kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Sawiris-Brüder kehren dem Land den Rücken 23. März 2013

Filed under: Koptenverfolgung,Moslembrüder — Knecht Christi @ 19:14

Die Familie Sawiris hat Kapital und Geschäfte nach und nach ins Ausland transferiert. Die Revolution und die Machtübernahme der Islamisten haben diese Entwicklung beschleunigt. Eine Steueraffäre schreckt auch andere Investoren auf.

 

 

Aus Sorge um ihre 45 000 Arbeitsplätze gingen vergangene Woche mehrere tausend Mitarbeiter der Orascom Construction Industries (OIC) aus ganz Ägypten in Kairo auf die Strasse. Ihr lauter Protest richtete sich an die Regierung, die ihrer Meinung nach politisch motivierte Anschuldigungen wegen Steuerhinterziehung gegen ihre Firma erhoben hat. OIC wird vorgeworfen, beim Verkauf ihrer Zementsparte im Jahr 2007 Steuern in der Höhe von 2 Mrd. $ nicht bezahlt zu haben. Anfang März wurden Firmengründer Onsi Sawiris und sein Sohn Nassef, der heutige Firmenchef, deshalb mit einer Reisesperre belegt. Beide befinden sich derzeit im Ausland. Bei einer Rückkehr würden sie an der Grenze verhaftet.

 

 

Gesetzeslücke genutzt

 

Wirtschaftsjuristen sind der Ansicht, dass das Geschäft im Jahr 2007 gesetzeskonform war. Alle Börsentransaktionen waren zu jener Zeit frei von Steuern. Orascom hatte das Zementgeschäft, eine OIC-Tochter, an der Börse kotiert und dann an die französische Lafarge verkauft. Allenfalls könne man von Steuermanipulation sprechen, aber laut Gesetz sei dieses Vorgehen damals möglich gewesen, erklärt eine Analytikerin. Die Sawiris, eine der grössten Industriellen-Familien Ägyptens, würden von den regierenden Muslimbrüdern gezielt attackiert, kritisierte Naguib Sawiris daraufhin in einem langen Interview auf einem privaten ägyptischen Fernsehkanal, das in London geführt wurde. Naguib, der älteste der drei Sawiris-Brüder, hat seine Milliarden in der Telekom-Branche verdient. Die Attacken seien die Strafe für seine politischen Aktivitäten und seine Kritik an den Muslimbrüdern. Diese missbrauchten nun die Justiz, um mit ihren politischen Gegnern abzurechnen, fuhr Naguib fort. Er war das einzige Familienmitglied, das sich nach der Revolution politisch engagiert und eine liberale Partei gegründet hatte. In einer seiner ersten Reden im Herbst des vergangenen Jahres hatte Präsident Mohammed Mursi die Sawiris namentlich erwähnt, als er über Steuerhinterziehung sprach.

 

 

 

Im Mubarak-System profitiert

 

Die Angriffe der Muslimbrüder hätten ihn dazu gezwungen, das Land zu verlassen. Er zeigte sich über die wirtschaftliche Zukunft der Familie in einem von den Muslimbrüdern regierten Ägypten besorgt. Seine emotionalen Äusserungen stiessen im Internet aber nicht nur auf Sympathie. Gleich mehrmals wurden seine Tränen als «Krokodilstränen» bezeichnet. Schliesslich sei er mithilfe von Mubaraks Männern durch seine Mobinil-Lizenz im Mobilfunkbereich extrem reich geworden. Bezahlt hätten viele arme Ägypter, die nun mindestens ein Anrecht auf Steuern hätten, lautete einer von mehreren ähnlichen Kommentaren. Unbestritten ist, dass alle drei Geschäftszweige des Sawiris-Imperiums vom alten Regime profitiert hatten. Naguib mit einem Mobiltelefon-Monopol während mehrerer Jahre, Samih mit günstigem Land für seine Tourismusprojekte und Nassef mit subventioniertem Gas für seine Düngemittel- und Zementfabriken. Aber das sei das Problem der Regierung, die diese Verträge geschlossen habe, und nicht das der Geschäftsleute, betont die Analytikerin.

 

 

Letzte grosse Etappe

 

Dass die OIC-Steueraffäre, die nun schon Jahre schwelt, gerade jetzt aufflammt, hat aber vermutlich noch einen ganz anderen Grund. Im Januar hatte OIC angekündigt, ihre Aktien von der Kairoer Börse nach Amsterdam zu transferieren und auch den Hauptsitz dorthin zu verlegen. Die ägyptische Finanzmarktaufsicht versucht diesen Schritt ebenso zu verzögern, wie sie bis jetzt eine geplante Aufspaltung der OIC in das Bau- und das Düngemittel-Geschäft verschleppt hat. Betroffen vom Aktientausch sind die 25% des OIC-Kapitals, die in Kairo kotiert sind. Sie sollen in die neue Holding in den Niederlanden eingebracht werden, wie auch die 75% des Kapitals, die an der Londoner Börse gehandelt werden. Mit diesem Aktientransfer hat die Sawiris-Familie die Verlagerung ihres Firmenbesitzes ins Ausland praktisch abgeschlossen. Begonnen hatte diese Entwicklung im Jahr 2005, als Naguib Sawiris in Italien die Weather-Gruppe gegründet und seine Investitionen in die Orascom Telecom dorthin transferiert hatte. Nach der Revolution verkaufte er seine letzten Anteile an der Orascom Telecom und auch seinen ägyptischen Fernsehsender ONTV. Zwei Jahre später erfolgte dann der OIC-Zementspartenverkauf von Nassef. 2008 war Samih an der Reihe, der sein Hotel- und Touristik-Imperium in die Schweiz verlegt hat. Dabei seien immer sowohl strategische Überlegungen, das heisst eine stärkere Internationalisierung, als auch die Absicht, der Rechtsunsicherheit in Ägypten zu entfliehen, im Spiel gewesen, hält die Analytikerin fest. Sie ist überzeugt, dass die Sawiris-Familie vorläufig keine neuen Investitionen in Ägypten tätigen wird.

 

 

Beispiel macht Schule

 

Bereits gibt es Anzeichen, dass das Beispiel der Sawiris Schule macht. Die zweitreichste ägyptische Familie, Besitzerin der Mansour-Gruppe, führt Gespräche, um die grösste Supermarkt-Kette des Landes, «Metro», zu verkaufen. Dies passiert in einem Moment, da die ägyptische Regierung versucht, mit Geschäftsleuten der Mubarak-Ära, die wegen Korruptionsvorwürfen ins Ausland geflohen oder angeklagt sind, aussergerichtliche Arrangements zu treffen und sie zur Rückkehr nach Ägypten zu bewegen.

{Quelle: www.nzz.ch –  Astrid Frefel, Kairo}

 

 

 

 Die Sawiris-Saga

Der Mann, der die Wüste zum Leben erweckte

 

Dass Samih Sawiris in Andermatt über hundert Millionen Franken in ein Tourismusprojekt investieren will, ist mittlerweile bekannt. Doch wer ist der 48-jährige Ägypter, der morgen Sonntag, 18. Dezember, in Andermatt den Einheimischen seine Pläne schmackhaft machen will? Das «Urner Wochenblatt» begab sich auf Spurensuche.

www.urnerwochenblatt.ch

 
 
 
 

«Ich habe nur eine Frau. Mir folgen nicht vier verschleierte Orientalinnen»

 www.esther-girsberger.ch

 

2 Responses to “Sawiris-Brüder kehren dem Land den Rücken”

  1. Ibrahim Says:

    ÄGYPTEN IST PLEITE! AN DEN TANKSTELLEN SIND LANGE SCHLANGEN! WIE LANGE DULDET

    DAS ÄGYPTISCHE VOLK NOCH DIESE MOSLEMBRÜDER UND SALAFISTEN? SCHLUSS DAMIT!

    ÄGYPTEN BRAUCHT EINE NATIONALE RETTUNGSREGIERUNG!

    WEG MIT DIESEM MURSI UND SEINEN LEUTEN! WEG MIT DEN MOSLEMBRÜDER UND SALAFISTEN!

    GOTT SCHÜTZE ÄGYPTEN UND DIE KOPTISCHEN CHRISTEN! AMEN!

  2. Armin Baumgartner Says:

    Gut dass es euch gibt. Ihr seit ja geschichtlich gesehen die richtigen Ägypter.
    Ägypten ohne die Kopten ist wie ein Menschenleben ohne Liebe!!
    Viele stehen hinter euch, auch hier im Westen.
    A.b.


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