kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Burn-out der Propheten 9. März 2013

Filed under: Werte für Jugend — Knecht Christi @ 21:13

Prophet Jeremia mag nicht mehr

 

 

 

Jeremia mag nicht mehr. Er mag nicht mehr Gottes Prophet sein: „Du hast mich dazu überredet, und ich hab mich überreden lassen“, hält er seinem Gott vor. „Ich habe dein Wort gepredigt, immer und immer wieder, und man hat mich dafür ausgelacht. Hohn und Spott hat man über mich ausgeschüttet. Nun kann ich nicht mehr, nun will ich nicht mehr. Ich bin müde, erschöpft, ich bin am Ende!“ – Burn-out eines Propheten, eines Gottesmannes. Als ich den Predigttext für den morgigen Sonntag las, war ich wieder mal verblüfft, wie aktuell diese alten Texte der Bibel doch sein können. Ein Burn-out, auf Deutsch „Ausgebrannt sein“ zählt zu den Volkskrankheiten unserer Zeit: Lehrerinnen ziehen sich erschöpft aus dem Schulalltag zurück. Ärzte und Manager versuchen ihre verloren gegangenen Kräfte in der Abgeschiedenheit eines Klosters zurückzugewinnen. Pastoren gehen zur Vermeidung eines Burn-outs in ein sogenanntes Sabbatical und üben für einige Monate eine andere Tätigkeit aus. Wenn der gefühlte Druck auf Dauer zu stark ist, erkranken wir an unserer Seele. Wir leiden nicht nur an der Arbeit, die uns früher erfüllt hat, wir leiden an uns selbst. Eine große Leere stellt sich ein. Es ist für niemanden leicht, sich eine solche Ermüdung einzugestehen.

 

 

 

 

 

 

Der Prophet Jeremia hat einen klugen Ausweg gewählt, finde ich: Er hält seine Erschöpfung Gott vor, er spricht aus, was ihn belastet. Seine Freunde sind ihm fremd geworden, sie verstehen ihn nicht mehr. In seiner Einsamkeit wendet er sich an den Gott, der ihn dahin geführt hat. Er bezieht ihn in seine Krise ein und offenbart seine Verzweiflung. So bleibt er nicht allein, sondern holt Gott zu sich. Keinen Gott zum Kuscheln, aber einen Gott, der ihm zuhört und mit trägt, was zu schwer geworden ist. Das mag nicht für jeden eine Hilfe sein, aber ein Beispiel für einen wahrhaftigen Blick auf den Menschen ist es schon: Wir müssen keine Helden sein, sondern sollten darauf achten, dass unsere verwundbare Seele durch unser überfrachtetes Leben keinen Schaden nimmt. Die Passionszeit lädt dazu ein, über die Wunden und Heilkräfte unserer Seele in Ruhe nachzudenken. {Quelle: www.abendblatt.de  – Pröpstin und Hauptpastorin Dr. Ulrike Murmann – murmann@katharinen-hamburg.de}

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Burn-out gab’s schon in der Bibel

 

Heiligenhaus: „Ich kann nicht mehr“: Immer mehr Menschen klagen über Erschöpfung oder Überforderung. Der Alltag mit Kindern, die Belastungen im Beruf – zahlreiche Gründe kann es geben, wenn das Leben zur Last wird. Auch die Bibel kennt Erschöpfung. Sie erzählt vom Propheten Elia, der in der Wüste am Ende seiner Kräfte ist. Aber die Bibel ermutigt auch, Freiraum und Pausen einzulegen. An drei Abenden wird von der Evangelischen Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Niederberg das Thema Erschöpfung aus verschiedenen Perspektiven beleuchten. Zunächst aus biblisch-theologischer Sicht: am Dienstag, 5. Februar, um 19.30 Uhr im „Treffpunkt Familie“ (Gemeindezentrum Oberilp), Rhönstraße 3. Referentin ist Pfarrerin Kirsten Düsterhöft. Am zweiten Veranstaltungsabend geht es um Erschöpfung aus seelsorgerlicher Sicht: am Dienstag, 19. Februar, um 19.30 Uhr im Klinikum Niederberg in Velbert, Robert-Koch-Straße 2. Im Andachtsraum der Einrichtung referiert Iris Müller-Friege, Pfarrerin und Psychotherapeutin aus Mülheim/Ruhr. Aus physiologischer Sicht – den eigenen Körper wahrnehmen – geht es am Dienstag, 5. März, weiter. Um 19.30 Uhr treffen sich die Teilnehmer wiederum im evangelischen Gemeindezentrum Oberilp, Rhönstraße 3. Die Leitung des Abends hat Christina Bleibtreu-Völker, Entspannungspädagogin. {Quelle: www.derwesten.}

 

9 Responses to “Burn-out der Propheten”

  1. Erich Foltyn Says:

    bald wird alles zsammbrechen

  2. Emanuel Says:

    http://de.rian.ru/politics/20130309/265689529.html

    WOLLT IHR WIRKLICH WEITER NICHT SEHEN UND NICHT HÖREN ??

  3. carma Says:

    bedeutungsentwicklung des tabernakels >>
    http://de.wikipedia.org/wiki/Tabernakel_%28Christentum%29

    zur eucharistie/ „realspräsenz“ >>
    http://de.wikipedia.org/wiki/Realpr%C3%A4senz

    • carma Says:

      Jesus im judentum – unüberbrückbare gegensätze – @emanuels „zorn“?!
      http://david.juden.at/kulturzeitschrift/70-75/72-davidowicz.htm

      die jüdischen definitionen des „Messias-Gesalbten“ von einem „weltfriedensfürsten“ rein menschlicher natur (königstum) lassen sich (meiner meinung nach) mit der christlichen vorstellung auf keinen gemeinsamen nenner bringen – vielmehr wird genau diese glaubensauffassung einstmal den >antichristen<, den falschen (jüdischen?) "erlöser" auf den thron bringen…
      wenn man sich verschiedene rabbinische interpretationen zu Jesus/ der Messiaserwartung anschaut, erinnert dies augenscheinlich an den kommenden FALSCHEN "heilsbringer", wie er für die zeit der großen drangsal in den apokalyptischen aussagen (auch bei Jesus) prophezeit wird!!
      für mich schockierende einsichten…

      • carma Says:

        trotz dieses fundamentalen irrtums/fehleinschätzung des judentums bleibe ich israel als geheiligtem land innig verbunden – vielen juden werden die augen noch geöffnet werden, so sollten wir hoffen und dafür beten…

      • Emanuel Says:

        Lieber Carma !

        Es ist unsere christliche Grundeinstellung, das wir jedem Land dieser Erde „treu“ bleiben … weil wir gar nicht anders können – Der Herr hat diese Erde und unzählige andere Erden (prüfe es bei den Astro-Physikern nach!) geschaffen – Also : Wir Christen (versuchen jedenfalls) DEN NÄCHSTEN ZU LIEBEN WIE UNS SELBST

        Selbstverständlich sind uns – schon aus der Genese – dabei die „Juden“ näher als andere …Uns sind sie näher – aber vielen Juden sind andere näher als Christen …..

        Aber im Grunde spielt das keine Rolle !

        Wahre Christen werden von sehr vielen gehasst .. weil einige diese Erde dominieren und noch viel mehr – Speichellecker der Herrscher dieser Erde sind ….

        Aber deine Erkenntnis – ist es – was ich versuche darzustellen :

        „die jüdischen definitionen des “Messias-Gesalbten” von einem “weltfriedensfürsten” rein menschlicher natur (königstum) lassen sich (meiner meinung nach) mit der christlichen vorstellung auf keinen gemeinsamen nenner bringen – vielmehr wird genau diese glaubensauffassung einstmal den >antichristen<, den falschen (jüdischen?) "erlöser" auf den thron bringen…"

        Du hast das heute wieder glänzend formuliert … Es gibt hier keine Gemeinsamkeit !!!! SIE sind es, die uns hassen !!!!!!!!

        Nicht wir sind es – die sie hassen !!!!!!

        Das ist nicht einfach zu verstehen ! Und doch ist es "einfach" !

        Nicht GOTT, der Herr , JHWH ist es, der die Menschen hasst !!!

        NEIN !!! DIE MENSCHEN SIND ES , DIE JHWH HASSEN !!!!

        Wenn wahre Christen sich also von Juden und Moslems absetzen – distanzieren – ist das nur eine logische und folgerichtige Konsequenz der Erkenntnis des
        Wahren Christlichen Glaubens !!! ..

        Die Juden, die Göttliche Erkenntnis bekommen, werden Jesus als den HERRN anerkennen – ebenso werden es die guten Moslems tun …. falls es solche gibt…

        Der Herr ist das Wort !

        Das Wort ist die Bibel !

        Das ist das Flesich und das Blut des Herrn !

        Wir sind aus IHM !

        Sein Fleisch und Sein Blut !

  4. carma Says:

    @emanuel:: gut getroffen-schön formuliert!
    man muss aber zugestehen, das Jesus nach ihrem alttestamentarischen erwartungs“korridor“ tatsächlich heftige zweifel und irritationen hervorrufen musste. israel selbst wurde ja tatsächlich nicht durch Jesus vom römischen besatzungsterror befreit. der bei vielen für den messias gehaltene widerstandsheld >bar kochba< führte zwar den aufstand gegen rom, das ergebnis war die zerstötung des tempels und die vertreibung der israeliten auf fast 2000 jahre!
    somit ist die enttäuschung über irgendwelche "messiasgestalten" ins fleisch gebrannt, zumal nach der schoha. wären wiederum zu Jesu verkündigung ALLE juden zum christentum "konvertiert" (dieses gab es ja noch nicht bzw. es war noch nicht organisiert), hätte die weltgeschichte und somit die göttlich-heilsgeschichtliche entfaltung in raum und zeit nie so stattgefunden. die prophetien des alten testaments und die zielrichtung der biblischen erzählung wären großenteils unsinnig oder liefen ins leere. das neue testament wäre vermutlich gar nicht erst entstanden, jedenfalls nicht in der bekannten form.
    wäre nun das heutige israel ein überwiegend christlicher staat, gäbe es den dauerkonflikt mit der islamischen liga ebenso, vermutlich sogar noch kontoverser geführt. wie sollte sich ein "christliches" israel in dieser situation verhalten? müssten sich nicht gerade die christlichen partnerländer/eu/usa mit israel ganz besonders solidarisieren?
    die "bockige" haltung der "noch-juden" hat auch mit ihrer speziellen bündnistreue zu JHWH zu tun, eine art "Zweit -Gott" hat in ihrem strengen monotheismus keinen raum. gerade Jesus und bar kochba sind den juden in ihrer wahrnehmung zum fanal geworden. der eine "entweihte" den tempel durch "blasphemische rede", der andere provozierte schliesslich dessen endgültige zerstörung…

    der von GOTT SO GEWOLLTE(?!) vollzug der heilsgeschichte für die ganze menschheit "braucht" das judentum, so wie es ist. nur dann kann sich Sein plan mit der menschheit erfüllen.
    DESHALB sollten wir israel und das judentum lieben – "auf ihrem rücken" inszeniert Gott das weltentheater, soll das böse entgültig gebrochen werden…


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s