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Zyprischer Erzbischof: Kirche stellt gesamtes Geld zur Verfügung 20. März 2013

Filed under: Kirche — Knecht Christi @ 18:22

 

Die zyprische Kirche bietet dem Staat zur Überwindung der Krise ihr gesamtes Geld an.

 

Nikosia: «Die Kirche und die Klöster werden für die Rettung des Landes alles zur Verfügung stellen», erklärte der zyprische Erzbischof Chrysostomos nach einem Treffen mit Zyperns Staatspräsidenten Nikos Anastasiades. Zyperns Parlament hatte am Dienstagabend die geplante Zwangsabgabe auf Bankguthaben abgelehnt. Die politische Führung in Nikosia sucht fieberhaft nach einem Ausweg aus der drohenden Staatspleite.

{Quelle: www.welt.de}

 

 

 

Orthodoxe Kirche will Zypern retten

 

Nach der Ablehnung des EU-Rettungspakets durch das Parlament in Zypern will die einflussreiche Orthodoxe Kirche in dem Mittelmeerstaat der Regierung ihr Vermögen zur Verfügung stellen.

 

Moskau: „Das gesamte Eigentum der Kirche steht zur Disposition für das Land, um einen Zusammenbruch der Wirtschaft zu verhindern“, sagte der zyprische Erzbischof Chrysostomos II. nach einem Treffen mit Präsident Nikos Anastasiades. Das zyprische Parlament setzt im Ringen um einen Ausweg aus der Schuldenkrise nun verstärkt auf Unterstützung aus Russland. Die Kirche biete an, eine Hypothek auf ihre Besitztümer aufzunehmen, um damit den Kauf von Staatsanleihen zu ermöglichen, sagte Erzbischof Chrysostomos II. Konkrete Zahlen wollte der Geistliche nicht nennen. Die Orthodoxe Kirche ist der größte Eigentümer von Grundbesitz auf der Insel und hält zudem Anteile an zahlreichen Unternehmen. Die Aktiva werden auf mehrere Dutzend Millionen Euro geschätzt. Das Nein des Parlaments zum EU-Rettungspaket sei eine „starke Botschaft, dass man uns nicht zum Narren halten kann“, betonte der Erzbischof.

 

Zyperns Finanzminister Michalis Sarris hielt sich zu Gesprächen in Moskau auf, wo er mit seinem russischen Kollegen Anton Siluanow zusammenkommen wollte. Zypern hofft dabei auf eine Verlängerung eines russischen Kredits über 2,5 Milliarden Euro. Das Parlament in Zypern hatte das europäische Maßnahmenpaket zur Vermeidung eines Staatsbankrotts am Dienstagabend abgelehnt. Die abgelehnte Gesetzesvorlage sah zuletzt eine Zwangsabgabe von 6,75 Prozent für Bankguthaben ab 20.000 Euro vor, bei Guthaben von über 100.000 Euro sollte sie 9,9 Prozent betragen. Mit dem Parlamentsvotum entfällt die Voraussetzung für die Zusage der Eurogruppe vom Wochenende, Zypern mit einem Kredit von bis zu zehn Milliarden Euro zu unterstützen. Bedingung dafür war, dass das Land 5,8 Milliarden Euro einnimmt. Zypern setzt nun auf einen Plan B. Noch am Dienstagabend hatten Russlands Präsident Wladimir Putin und Anastasiades in einem Telefongespräch über mögliche russische Hilfen gesprochen. Putin habe dabei erneut seiner Sorge über Maßnahmen Ausdruck verliehen, die die Interessen russischer Einzelpersonen und Unternehmen schädigen könnten, sagte sein Sprecher Dmitri Peskow der Nachrichtenagentur Interfax. Zypern wird von vermögenden Russen stark als Anlageort genutzt.

 

Örtliche Medien spekulierten unterdessen, der russische Energiekonzern Gazprom könnte möglicherweise Zyperns Banken mit Geld versorgen und im Gegenzug Anteile an zyprischen Offshore-Energiefeldern verlangen. Der zyprische Innenminister Sokratis Hasikos sieht zwei zyprische Großbanken vor dem Abgrund. „Die Troika akzeptiert unseren Plan B nicht“ sagte Hasikos mit Blick auf die Troika aus Europäischer Union, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds dem griechischen Fernsehsender Mega. Bei einer Telefonkonferenz am Dienstagabend hätten die Troika-Vertreter „im Prinzip gesagt, dass die Bank of Cyprus und die Cyprus Popular Bank voraussichtlich nicht wieder öffnen werden“. Unterdessen steht die Eurogruppe für eine rasche Zusammenkunft bereit, wenn Zypern einen Alternativplan zur Lösung seiner Finanzprobleme vorlegt. Die Euro-Finanzminister könnten sich noch diese Woche treffen, allerdings „nur wenn Zypern konkrete Vorschläge macht“, sagte ein ranghoher Eurogruppen-Vertreter der Nachrichtenagentur AFP in Brüssel. Wann damit zu rechnen ist, sei „unklar, sicher aber nicht heute“.

 

Die Krise in Zypern bedroht nach Ansicht des designierten französischen Haushaltsministers Bernard Cazeneuve nicht die Stabilität der Eurozone. Es seien bereits viele strukturelle Maßnahmen in der Eurozone ergriffen worden, die es erlaubten, dass sich „die spekulativen Fehler von gestern nicht wiederholen“, versicherte Cazeneuve im Radiosender RTL. Nun seien neue Verhandlungen Zyperns mit der Troika aus EU, europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds nötig. Cazeneuve verteidigte zugleich die Forderung der Europäer, die Einlagen von Bankkunden in Zypern bei der Rettung des Finanzsystems teilweise heranzuziehen. Cazeneuve war am Dienstagabend zum Nachfolger des bisherigen französischen Haushaltsministers Jérôme Cahuzac ernannt worden, der wegen des Vorwurfs des Steuerbetrugs zurückgetreten war. {Quelle: www.paderborner-blatt.de}

 

 

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Angst vor Pleite: Kirche will Zypern retten

 

Die Krise auf Zypern vereint Staat und Kirche: Der Erzbischof des Landes bietet der Regierung das gesamte Vermögen zur Rettung an. Einem Bericht zufolge könnten die Banken bis kommenden Dienstag geschlossen bleiben.

 

Nikosia – Kirchengeld für die Rettung der zyprischen Banken? Das stellt das geistliche Oberhaupt der Insel zumindest in Aussicht. Die Kirche bietet dem Staat ihr gesamtes Geld an. „Die Kirche und die Klöster werden für die Rettung des Landes alles zur Verfügung stellen“, sagte der zyprische Erzbischof Chrysostomos nach einem Treffen mit Staatspräsident Nikos Anastasiades am Mittwoch. Wie groß das Vermögen der Kirche ist, war zunächst nicht bekannt. Zyperns Parlament hatte am Dienstagabend die geplante Zwangsabgabe auf Bankguthaben abgelehnt. Die politische Führung in Nikosia sucht fieberhaft nach einem Ausweg aus der drohenden Staatspleite. Große Hoffnungen setzt das Land in Russland. Finanzminister Michalis Sarris hielt sich am Mittwoch zu Gesprächen in Moskau auf, wo er mit seinem russischen Kollegen Anton Siluanow zusammenkommen wollte. Zypern hofft dabei auf eine Verlängerung eines russischen Kredits über 2,5 Milliarden Euro.

 

 

Banken bereits seit fünf Tagen geschlossen

 

Zudem wurde bekannt, dass die zyprischen Banken voraussichtlich bis kommenden Dienstag geschlossen bleiben. Es soll daneben für unbestimmte Zeit Einschränkungen für Überweisungen ins Ausland geben, wie die Nachrichtenagentur dpa aus Kreisen der Regierung und der Zentralbank Zyperns erfuhr. Offiziell wurde dies jedoch nicht bestätigt. Eine Erklärung sollte am Mittwochnachmittag ausgegeben werden. Geplant wird, dass die Banken auch am Donnerstag und Freitag geschlossen bleiben. Sie sind bereits seit fünf Tagen geschlossen. Am kommenden Montag ist Feiertag auf Zypern. Bis dahin hoffen die Behörden, eine Lösung zum Thema des Finanzproblems Zyperns gefunden zu haben. Auch nach der Öffnung werde es jedoch eine Sperre für Überweisungen ins Ausland geben. Ein entsprechendes Gesetz wurde am Mittwoch ausgearbeitet, hieß es aus Kreisen der Zentralbank. {Quelle: www.spiegel.de}

 

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