auf Spenden angewiesen. Es kommt auf das Kostüm an, aber die Kosten belaufen sich jeweils auf ungefähr 500 Euro“. Und das, obwohl die meisten der Gewänder von fünf bis sechs Frauen aus der Gemeinde ehrenamtlich genäht werden – mit Ausnahme der Soldaten-Kostüme. Auch der Aufbau der Bühnen an den fünf Stationen sei mit einem enormen Aufwand verbunden: „Das dauert den ganzen Tag. Aber damit haben wir eine Firma beauftragt.“ Wahrscheinlich wird diese bereits am Gründonnerstag mit den Arbeiten an den Kulissen beginnen. Bei der Aufführung mitmachen könne grundsätzlich jeder, egal ob Deutscher oder Italiener. Albarino: „Wir haben sogar einen Kroaten dabei. Alle sind willkommen“. {Quelle: www.schwaebische.de}

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Ein Arzt wird ans Kreuz genagelt

 

Auf seine schulterlangen gelockten Haare werden sie am Karfreitag die Dornenkrone setzen, ihm die Kleider vom Leib reißen und dann vor dem Ulmer Münster kreuzigen.

 

Marcello Catena, der 30 Jahre alte Arzt aus Neu-Ulm, spielt in Bayerns einzigem lebendigen Kreuzweg die Hauptrolle, den gepeinigten Jesus. Schon fünf Mal ließ er sich nach dem Kreuzweg von Neu-Ulm zum Ulmer Münsterplatz symbolisch kreuzigen. „Ich versuche mich in die Rolle hinein zu versetzen, um Schmerz und Leid rüberzubringen. Dann vergesse ich mich ganz und durchlebe die Jesus-Rolle“, beschreibt er seine Empfindungen. Er glaube, dass viele Menschen gerade die bildliche Darstellung des Karfreitag-Geschehens besser verstehen. Rund 80 Darsteller haben in den vergangenen Wochen den Kreuzweg immer wieder geprobt. Im vergangenen Jahr musste der Umzug wegen schlechten Wetters ausfallen, diesmal ist die Wetterprognose günstig. Rund 20 000 Zuschauer würden in Neu-Ulm und Ulm erwartet, erklärt Initiator Nicola Albarino.  Die Passionsdarstellung sei an vergleichbaren Aufführungen in seinem italienischen Heimatland Apulien orientiert. „Passionsspiele gibt es viele, aber so ein lebendiger Kreuzweg ist etwas besonderes in Süddeutschland“, sagt Albarino, der Präsident der italienischen katholischen Gemeinde.

 

Auf fünf Bühnen werden die Stationen der Karfreitagspassion dargestellt. Es beginnt am späten Nachmittag mit der Gefangennahme Jesu am Petrusplatz in Neu-Ulm. Dann folgt das Verhör vor den Hohenpriestern, der Prozess bei Pontius Pilatus und zum Schluss die Kreuzigung vor dem historischen Münster in Ulm. „Die Leute sind immer sehr beeindruckt, manche weinen sogar“, beschreibt Albarino die Reaktion der Zuschauer früherer Jahre. Zu den szenischen Darstellungen kommt über Lautsprecher ernste, geistliche Musik. Dazu wird gebetet und gesungen. „Das ist kein Spektakel, sondern eine ernste Darstellung des biblischen Evangeliums“. „Wenn die Leute weinen, weiß ich, dass ich die Handlung gefühlsmäßig gut rüberbringe“, sagt Jesus-Darsteller Catena. Seine katholische Mutter hatte ihn vor Jahren im Vorstand der italienischen Mission für die Christus-Rolle vorgeschlagen, er wurde ausgewählt und ist seitdem Hauptfigur des lebendigen Kreuzweges. „Ich bin gläubig, aber jeden Sonntag in die Kirche zu gehen, das schaffe ich nicht“, erzählt Catena alias Jesus. Vom Charakter her sei er aber sicherlich die richtige Besetzung für die Rolle, meint er.
Für seinen Arztberuf habe sich wenig geändert. Er lerne aber Geduld zu haben, wenn 80 Akteure zusammenarbeiten. „Mit unserem Kreuzweg erreichen wir die Herzen der Menschen“, sagt Albarino, der vom Ulmer Domkapitel und der Diözese Rottenburg unterstützt wird. {Quelle: www.infranken.de}

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One Response to “Zum zehnten Mal trägt Jesus das Kreuz durch Ulm”

  1. Cassy Says:

    Ich bin der Christus in Gott, Meinem Vater, der Herr des Lebens. Mein sich offenbarendes Licht berührt alle suchenden und willigen Menschen, auf daß sie den Pfad zur Wahrheit und zum Leben erkennen und auch finden. Denn Ich bin für jeden Menschen und auch für jede Seele der Weg, die Wahrheit und das Leben. Keiner kommt zum Vater denn durch Mich … Wer keinen Einblick in die fundamentalen Zusammenhänge um die göttliche Schöpfung hat, der findet diese Worte anmaßend. Die Mehrzahl der Menschen erkennt weder die tiefere Bedeutung meiner Erlösertat, noch versteht sie Mein Wirken als Meister aller Meister.“


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