kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Stempelkarte für Kommunionkinder – Orthodoxer Frühling 23. März 2013

Filed under: Werte für Jugend — Knecht Christi @ 20:04

 

Weil Familien sich von Kirche entfremden: Pfarrverband verlangt von Kommunion-Kindern Nachweis über Besuch.

Die Zeiten, in denen der gemeinsame Besuch des Sonntags-Gottesdienstes noch eine Selbstverständlichkeit für Familien war, sie sind längst vorbei. Da passt es so gar nicht ins Bild, dass die Erstkommunion nach wie vor als „Event“ hoch im Kurs steht. Zum Nulltarif will der Pfarrverband Waldkirchen mit den Pfarreien Waldkirchen, Karlsbach und Böhmzwiesel dieses Sakrament aber nicht mehr anbieten. Die Verantwortlichen haben erstmals einen Streckenpass für die Kinder eingeführt − um zur Erstkommunion zugelassen zu werden, müssen die Grundschüler mindestens zehn Gottesdienste besuchen und sich die Anwesenheit im Anschluss daran in der Sakristei mit einem Stempel im Pass bestätigen lassen. Ein Vorgehen, das allerdings nicht bei allen Eltern auf Verständnis stößt. Ob Zwang der richtige Weg ist, verlorene Schäfchen wieder in die Gemeinschaft der Gläubigen zu locken? {Quelle: www.pnp.de – von Christoph Seidl}

 

 

 

 

Orthodoxer Frühling

Die Früchte des Pontifikats Benedikts XVI.

 

Rom: An der Amtseinführungsmesse am Beginn des Pontifikats von Benedikt XVI. nahm kein Oberhaupt einer orthodoxen Kirche teil. Lediglich Delegaten kamen nach Rom. Auf dem Papst lasteten noch die unterkühlten Beziehungen des Pontifikats von Johannes Paul II. mit dem Osten und vor allem mit Moskau. Bei der Amtseinführungsmesse am Beginn des Pontifikats von Franziskus I. werden hingegen die Früchte der intensiven Verbesserung der Beziehungen sichtbar, die Benedikt XVI. während seines Pontifikats wirkte. Am 19. März werden mindestens zwei orthodoxe Kirchenoberhäupter am Petersplatz anwesend sein, neben den Delegaten aller anderen nicht mit Rom unierten Ostkirchen. Der erste und ranghöchste ist der ökumenische Patriarch Bartholomäus I. von Konstantinopel. Um sich die Bedeutung seiner Teilnahme bewußt zu werden, gilt es sich zu vergegenwärtigen, daß es das erste Mal ist, seit dem Großen Schisma zwischen Rom und dem Osten im Jahr 1054.

 

Gemeinsam mit Bartholomäus kommen auch der Metropolit von Pergamon, Ioannis Zizioulas, der Co-Vorsitzender der gemischten Kommission für die Einheit zwischen Katholiken und Orthodoxen ist, sowie Tarassios, der orthodoxe Metropolit für Argentinien und Gennadios, der orthodoxe Metropolit für Italien. Das zweite Oberhaupt ist Metropolit Tichon von der autokephalen orthodoxen Kirche von Amerika. Der Patriarch von Moskau und Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, Kyrill I., wird hingegen nicht an der Zeremonie teilnehmen. Allerdings kommt seine rechte Hand, Metropolit Hilarion von Wolokolamsk, der „Außenminister“ der Russisch-orthodoxen Kirche nach Rom. Der Metropolit bemüht sich um eine strategische Zusammenarbeit mit der katholischen Kirche zur Verteidigung des christlichen Charakters Europas. Metropolit Hilarion übermittelte dem neugewählten Papst sofort ein Glückwunschtelegramm, in dem er dessen ökumenische Verdienste in Argentinien lobte, besonders die “guten und fruchtbaren Beziehungen zur örtlichen russisch-orthodoxen Gemeinschaft”. {Quelle: www.katholisches.info – Text: Giuseppe Nardi – Bild: Amici Benedetto XVI.}

 

3 Responses to “Stempelkarte für Kommunionkinder – Orthodoxer Frühling”

  1. Kreationist74 Says:

    Ich finde das mit der Überprüfung bezüglich der Erstkommunion richtig. Die Eltern, die dagegen sind, haben mit Kirche eh nichts am Hut, aber das ist dann deren Sache. Wer nicht regelmäßig am Arbeitsplatz erscheint, kann auch keine Beförderung bekommen.

  2. …Ob Zwang der richtige Weg ist, verlorene Schäfchen wieder in die Gemeinschaft der Gläubigen zu locken?
    Weitergabe des Glaubens
    Lasset die Kinder zu mir kommen, hindert sie nicht daran“
    (Mk 10,14) –
    zur Weitergabe des Glaubens an die nächste Generation

    Was ist religiöse Erziehung? Und was mache ich, wenn meine Kinder nicht mehr zur Kirche gehen? Religiöse Formen und Feiern in der Familie. Was ist, wenn der Kinderglaube nicht mehr trägt? Wie rede ich von Gott mit meinen Kindern? Und wie sehr darf sich der Glaube ändern?

    Von der Angst, etwas falsch zu machen
    Unsicherheit in Glaubensfragen und einige Gründe
    Religiöse Erziehung – aber woraufhin?
    Vom Glauben, der nicht mitgewachsen ist
    Wenn der Glaube zur reinen Gewohnheit wird
    Nicht „Wie“ sondern „Was“
    Vom „A“ und „O“ des Glaubens
    Bausteine des Glaubens
    Teilhabe
    Gelebtes Vorbild
    Von Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit
    Gott klebt nicht an Formen
    Von der Verantwortung Gottes
    Von der Überwindung der „Glaubenskriege“
    Ein Wort zur Kindertaufe
    Gelebtes Vorbild
    Ein weiteres wichtiges Element kommt hinzu: Kinder müssen erleben können, dass ich lebe, was ich sage, dass ich konsequent bin, dass die Dinge, von denen ich spreche, auch in meinem Leben eine Rolle spielen, dass mein Glaube eben nicht „an der Kirchentür aufhört“. Es geht darum, dass die Verantwortung, von der ich spreche, auch in meinem Leben spürbar wird.

    Von Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit
    Ehrlichkeit scheint mir hier das entscheidende Stichwort zu sein. Kinder haben ein sehr gutes Gespür dafür, ob ich Dinge, die ich sage und tue, ehrlich meine oder ob ich sie nur deshalb sage, um damit einen entsprechenden Schein zu erzielen. Ohne ein Höchstmaß an Ehrlichkeit geht es nicht.

    Deshalb sollten wir auf der anderen Seite Kinder auch von Anfang an dazu ermutigen, genauso ehrlich zu sein und auch ehrlich sagen zu dürfen, was sie wirklich denken – selbst wenn dies nicht das ist, was wir hören wollen.

    Diese Haltung der Ehrlichkeit ist gar nicht so selbstverständlich. Oft geschieht das genaue Gegenteil.

    Wie sehr wir unsere Kinder gerade im religiösen Bereich „auf Unehrlichkeit hin trimmen“, habe ich bei der Erstkommunionvorbereitung vor einigen Jahren schmerzlich erfahren. Unsere Gemeindereferentin erzählte eine recht erbauliche Geschichte: die Geschichte von einem Mädchen, das am Sonntagmorgen von der Freundin ins Schwimmbad eingeladen wurde. Die Geschichte endete dann damit, dass sich dieses Kind gegen die Einladung entschied und zum Gottesdienst ging. Da meldete sich eine unserer Erstkommunikantinnen und sagte ganz eifrig, sie hätte das auch getan, und man hätte auch die Freundin davon überzeugen können, gemeinsam zum Gottesdienst und anschließend ins Schwimmbad zu gehen.

    Zuhause wurde die Neunjährige von ihrer Mutter gefragt, ob sie das im Kommunionunterricht Gesagte denn wirklich ernst gemeint habe. Die Mutter glaubte schließlich ihre Tochter nicht mehr wiederzukennen. Aber das Mädchen sagte frank und frei: „Natürlich habe ich das nicht so gemeint. Aber das kann ich doch nicht offen sagen …“

    Wir erziehen dazu, dass man im kirchlichen Bereich nur bestimmte Dinge sagen könne. Und wir erziehen dazu, die Dinge dann auch so zu sagen – ob wir sie glauben oder nicht. Kein Wunder, dass unsere Kirche oft mehr durch ihr Scheinheiligsein als ihren Heiligenschein besticht.

    Ehrlichkeit – gerade in Fragen des Glaubens und der Religion – ist für mich deshalb eines der ganz großen Worte.

    http://www.joerg-sieger.de/glaube/themen/erzieh.htm


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