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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Horn begrüßt Moschee in alter Kirche – Windrad kontra Kirche 22. März 2013

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 18:03

Mehr als 150 Menschen, vorwiegend Anwohner aus Horn, zu Gast bei muslimischer Gemeinde. Am Sonnabend wollen Rechtsextreme protestieren.

 

Hamburg: Darauf hatten viele gespannt gewartet: Die muslimische Al-Nour-Gemeinde, die in die leere Kapernaumkirche an der Sievekingsallee ziehen wird, lud Nachbarn und Interessierte zu einer Informationsveranstaltung. Mehr als 150 Menschen, vorwiegend Anwohner aus Horn, kamen. Weil die Sanierung der seit zehn Jahren leer stehenden Kirche erst Mitte April beginnt, traf man sich am Donnerstagabend in einem Saal des Rauhen Hauses. Das erschien zunächst überraschend, zumal sich die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) zur geplanten Umnutzung der 2002 entwidmeten und 2004 verkauften Kapernaumkirche anfangs kritisch äußerte. Nun öffnet das Rauhe Haus den Muslimen seine Türen – ein Beispiel für die Toleranz, mit denen die Menschen aus Horn ihren neuen Nachbarn begegnen. „Wir heißen das islamische Zentrum und seine Besucher in Horn willkommen“, sagte Pastor Burkhard Kiersch von der Kirchengemeinde zu Hamburg-Horn, einst Eigentümerin der Kapernaumkirche.

 

Imam Samir El-Rajab und Daniel Abdin von der Al-Nour-Gemeinde hätten sich dem Kirchenvorstand in einem langen und konstruktiven Gespräch vorgestellt. Auch andere Horner sehen die Umwandlung der Kirche in eine Moschee gelassen. „Wir sollten uns solidarisch und offen zeigen“, sagt Karin Wienberg vom Stadtteilverein Horn. „Es ist doch völlig in Ordnung, dass eine aufgegebene Kirche von Muslimen genutzt wird.“ Daniel Abdin betonte erneut die Offenheit der Gemeinde, die sich seit 20 Jahren in einer Tiefgarage in St. Georg versammelt. „Vor uns muss niemand Angst haben, das friedliche Zusammenleben ist uns das Wichtigste.“ Daher werde auch kein Muezzin vom Minarett rufen. Die Sanierung kostet 1,5 Millionen Euro. Was die Horner stört, ist nicht das künftige islamische Zentrum in ihrer Mitte, sondern eine angekündigte Kundgebung gegen eine „fortschreitende Islamisierung“ am Sonnabend. „Wir wehren uns gegen undemokratische und rassistische Aktionen in Horn“, sagt die Hornerin Bettina Rosenbusch. Auf der Stadtteilkonferenz am Montag sei so beschlossen worden, alle Horner zu einer Gegenkundgebung zu mobilisieren.

 

Auch der Senat und alle fünf Fraktionen der Bürgerschaft unterstützen die Gegendemonstration. „An diesem Wochenende zeigt Hamburg den Rechtsextremisten erneut die Rote Karte. Das ist richtig, denn die Freiheit der Religionsausübung gilt uneingeschränkt“, sagte Sozialsenator Detlef Scheele (SPD). Selbst die CDU, die den Umbau der Kirche zur Moschee durchaus kritisch sieht, distanziert sich von dem Protest. „Hass, Intoleranz und die Ausgrenzung Andersgläubiger sollen in unserer Stadt keine Chance haben“, sagt der kirchenpolitische Sprecher der Christdemokraten, Frank Schira. Zur Demonstration gegen die Moschee werden etwa 100 Teilnehmer erwartet, bei der Solidaritätskundgebung mehr als 300. Die Polizei wird mit mehreren Hundertschaften im Einsatz sein, da sie mit fast 150 gewaltbereiten Linksautonomen rechnet. {Quelle: www.abendblatt.de}

 

 

 

 

 

 

Demonstration für und gegen Moschee in Horn

 

Die Auseinandersetzung um den Umbau der Kapernaum-Kirche in Horn zu einer Moschee geht weiter. Nachdem die rechtspopulistischen Vereinigungen „Pro Deutschland“ und die „German Defence League“ für Sonnabend eine Demonstration gegen die Umwandlung der Kirche in ein muslimisches Gotteshaus angemeldet haben, ruft das „Hamburger Bündnis gegen Rechts“ zu einer Solidaritäts-Kundgebung auf.

 

 

An dieser beteiligen sich Vertreter von Gewerkschaften, Stadtteilinitiativen, der islamischen Schura und der evangelischen Kirche. Unterstützung erhält das Bündnis auch durch den Senat und alle fünf Fraktionen in der Bürgerschaft. „Hamburg hat im vergangenen Jahr gezeigt, dass der Rechtsextremismus in unserer Stadt keine Chance hat“, sagte Sozialsenator Detlef Scheele (SPD). „An diesem Wochenende zeigt Hamburg den Rechtsextremisten erneut die Rote Karte. Das ist gut und richtig, denn die Freiheit des Glaubens, der Religion und der Religionsausübung gilt uneingeschränkt“, so Scheele. Auch die CDU, die den Umbau der Kirche zur Moschee durchaus kritisch sieht, distanziert sich klar von den geplanten Protesten. „Hass, Intoleranz und die Ausgrenzung Andersgläubiger sollen in unserer Stadt keine Chance haben“, erklärte Frank Schira, kirchenpolitischer Sprecher der CDU. Es gehe „Pro Deutschland“ lediglich um das Spielen mit Ängsten. Den Umzug der Moschee in die Räume der ehemaligen Kirche verhindern zu wollen, „ist Fremdenfeindlichkeit pur“, sagte die Grünen-Landesvorsitzende Katharina Fegebank. Es sollte selbstverständlich sein, dass Muslime ihre Moscheen nicht mehr in Hinterhöfen und Tiefgaragen verstecken müssten, findet Christiane Schneider (Linke). Und für die FDP ist klar, dass es beim Umbau der Kirche zur Moschee nicht nur um Toleranz, sondern vor allem um Bürgerrechte ginge. Zur Demonstration gegen die Moschee werden etwa 100 Teilnehmer erwartet – bei der Solidaritätskundgebung sollen es mehr als 300 sein. Die Polizei wird mit mehreren Hundertschaften im Einsatz sein, da sie neben dem Gros friedlicher Demonstranten auch mit bis zu 150 gewaltbereiten Linksautonomen rechnet. Die Al-Nour-Gemeinde versucht indes weiter für Verständnis für ihr Moschee-Vorhaben zu werben. Am Donnerstag lud sie interessierte Bürger zum Infoabend ein. {Quelle: www.welt.de}

 

 

 

 

Windrad kontra Kirche

 

Denkmalpfleger und Kunsthistoriker warnen vor einer Zerstörung jahrhundertealter Kulturlandschaften durch Windkrafträder, Monokulturen für Biogasanlagen und Solaranlagenfelder. Der Denkmalschutz müsse an den Genehmigungsverfahren für Anlagen stärker beteiligt werden, sagte der Kunsthistoriker Kilian Heck gestern  in Greifswald.

 

Auf dem 32. Deutschen Kunsthistorikertag, der derzeit in Greifswald stattfindet, wollen sich die rund 500 Denkmalpfleger und Kunsthistoriker auf eine Resolution verständigen. Darin soll dem Schutz von Kulturlandschaften bei den Genehmigungsverfahren ein verbindlicherer Stellenwert eingeräumt werden. „Wir sind nicht per se gegen die erneuerbaren Energien“, sagte Heck. Die Denkmalpflege müsse aber am Auswahlprozess für neue Standorte „auf Augenhöhe“ beteiligt werden. Angesichts bereits bestehender Fehlentwicklungen und dem weiteren Ausbau von Windenergie und Biogas sehen die Fachleute dringenden Handlungsbedarf. Es bestehe die Gefahr, dass Denkmale durch die dominanten, bis zu 200 Meter hohen Windkraftanlagen die Identität stiftende Wirkung in ihrer jeweiligen Kulturlandschaft verlieren und bislang weitgehend unberührte Kulturlandschaften ihre Eigenart einbüßten, sagte der Denkmalpfleger Thomas Gunzelmann aus Bayern. „Wir müssen über Abstände zwischen den Anlagen und Denkmalen reden.“ Großflächige Monokulturen mit Energiepflanzen wie Mais veränderten jahrhundertealte Kulturlandschaften, die durch kleinteilige Äcker mit wechselnder Fruchtfolge geprägt waren.

 

Besonders drastisch sind nach Einschätzung der Experten die Auswirkungen in Norddeutschland, wo die meisten Windkraftanlagen stehen. „Die gerade Horizontlinie und die weit sichtbaren Stadtsilhouetten sind in der Kulturlandschaft des Nordens prägend“, sagte Heck. Er verwies auf Stadtansichten des Romantikers Caspar David Friedrich sowie Romane von Uwe Johnson oder Christa Wolf, die die flache und weite Landschaft beschreiben. Jahrhundertelang galten die backsteinernen Feldkirchen als Wegmarken in der Landschaft. Problematisch sei, dass gerade in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern die Denkmalschutzämter personell stark reduziert wurden. Als Negativbeispiele nannte Heck die vorpommerschen Orte Tribsees, Wusterhusen oder Wolgast, wo Windräder den freien Blick auf die Stadtsilhouette störten. Gunzelmann, Hauptkonservator beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, verwies auf die Wallfahrtskirche Gügel und die Giechburg im Landkreis Bayern, wo Windkraftanlagen als „konkurrierender Blickfang“ die Sichtachsen auf die Denkmale irritierten. „Genehmigungen sind Abwägungsentscheidungen, bei denen ein Bündel öffentlicher Belange berücksichtigt werden muss“, so Gunzelmann. „Wir müssen laut schreien, damit wir nicht vergessen werden“. {Quelle: www.nnn.de}

 

2 Responses to “Horn begrüßt Moschee in alter Kirche – Windrad kontra Kirche”

  1. .Demonstration für und gegen Moschee in Horn

    Leider wird viel zuwenig demonstriert!!!! ehrlich gesagt so ein Bauwerk wir erlaubt wo Hasspredigten erlaubt sind und entschieden wird wem, wann eine Hand oder Fuss angehackt wird werden„i ch dachte inEuropa gelten die Menschenrechte..und was ist mit den Menschnenrechten in den Moscheen!!
    Dort wird entschieden wer wen heiratet unter Zwang-denn frei entscheiden dürfen Frauen dort eh nicht–das ist doch Gesetzeswiedrig??!!oder…
    Ausserdem schüren sie gegen die Ungläubigen in den Moscheen–und Europa s POlitker freuen die sich darauf noch,,wenn der Kessel explodiert??
    Sind Sie denn echt so gierig darauf auf Scharia und Islam??

  2. Erich Foltyn Says:

    wieso heißt das immer „Rechtsextrem“ ? Ich seh nix an dem Bild was ist extrem ? Im Turnunterricht hat der Lehrer immer Arme und Beine als Extremitäten bezeichnet, weil sonst könnte man nicht Sport betreiben, wenn man die nicht hätte. Davon inspiriert würde ich den Busen der Frau ebenfalls als Extremität bezeichnen. Bei manchen schaut er wirklich ziemlich extrem aus.


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