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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Koptischer Milliardär rechnet mit Moslembrüdern ab 10. März 2013

Filed under: Koptenverfolgung,Moslembrüder — Knecht Christi @ 20:01

Der Unternehmer Naguib Sawiris vergleicht die Islamisten mit Faschisten. Seine Familie liegt im Clinch mit der Regierung von Präsident Mursi. Zwei Mitglieder des Clans dürfen nicht ausreisen – wegen „Steuerhinterziehung„?!?.

 

 

 

 

Kairo: Naguib Sawiris nahm kein Blatt vor den Mund. Seit sechs Wochen lebt er in London, nicht freiwillig, wie er sagt. „Wir hatten keine andere Wahl angesichts der Art und Weise, wie die Muslimbrüder Ägypten regieren“, erklärte der Milliardär, einer der reichsten und einflussreichsten Männer des Landes. Die Sawiris gehörten zu den wichtigsten Industriellen am Nil. Trotzdem würden sie von der politischen Führung an den Pranger gestellt. „Was sich jetzt in Ägypten abspielt, ähnelt dem Aufstieg Mussolinis im faschistischen Italien“, sagte der 57-jährige koptische Christ im Gespräch mit dem Privatsender „Dream TV“. Gegenüber der BBC warf er westlichen Staaten vor, sie hätten mit den Islamisten einen Stillschweigepakt geschlossen und so die Werte der ägyptischen Revolution – Demokratie und Freiheit – verraten. Die Muslimbruderschaft versuche, den gesamten Staat unter ihre Kontrolle zu bringen, drangsaliere die Wirtschaft, schüchtere die Medien ein und wolle die Opposition mundtot machen.

 

Konkreter Auslöser des Konflikts war eine Rede Mursis im Oktober 2012, in der er dem Vater und dem jüngsten Bruder von Naguib Sawiris vorwarf, Steuern in Milliardenhöhe hinterzogen zu haben. Nach Angaben des Finanzministeriums schuldet deren Konzern Orascom Construction Industries (OCI) dem ägyptischen Staat umgerechnet 1,6 Milliarden Euro. Diese seien nach dem Verkauf ihrer Zement-Sparte 2007 an die französische Lafarge angefallen, als OCI einen Profit von 7,8 Mrd. Euro einfuhr. Das Unternehmen dagegen erklärte, die Behörden hätten lediglich einen Steuerbescheid über 500 Millionen Euro erlassen, gegen den man Einspruch eingelegt habe. OCI-Gründer Onsi Sawiris und Vorstandschef Naseef Sawiris dürfen Ägypten nicht mehr verlassen.

 

Beigetragen zur Eskalation dürfte aber auch das politische Engagement von Naguib Sawiris haben. Die von ihm gegründete Partei „Freie Ägypter“ ist Teil der säkularen Allianz, die im inzwischen aufgelösten Parlament nach Muslimbrüdern und Salafisten drittstärkste Kraft war. Schon länger pflegt der koptische Milliardär mit Präsident Mursi eine Intimfeindschaft, seit dieser, damals noch Chef der Partei für „Freiheit und Gerechtigkeit“, zum Boykott von dessen Telefonkonzern Mobinil aufrief. Auslöser war eine Karikatur von Micky Maus mit Islamistenbart und Minnie Maus mit Vollschleier, die Sawiris über Twitter verbreitet hatte. Inzwischen hat Sawiris Mobinil an France Télécom verkauft. Eine Rolle im Steuerstreit spielt sicher auch die Entscheidung von OCI-Chef Naseef Sawiris, den Konzernsitz von Kairo nach Amsterdam zu verlegen und die Aktien künftig dort an die Börse zu bringen. Die Orascom-Gruppe ist das größte Privatunternehmen am Nil. Naguib Sawiris stampfte unter anderem auch die Touristenstadt El Gouna aus dem Boden. Zudem hielt er eine Zeit lang auch Anteile an der Telekom Austria. {Quelle: diepresse.com}

 

One Response to “Koptischer Milliardär rechnet mit Moslembrüdern ab”

  1. carma Says:

    als zeuge der verhältnisse in ägypten ein kronjuwel gegen das mursiregime – in wenigen sätzen hat er dieses system demaskiert. ob der westen IHM mehr glaubt als unsereins? auf jeden fall lebt er jetzt gefährlich – gerade in london..


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