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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Kommentar zu „Papst Franziskus bei erster Messe: Gehen, Bauen, Christus bekennen“! 15. März 2013

Filed under: Werte für Jugend — Knecht Christi @ 20:39

Predigt für die Kardinäle in der sixtinischen Kapelle: Kirche ist ohne Verkündigung Christi „nur noch eine fromme NGO

 

Vatikanstadt (kath.net/KAP): Einen Tag nach seiner Wahl zum Papst hat Franziskus gemeinsam mit den Kardinälen seine erste Messe gefeiert. In der Sixtinischen Kapelle, in der an den beiden Vortagen das Konklave stattgefunden hatte, versammelte er sich am Donnerstagnachmittag mit den 114 Wählmännern zum Gottesdienst „pro ecclesia“ (für die Kirche). Der neue Papst schritt am Ende einer Prozession, in der Hand die Ferula, den Kreuzesstab, den auch sein Vorgänger benutzt hatte. Er trug eine ähnliche Bischofsmitra wie die Kardinäle, allerdings mit einem aufgestickten Kreuz. Seine erste Predigt als Papst hielt Franziskus auf Italienisch – ohne Manuskript, auffallend leise und im Stehen. Er forderte darin die Kardinäle auf, mutig das Kreuz Christi auf dem Weg durch die Welt und die Zeit zu tragen und es zu bezeugen. Die Kirche müsse diesen Weg gehen, ohne stehen zu bleiben, sie müsse aufbauen und Christus bekennen. „Wenn wir ohne das Kreuz gehen und bauen, sind wir zwar Bischöfe, Priester, Kardinäle oder Päpste, doch keine Jünger des Herrn“, hob der Papst in seiner siebenminütigen Predigt hervor. Das Kreuz müsse stets im Mittelpunkt des christlichen Lebens stehen, „ansonsten sind wir verweltlicht“. Ohne die Verkündigung Christi werde die Kirche zu einer „frommen NGO statt zur Braut Christi“. In den Fürbitten beteten die versammelten Kardinäle für den neuen Papst Franziskus sowie für seinen Vorgänger Benedikt XVI. Des weiteren für die politischen Verantwortungsträger, aber auch für die Leidenden und Verzweifelten. Mit dem Papst konzelebrierte an einem vor Michelangelos Jüngstem Gericht aufgestellten Altar die Kardinäle Giovanni Battista Re und Tarcisio Bertone. Re hatte als ältester Kardinal-Bischof das Konklave geleitet, Bertone war Camerlengo der Kirche während der Sesidvakanz.

 

 

 

06-Papst-Franziskus-Fakte …

 

 

Kommentar vonKopten ohne Grenzen

 

Es sind in diesem Artikel nur Predigtfetzen der ersten Predigt dieses Papste zu erkennen. Aber die haben es in sich. Hat der Vorgängerpapst Jesus bereits besonders durch die Veröffentlichung seiner Bücher vom Makel der bloßen Verkündigung befreit und Jesus wieder seine historische Gestalt wiedergegeben, die so einigen Theologen innerhalb der Kirche verloren gegangen und abhanden gekommen waren, setzt dieser Papst noch einen drauf: „Wenn wir ohne das Kreuz gehen und bauen, sind wir zwar Bischöfe, Priester, Kardinäle oder Päpste, doch keine Jünger des Herrn“ und Das Kreuz müsse stets im Mittelpunkt des christlichen Lebens stehen, „ansonsten sind wir verweltlicht“. Ich denke, dass diese Worte die Christen und insbesondere die Priester und Würdenträger ermahnen sollen, von Frömmelei Abstand zu nehmen und  die fordernde Wirklichkeit Jesu in den Blick zu nehmen. Im Grunde die gleiche Intention wie Jesus gegenüber den Pharisäern. Der Papst erinnert uns daran, dass der christliche Glaube ohne das unbedingte und unerschütterliche Bekenntnis zu Jesus Christus die Jüngerschaft Jesu ausmacht und erst den christlichen Glauben in seiner ganzen Tiefe überhaupt erst begründet. Er stellt – wie schon sein Vorgänger – Jesus in den Mittelpunkt des Bekenntnisglaubens. Er macht deutlich, dass Jesus als Gott in seiner menschlichen Anwesenheit in diese Welt hineinwirkt. Gott erwartet Resonanz aus dieser Welt durch Christi Lehre von uns zu IHM. Der ferne Gott ohne Jesus ist zu weit weg und die Menschen neigen dann zur Verweltlichung und beschäftigen sich eher mit sich selbst und werden relgiös egoistisch.

 

 

 

 

Ich finde, auch ohne die gesamte Predigt gehört zu haben, allein diese Kernstücke daraus beachtenswert und einen guten Einstand.

 

 

9 Responses to “Kommentar zu „Papst Franziskus bei erster Messe: Gehen, Bauen, Christus bekennen“!”

  1. Emanuel Says:

    „Wenn wir ohne das Kreuz gehen und bauen, sind wir zwar Bischöfe, Priester, Kardinäle oder Päpste, doch keine Jünger des Herrn”, hob der Papst in seiner siebenminütigen Predigt hervor. “

    Das verstehe ich .. sehr gut sogar … und die „sieben“ Minuten verstehe ich ebenfalls .. eine wunderbare , tiefsinnige Rede des Jesuiten …

    LG

    PS: Möglicherweise ist das der „Erste und der Letzte“ ……

  2. Emanuel Says:

    An den werten Carma … ich darf einfach mal Issachar zitieren .. falls sie es mir erlaubt … also nicht Issachar .. sondern den Herrn … den Issachar zitiert hat …

    14 Und dem Engel der Gemeinde in Laodizea schreibe: Das sagt, der Amen heißt, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes:
    15 Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch warm bist. Ach, dass du kalt oder warm wärest!
    16 Weil du aber lau bist und weder warm noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde.
    17 Du sprichst: Ich bin reich und habe genug und brauche nichts!, und weißt nicht, dass du elend und jämmerlich bist, arm, blind und bloß.
    18 Ich rate dir, dass du Gold von mir kaufst, das im Feuer geläutert ist, damit du reich werdest, und weiße Kleider, damit du sie anziehst und die Schande deiner Blöße nicht offenbar werde, und Augensalbe, deine Augen zu salben, damit du sehen mögest.
    19 Welche ich lieb habe, die weise ich zurecht und züchtige ich. So sei nun eifrig und tue Buße!
    20 Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir.
    21 Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich überwunden habe und mich gesetzt habe mit meinem Vater auf seinen Thron.
    22 Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!

    LG

    Emanuel

  3. Emanuel Says:

    Scheinheiligkeit ist ab sofort obsolet ……..

    • carma Says:

      könnte von dir sein-oder wars doch vom neuen papst?: >> „Wer nicht zum Herrn betet, betet zum Teufel.“ Wenn man Jesus Christus nicht bekennt, bekennt man die Weltlichkeit des Teufels, die Weltlichkeit des Bösen.< siehe auch thomas morus: „utopia“<, die vorlage aller sozialistisch-kommunistischen "gerechtigkeitssysteme"…

      dieses ideal konnte zuvor auch nur in den katholischen ordensgemeinschaften/klöstern halbwegs glaubhaft realisiert werden, auch der buddhismus scheint in "reinform" nur in abgeschiedenen klöstern zu gelingen. die weltlichen vermischungen ins unreine, sündige werden aber von Gott in einem gewissen rahmen zugelassen – nicht als kompromiss hin zu einer laxen oder gar fatalistisch/nihilistischen glaubensauffassung, sondern als natürliche "rest-tierhaftigkeit" unserer biologisch-organischen existenz, die auch jenseits aller moral und ethik nuneinmal grundkonstante unseres irdischen lebens ist. auch und vorallem diese erde mit all ihren (oft grausam anmutenden) existenzformen ist eine schöpfung Gottes, in der wir uns (nicht immer fair) behaupten müssen.
      es ist nicht jedem gegeben, Gott in allem vollkommen nachzufolgen – daher ist die priesterschaft stets eine kleine "elite"-schar, die uns allen vorangeht und den von der gesellschaft zugebilligten "heiligen raum" ihres wirkens (kirche als "staat" im staate) zugestanden bekommt.

      wenn sich allerdings gravierende irrtümer auch in der geistlichen leitung einer gesellschaft festsetzen, kann dies schlimmerer konsequenzen haben als eine fehlgeleitete weltliche regierung.
      in europa scheinen mir aber die gläubigen/ das kirchenvolk selbst ihre kirche/kirchenleitung ins abseits zu drängen, indem sie über jahrzehnte modernistische zugeständnisse eingefordert haben, deretwegen sie nun die kirchen zu verlassen drohen. auf wunsch und druck der gläubigen "basis" (!)
      wurden traditionellere, konservativere pfarrer u. bischöfe "abserviert" und durch "locker-moderne" ersetzt.
      die forderung nach frauenordinat, homokleriker, homoehe, abtreibung, verhütung etc. sind die kampfvokabeln, mit denen die rest-gläubigen selbst ihrer kirche den krieg erklärt haben. auch im umgang mit dem islam gibt es interessen seitens der gemeindemitglieder, nicht nur druck von oben öffnet die kirchentore für die mohamedaner.
      wären die gläubigen christen selbstbewusst, standhaft und im glauben versiert, hätten ihnen die zeitgeistigen umtriebe und links-medialen unterstellungen relativ wurscht sein müssen – der ungehemmt-"fortschrittsgeile" lebenslifestyle allerdings auch?!…

      • carma Says:

        sorry – textbeginn ist verloren gegangen, so machts wenig sinn…nochmal bring ichs jetzt nicht zusammen

  4. Gelobt sei Jesus >Christus>.

    Worte zum Nachdenken und zum Weiterschenken
    In der Hauptstadt seines Landes, lebte ein guter und gerechter König.
    Oft verkleidete er sich und ging unerkannt durch die Straßen, um zu erfahren, wie es um sein Volk stand.
    Eines Abends geht er vor die Tore der Stadt. Er sieht aus einer Hütte einen Lichtschein fallen und erkennt durch das Fenster: Ein Mann sitzt allein an seinem zur Mahlzeit bereiteten Tisch und ist gerade dabei, den Lobpreis zu Gott über das Mahl zu singen. Als er geendet hat, klopft der König an der Tür: „Darf ein Gast eintreten?“ „Gerne“, sagt der Mann, „komm, halte mit, mein Mahl reicht für uns beide!“ Während des Mahles sprechen die beiden über dieses und jenes. Der König – unerkannt – fragt: „Wovon lebst du? Was ist dein Gewerbe?“ „Ich bin Flickschuster“, antwortete der Mann. „Jeden Morgen gehe ich mit meinem Handwerkskasten durch die Stadt und die Leute bringen mir ihre Schuhe zum Flicken auf die Straße“.

    Der König: „Und was wird morgen sein, wenn du keine Arbeit bekommst?“ „Morgen?“, sagte der Flickschuster, „Morgen? Gott sei gepriesen Tag um Tag!“

    Als der Flickschuster am anderen Tag in die Stadt geht, sieht er überall angeschlagen: Befehl des Königs! In dieser Woche ist auf den Straßen meiner Stadt jede Flickschusterei verboten! Sonderbar, denkt der Schuster. Was doch die Könige für seltsame Einfälle haben! Nun, dann werde ich heute Wasser tragen; Wasser brauchen die Leute jeden Tag.

    Am Abend hatte er so viel verdient, dass es für beide zur Mahlzeit reichte. Der König, wieder zu Gast, sagt: „Ich hatte schon Sorge um dich, als ich die Anschläge des Königs las. Wie hast Du dennoch Geld verdienen können?“ Der Schuster erzählt von seiner Idee Wasser für jedermann zu holen und zu tragen der ihn dafür entlohnen konnte. Der König: „Und was wird morgen sein, wenn du keine Arbeit findest?“ „Morgen? Gott sei gepriesen Tag um Tag!“

    Als der Schuster am anderen Tag in die Stadt geht, um wieder Wasser zu tragen, kommen ihm Herolde entgegen, die rufen: Befehl des Königs! Wassertragen dürfen nur solche, die eine Erlaubnis des Königs haben! Sonderbar, denkt der Schuster, was doch die Könige für seltsame Einfälle haben. Nun, dann werde ich Holz zerkleinern und in die Häuser bringen. Er holte seine Axt, und am Abend hatte er so viel verdient, dass das Mahl für beide bereitet war. Und wieder fragte der König: „Und was wird morgen sein, wenn du keine Arbeit findest?“ „Morgen? Gott sei gepriesen Tag um Tag!“

    Am anderen Morgen kam dem Flickschuster in der Stadt ein Trupp Soldaten entgegen. Der Hauptmann sagte: „Du hast eine Axt. Du musst heute im Palasthof des Königs Wache stehen. Hier hast du ein Schwert, lass deine Axt zu Hause!“

    Nun musste der Flickschuster den ganzen Tag Wache stehen und verdiente keinen Pfennig. Abends ging er zu seinem Krämer und sagte: „Heute habe ich nichts verdienen können. Aber ich habe heute Abend einen Gast. Ich gebe Dir das Schwert…“ – er zog es aus der Scheide – „…als Pfand! Gib mir, was ich für das Mahl brauche.“ Als er nach Hause kam, ging er zuerst in seine Werkstatt und fertigte ein Holzschwert, das genau in die Scheide passte.

    Der König wunderte sich, dass auch an diesem Abend wieder das Mahl bereitet war. Der Schuster erzählte alles und zeigte dem König verschmitzt das Holzschwert. „Und was wird morgen sein, wenn der Hauptmann die Schwerter inspiziert?“ „Morgen? Gott sei gepriesen Tag um Tag!“

    Als der Schuster am anderen Morgen den Palasthof betritt, kommt ihm der Hauptmann entgegen, an der Hand einen gefesselten Gefangenen: „Das ist ein Mörder. Du sollst ihn hinrichten!“ „Das kann ich nicht“, rief der Schuster voll Schrecken aus. „Ich kann keinen Menschen töten!“ „Doch, du musst es! Es ist Befehl des Königs!“ Inzwischen hatte sich der Palasthof mit vielen Neugierigen gefüllt, die die Hinrichtung eines Mörders sehen wollten. Der Schuster schaute in die Augen des Gefangenen. Ist das ein Mörder? Dann warf er sich auf die Knie und mit lauter Stimme, so dass alle ihn beten hörten, rief er: „Gott, du König des Himmels und der Erde: wenn dieser Mensch ein Mörder ist und ich ihn hinrichten soll, dann mache, dass mein Schwert aus Stahl in der Sonne blitzt! Wenn aber dieser Mensch kein Mörder ist, dann mache, dass mein Schwert aus Holz ist!“

    Alle Menschen schauten atemlos zu ihm hin. Er zog das Schwert, hielt es hoch – und siehe: es war aus Holz. Gewaltiger Jubel brach aus. In diesem Augenblick kam der König von der Freitreppe seines Palastes, ging geradewegs auf den Flickschuster zu, gab sich zu erkennen, umarmte ihn und sagte: „Von heute an, sollst du mein Ratgeber sein!“

  5. -Brüder und Schwestern, Guten Abend.

    Ihr wisst, dass das Konklave die Pflicht hatte, Rom einen Bischof zu geben. Es scheint so, als ob meine Kardinalsbrüder fast bis zum Ende der Welt gehen mussten, aber wir sind nun hier. Ich danke euch für den Empfang. Die diözesane Gemeinschaft von Rom mit seinem Bischof. Danke.

    Zuerst möchte ich für unseren emeritieren Bischof Benedikt XVI. beten. Beten wir alle gemeinsam für ihn, damit der Herr ihn segne und die Muttergottes ihn behüte.

    Vater unser

    Gegrüßt seist du Maria

    Ehre sei dem Vater

    Und nun beginnen wir diesen Weg, Bischof und Volk, dieser Weg der Kirche Roms, der jener ist, der in der Barmherzigkeit allen Kirchen vorsteht, ein Weg der Brüderlichkeit der Liebe, des Vertrauens zwischen uns, beten wir immer für uns, für uns gegenseitig. Beten wir für die gesamte Welt, damit es eine große Brüderlichkeit geben wird.

    Ich wünsche euch, dass dieser Weg der Kirche, den wir heute beginnen und mir durch die Hilfe meines Kardinalvikars, der neben mir steht, fruchtbar sein wird für die Evangelisierung dieser so schönen Stadt.

    Und nun möchte ich den Segen erteilen, doch zuerst bitte ich euch um einen Gefallen. Bevor der Bischof das Volk segnet, bitte ich darum, dass ihr den Herrn bittet, damit ich gesegnet werde. Das Gebet des Volkes, das den Segen für seinen Bischof erbittet. Führen wir dieses euer Gebet für mich Stille durch.

    (…)

    Und nun werde ich euch und der ganzen Welt den Segen erteilen, das gilt auch allen Männern und Frauen guten Willens.

    (…)

    Brüder und Schwestern, ich verlasse euch. Danke für den Empfang. Betet für mich und bis bald. Wir werden uns bald wiedersehen. Morgen möchte ich bei der Muttergottes beten gehen, damit sie ganz Rom behüte.

    Gute Nacht und gute Erholung.

    http://www.abendblatt.de/politik/ausland/article114421646/Franziskus-feiert-Messe-mit-Papstwaehlern.html

    Ist er das Geschenk Gottes an die Kirche !!.

    • :“Wenn wir ohne das Kreuz gehen, sind wir nicht Jünger des Herrn“
      „Diese drei Lesungen haben meines Erachtens etwas gemeinsam: das Moment der Bewegung. In der ersten Lesung ist es die Bewegung auf dem Weg, in der zweiten Lesung ist es die Bewegung beim Aufbau der Kirche und im Evangelium die Bewegung im Bekenntnis. Gehen, aufbauen, bekennen.

      Gehen: „Ihr vom Haus Jakob, kommt, wir wollen unsere Wege gehen im Licht des Herrn“ (Jes 2,5). Es ist die erste Sache, die Gott zu Abraham sagte: Wandle in meiner Gegenwart und sei rechtschaffen (vgl. Gen 17,1). Gehen: Unser Leben ist ein Weg, und wenn wir anhalten, geht die Sache nicht. Immer gehen, in der Gegenwart des Herrn, im Licht des Herrn, und dabei versuchen, rechtschaffen zu leben, so, wie Gott es in seiner Verheißung von Abraham verlangte.

      Aufbauen. Die Kirche aufbauen. Die Lesung spricht von Steinen: Steine haben Festigkeit; aber es geht um lebendige Steine, um vom Heiligen Geist getränkte Steine (vgl. 1 Petr 2,1-10). Die Kirche, die Braut Christi, auf jenen Eckstein aufbauen, welcher der Herr selbst ist. Eine weitere Bewegung unseres Lebens also: aufbauen.

      Drittens: bekennen. Wir können gehen, wie weit wir wollen, wir können vieles aufbauen, aber wenn wir nicht Jesus Christus bekennen, geht die Sache nicht. Wir werden eine wohltätige NGO, aber nicht die Kirche, die Braut Christi. Wenn man nicht geht, bleibt man da stehen. Wenn man nicht auf Stein aufbaut, was passiert dann? Es geschieht das, was den Kindern am Strand passiert, wenn sie Sandburgen bauen: Alles fällt zusammen, es hat keine Festigkeit. Wenn man Jesus Christus nicht bekennt, da kommt mir das Wort von Léon Bloy in den Sinn: „Wer nicht zum Herrn betet, betet zum Teufel.“ Wenn man Jesus Christus nicht bekennt, bekennt man die Weltlichkeit des Teufels, die Weltlichkeit des Bösen.

      Gehen, aufbauen, bekennen. Aber die Sache ist nicht so einfach, denn beim Gehen, beim Aufbauen, beim Bekennen gibt es zuweilen Erschütterungen, Bewegungen, die nicht eigentlich zur Bewegung des Gehens gehören – es sind Bewegungen, die nach hinten ziehen.

      Das Evangelium fährt mit einer besonderen Situation fort. Derselbe Petrus, der Jesus Christus bekannt hat, sagt zu ihm: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. Ich folge dir, aber sprich mir nicht vom Kreuz. Das tut nichts zur Sache. Ich folge dir mit anderen Möglichkeiten, ohne das Kreuz. – Wenn wir ohne das Kreuz gehen, wenn wir ohne das Kreuz aufbauen und Christus ohne Kreuz bekennen, sind wir nicht Jünger des Herrn: Wir sind weltlich, wir sind Bischöfe, Priester, Kardinäle, Päpste, aber nicht Jünger des Herrn.

      Ich möchte, dass nach diesen Tagen der Gnade wir alle den Mut haben, wirklich den Mut, in der Gegenwart des Herrn zu gehen mit dem Kreuz des Herrn; die Kirche aufzubauen auf dem Blut des Herrn, das er am Kreuz vergossen hat; und den einzigen Ruhm zu bekennen: Christus den Gekreuzigten. Und so wird die Kirche voranschreiten.

      Ich wünsche uns allen, dass der Heilige Geist auf die Fürbitte der Mutter Gottes, unserer Mutter, uns diese Gnade schenke: gehen, aufbauen, Jesus Christus den Gekreuzigten bekennen. Amen.“
      .http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/53473.html

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