kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Geflüchtete Iraner getauft 27. März 2013

Filed under: Konvertiten — Knecht Christi @ 18:14

0 a 1 Taufe

In der evangelischen Kirche in Riedenburg sind fünf aus dem Iran geflüchtete Asylbewerber getauft worden. Pfarrer Jürgen Harder spendete den vier Erwachsenen und einem 17 Monate alten Kleinkind bei einem Gottesdienst am Samstag die Sakramente.

 

 

Riedenburg (rat): Die Getauften leben derzeit in der Riedenburger Asylbewerberunterkunft im alten Landratsamt. „Sie haben eine bedrückende Vergangenheit hinter sich und eine ungewisse Zukunft vor sich“, sagte Harder. Der Pfarrer war zwar im Februar offiziell aus der Dreiburgenstadt verabschiedet worden. Da aber während seiner Amtszeit die Kontakte zwischen den Asylbewerbern und der evangelischen Gemeinde geknüpft worden waren, ließ es sich Harder nicht nehmen, die Taufe selbst vorzunehmen. Das Sakrament empfingen ein Ehepaar, der Bruder des Ehemannes sowie eine Frau und deren Baby. Die vier Erwachsenen stammen aus der iranischen Hauptstadt Teheran. Persien ist derzeit ein schiitischer Gottesstaat, in dem eine besonders strenge Auslegung des Islam praktiziert wird. Das Kind war während der Flucht seiner Mutter in Brüssel geboren worden. Harder erinnerte in seiner Predigt an die ersten Zusammenkünfte mit den Flüchtlingen: „Trotz der Sprachschwierigkeiten haben wir uns verstanden.“ Die Personen aus allen Winkeln der Erde hätten ihm die wunderbare Vielfalt menschlicher Kultur vor Augen geführt. Man sei schnell in Kontakt gekommen, der von Humor und Herzlichkeit geprägt sei. „Die Sprache der Musik, der Gastfreundschaft und des Glaubens wird überall verstanden“, resümierte der Pfarrer.

 

So habe sich in der evangelischen Gemeinde ein internationaler Kreis christlich geprägter Menschen gebildet. Dessen Mitglieder hätten sich gegenseitig von ihrem Leben erzählt und aus ihren jeweiligen Ländern berichtet. Es sei klar geworden, unter welch bedrückenden Umständen sie ihre jeweilige Heimat hätten verlassen müssen. Dennoch sei er „dankbar für diese Begegnungen“, sagte Harder. In seiner Predigt beleuchtete er den Zusammenhang zwischen „zwei monumentalen Sätzen“: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ (deutsches Grundgesetz) und „Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde“ (erstes Buch Mose). Diese Aussagen träfen unverrückbar auf jedes Individuum zu, unabhängig von dessen Herkunft oder Geschlecht. „In Gestalt von Menschen auf der Flucht vor politischer Verfolgung, Gewalt und Hunger sind uns diese Sätze auch in Riedenburg plötzlich sehr nahe gekommen“, stellte Harder fest.

 

Er erläuterte, dass das deutsche Wort „unantastbar“ auf Griechisch „asylos“ heiße. Asylanten sind unantastbar“, betonte Harder. Sie stünden seit alttestamentarischen Zeiten unter Gottes besonderem Schutz. Das Zeichen der Taufe sei die Zusage des Herrn, dass „wir alle unantastbare Asylanten sind“. In der Würde und Schönheit jedes Menschen offenbare sich der Schlüsselsatz Jesu Christi: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Der Pfarrer freute sich, dass die Getauften nach jahrelanger Verfolgung ihren christlichen Glauben nun frei und offen leben können. Nachdem der Theologe die Köpfe der Täuflinge mit Wasser begossen hatte, wurde jedem eine brennende Taufkerze überreicht. Sie symbolisierte das Wort von Jesus: „Ich bin das Licht der Welt.“ Danach nahmen die neu aufgenommenen Christen gemeinsam mit der Gemeinde ihr erstes Abendmahl ein. Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes oblag unter der Leitung von Robert Merkl dem Chor Lichtblick aus Velden, dem Wohnort von Pfarrer Harder. Sabine Boehmelt aus Riedenburg spielte die Querflöte und Reinhart Schmidt aus Altmannstein die Orgel. Höhepunkt des Begleitprogramms waren aber die A-capella-Gesangseinlagen von Pastor John Adams. Gesegnet mit einer prächtigen und voluminösen Stimme pries der Asylbewerber aus Nigeria Gott mit afrikanischer Inbrunst – und erntete lauten Applaus. {Quelle: www.donaukurier.de}

 

 

Iran: Verurteilt wegen seines Glaubens

 

 Saeed Abedini ist vom Islam zum Christentum konvertiert und wurde nun im Iran zu acht Jahren Haft verurteilt. Ihm wird Abfall vom Islam sowie Gefährdung der nationalen Sicherheit vorgeworfen.

 

Grundlage für die Verurteilung sei neben der Apostasie auch Abedinis jahrelanges Mitwirken an der Gründung von Hausgemeinden gewesen, berichtet die Hilfsaktion Märtyrerkirche (HMK). Nach Ansicht vieler politischer und religiöser Führer im Iran sei die wachsende Hauskirchenbewegung eine Bedrohung für den Staat. Abedini war extremistischer Moslem und ließ sich zum Selbstmordattentäter ausbilden, aber im Jahr 2000 konvertierte er zum Christentum. Fünf Jahre später wanderte er mit seiner Familie in die USA aus, absolvierte eine theologische Ausbildung und ist nun US-Staatsbürger. Im Iran ist er nur, um einmal im Jahr seine Angehörigen zu besuchen. Ausserdem fördert Abedini den Bau eines Waisenhauses. Zu diesem Zweck erhielt er eine Spende über umgerechnet 80.000 Euro, die er auf einer iranischen Bank hinterlegte. Als Abedini in den Iran reiste, um sich nach dem Stand der Pläne zu erkundigen, zogen ihn Revolutionsgardisten aus einem Bus. Sie beschlagnahmten seinen Pass und das Geld wurde konfisziert. Abedinis Frau Naghmeh Shariat Panahi, die mit ihren Kindern im US-Bundesstaat Idaho lebt, kämpft um die Freilassung ihres Mannes. {Quelle: www.factum-magazin.ch}

 

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