kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Bischof Damian: Die Schikanen übersteigen jede Vorstellung 9. März 2013

Filed under: Islamischer Terror,Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 20:54

Die Schikanen übersteigen jede Vorstellung

 

Mit dem koptischen Bischof Anba Damian ist es dem Kolpingforum abermals gelungen, eine hochrangige Persönlichkeit nach Balve zu holen.

Bischof Damian ist das geistliche Oberhaupt der koptisch-orthodoxen Kirche in Deutschland und Ansprechpartner für die hier lebenden koptischen Christen.

 

Balve: Am Montagabend referierte der Geistliche, gekleidet in der Tracht eines koptisch-orthodoxen Mönchs, im katholischen Pfarrheim zum Thema „Begegnung mit der koptisch-orthodoxen Kirche unter Berücksichtigung der neuen Veränderungen“. Sein Vortrag wurde aus aktuellem Anlass zu einem ergreifenden Appell, in dem er mit aller Offenheit über die ernsthafte Lage der Kopten und die Christenverfolgung in Ägypten und in weiteren arabischen Ländern sprach. Ausbeutung, Erpressung, Verhaftungen, Psychoterror und Bedrohungen bis hin zu Anschlägen gegen die Kopten hätten in den vergangenen Jahren stark zugenommen, berichtete Anba Damian. „Die Schikanen übersteigen jede Vorstellung. Es sieht so aus, als gebe es einen Plan, die arabischen Länder von den Christen zu befreien“, betonte der 57-jährige gebürtige Ägypter, dessen Amtssitz das „Kloster der Heiligen Jungfrau Maria und des Heiligen Mauritius“ in Höxter-Brenkhausen ist.

 

Die Macht in Ägypten hätten die Islamisten und Salafisten. An einigen Beispielen verdeutlichte Anba Damian, in welch ständiger Gefahr die Kopten in Ägypten leben. Viele Tote und Verletzte habe es in den vergangenen Jahren durch Anschläge auf Kirchen gegeben. Bei einer Bombardierung von Kopten, die am Neujahrstag 2011 eine Kirche in Alexandria verließen, seien 31 Christen gestorben, 70 seien verletzt worden. Auch bei weiteren Anschlägen habe es viele Tote gegeben. Frauen, die keine Kopftücher tragen würden, seien in großer Gefahr. „Täglich verschwinden Mädchen“, erzählte der Bischof. All diese Gräueltaten hätten dazu geführt, dass die Kopten begannen zu demonstrieren. Im Oktober 2011 hätten Kopten friedlich in Kairo demonstriert, nachdem militante Moslems eine Kirche in Brand gesetzt hatten. „Die ägyptische Armee ging auf sie los“, berichtete Anba Damian. Laut Augenzeugenberichten seien Panzer in die Menge gefahren. „Viele Leichen wurden in den Nil geworfen“.

 

 

Die Lage ist äußerst ernst

Es tue ihm weh, mehr über die Gefahren als über die Religion zu sprechen, aber die Lage sei äußerst ernst. „Wir haben niemals eine Entschuldigung bekommen, und die Täter werden niemals bestraft. Wir haben keine Rechte und keinen Schutz. Mit uns kann man alles machen“, klagte der Geistliche.

 

 

Der Papst wird ausgelost

 

Bei den interessierten Zuhörern waren nach Anba Damians Vortrag einige Fragen nach der koptischen Kirche offen. Die beantwortete der Bischof gerne. So erläuterte er die Papstwahl nach dem Tod des koptischen Papstes Schenouda III. im vergangenen Jahr, die sich sehr von der katholischen Papstwahl unterscheidet. Aus zunächst 17 Vorschlägen seien fünf ranghohe Geistliche in die engere Auswahl gekommen. In einer Versammlung mit 2500 Mitgliedern der koptischen Kirche seien drei Kandidaten ausgewählt worden. Mit einer Losziehung, die ein kleiner Junge mit verbundenen Augen in der Markus-Kathedrale in Kairo vornahm, sei über den neuen Papst entschieden worden. Seit November 2012 ist Papst Tawadros II. Kirchenoberhaupt der Kopten. „Wir haben Verständnis für den Rücktritt des katholischen Papstes. Dies ist uns eine Lehre, denn es zeigt, dass es keine Garantie für die Ewigkeit gibt“, betonte Bischof Damian in Balve. Papst bleibe man jedoch immer, denn der Begriff Papst leite sich von „Pappa“, übersetzt Vater, ab. „Ein Vater kann sich nicht von seinen Kindern trennen. Ein Vater bleibt Vater ewiglich“, so Damian. {Quelle: www.derwesten.de}

 

3 Responses to “Bischof Damian: Die Schikanen übersteigen jede Vorstellung”

  1. Bernhardine Says:

    OT

    „“Pazifismus ist eine antichristliche Weltanschauung und die orthodoxe Kirche hat ihre Gläubigen immer zu Kämpfern erzogen.““
    http://www.kreuz-net.at/index.php?id=94
    (Liebe linke und oder schwule Mitleser: Anderen Thesen im Artikel stimme ich nicht gänzlich zu, also ruhig Blut!)

  2. Bernhardine Says:

    Also die Kopten lassen einen Jungen das Los ziehen, ohne daß die westliche Journaille schreit, warum kein Mädchen… Interessant! 😉

  3. Bernhardine Says:

    WARUM DER WESTEN KEINE ORIENTALISCHEN CHRISTEN AUFNEHMEN SOLLTE:

    “”Sobald die Flüchtlinge im Westen sind, verlieren wir sie”, warnte Raï. Entschieden wies der Kardinal Vorschläge zurück, besonders christlichen Syrern Zuflucht im Westen zu gewähren.

    “Dadurch entleert man den Nahen Osten von seinen alteingesessenen christlichen Minderheiten”, sagte er. “Die Christen sind seit der Zeit unseres Herrn Jesus Christus hier. Sie haben einen großen Beitrag zur arabischen Kultur geleistet.

    Jetzt die christliche Auswanderung zu erleichtern, ist deshalb ein Vergehen gegen die arabischen Länder von heute. Die Christen müssen das Salz des Orients bleiben. Will der Westen wirklich helfen, dann muss er dazu beitragen, dem Krieg in Syrien ein Ende zu bereiten.”…

    Auf die Frage, ob die Politiker des Libanon die Flüchtlingsprobleme diskutieren, sagte der Patriarch: “Ja. Aber es geht hier schnell um politisches Kalkül. Wenn Politiker von der Anwesenheit bestimmter Gruppen hier im Libanon profitieren, neigen sie dazu, die Flüchtlinge zu instrumentalisieren. Das stört unser soziales und politisches Leben.”

    Der Libanon, so der Kardinal weiter, habe bereits mit den palästinensischen Flüchtlingen schlechte Erfahrungen gemacht. Sie hätten 1975 den Libanesischen Bürgerkrieg ausgelöst. Man müsse aus der Geschichte lernen, damit diese sich nicht wiederhole.”“
    http://kath.net/detail.php?id=40455

    DIES IST EINE MEINUNG…!


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