kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Ehe ohne Trauschein? 8. März 2013

Filed under: Werte für Jugend — Knecht Christi @ 21:23

Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel„.

(Matthäus 5, Vers 37)

Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens„.

(1. Korinther 14, Vers 33)

 

 

 

 

Auch das ein heißes Eisen: Es geht um eine Unordnung, die weit um sich gegriffen hat: Die Ehe ohne Trauschein. Ihre Ursache hat sie letztlich in einem Relativismus, der alles als beliebig und unverbindlich ansieht und keine verbindlichen Regeln“, mehr anerkennen will. Diese Regeln werden als „Zwänge“ interpretiert, welche die Freiheit und „Selbstverwirklichung“ in „unzumutbarer Weise“ behindern. Die Ehe ohne Trauschein korrespondiert mit der Patchwork Familie, den „Lebenspartnerschaften“, „Beziehungskisten“ und Homopartnerschaften, die sich immer wieder neu und letztlich unverbindlich zusammenfinden. Als Begründung für die Ehe ohne Trauschein hört man:Wir lieben uns, und dazu benötigen wir keinen Trauschein„! Natürlich ist es sehr schön, wenn man sich liebt, und Liebe hängt in der Tat nicht vom Trauschein ab. Beim Trauschein geht es aber nicht um Liebe, sondern um ein verbindliches Bekenntnis zu dieser Liebe und um ein verbindliches Treuversprechen, und das vor alle Welt. Im Übrigen geht es in der Ehe in erster Linie um Treue, und da gilt in der Tat:Wer glücklich werden will, sollte nicht heiraten, glücklich machen, darauf kommt es an„! Und mal ganz ehrlich, geht es bei dem Verzicht auf den Trauschein nicht um etwas anderes und sehr wesentliches, nämlich dass man sich nicht festlegen, sondern für alle Fälle den Rücken freihalten will, falls man sich „neu orientieren“ möchte oder es anders kommt als gedacht? Ist es die Angst vor Bindung, Verpflichtung und Verbindlichkeit?

 

 

Wie ist das im Licht des Wortes Gottes zu sehen?

 

Die Bibel spricht im Falle der „Wilden Ehe“ klar und eindeutig von „Unzucht“.

 

Aber darum soll es jetzt nicht gehen und schon gar nicht darum, bestimmte „Lebensentwürfe“ zu verurteilen. Das steht niemandem zu. Schon deshalb nicht, weil einmal jeder selbst vor Gott sein Leben verantworten muss. Wenn wir uns mit dem Wort Gottes befassen und den Geist, der aus dem Wort Gottes spricht, auf uns wirken lassen, erkennen wir, dass Gott, der selbst Klarheit und Wahrheit ist, ein Freund klarer und eindeutiger Verhältnisse ist und damit ein Feind der Sünde und damit der Unordnung. Wir Menschen sollen uns deshalb klar und eindeutig, zu einer Sache bekennen. Das fängt mit dem Bekenntnis zu Jesus Christus an. Entweder ist man Christ, und dann ohne Wenn und Aber, oder man ist es nicht.

 

Die Ehe ist ein Abbild der Gemeinschaft zwischen Gott und Menschheit.

 

Im Neuen Testament wird diese Verbindung immer wieder mit einer Hochzeit verglichen, wobei die Gemeinde Jesu die Braut und Christus der Bräutigam ist, der zur Hochzeit kommt. Und Jesus bekennt sich zu seiner Braut, ohne Wenn und Aber und ohne Hintertürchen, denn Gott ist treu! Und so sollen auch wir uns als treu erweisen, fest zu einem Partner oder zur Partnerin stehen, und das auch vor aller Welt offiziell und verbindlich bekennen und festmachen, damit das Leben ein festes Fundament bekommt. Die reguläre Ehe ist nicht ohne Grund ein Institut, das man, seit jeher in allen kultivierten!! Völkern findet.

 

Vielleicht war das auch schon bei den Neandertalern so. Und völlig klar ist auch, dass eine Ehe nur dann eine Ehe im Sinne des Wortes Ehe ist, wenn sie zwischen einem Mann und einer Frau geschlossen wird. (Alle anderen Konstrukts erinnern mich an den römischen Kaiser Caligula, der sein Lieblingspferd zum Senator ernannt hat). Und die andere Seite ist auch ganz klar, nämlich dass die Ehe ohne Trauschein, ebenso wie alle anderen Konstrukts, ein Zeichen der Dekadenz und des moralischen Zerfalls sind – wobei man das Zusammenleben älterer Menschen, die aus finanziellen Gründen nicht mehr heiraten, nochmal etwas anders sehen kann. Aber auch hier bleibt es eine persönliche Entscheidung, wo jeder selbst vor Gott sein Gewissen prüfen muss.

 

Die zu beobachtende Tendenz zielt jedoch in Richtung der Auflösung aller familiären Strukturen zugunsten einer Vereinzelung, wo jede(r), nach Belieben mit jeder oder jedem. kreuz und quer, wechselnde Beziehungen eingeht und die daraus erzeugten Kinder der Gemeinschaft zur Aufzucht überlässt. Das entspräche dem Ideal der Weltverbesserer, die in Ehe und Familie überkommene, den Menschen unterdrückende, autoritäre Strukturen sehen, die es zu überwinden gilt. Solchen selbstzerstörerischen Irrlehren und den Barbaren, die solches lehren, darf das Feld nicht überlassen werden – sofern wir noch einen Überlebenswillen haben.

Jörgen Bauer

 

13 Responses to “Ehe ohne Trauschein?”

  1. Emanuel Says:

    Für den werten Herrn Bazillus ….

    Aus den erkannten Entsprechungen weiß man, was unter dem
    Fleisch und Blut des Herrn, und daß das gleiche unter dem
    Brot und Wein verstanden wird, daß nämlich unter dem
    Fleisch des Herrn und unter dem Brot das göttliche Gute Seiner
    Liebe und auch alles Gute der Liebtätigkeit, und unter dem
    Blut des Herrn, sowie unter dem Wein das göttliche Wahre
    Seiner Weisheit, und auch alles Wahre des Glaubens, und
    durch das Essen die Aneignung verstanden wird

    702. Weil gegenwärtig der geistige Sinn des WORTES enthüllt worden ist,
    und zugleich mit ihm die Entsprechungen, sofern diese das Vermittelnde sind,
    so sollen bloß Stellen aus dem WORT angeführt werden, aus denen deutlich
    ersehen werden kann, was unter dem Fleisch und Blut, und unter dem Brot und
    Wein im heiligen Abendmahl verstanden wird. Allein jenen soll die vom Herrn
    geschehene Einsetzung dieses Sakramentes selbst, sowie auch Seine Lehre von
    Seinem Fleisch und Seinem Blut, und vom Brot und Wein vorausgeschickt
    werden.
    703. Die Einsetzung des heiligen Abendmahles vom Herrn. Jesus hielt das
    Pascha mit Seinen Jüngern, und legte Sich, als es Abend geworden war, mit
    ihnen zu Tische; und als sie aßen, nahm Jesus das Brot und segnend brach Er
    es, und gab es den Jüngern und sprach: Nehmet hin und esset, dies ist Mein
    Leib. Und den Kelch nehmend und Dank sagend, gab Er ihnen denselben und
    sprach: Trinket alle daraus, dies ist Mein Blut, das des Neuen Testamentes, das
    für viele vergossen wird: Matth.26/26-28; Mark.14/22-24; Luk.22/19,20.
    Die Lehre des Herrn von Seinem Fleisch und Seinem Blut, und vom Brot
    und Wein. Wirket Speise, die nicht vergeht, sondern Speise, welche bleibt ins
    ewige Leben, die der Sohn des Menschen euch geben wird. Wahrlich, wahrlich,

    Ich sage euch, nicht Moses gab euch Brot aus dem Himmel, sondern Mein
    Vater gibt euch das wahre Brot aus dem Himmel; denn das Brot Gottes ist Der,
    Welcher vom Himmel herabkommt und der Welt das Leben gibt. Ich bin das
    Brot des Lebens; wer zu Mir kommt, wird nicht hungern, und wer an Mich
    glaubt, wird niemals dürsten. Ich bin das Brot, das vom Himmel herabkommt.
    Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch, wer an Mich glaubt, hat das ewige Leben;
    Ich bin das Brot des Lebens. Eure Väter haben Manna gegessen in der Wüste
    und sind gestorben. Dies ist das Brot, das aus dem Himmel herabkommt, damit,
    wer davon ißt, lebe und nicht sterbe. Ich bin das lebendige Brot, das aus dem
    Himmel herabgekommen ist; wenn jemand essen wird von diesem Brot, so wird
    er leben in Ewigkeit. Das Brot, das Ich geben werde, ist Mein Fleisch, das Ich
    geben werde für das Leben der Welt. Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch, wenn
    ihr nicht esset das Fleisch des Menschensohnes und trinket Sein Blut, so habt
    ihr kein Leben in euch. Wer Mein Fleisch ißt und trinkt Mein Blut, hat das
    ewige Leben, und Ich werde ihn auferwecken am letzten Tage; denn Mein
    Fleisch ist wahrhaft Speise, und Mein Blut ist wahrhaft Trank. Wer Mein
    Fleisch ißt, und Mein Blut trinkt, bleibt in Mir, und Ich in ihm: Joh.6/27,32,33,
    35,41,47-51,53-56.
    704. Daß hier unter dem Fleisch nicht Fleisch, und unter dem Blut nicht
    Blut verstanden wird, sondern das unter beiden im natürlichen Sinn das Leiden
    am Kreuz, dessen man gedenken solle, verstanden wird, kann jeder aus dem
    Himmel Erleuchtete in sich wahrnehmen; daher sagte Er, als Er dieses Mahl
    des letzten jüdischen Paschas und des ersten christlichen Paschas einsetzte:
    „Dies tut zu Meinem Gedächtnis“: Luk.22/19; 1Kor.11/24,25. Ebenso, daß
    unter dem Brot nicht Brot, noch unter dem Wein Wein verstanden wird, sondern im natürlichen Sinn ähnliches wie unter dem Fleisch und Blut, nämlich
    Sein Leiden am Kreuz; denn man liest: „Jesus brach das Brot und gab es den
    Jüngern, und sprach: Dies ist Mein Leib; und den Kelch nehmend, gab Er ihnen
    denselben und sprach: dies ist Mein Blut“: Matth. Kap. 26; Mark. Kap. 14;
    Luk. Kap. 22; weshalb Er das Leiden am Kreuz auch den Kelch hieß:
    Matth.26/39, 42,44; Mark.14/36; Joh.18/11.
    705. Daß unter diesen vier Gegenständen, dem Fleisch, Blut, Brot und
    Wein, die ihnen entsprechenden geistigen und himmlischen Dinge verstanden
    werden, kann aus den Stellen im WORT erhellen, in denen sie genannt werden.
    Daß unter dem Fleisch im WORT Geistiges und Himmlisches verstanden wird,
    kann aus folgenden Stellen in ihm erhellen: „Kommt und versammelt euch zum
    Mahl des großen Gottes, damit ihr esset Fleisch der Könige, und Fleisch der
    Obersten, und Fleisch der Starken, und Fleisch der Rosse, und der auf diesen
    Sitzenden, und Fleisch aller Freien und Knechte, und Kleinen und Großen“:
    Offb.19/17,18. Und bei Hes.39/17-21: „Versammelt euch ringsher zu Meinem
    Opfer, das für euch Ich opfere, dem großen Opfer auf den Bergen Israels, damit
    ihr esset Fleisch und trinket Blut; das Fleisch der Starken sollt ihr essen und das
    Blut der Erdenfürsten trinken; und essen sollt ihr Fett zur Sättigung, und Blut
    bis zur Berauschung trinken, von Meinem Opfer, und ihr sollt an Meinem Tisch
    euch sättigen mit Roß und Wagen, mit dem Starken und mit jedem Mann des
    Kriegs. So will Ich Meine Herrlichkeit unter die Völkerschaften bringen“. Wer
    sieht nicht, daß in diesen Stellen unter dem Fleisch nicht Fleisch, und unter
    dem Blut nicht Blut verstanden wird, sondern die entsprechenden geistigen und
    himmlischen Dinge? Was anderes als inhaltslose und wunderliche Redensarten
    wären sonst die Worte, daß sie essen sollten das Fleisch der Könige, der Obersten, der Starken, der Rosse und derer, die auf ihnen sitzen, und daß sie am
    Tisch gesättigt werden sollten mit Roß, mit Wagen, mit dem Starken und mit
    jedem Mann des Kriegs, und daß sie das Blut der Erdenfürsten und Blut bis zur
    Berauschung trinken sollten? Daß diese Dinge vom heiligen Abendmahl des
    Herrn gesagt worden sind, liegt deutlich zu Tage, denn es wird genannt das
    Mahl des großen Gottes, und auch das große Opfer. Da alle geistigen und
    himmlischen Dinge sich einzig auf das Gute und Wahre zurückbeziehen, so
    folgt, daß unter dem Fleisch verstanden wird das Gute der Liebtätigkeit, und
    unter dem Blut das Wahre des Glaubens, und im höchsten Sinn der Herr hinsichtlich des göttlich Guten der Liebe und hinsichtlich des göttlich Wahren der
    Weisheit. Das geistige Gute wird unter dem Fleisch auch verstanden unter
    folgendem bei Hes.11/19; 36/26: „Ich will ihnen geben ein Herz, und einen
    neuen Geist in eure Mitte, und will das Herz von Stein entfernen, und ihnen ein
    Herz von Fleisch geben“; durch das Herz wird im WORT die Liebe bezeichnet,
    somit durch das Herz von Fleisch die Liebe des Guten. Zudem erhellt, daß
    unter dem Fleisch und Blut das Gute und Wahre, beides von geistiger Art,
    verstanden wird, noch weiter aus der Bedeutung des Brotes und Weines in dem
    nun folgenden, da ja der Herr sagt, Sein Fleisch sei das Brot, und Sein Blut sei
    der Wein, der aus dem Kelch getrunken wurde.
    706. Daß unter dem Blut des Herrn Sein göttlich Wahres und das des
    WORTES verstanden wird, hat seinen Grund darin, daß unter Seinem Fleisch
    geistig verstanden wird das göttliche Gute der Liebe, und diese zwei im Herrn
    vereinigt sind. Es ist bekannt, daß der Herr das WORT ist, und daß alle Teile des
    WORTES sich auf zwei Dinge zurückbeziehen, das göttliche Gute und das gött-
    liche Wahre. Wird also das WORT für den Herrn genommen, so ist offenbar, daß
    jene beiden unter Seinem Fleisch und Blut verstanden werden. Daß unter dem
    Blut verstanden wird das göttliche Wahre des Herrn oder des WORTES, erhellt
    aus mehreren Stellen, wie z. B. daß das Blut das Blut des Bundes genannt
    wurde, der Bund aber eine Verbindung ist, und diese vom Herrn bewirkt wird
    durch Sein göttlich Wahres, wie bei Sach.9/11: „Durch Deines Bundes Blut
    will Ich entlassen die Gebundenen aus der Grube“; und bei 2Mo.24/3-8: „Nachdem Moses das Buch des Gesetzes vor den Ohren des Volkes gelesen hatte,
    sprengte er die Hälfte des Blutes über das Volk und sprach: Sehet, das Blut des
    Bundes, den Jehovah mit euch schloß über alle diese Worte“. Matth.26/27,28;
    Mark.14/24; Luk.22/20: „Und Jesus nahm den Kelch, gab ihnen denselben, und
    sprach: Dies ist Mein Blut, das des neuen Bundes“; unter dem Blut des neuen
    Bundes oder Testaments wird nichts anderes verstanden, als das WORT, welches
    Bund und Testament heißt, das Alte und das Neue, somit das göttliche Wahre
    in ihm; weil dieses durch das Blut bezeichnet wird, darum gab der Herr ihnen
    den Wein und sprach: Dies ist Mein Blut; der Wein aber bezeichnet das göttliche Wahre, weshalb er auch genannt wird das „Blut der Trauben“:
    1Mo.49/11; 5Mo.32/14. Dies erhellt noch weiter aus den Worten des Herrn:
    „Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr nicht esset das Fleisch des Menschensohnes, und trinket Sein Blut, so habt ihr nicht Leben in euch; denn Mein
    Fleisch ist wahrhaft Speise, und Mein Blut ist wahrhaft Trank; wer Mein
    Fleisch ißt, und Mein Blut trinkt, der bleibt in Mir, und Ich in ihm“: Joh.6/50-
    58; daß unter dem Blut hier das göttliche Wahre des WORTES verstanden wird,
    stellt sich deutlich heraus, denn es heißt, daß der, welcher trinkt, das Leben in
    sich habe, und im Herrn bleibe und der Herr in ihm. Daß dies durch das göttliche Wahre und durch ein ihm gemäßes Leben bewirkt wird, und das heilige
    Abendmahl es befestigt, kann in der Kirche bekannt sein. Weil das Blut das
    göttliche Wahre des Herrn bezeichnete, welches auch das göttliche Wahre des
    WORTES ist, und dieses das Alte und Neue Bündnis und Testament selbst ist,
    darum war das Blut die heiligste Vorbildung der israelitischen Kirche, in der
    alles und jedes Entsprechung der natürlichen mit den geistigen Dingen war, wie
    z. B. daß sie „vom Blut des Osterlammes nehmen und es auf die Pfosten und
    Oberschwellen der Häuser streichen sollten, damit nicht eine Plage über sie
    komme“: 2Mo.12/7,13,22. Daß das Blut des Brandopfers gesprengt werden
    sollte auf den Altar, an seine Grundlagen, auf Aharon, seine Söhne und ihre
    Kleider“: 2Mo.29/12,16,20,21; 3Mo.1/5,11,15; 3/2,8,13; 4/25,30,34; 8/15,24;
    17/6; 4Mo.18/17; 5Mo.12/27; ferner „auf die Decke über der Bundeslade, auf

    den Gnadenstuhl daselbst, und auf die Hörner des Rauchaltars“: 3Mo.4/6,7,
    17,18; 16/12-15. Durch das Blut des Lammes wird ähnliches bezeichnet in der
    Offb.7/14: „Diese haben ihre Kleider gewaschen, und haben sie weiß gemacht
    im Blut des Lammes“; und durch folgendes daselbst: „Es entstand ein Krieg im
    Himmel, Michael und seine Engel stritten wider den Drachen, und überwanden
    ihn durch das Blut des Lammes und durch das Wort seines Zeugnisses“:
    Offb.12/7,11; denn es läßt sich nicht denken, daß Michael und seine Engel den
    Drachen durch etwas anderes überwunden haben, als durch das göttliche Wahre
    des Herrn im WORT; denn die Engel im Himmel können nicht an irgendwelches
    Blut denken, noch denken sie an das Leiden des Herrn, sondern an das göttliche
    Wahre und an Seine Auferstehung; wenn daher der Mensch an das Blut des
    Herrn denkt, so stellen sich die Engel das göttliche Wahre Seines WORTES vor,
    und wenn an das Leiden des Herrn, so stellen sie sich Seine Verherrlichung,
    und nur mit dieser Seine Auferstehung vor; daß dem so ist, ist mir durch viele
    Erfahrung zu erkennen gegeben worden. Daß das Blut das göttliche Wahre
    bezeichnet, erhellt auch aus folgendem bei Ps.72/13-16: „Gott wird die Seelen
    der Dürftigen erhalten, ihr Blut wird kostbar sein in Seinen Augen und wird
    leben, und Er wird ihnen vom Golde Schebas geben“: das in den Augen Gottes
    kostbare Blut ist das göttliche Wahre bei ihnen; das Gold Schebas ist die
    Weisheit von daher; und bei Hes.39/17-21: „Versammelt euch zum großen
    Opfer auf den Bergen Israels, damit ihr esset Fleisch und trinket Blut, das Blut
    der Erdenfürsten sollt ihr trinken, und Blut bis zur Berauschung trinken; so will
    Ich Meine Herrlichkeit unter die Völkerschaften bringen“; es wird hier von der
    Kirche gehandelt, die der Herr bei den Heiden gründen werde; daß unter dem
    Blut hier nicht Blut verstanden werden kann, sondern das bei ihm befindliche
    Wahre aus dem WORT, sehe man gleich oben.
    707. Daß unter dem Brot das gleiche verstanden wird, wie unter dem
    Fleisch, erhellt deutlich aus den Worten des Herrn: „Jesus nahm das Brot,
    brach es, und gab es hin, und sprach: Dies ist Mein Leib“: Matth. Kap. 26;
    Mark. Kap. 14; Luk. Kap. 22; dann auch: „Das Brot, das Ich geben werde, ist
    Mein Fleisch, das Ich hingeben werde für der Welt Leben“: Joh.6/51; und
    ferner sagt Er, „daß Er das Brot des Lebens sei, und wer von diesem Brot ißt,
    ewig leben werde“: Joh.6/48,51,58. Dies ist auch das Brot, das verstanden wird
    unter den Opfern, welche Brot heißen in folgenden Stellen: „Dieselben soll der
    Priester anzünden auf dem Altar, Brot der Feuerung Jehovahs“: 3Mo.3/11,16.
    „Die Söhne Aharons sollen heilig sein ihrem Gott, und nicht entheiligen den
    Namen ihres Gottes, weil sie die Feuerungen Jehovahs, das Brot ihres Gottes

    darbringen. Du sollst ihn heiligen, weil er das Brot deines Gottes darbringt. Ein
    Mann vom Samen Aharons, an dem ein Fehler ist soll nicht hinzutreten, das
    Brot seines Gottes darzubringen“: 3Mo.21/6,8,17,21. „Befiehl den Kindern
    Israels und sprich zu ihnen: Meine Opfergabe, Mein Brot zur Feuerung des
    Geruchs der Ruhe, sollt ihr halten, daß ihr sie darbringet zur festgesetzten
    Zeit“: 4Mo.28/2. „Wer Unreines berührt hat, soll nicht essen vom Geheiligten,
    sondern sein Fleisch waschen im Wasser, und nachher essen vom Geheiligten,
    weil dieses Sein Brot ist“: 3Mo.22/6,7; vom Geheiligten essen, war Fleisch von
    den Opfern, welches auch hier Brot heißt; außerdem auch bei Mal.1/7; durch
    die bei den Opfern vorkommenden Speisopfer, die aus feinstem Weizenmehl
    bestanden, somit Brot waren, wurde auch nichts anderes bezeichnet: 3Mo.2/1-
    11; 6/6-14; 7/9-13, und anderwärts. Auch nichts anderes durch die Brote auf
    dem Tisch in der Stiftshütte, welche Brote des Angesichts und Schaubrote
    hießen, wovon 2Mo.25/30; 40/23; 3Mo.24/5-10. Daß nicht natürliches Brot
    unter dem Brot verstanden wird, sondern himmlisches Brot, erhellt aus folgenden Stellen: „Nicht durch das Brot allein lebt der Mensch, sondern durch alles,
    was aus dem Mund Jehovahs ausgeht, lebt der Mensch“: 5Mo.8/2,3. „Ich will
    Hunger auf die Erde senden, nicht Hunger nach Brot, noch Durst nach Wasser,
    sondern zu hören die Worte Jehovahs“: Am.8/11. Außerdem wird unter dem
    Brot alle Speise verstanden: 3Mo.24/5-9; 2Mo.25/30; 40/23; 4Mo.4/7;
    1Kö.7/48. Daß auch die geistige Speise, erhellt aus folgenden Worten des
    Herrn: „Wirket Speise, nicht solche, die vergeht, sondern Speise, welche bleibt
    ins ewige Leben, die der Sohn des Menschen euch geben wird“: Joh.6/27.
    708. Daß unter dem Wein ähnliches verstanden wird, wie unter dem Blut,
    erhellt deutlich aus den Worten des Herrn: „Jesus nahm den Kelch und sprach:
    Dies ist Mein Blut“: Matth. Kap. 26; Mark. Kap. 14; Luk. Kap. 22; dann auch
    aus folgenden: „Er wäscht in Wein Sein Kleid, und im Blut der Trauben Seine
    Hülle“: 1Mo.49/11; dies vom Herrn. „Jehovah Zebaoth wird allen Völkern ein
    Mahl von Fett bereiten, ein Mahl von Hefen oder gutem Wein“: Jes.25/6; dies
    vom Sakrament des heiligen Abendmahls, das vom Herrn eingesetzt werden
    sollte. Bei Jes.55/1: „Alle, die ihr dürstet, geht zu den Wassern, und wer nicht
    Silber hat, geht, kaufet und esset, und kaufet ohne Silber Wein“. Unter dem
    Gewächs des Weinstockes, das man neu trinken wird im himmlischen Reich:
    Matth.26/29; Mark.14/25; Luk.22/17,18, wird nichts anderes verstanden, als
    das Wahre der neuen Kirche und des Himmels; weshalb auch die Kirche in
    vielen Stellen im WORT der Weinberg heißt, wie Jes.5/1,2,4; Matth.20/1-13;
    und der Herr Sich den wahren Weinstock nennt und die Menschen, die Ihm
    einverleibt werden, die Reben: Joh.15/1,6; außer vielen anderen Stellen.
    709. Hieraus kann nun erhellen, was unter des Herrn Fleisch und Blut, und
    unter Brot und Wein im dreifachen Sinn, dem natürlichen, geistigen und himmlischen, verstanden wird. Jeder religiöse Mensch in der Christenheit kann
    wissen, und, wenn er es nicht weiß, doch lernen, daß es eine natürliche Nahrung und eine geistige Nahrung gibt, und daß die natürliche Nahrung für den
    Körper, die geistige Nahrung hingegen für die Seele ist; denn Jehovah der Herr
    sagt bei 5Mo.8/2,3: „Nicht durch Brot allein lebt der Mensch, sondern durch
    alles, was aus dem Mund Jehovahs geht, lebt der Mensch“. Da nun der Körper
    stirbt, und die Seele nach dem Tode fortlebt, so folgt, daß die geistige Nahrung
    für das ewige Heil ist: Wer sieht hernach nicht, daß diese zwei Nahrungen
    durchaus nicht verwechselt werden dürfen, und daß es, wenn jemand sie verwechselt, nicht anders sein kann, als daß er von des Herrn Fleisch und Blut und
    von Brot und Wein sich bloß natürliche und sinnliche Vorstellungen macht,
    welche materiell, körperlich und fleischlich sind, und durch welche die geistigen Ideen von diesem heiligsten Sakrament erstickt werden. Ist aber jemand so
    einfältiger Art, daß er aus dem Verstand nichts anderes denken kann, als was er
    mit dem Auge sieht, so rate ich ihm, daß er dann, wenn er das Brot und den
    Wein nimmt, und dabei das Fleisch und Blut des Herrn nennen hört, vom
    heiligen Abendmahl sich denke, es sei das Heiligste des Gottesdienstes, und
    daß er des Leidens Christi und Seiner Liebe für das Heil des Menschen gedenke; denn Er sagt: „Dieses tut zu Meinem Gedächtnis“: Luk.22/19; ferner: „Der
    Sohn des Menschen ist gekommen, um die Seele zur Erlösung für viele hinzugeben“: Matth.20/28; Mark.10/45; „Ich gebe Meine Seele für die Schafe“:
    Joh.10/15,17; 15/13.

    • carma Says:

      erhellende und erlösende worte – und das von swedenborg!! dande, emanuel…
      Jesus gebacken in brot, zur speise dargereicht (und ausgeschieden!), übriggebliebenes hernach im „tabernakel“ verschlossen, auf das kein Jesus-krümelchen verloren gehe – das sind ja wildere geschichten als in jeder afrikanischen eingeborenen-religion?! bei allem respekt, SOETWAS kann niemals der intention Jesus entsprochen haben – ein magier war er sicherlich nicht…
      ehrlich gesagt bin ich geschockt, was hier seit 1500 jahren gelehrt wurde und wird!
      mein problem sind beileibe nicht die katholiken, die oft tiefgläubiger, frömmer und Jesus-bezogener sind als die meisten evangelischen, sondern wenige, aber zentrale glaubensauffassungen, in die man schon hineingeboren sein muss, um sie glauben zu können. schade, dass an solchen wortklaubereien das christentum zerrissen ist. umgekehrt verstehe ich allmählich, warum…
      LG und schönen (heidnischen) sonnentag

  2. Emanuel Says:

    und noch einmal … weil es so erhellend ist … jedenfalls für die, die sehen wollen und für die, die hören wollen ..

    Der Wille des Menschen ist das A und O des Lebens … was wir nicht wollen – erkennen wir nicht … Der Wille des Menschen muss sich durch den Herrn prägen lassen ..
    ansonsten haben wir keine Chance …. kein Leben …

    Ich bin mir sicher, das Sie, werter Bazillus, den Text studieren werden … Ich hoffe, das Sie mir antworten werden ..wenn nicht –

    DER HERR KENNT IHRE ANTWORT BEREITS

    709. Hieraus kann nun erhellen, was unter des Herrn Fleisch und Blut, und
    unter Brot und Wein im dreifachen Sinn, dem natürlichen, geistigen und himmlischen, verstanden wird.

    Jeder religiöse Mensch in der Christenheit kann wissen, und, wenn er es nicht weiß, doch lernen,
    daß es eine natürliche Nahrung und eine geistige Nahrung gibt, und daß die natürliche Nahrung für den
    Körper, die geistige Nahrung hingegen für die Seele ist; denn Jehovah der Herr
    sagt bei 5Mo.8/2,3: „Nicht durch Brot allein lebt der Mensch, sondern durch
    alles, was aus dem Mund Jehovahs geht, lebt der Mensch“.

    Da nun der Körper stirbt, und die Seele nach dem Tode fortlebt, so folgt, daß die geistige Nahrung
    für das ewige Heil ist: Wer sieht hernach nicht, daß diese zwei Nahrungen
    durchaus nicht verwechselt werden dürfen, und daß es, wenn jemand sie verwechselt,
    nicht anders sein kann,

    als daß er von des Herrn Fleisch und Blut und
    von Brot und Wein sich bloß natürliche und sinnliche Vorstellungen macht,
    welche materiell, körperlich und fleischlich sind,

    und durch welche die geistigen Ideen von diesem heiligsten Sakrament erstickt werden.

    Ist aber jemand so einfältiger Art, daß er aus dem Verstand nichts anderes denken kann, als was er
    mit dem Auge sieht, so rate ich ihm, daß er dann, wenn er das Brot und den
    Wein nimmt, und dabei das Fleisch und Blut des Herrn nennen hört, vom
    heiligen Abendmahl sich denke, es sei das Heiligste des Gottesdienstes,

    und daß er des Leidens Christi und Seiner Liebe für das Heil des Menschen gedenke;

    denn Er sagt:

    „Dieses tut zu Meinem Gedächtnis“: Luk.22/19; ferner:

    „Der Sohn des Menschen ist gekommen, um die Seele zur Erlösung für viele hinzugeben“:

    Matth.20/28; Mark.10/45; „Ich gebe Meine Seele für die Schafe“:
    Joh.10/15,17; 15/13.

    Antwort

    LG

    Emanuel

  3. Bazillus Says:

    Institution der Ehe ist auch biblisch. Jesus erinnert an die Schöpfungsgeschichte, die den Menschen als Mann und Frau erschaffen hat und sie ein Fleisch werden. Gott ist treu uns Menschen gegenüber und bindet ihn mit seiner Treue in eine freiwillige Ordnung ein. Von der Genesis bis zur Offenbarung des Hochzeitsmahls des Lammes wird somit die Ehe zwischen Mann und Frau deutlich. Aber auch der Hinweis Jesu auf die Hartherzigkeit der Menschen, denen Moses erlaubt hat, einen Scheidebrief auszustellen, ist zeichenhaft für die Einstellung Gottes zur Ehe. Der Hinweis auf die Ehrerbietung der Jungfräulichkeit um des Himmelreiches willen, welches der Herr selbst vorgelebt hat, ist kein Affront gegen die Ehe, sondern bestätigt sie. Die einen sind zur Ehe fähig, die anderen eben (für Gott) nicht. Wer es fassen kann, der fasse es.

    Die Ehe war im Judentum nicht ohne Grund geschützt. Bei Verletzung drohte die Todesstrafe. Gott will Ordnung, möglichst aber eine liebevolle und freiwillige von den Ehegatten in christlicher Sicht geführte Ehe.

    Darum hat ja auch die Kirche die Ehe ja auch als Sakrament gestaltet und so der Gleichberechtigung der Frau einen enormen Vorschub geleistet.

  4. Bazillus Says:

    Im Übrigen schenkt nicht die Kirche den Eheleuten das Sakrament der Ehe, sondern die Eheleute sich gegenseitig selbst. Die Kirche gibt nur ihren Segen zu dieser Verbindung in liturgischer Form.

    • carma Says:

      „find ich gut“… – leider ist aus einem heiligen bund (fürs leben) eine temporäre partner-testaktion geworden.
      ewige attraktivität zur einen und garantierte materielle überflussversorgung zum anderen bestimmen die partnerauswahl – wer denkt da noch an höheres?!..

  5. Bazillus Says:

    Werter Emanuel,
    es ist gut, dass Sie sich mit dem Sinn des Abendmahls, der Eucharistie, dem Wein, dem Blut, dem Wort so intensiv beschäftigen.

    Ich zitiere Sie:

    Jeder religiöse Mensch in der Christenheit kann wissen, und, wenn er es nicht weiß, doch lernen,
    daß es eine natürliche Nahrung und eine geistige Nahrung gibt, und daß die natürliche Nahrung für den
    Körper, die geistige Nahrung hingegen für die Seele ist; denn Jehovah der Herr
    sagt bei 5Mo.8/2,3: „Nicht durch Brot allein lebt der Mensch, sondern durch
    alles, was aus dem Mund Jehovahs geht, lebt der Mensch“.

    Wunderbar: So wie Jesus Christus selbst in beiderlei Gestalt hier auf Erden lebte (zumindest für wenige Augenblicke ich denke da an die Verklärung des Herrn. Aus dem stofflichen Körper Jesus wurde ein verklärter Leib, so, darf ich annehmen, dass ich Jesus in der Weise in der Eucharistie in beiderlei GEstalten ( den körperlichen und den geistig verklärten Jesus) bereits jetzt in mich aufnehmen kann. Ich habe die Chance, echt Himmliches in mich Unwürdigen einzulassen. Ich verbinde eben Geistige und körperliche Nahrung miteinander. Jedes Wort Jesu hat mehrere Dimensionen wie auch seine Wundertaten (sie zeigten seine Göttlichkeit und wirkten im Menschen geistiges und körperliches Heil), gerade seine Wundertaten. Bei Gott ist kein Ding unmöglich und warum ist es nicht unmöglich? Weil er Körper (stofflich, aber auch verwandlungsfähig), Geist (Willensentscheidung des Glaubens oder des Unglaubens oder des Aberglaubens) und Vernunft) und Seele (Gottes Ebenbild im Menschen) als Einheit betrachtet, wieder ein herrliches Bild der Dreifaltigkeit. Jesus wirkte in der Zeit seines Erdenlebens als in dem Körper des Menschen befindlichen Gott (ganz Mensch, ganz Gott) in den Himmel hinein und als Gott außerhalb seiner Erdenzeit in den Menschen und seine Schöpfung. Alles ist miteinander verwoben. Wir führen bereits hier auf Erden, ob wir wollen oder nicht, ein geistiges, körperliches und seelisches Leben und durch unsere Freiheit der Entscheidung eben zum Teil ein ungeistiges, körperliches und die Seele krankmachendes Leben.
    Ich meine, Sie sehen dies zu sehr getrennt voneinander, was selbstverständlich Ihr gutes Recht ist. Ich kann selbst durch meine Taten, erfolgen Sie uneigennützig und eingebettet im christlichen Glauben, die Erde und den Himmel direkt miteinander verbinden. Jesus hat den Himmel in seiner Lehre hier auf die Erde gebracht wie kein Prophet vor ihm. Kein Wunder, ist er doch der Sohn Gottes, also Gott selbst. ER war sich nicht zu schade, sich verfolgen, diskriminieren und foltern und töten zu lassen und dem irdischen Tod ins Auge zu blicken. Ich glaube, Sie mögen sich, wenn sie denn wollen, daran gewöhnen, in jedem Atom der Erde, in jedem Atom des Weltalls den Geist Gottes sehen zu lernen. Das Weltall und so auch wieviel mehr die Erde wirkt der Geist und das Körperliche des Wortes Gottes direkt, wieviel mehr in Jesus selbst. Ich persönlich mache zwischen Geist und Körper nicht einen so großen Unterschied wie Sie. Geist wirkt im Körper und eben auch auf die Seele, dem unsterblichen Bestandteil Gottes im Menschen. Auch wenn der Körper der Verwandlung, nicht dem Tode obliegt. Jeder Stein stirbt in seiner Konsistenz, nicht jedoch sein Inneres selbst. Es wird ledgilich verwandelt, bleibt aber in anderer Form auf der ERde (Beispiel Raupe Schmetterling, oder feste Konsistenz, die in gasförmige übergeht,Wasser, welches unter bestimmten Bedingungen sich verwandelt). Und so können wir uns auch die Wesensverwandlung des Brotes und des Weines in das Blut und den Leib Christi vorstellen.
    So tu ich es. Wenn ich Jesus in der hl. Kommunion empfange, weiß ich selbstverständlich, dass ich Jesus selbst, auch nur ein Atom von ihm geistig wie körperlich empfangen darf. Der Himmel scheint in der Eucharistie eben in besonderer Weise auf. Wenn jemand das Dogma der kath. Kirche nicht nachvollziehen kann, ist es doch in Ordnung. Ich kann da sehr gut mit leben. Ich bin sogar davon überzeugt, das die meisten Katholiken die Hostie nicht in der Weise und in der Vorstellung einnehmen wie ich persönlich. Das ist eben ein Geheimnis des Glaubens. Rational ist das eh nicht erklärbar. Rational erklärbar ist aber, dass jeder Gegenstand geistiges Gedankengut des Schöpfers enthält.

    Darum sehe ich aus dieser Sichtweise heraus und was noch viel wichtiger ist, im Wörtlichnehmen seines Wortes, die Sie doch so schön in Verbindung gebracht haben (Wer mich isst, der hat das ewige Leben, ich bin das Blut, das Fleisch), ich bin = Name Gottes. Gott ist in besonderer Weise somit auch körperlich in uns und dieses Bewussstein wird bei der Einnahme der hl .Eucharistie auf die geistig-göttliche Sicht hervorgehoben. Johannes der Autor des Evangeliums, der laut Überlieferung der Lieblingsjünger Jesus gewesen sein soll, also Jesus persönlich gekannt hat und ihn wohl am besten verstanden hat, schreibt:

    Aus dem Evangelium nach Johannes, Kapitel 6
    In jener Zeit sprach Jesus zu den Menschen, die sich um ihn versammelt hatten:
    51 Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, (ich gebe es hin) für das Leben der Welt.
    52 Da stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben?
    53 Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, das sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch.
    54 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag.
    55 Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise und mein Blut ist wirklich ein Trank.
    56 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm.
    57 Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben.
    58 Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Mit ihm ist es nicht wie mit dem Brot, das die Väter gegessen haben; sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit.

    Aus allem spricht nicht nur wörtlich ICH BIN das lebendige Brot, sondern auch zwischen den Zeilen: ICH BIN = Gott.

    Die Juden hatten Recht. Das ist nicht rational erklärbar. Klar. Aber Jesus versuchte dieses Geheimnis zu erklären, obwohl es für uns unerklärlich ist. Die Kirche hat es einfach dann, weil es unerklärlich ist, ein rational nicht zu lüftendes Geheimnis ist, wörtlich genommen, weil sie Gott zutraut, dass bei IHM eben wirklcih NICHTS unmöglich ist. Achten Sie, werter Emanuel darauf, was Jesus als Antwort auf die zu Recht kritischen Anwürfe der Juden sagte: Amen, amen, das sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. Selbstverständlich bleibt das Altarssakrament ein Geheimnis unseres Glaubens, so dass die Kirche dies auch offen in jeder hl. Messe bekundet:

    Im kath. Hochgebet heißt es seit Jahrhunderten nach der Wandlung:
    „Geheimnis des Glaubens:
    Deinen Tod, o Herr, verkünden wir
    Deine Auferstehung preisen wir,
    bis du kommst in Herrlichkeit.“

    Im Tod und in der Auferstehung werden Körper und Seele eben ausdrücklich nicht getrennt, eben ein Geheimnus unseres Glaubens. Wir sollten die Worte Jesu manchmal einfach so in uns wirken lassen, ohne sie ständig auf Vernunft und physikalisches Wissen abzuklopfen. Warum vertrauen wir nicht auf diese SEINE Worte?

    Warum soll die Kirche ihre Gläubigen einem Risiko aussetzen? Im Grunde würde die Kirche verantwortungslos handelnt, wenn sie nach so einem Wort Jesu zur lockeren Tagesordnung eines noch lockeren Verständnisses übergehen würde. Sie trägt Verantwortung für ihre Gläubigen, wie Jesus dem Petrus die Aufgabe gab, den Glauben seiner Jünger zu stärken. Also nimmt sie es wörtlich. So einfach, aber auch so schwer kann das alles sein. Für mich ist es einfach, obwohl ich mir selbstverständlich auch meine eigenen Gedanken über diese Worte gemacht haben, wie ich Ihnen versucht habe darzulegen.

    Selbstverständlich habe ich keinunfehlbares Abo darauf, was Jesus unter Wahrheit verstanden wissen wollte. Selbstvertständlich ist alles interpretierbar und wir können Bogen schlagen vom AT zum NT. Ich denke trotzdem, dass Jesus hier als Gott gesprochen hat, wenn er sogar die Worte „Amen“ verwendet hat. Ich verstehe diese Amen, Amen wie ein Gebot, welches unbedingter Beachtung bedarf. So wie Gott unerklärlich ist und ein Geheimnis, so ist es auch die hl. Dreifaltigkeit und eben die heilige Euachristie auch. Wenn wir aber Jesus als den Sohn Gottes also als Gott selbst ansehen, warum sind wir immer versucht, seine Worte zu Gunsten der Logik, zugunsten des eigenen Verständnisses zugunsten der Kompatibiltät mit dem Zeitgeist zu hinterfragen und zu interpretieren? Nur weil wir meinen, was nicht sein darf, kann nicht sein? Nur weil wir kleinen Geschöpfen uns die Größe Jesu nich vorstellen können, müssen wir immer Erklärungen finden? Wir sollten dazu übergehen, Jesus in allem, was er gesagt hat, zu vertrauen. Darum machen große Theologen manchmal mehr kaputt als heil. Alles was Jesus gesagt hat, müssen wir in einem größeren Licht und von Gott her versuchen zu sehen und damit erkennen, dass wir diese Worte nicht immer auf das logische Verständnis eines menschlichen Denkens herunterbrechen können. Dazu ist das menschliche Leben noch immer viel zu geheimnisvoll, weil eben ebenbildlich göttlichen Ursprungs. Aber wenn wir Jesus anschauen, ihn ernst nehmen und auch zwischen den Zeilen des Evangeliums bereit sind zu lesen, geben diese Dinge eben auch Sinn; für Menschen, die nur gewohnt sind, menschlich zu denken und erst gar nicht versuchen, von Gott und Jesus her zu denken mag das völlig unerklärlich und lächerlich sein.

    Wenn Gott in jedem Atom seiner Schöpfung ist (sein Geist, der Hl. Geist), wieviel mehr ist er in dem Brot selbst auch in körperlicher/geistiger Einheit enthalten, das wir als Hostie zu uns nehmen.

    Warum so viele VErständnisworte und -erklärungen finden wollen, wenn Jesus letztlich doch so eindeutig ist.

    • Emanuel Says:

      Wie immer, kann ich mit Ihnen übereinstimmen – in Vielem, was Sie sagen – und wie immer, kommen bei betimmten Kernpunkten die Zweifel in mir hoch.
      Es ist wahr, daß es viele individuelle Vorstellungen zu Fragen des Glaubens geben darf – Aber es muss auch in prinzipiellen Grundfragen, den Steinen auf die wir unser Haus bauen – vollkommene Einheit geben – da es letztlich nur die Eine – eben Die Göttliche Wahrheit – gibt .

      Wir wahren Christen – also die, die den wahren Weg suchen , verehren die wahre christliche Lehre – und nicht etwa die jüdische Religionslehre oder gar die höllische Lehre des Islams …. !!!! Also muss es für Christen verbindliche , einheitliche Auffassungen zumindest über die Grundsteine unseres Hauses geben — (christliche Kirche)

      Es stimmt, daß ich bisher sehr stark das Geistige und das Natürliche – sprich das Innere und das Äußere voneinander getrennt habe – Und Sie haben vollkommen recht , Beides gehört zusammen …. Nur : Das Äußere muss unbedingt dem Inneren (Seele-Gott oder JHWH) entsprechen ! Und nicht nur eben „äußerlich“ entsprechen sondern es muss das Göttliche sich im Äußeren wahrhaft wiederspiegeln …. Dann … uind nur dann haben Sie, werter Bazillus – vollkommen recht mit Ihrer Darlegung !

      Ich weiß nicht, ob ich mich verständlich machen konnte — vielen Dank für Ihre Antwort

      LG

      Emanuel

  6. Bazillus Says:

    Werter Emanuel,
    wir werden in diesem Punkt wohl nie auf eine gemeinsame Ebene kommen. Jeder von der Liebe zu Gott getragene Glaube eines Christen ist zutiefst wertvoll und nur Gott weiß, wie tief und wunderbar der Glaube des einzelnen ist. Meiner ist nicht – ausdrücklich nicht – wertvoller als der Ihre. Wenn Sie mit meinem Verständnis auf die Dinge Schwierigkeiten haben, ist das ok und völlig akzptiert. Das ist ja das Schöne, dass wir unsere unterschieldichen Standpunkte „uns um die Ohren hauen“ dürfen, ohne dass der eine dem anderen gram ist. Das zeichnet eine wichtige Glaubens-, Diskussions- und Christentumskultur aus. Ich habe schon Vieles von Ihnen lernen dürfen. Sie haben mir Verständnis für Ihre Glaubenswelt vermittelt und ich hoffe dies auch bei IHnen bewirkt zu haben. Aber letztlich kommt es doch darauf an, dass wir beide – jeder auf seine Weise – in Christus unser Seelenheil und unsere Vollendung erblicken dürfen. Ob wir Jesus nur als den Sohn Gottes und nicht als Bestandteil der hl. Dreifaltigkeit sehen wollen oder die hl. Eucharistie körperlich und geistig getrennt oder vereint sehen wollen oder einiges andere, so denke ich, kommt es doch immer auf die Liebe zu Jesus an, die diesen Glauben begleitet. Glauben ist nichts, wenn er nicht mit Liebe gefüllt ist. Jeder Glaubende darf seinen persönlichen Glauben als den besten Weg zum Himmel wähnen. Jede Kirche darf dies selbstverständlich ebenso tun. Es kann nur eine Wahrheit geben, dies auch wieder menschlich gesehen. Rechthaberei (welches ich Ihnen, aber auch mir nicht vorwerfe) schadet letztlich dem Glauben, wenn er innerlich nicht erkannt und fundiert daherkommt. Da muss ich meiner Kirche den Vorwurf machen, lange Zeit für sich die „allein seligmachende“ proklamiert zu haben. Es nützt nichts, jemandem vom Glauben überzeugen zu wollen, wenn er nicht erkennen kann, dass dieser Weg des Glaubens, der ihm verkündet wird innerlich nicht angenommen wird und nur pro forma glaubt. Dann bleibt Glaube hohl und schal. Nur mit der Liebe im Glauben ist Glaube wertvoll. Vielen Dank für Ihr Interesse an meiner Sichtweise.

  7. Ralf.Hummel Says:

    Und ganz wichtig ist die Heiligung, ein Geschehen, das von Gott ausgeht, durch und durch und nicht nur oberflächlich. Sie zeigte sich in herausragender Weise in der Erwählung des Volkes Israel, das Gott als sein Eigentum in seine Heiligkeit einbezieht.

    Im Neuen Bund geht alle Heiligung von Jesus Christus aus, der den Menschen von Gott zur Heiligung gegeben ist. Sie ist eine geschenkte Gabe und soll letztendlich wieder in die Ebenbildlichkeit Gottes führen, der der Heilige ist.

    • carma Says:

      wunderbare ansichten und ausführungen von euch allen, der man jeder einzeln nur zustimmen kann!
      unter vielem ach und weh nähern wir uns schälchen für schälchen dem kern der wahrheit…

  8. Bazillus Says:

    Werter Emanuel,
    Nur : Das Äußere muss unbedingt dem Inneren (Seele-Gott oder JHWH) entsprechen ! Und nicht nur eben “äußerlich” entsprechen sondern es muss das Göttliche sich im Äußeren wahrhaft wiederspiegeln …

    Vollkommen richtig. Nur da steht in der Praxis die menschliche Natur im Wege. Vollkommen kann außer Jesus kein Mensch sein. Somit kann es „wahre Christen“ nicht oder kaum geben. Denn wer kann sich schon vollkommen christlich verhalten in jeder Sekunde seines Lebens? Wir können ehrlich danach trachten, aber dies auch ausführen, immer, zu jeder Zeit und ohne Pause? Oha. Ich gebe zu, ich schaffe das nicht. Es kann aber Christen geben, die nach der göttlichen Wahrheit suchen und versuchen, diese zu leben. Aber können wir die göttliche Wahrheit überhaupt hier auf Erden finden? Das wäre vermessen. Gott ist und bleibt ein Geheimnis und ist für uns Menschen eh nicht gänzlich fassbar. Was wir aber wissen, wissen wir insbesondere von Jesus. Jeder ist von seinem Weg zu Gott überzeugt. Ich glaube, dass die Liebe zu Gott und zu den Menschen aber auch zur Schöpfung der Gradmesser eines jeden Glaubens ist, welcher überhaupt in die Nähe des so geheimnisvolllen Gottes die Berechtigung findet, sich göttlch nennen zu dürfen. Da sind wir als Christen einfach auf der sicheren Seite.

    Und wenn wir uns Jesu Gleichnis vom verlorenen Sohn anhören, so hat der Vater diesen angenommen, obwohl er sich nun wahrlich unchristlich verhalten hat. Aber: Er ist umgkehrt, Er hat eingesehen, dass sein Weg falsch war und ist zu Gott heimgekehrt und hat reumütig seine Vergehen offenbart. Der Vater reagiert mit einer Liebe, die nach den Geschehnissen sogar den daheimgebliebenen Sohn vor den Kopf stößt, der doch beim Vater geblieben ist und ihm treu gedient hat. Bei ihm treten Neid und Missgunst auf. Der Vater stellt die Umkehr ,die Wiederkehr, die Rückkehr des verlorenen Sohnes als ein so großes Ereignis dar, dass er ihn im Gegensatz zu seinem daheimgebliebenen Sohn sogar mit Größerem beschenkt.

    Das zeigt uns aber, dass wir, wenn wir ernsthaft suchen, uns zurücklehnen können und in der Beziehung zum Dreifaltigen Gott auf Bodenhaftung bleiben können. Gott verlangt nichts Unmenschliches von uns. Er liebt sowohl den Daheimgebliebenen als auch den Zurückgekehrten. Mir machen die Menschen Sorgen, die eben nicht zurückkehren. Die nicht auf Gott zugehen oder eine völlig falsche Gottesvorstellung beigebracht bekommen haben. Ich mache mir um ernsthafte Christen keine Sorgen.

    • Emanuel Says:

      Sie haben sicher vollkommen recht mit den obigen ausführungen …. Es kann nur ein Streben nach Gott, unserem Herrn geben … wir Menschen auf Erden sind nicht vollkommen genug dieses höhere Ziel im „Leben“ zu erreichen … Aber ich habe von den Grundsteinen unseres Hauses gesprochen und meine wir christen müssten
      darüber doch wenigstens zu einer Einheit kommen … von den daraus entstehenden unzähligen Wahrheiten und Einstellungen mal abgesehen … Die Grundsteine unseres christlichen Glaubens … darüber muss es eine gemeinsame Vereinigung geben …. Wenn der Wille zur Vereinigung in geistiger Hinsicht da ist – würde das auch möglich werden …. Wir haben gesehen, wie schwierig es in Grundfragen (Heiliges Abendmahl- Welche Bedeutung?) beispielsweise ist – und wir haben Übereinstimmung erziehlen können …. Die Frage der Drei Personen, die unabhängig voneinander bestehen sollen – muss so lange diskutiert werden, bis man sich auf die „zutreffende geisitg-göttliche Vorlage“ geeinigt hat .

      Es ist Fakt das es nur DEN EINEN GOTT geben kann – und nicht zwei oder drei ….

      Es ist Fakt, das der Mensch nicht auf Erden wie der allerletzte Maffiosie agieren kann, und die Kirche ihm erklärt, wenn er auf seinem Totenbett nur bereut … wird der Herr ihn schon zu sich nehmen …. DAS IST DEM HERRN NICHT MÖGLICH ! ER kann nicht Seine Eigenen Gesetze umschmeißen ….

      Es gibt Glaubensgrundsätze, über die muss Einigung hergestellt werden …. ansonsten wird es bald keine christliche Kirche auf Erden mehr geben …

      LG

      Emanuel


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