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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Zehn Eckpunkte über Blasphemiegesetze und Nicht-Muslime 17. März 2013

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 21:14

Der große almoravidische Jurist Qadi Iyad (gest. 1149), beschreibt in seinem Grundlagenwerk Al-Shifa, in einer der maßgeblichsten Analysen des islamischen Blasphemie- gesetzes, die Behandlung von Nicht-Muslimen.

 

“Nachdem der Islam fest verankert war und Allah ihm den Sieg über alle Religionen gegeben hatte, wurden alle Kritiker, über die die Muslime Macht hatten und deren Geschichte wohl bekannt war, getötet.‘   Eine immer intensiver werdende weltweite Kampagne will Nicht-Muslimen islamische Blasphemiegesetze aufzwingen, einschließlich jenen, die nicht unter dem Islam in nicht-muslimischen Gesellschaften leben.   Folgende zehn Eckpunkte über die doktrinären Ursprünge und die praktischen Auswirkungen dieser globalen Kampagne habe ich für Sie zusammengestellt:

 

1) Nach der Sunna (der Überlieferung von Mohammed und der frühen muslimischen Gemeinschaft) begaben sich nicht-muslimische Sünder durch die Benutzung schlechter Sprache gegen den muslimischen Propheten Mohammed, Allah oder den Islam, in einen Kriegszustand gegen die Muslime und deren Leben wurde wertlos (so wie der Dichter Kaab b. Al-Ashraf, der Gedichte schrieb, die Mohammed herabwürdigten und der ermordet wurde).

 

 

 

2) Diese “Beleidigung“ wurde immer dann durch muslimische Juristen konstruiert und legitimiert , wenn der Islam politisch, militärisch und wirtschaftlich dominant war, so dass man erwartete, dass die nicht-Muslime die Religion des Islams nicht herabwürdigen, oder seine Hauptfiguren oder Institutionen verleumden würden.

3) Die Juristen sahen jede solche Herabwürdigung als einen unannehmbaren feindlichen Akt an, der mit dem Tode bestraft wird, automatisch, dargelegt durch die drei sunnitischen Hauptschulen des islamischen Rechts (Maliki, Shafii, Hanbali) und die wichtigsten schiitischen Schulen. Nach Meinung der vierten Hauptschule des sunnitischen islamischen Rechts, den Hanafi, ist die Strafe eines Nicht-Muslims, der der Blasphemie schuldig ist, dem Ermessen des Richters überlassen. Die Todesstrafe war in der Tat die am häufigsten angewendete Strafe der Hanafi.

 

4) Am 19. Februar 1989 erließ der iranische Theokrat Ayatollah Khomeini eine Fatwa, die den Schriftsteller Salam Rushdie zum Tode verurteilte (zusammen mit jenen, die an der Veröffentlichung des Buchs “Satanische Verse“ beteiligt waren), und er versprach jedem muslimischen “Märtyrer“ in dieser Sache ewige Erlösung. Mohammed Hashim Kamali, der seit 1985 Scharia und Rechtswissenschaften als Professor für Recht an der Internationalen Islamischen Universität Malaysia lehrt, führt in seiner Funktion als Autorität für die Meinungsfreiheit im Islam aus: “….kein ernsthafter muslimischer Kommentator hat jemals die grundlegende Gültigkeit der Fatwa des Ayatollahs in Frage gestellt. Das Urteil wurde generell als Notwendigkeit betrachtet und wenn auch nur aus dem Grund, um herauszufinden ob Rushdie willens war zu bereuen.“ Die Fatwa rief gezielt Mörder in Europa und Japan auf den Plan und war Ursache für einen Massenmord in der Türkei.

 

5) Diese orthodoxe islamische Doktrin – die beispielsweise in das “moderne“ pakistanische Strafgesetz eingebaut wurde (§295C: “Das Benutzen abwertender Bezeichnungen usw in Bezug auf den heiligen Propheten. Wer auch immer mit Worten, entweder gesprochen oder geschrieben oder durch eine sichtbare Präsentation, oder durch irgendeine Unterstellung oder Anspielung oder Andeutung, sei es direkt oder indirekt, den geheiligten Namen des Heiligen Propheten Mohammed (FSMI) entehrt, der soll mit dem Tode bestraft werden, oder mit lebenslanger Gefängnisstrafe und wird auch ein Bußgeld bezahlen müssen.“) hat verheerenden Schaden angerichtet in unserer Gegend, insbesondere aber unter der kleinen pakistanischen christlichen Gemeinschaft.

 

6) “Steigende Einschränkungen auf Grund von Religionen“. Eine Studie des Pew Research Centers für Religion und öffentliches Leben, die am 2. August 2011 veröffentlicht wurde, fand heraus, dass die Anwendung der Scharia zur Zeit in einer unverhältnismäßigen Anzahl muslimischer Länder, einundzwanzig – die höchste (d.h. schlimmste) Verfolgungsanzahl aufzuweisen hat. Weiterhin beobachteten die Forscher von Pew “Acht von zehn Länder im Nahen Osten, der Nordafrika Region, haben Gesetz gegen Blasphemie, Apostasie oder Diffamierung von Religionen, der höchste Anteil in einer abgegrenzten Region. Diese Strafen werden in 60% der Länder der Region durchgeführt.“

 

7) Ein ägyptisches Gericht zur Staatssicherheit erließ am 28. November 2012 ein Urteil, das sieben ausgebürgerte koptische Ägypter, sowie den amerikanischen Pastor Terry Jones zum Tode verurteilte, weil sie sich “blasphemisch“ über den Islam geäußert haben. Der ägyptische Richter Saif al Nasr Soliman stellte in seinem Urteilsspruch einfach fest, “Die angeklagten Personen wurden verurteilt, weil sie die islamische Religion beleidigt haben, indem sie einen Film produziert und angeboten haben, der den Islam und seinen Propheten beleidigt.“

 

8) Die extraterritoriale Anwendung der Scharia reflektiert eine größere weltweite Kampagne der 57 Mitglieder der Organisation der Islamischen Konferenz (später umbenannt in Organisation der islamischen Zusammenarbeit [OIC]). Als größter Abstimmungsblock in der UN, der den Mainstream, den institutionellen Islam und alle wichtigen muslimischen Länder repräsentiert, ebenso wie die palästinensische Regierung – hat sich die OIC kontinuierlich über die vergangenen zwei Dekaden durch Lobbyarbeit für eine UN Resolution hervorgetan, in der sie darauf bestehen, dass die Länder das, was sie “Diffamierung von Religionen“ nennen, kriminalisieren sollen. Jetzt ruft die OIC dazu auf, in Übereinstimmung mit seinem auf der Scharia begründeten “Menschenrechts“ Paradigma, der Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam aus dem Jahr 1990, die die Gewissensfreiheit und die Redefreiheit zurückweist, so wie sie in der amerikanischen Bill of Rights definiert (und aufrechterhalten) wird, sowie in der Allgemeinen Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen, ein gesondertes Verbot zu erlassen, um die Redefreiheit zu verbieten, die angeblich den Charakter des islamischen Propheten beleidigt, was nach OIC als “Hassrede“ bezeichnet wird.

 

9) Die Vereinigung der muslimischen Juristen in Amerika (AMJA) ist in der muslimisch-amerikanischen Mainstream Gemeinschaft hoch angesehen. Die islamischen Gelehrten, die in dieser Gruppe organisiert sind, haben einflussreiche Positionen an Universitäten, islamischen Zentren und Moscheen in ganz Amerika inne und sie trainieren die amerikanischen Imame.   Sollte die Mainstream AMJA es schaffen ihr Ziel zu erreichen die Scharia in Nordamerika umzusetzen? Die Organisation hat gerade ein Urteil erlassen, das das Töten von Nicht-Muslimischen “Blasphemikern“ absegnet. Dank Salah al-Sawy, dem Generalsekretär von AMJA wissen wir (21.1.2009): “Für jene Gelehrte, die sagen, dass die Reue einer Person, die Allah oder seinen Boten beleidigt, nicht akzeptiert wird, [erläutern wir hier]: [Sie] meinen, dass Reue nicht die Strafen aufhebt, die es für das Verfluchen und die Beleidigung des Propheten gibt, d.h. Exekution.  Denn der Prophet ist derjenige, der tatsächlich ungerecht behandelt und der beleidigt wurde und er lebt nicht mehr, deshalb kann er nicht mehr lebend sein Recht praktizieren [dem Blasphemiker] zu vergeben für das, was er getan hat. Auch hat kein Muslim das Recht oder ist autorisiert dies im Namen des Propheten zu tun.“

 

10) Blasphemie, die von einem Muslim begangen wird, wird als Apostasie vom muslimischen Glauben betrachtet und deshalb hat es die sogenannte hadd Verbrechen gegeben (die schwere, vorgeschriebene Strafen erfordern) mit einer notwendigen Todesstrafe, seit Beginn des Islams. Das führende Mitglied des Fatwa Komitees von AMJA, Hatem al-Haj, bestätigt diesen klassischen Mainstream Standpunkt des Islams für die amerikanischen Muslime im Jahr 2006. “In Bezug auf die Scharia Urteile. Der Tod ist die Strafe für den Mann in allen großen vier Fiqh Scharia Schulen und dasselbe [gilt] für die Frauen in den führenden Scharia Schulen. Und in der Schule der Hanifen wird sie eingesperrt, so wie es der Prophet, die Gebete und der Frieden Allahs mögen mit ihm sein, sagte: ‚Wann auch immer ein Muslim seine/ihre Religion ändert, töte ihn/sie,‘ und er sagte weiter: ‚Das Blut eines Muslim, der bezeugt, dass es keinen Gott gibt außer Allah und dass ich der Bote Allahs bin, ist nicht erlaubt, außer aus drei Gründen: Ein Leben für ein anderes Leben, der verheiratete Ehebrecher und derjenige, der seine/ihre Religion verlässt.“

 

Ein Spiegelbild eines geteilten gemeinschaftlichen Verständnisses mit ihrer klerikalen Führung in Bezug auf “Blasphemie/Apostasie“ zeigt sich im Ergebnis einer Meinungsumfrage, die vom 22. Oktober bis zum 26. Oktober 2012 unter 600 Muslimen von Wenzel Strategies durchgeführt wurde und die die breite Unterstützung unter den amerikanischen Verehrern des Islams für diese grundsätzliche Zurückweisung der grundlegenden Meinungsfreiheit und Gewissensfreiheit zeigt, die nach dem Ersten Verfassungszusatz der amerikanischen Verfassung garantiert sind.

 

Auf die Frage “Glauben Sie, dass Kritik am Islam oder Mohammed nach dem Ersten Verfassungszusatz erlaubt sein dürfte? Antworteten 58% “nein“, 45% der Befragten stimmten zu “… dass jene, die den Islam in den USA kritisieren oder parodieren angeklagt werden sollen,“ und ganze 12% dieser muslimischen Gruppe gaben sogar zu, dass sie an die drakonischen, schariabasierten Strafen für das nicht existierende Verbrechen der “Blasphemie“ im amerikanischen Strafrecht glaubten, und sie antworteten zustimmend “….. dass Amerikaner, die den Islam kritisieren oder parodieren, mit dem Tode bestraft werden sollen“. {Quelle: europenews.dkEuropeNews – Original: Ten key points on islamic blasphemy law and non-muslims – Von Andrew Bostom – Übersetzt von EuropeNews}

 

One Response to “Zehn Eckpunkte über Blasphemiegesetze und Nicht-Muslime”

  1. Erich Foltyn Says:

    ich hab aber schon noch gelesen, wenn z.B. französische Truppen in Mali zu kämpfen anfangen, wie manche Moslems dann wehleidig zu jammern anfangen, wie böse die Franzosen sind. Dabei sind sie ja für den Jihad.


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