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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Studie zu Kloster Ettal: Züchtigen, missbrauchen, wegschauen 8. März 2013

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 18:11

Schläge mit dem Bambusstock und sexueller Missbrauch durch Ordensbrüder

 

 

Im Kloster Ettal herrschte jahrzehntelang ein System der Unterdrückung. Züchtigungen seien als legitimes pädagogisches Mittel verstanden worden, heißt es in einer neuen Studie.

 

 

 

 

München: Der jahrzehntelange sexuelle Missbrauch und die Misshandlungen von Schülern im Benediktinerkloster Ettal wurde auch durch fehlende Pädagogik und totale Überforderung der Erzieher ermöglicht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die das Institut für Praxisforschung und Projektbearbeitung (IPP) im Auftrag des Klosters erstellt hat. Die strenge Hierarchie des Klosters mit dem alleinverantwortlichen Abt an der Spitze habe ebenfalls zu einer Kultur des Wegschauens und des Verschweigens geführt. Vor drei Jahren war bekannt geworden, dass Mönche in Ettal zahlreiche Schüler misshandelt und sexuell missbraucht hatten. Schüler hatten von Schlägen mit einem Bambusstock und anderen schmerzhaften Bestrafungen berichtet. Die Erzieher hätten ihre Fürsorgepflicht auch bei Übergriffen unter Schülern grob vernachlässigt, heißt es nun. „Es fehlte eine reflektierte und professionelle Internatspädagogik, und es herrschte ein Normalitätsverständnis von Erziehung, das Körperstrafen als legitimes pädagogisches Mittel verstand.“ Die Pädagogik habe dazu gedient, „ein System der Unterdrückung aufzubauen und zu bewahren, mit dem der Wille der Schüler gebrochen werden und deren Anpassung an die vorgegebenen Regeln erreicht werden sollte“, heißt es in der Studie.

 

 

 

 

Die Ettaler Mönche hätten die Schüler „durch Selektion und schmerzvolle Bestrafung der Leistungsschwachen“ geformt. Züchtigungen seien „gezielt als pädagogisches Mittel eingesetzt“ worden. Sexuelle Übergriffe seien „eine spezifische Variante der Gewalt“ gewesen. Den sexuellen Missbrauch im Klosterinternat führen die Verfasser auch auf das Fehlen einer reflektierten Einstellung der Patres zu deren eigener Sexualität zurück, die der „angstbestimmten Selbstkontrolle“ der Mönche überlassen worden sei. „Dort, wo diese Kontrollen nicht funktionierten, bot das Internat genügend Möglichkeiten, sich an Schülern zu vergehen“. Abt Barnabas Bögle nannte die Studie „einen weiteren wichtigen Schritt in der Aufarbeitung eines dunklen Kapitels in der Geschichte unseres Internats und Klosters“. Vertreter der Betroffenen bezeichneten die Studie bei der Präsentation am Donnerstag als „mutigen und konsequenten Weg der Aufarbeitung“. {Quelle: www.spiegel.de}

 

 

 

 

 

 

 

Die Brüder missbrauchten,

weil sie überfordert waren

 
 

Was brachte die Brüder im Benediktinerkloster in Ettal dazu, sich an ihren Schülern zu vergehen? Einer neuen Studie zufolge wurde das Unfassbare durch fehlende Pädagogik und totale Überforderung möglich. Körperstrafen wurden zum Allheilmittel.

 
 
 
Der jahrzehntelange sexuelle Missbrauch und Misshandlungen von Schülern im Benediktinerkloster Ettal wurde einer Studie zufolge durch fehlende Pädagogik und totale Überforderung der Erzieher ermöglicht. Auch die strenge Hierarchie des Klosters mit dem alleinverantwortlichen Abt an der Spitze habe zu einer Kultur des Wegschauens und des Verschweigens geführt, hieß es am Donnerstag bei der Vorstellung der Studie, die das Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) im Auftrag des Klosters erarbeitete. Vor drei Jahren war offenbar geworden, dass Mönche in Ettal zahlreiche Schüler misshandelt und sexuell missbraucht hatten. Professor Heiner Keupp vom IPP sprach von „Formen schwarzer Pädagogik“, die in dem Kloster geherrscht hätten.
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Alle Formen von Gewalt an Schülern

 

„Neben der im Mittelpunkt stehenden Gewalt durch Patres gab es auch alle Formen von Gewalt unter den Schülern.“ Die Erzieher hätten ihre Fürsorgepflicht auch bei solchen Übergriffen unter Schülern grob vernachlässigt. „Es fehlte eine reflektierte und professionelle Internatspädagogik, und es herrschte ein Normalitätsverständnis von Erziehung, das Körperstrafen als legitimes pädagogisches Mittel verstand“, heißt es im Bericht. Den sexuellen Missbrauch im Klosterinternat führen die Verfasser der Studie auch auf das Fehlen einer reflektierten Einstellung der Patres zu deren eigener Sexualität zurück. Sexualität sei der „angstbestimmten Selbstkontrolle“ der Mönche überlassen worden. „Dort, wo diese Kontrollen nicht funktionierten, bot das Internat genügend Möglichkeiten, sich an Schülern zu vergehen“.

 

 

 

 
 

Unser Kloster ist nicht mehr so wie vorher

 

Abt Barnabas Bögle nannte die Studie „einen weiteren wichtigen Schritt in der Aufarbeitung eines dunklen Kapitels in der Geschichte unseres Internats und Klosters“. „Unser Kloster mit Schule und Internat ist nach dem Jahr 2010 nicht mehr wie vorher“, sagte Bögle. „Von jedem Leid, das durch unsere Schuld einem der uns Anvertrauten zugefügt wurde, bleibt eine schmerzende Narbe zurück“.

{Quelle: www.focus.de}

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Missbrauchs-Skandal im Kloster Ettal:

 Systematische Misshandlungen

 

Das Kloster Ettal arbeitet die Vorkommnisse im Elite-Internat auf. Auch das Bistum Augsburg beschäftigt sich in zwei neuen Berichten mit den Verfehlungen Geistlicher. 

Es gibt viele Ettals. Zumindest in den Köpfen der Menschen, die in Internat oder Gymnasium des Benediktinerklosters ihre Jugend verbrachten. Und so können es die einen einfach nicht glauben, dass jener „Traumort“, an den sie nur gute Erinnerungen haben, die Hölle auf Erden gewesen sein soll. Das sind diejenigen, die nicht Opfer systematischer Misshandlungen oder gar sexualisierter Gewalt geworden sind.

 

 

Missbrauchs-Skandal im Kloster Ettal: Schmerzhafte Gewissheit

Sie wunderten, ja sie ärgerten sich über die immer wiederkehrende Schlagzeile des Jahres 2010: „Missbrauch in Ettal“. Manche kritisieren bis heute den Weg, den Klosterleitung und Opferverein nach anfänglichen Auseinandersetzungen eingeschlagen haben: den der schonungslosen Aufarbeitung. „Eine kleinere Gruppe der Opfer und wohl auch im Kloster steht dieser Verständigungsperspektive skeptisch bis ablehnend gegenüber“, heißt es in der gestern vorgestellten Studie des Instituts für Praxisforschung und Projektberatung München.

 

 

Manche Opfer hegen Rachegedanken

Und dann gibt es noch die anderen, die Opfer, für die das Kloster „das Beispiel von Doppelmoral“ schlechthin ist. Manche von ihnen hegen Rachegedanken, Robert Köhler tut das nicht. Der Vorsitzende des Vereins „Ettaler Misshandlungs- und Missbrauchsopfer“ setzt auf Zusammenarbeit. Er hat unter anderem für annehmbare Entschädigungen gekämpft. 70 Betroffene stellten einen Antrag, im September 2011 zahlte ihnen das Kloster aus eigenem Vermögen 700 000 Euro. Ein Kuratorium hatte die Anträge geprüft und jeweils Beträge zwischen 5000 und 20 000 Euro festgelegt. Köhler sagt: „Ich bin froh, dass wir nicht mehr in der anfänglichen Kampfphase stecken.“ Die Studie sei ein wichtiger Schritt. „Jetzt wird nicht länger jedem Einzelnen überlassen, das Geschehene zu interpretieren“. Es sei nun eine Grundlage geschaffen, um in Zukunft Straftaten in Ettal zu vermeiden. {Quelle: www.augsburger-allgemeine.de – Von Daniel Wirsching}

 

 

 

 

 

6 Responses to “Studie zu Kloster Ettal: Züchtigen, missbrauchen, wegschauen”

  1. Bernhardine Says:

    TOLL, DASS SOWAS BEI DEN KOPTEN NICHT VORKOMMEN KANN!

    Zumindest wühlt die linke Lumpenjournaille bei denen nicht herum und dichtet gar noch einiges hinzu.

    Ferner war früher Prügelstrafe in Familien und allen Schulen üblich, wie es auch in der Bibel steht.

    Irgendwann werden die Linken auch ihre eigenen Familien anklagen, wo was war und wo auch nichts war.

    Im Nachhinein wollen sie alle Geld sehen und machen sich so zu Huren!

    Es dürfte kein Geld geben, nur Therapie sollte man ihnen zahlen.

    Ich wette, ein Viertel sind falsche Anschuldigungen.

    • Wolf Says:

      Ja Bernhardine das sehe ich auch so. Ich bin wie Du der Meinung, daß sich unter den „Opfern“ sehr viele „Trittbrettfahrer“ befinden, die einfach die günstige Chance wittern, schnell an Geld zu kommen. Das wäre ja in der Geschichte kein einmaliger Fall, daß es mehr Opfer gibt als es tatsächlich der Fall ist, siehe mißhandelte Zwangsarbeiter ( den meisten ging es ganz gut, von Ausnahmen mal abgesehen ) usw.
      Die Denunzierungskampagne gegen katholische Einrichtungen passt sehr gut zur Strategie der Links( Grünen Kirchenfeinde, die damit der Entchristianisierung und Islamisierung des Landes Vorschub leisten wollen.

      Die Prügelstrafe ist ja auch differenziert zu betrachten. Man kann in Wut schlagen, was eindeutig abzulehnen ist und es gibt die erzieherische gemäßigte Variante davon, die man nicht als Mißhandlung einstufen sollte.
      Was hat uns die antiautoritäre Erziehung der Nachkriegszeit ab der 68´er Chaotenrevolution denn gebracht???…. Menschen die alle Regeln, Wertedenken und Authorität als störend ablehnen, U-Bahnschläger, Wändebeschmierer, Menschen die fremdes Eigentum mißachten.

      Betrachtet man dagegen die Menschen, die noch die Zeit der gemäßigten Variante der Prügelstrafe miterlebten, wird man feststellen, daß die Mehrheit zu vernünftigen, ordentlichen und pflichtbewußten Menschen wurde.

  2. Bernhardine Says:

    OT

    „“08. März 2013, 19:54
    Konklave am 12. März und ein neues Leck im Vatikan
    Ein hoher Prälat aus dem Libanon hat in diesen Tagen vorgeschlagen, die Kardinäle sollten in diesem Konklave am allerbesten Benedikt XVI. doch einfach noch einmal wählen. – Von Paul Badde / Die Welt
    http://kath.net/detail.php?id=40452
    Dann gäbe es in der Kirche sofort ein paar Probleme weniger. Diese Wahl müsste Benedikt unbedingt annehmen und von Castel Gandolfo sofort nach Rom zurückkehren – Petrus, als er auf der Flucht aus dem brennenden Rom Jesus auf der Via Appia begegnete, der ihn nur fragte: „Quo vadis?“ Wo gehst Du hin? Nach seiner Rückkehr könnte Benedikt XVI. sofort durchgreifen wie nie zuvor. Mit einem solchen Mandat der Neuwahl wäre der alte gebrechliche Mann der mächtigste Papst der gesamten Kirchengeschichte.““

  3. Erich Foltyn Says:

    ich war als Bub in einem Internat der Marienbrüder in Wien und da gab’s das alles nicht. Man muss denken, das war in der unmittelbaren Nachkriegszeit und da hatte man einen anderen Standart als heute. Trotzdem wäre das undenkbar gewesen. Wenn ich sehe, wieviel gehässige Kirchenfeinde es auf der Welt gibt, da kann das alles auch gelogen sein, also verleumdet. Ich habe einmal einen Herrn im Fernsehen reden gehört, der war in meinem Alter und er war in derselben Schule wie, und was der alles erzählt hat, das war mir völlig unbekannt und ich bin in der Schule ziemlich herum gekommen. Ich könnte ganz andere Geschichten erzählen, was wir Buben für Unfug getrieben haben, um den Unterricht zu stören und mancher Lehrer konnte nicht unterrichten. Aber es war auch in der Nachkriegszeit und sich heute als erfolgreicher Wohlstandbürger über die damaligen Lehrer erhaben zu fühlen, ist eigentlich charakterlos.

  4. carma Says:

    übergriffe gab und gibt es, nicht zu wenige, das lässt sich nicht leugnen. aber der prozentsatz dürfte so niedrig liegen, das es ein fast noch grösserer skandal ist, in welcher empörten tonlage dies die medien immerfort aufbauschen, die ansonsten bei keiner noch so abartigen perversion „bauchkrämpfe“ bekommen. saufen, koksen, rumhuren, seinen partner betrügen und jede ferkelei der welt begehen ist bei jüngeren journalisten gang und gäbe – und bei einem großteil der leserschaft?! da ich solche medienmenschen recht gut kenne, ist das keineswegs übertrieben – mit moral und ethik stehen unsere „intellektuellen“ im persönlichen lebensbereich auf kriegsfuß, worauf sie sich viel einbilden, weil das nuneinmal zum guten linken ton gehört…

  5. ich Says:

    Ja es ist wichtig nicht mehr auf sich sitzen zu lassen als gewesen ist, denn wir wissen dass die feinde allen Gutens gerne das falsche Bild über uns Christen geben wollen, und gewiss brauchen wir keinen vergleich zu irgend welchen in besten Falle menscherdachten meistens direkt von dämonischen Mächten eingegebenen Religionen oder den Taten des Atheismuses zu fürchten.
    Da aber wo Verfällen statt gefunden hat ist der christliche Sinn nach Möglichkeit das geschehene wieder gut zu machen, fort an nicht mehr geschehen zugestehen, sowie Busse tun. Und nicht die Leichen verscharen.


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