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Wer ist Kardinal Peter Turkson? 7. März 2013

Filed under: Kirche — Knecht Christi @ 20:03

 

Peter Turkson wurde 1948 in dem Dorf Wassa Nsuta in West-Ghana geboren. Er wuchs in einer Hütte mit zwei Zimmern auf, zusammen mit neun Brüdern und Schwestern. Turkson ist der Sohn eines katholischen Zimmermanns und einer methodistischen Mutter. Einer seiner Onkel war Moslem. Die Leute im Ort erinnern sich an Turkson als einen aufgeweckten Jungen, der Gitarre spielte. Von ihrem bekannten Nachbarn sammelten sie später Fotos. Dieser aufgeweckte Junge entschied sich mit 13 Jahren gegen das College – und für das St. Teresa Priesterseminar im Dorf Amisano. Turksons Leistungen waren ausgezeichnet und so wurde er in die USA geschickt. Im Bundesstaat New York, an der University of Albany, studierte er Philosophie und Theologie.  1975 wurde Turkson dann zum Priester geweiht und kehrte nach Ghana zurück, um in seinem ehemaligen Priesterseminar zu unterrichten. “Wir jungen Priester wollten alle, dass er möglichst häufig predigt”, so Vater Odartey-Lamptey, der heute das Seminar leitet. Turkson wurde von Johannes Paul II. zum Erzbischof der ghanaischen Stadt Cape Coast ernannt. Das war im Jahr 1992. Als Vorsitzender der Bischofskonferenz von Ghana wurde er dann bald ein wichtiger Führer der katholischen Kirche in Afrika.

 

 

 

 

 

Papst Johannes Paul II. war es dann auch, der Turkson 2003 zum Kardinal ernannte. Der strikten Abtreibungsgegner war damit der erste Ghanaer überhaupt in diesem Amt. Er nahm 2005 auch am Konklave teil, bei dem Josef Ratzinger zum Papst gewählt wurde. Benedikt XVI. berief Turkson dann zum Präsidenten des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden. Doch der 64-Jährige erntete auch Kritik. Etwa, als er Homosexualität als ein westliches Übel bezeichnete und mit Pädophilie gleichsetzte. Oder als er einem katholischen Europa mit sinkenden Geburtenraten eine drohende Islamisierung vorhersagte. {Quelle: de.euronews.com}

 

 

 

 

 

Persönlichkeiten des Konklaves – Kardinal Peter Turkson

 

 

Der 64-jährige Präsident des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden gilt als weltgewandt und menschennah – Er könnte der erste Schwarzafrikaner an der Spitze der katholischen Kirche werden.

 

 

Vatikanstadt (kath.net/KAP): Vor einigen Jahren war er noch mit einfachen weißen Turnschuhen als Wallfahrer in der Bergwelt von Mariazell unterwegs, schon in wenigen Tagen könnte er in roten Prada-Schuhen als neuer Papst durch die vatikanischen Hallen schreiten: Kardinal Peter Kodowo Appiah Turkson (Foto). Der telegene einstige Erzbischof aus Ghana gehört zu den wenigen schwarzafrikanischen Kurienkardinälen. Seit 2009 ist er Präsident des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden. Als vatikanischer „Sozialminister“ gilt er auch als „Gewissen der Kirche“. Turkson wurde am 11. Oktober 1948 in Ghana geboren und wuchs mit neun Geschwistern auf. Er studierte zunächst in seiner Heimat, dann in New York und Rom Theologie, wo er in Bibelwissenschaften promovierte. Nach Jahren als Theologieprofessor wurde er 1992 Erzbischof von Cape Coast. Zwischen 1997 und 2005 war er Vorsitzender der Ghanaischen Bischofskonferenz. Seine Kardinalsernennung 2003 kam überraschend. Italienische Medien kürten den kommunikativen Kirchenmann zum „Star“ des damaligen Konsistoriums. Turkson ist der erste Kardinal aus Ghana.

 

Bei den Wettanbietern liegt der 64-jährige Kardinal ganz weit vorne. Beim britischen Buchmacher William Hill, einem der größten seiner Zunft, ist Turkson absoluter Favorit. Und die Wettanbieter hatten auch schon bei der Wahl von Joseph Ratzinger 2005 eine gute Nase. Auch auf „Wahlplakaten“ der Künstlergruppe ZeroZeroKappaKappa prangt das Konterfei des Kardinals an vielen Plätzen in Rom. Dieser selbst freilich wiegelt ab, wenn er auf eine mögliche Wahl zum Papst angesprochen wird. Er würde niemals für sich selbst werben, so die lapidare Auskunft. Die kann Turkson in sechs Sprachen, darunter auch Deutsch, geben. Erst Anfang Januar trat Turkson bei einem internationalen ökumenischen Kongress in Wien auf, wo er die katholische Position zum Umweltschutz erläuterte und die Menschenwürde ins Zentrum aller Überlegungen stellte. Der afrikanische Kardinal weiß, wovon er spricht. Schließlich war er 17 Jahre lang Erzbischof von Cape Coast. Das westafrikanische Ghana ist ein junges, dynamisches Land, das aber unter wirtschaftlicher Ungerechtigkeit zu leiden hat. Traditionell leben die Menschen von der Landwirtschaft, von der Fischerei oder dem Anbau von Kakao. Doch der großflächige Abbau von Gold durch ausländische Konzerne entzieht vielen Menschen dauerhaft die Existenzgrundlage entzogen.

 

Aber auch andere globale Probleme beschäftigen den Kirchenmann Tag für Tag: etwa der ökologische Raubbau zur Gewinnung von Biodiesel in vielen Schwellenländern, Klimawandel und das Ansteigen der Meeresspiegel. Zuletzt gehörte der Kardinal auch zu jenen Kirchenvertretern, die sich vehement für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer ausgesprochen haben. Diese sei ein Weg, Wirtschaft und Finanzen wieder zu ihrer eigentlichen gesellschaftlichen Funktion zurückzuführen. Aus der Steuer ließe sich beispielsweise ein Fonds speisen, der krisengeschüttelten Ländern zur Seite stehe, so Turkson. Starallüren sind dem Kardinal fremd. Der menschennahe Kirchenmann wirkt stets freundlich und gelassen, auch wenn sein Terminkalender anderes erwarten ließe. Von der Umweltkonferenz in Wien musste Turkson vorzeitig abreisen, um via Rom zur nächsten Konferenz nach Gabun weiterzufliegen. Die körperliche Fitness, um solche Strapazen auszuhalten, bringt er jedenfalls mit, hat er bei seinem Mariazell-Besuch im Rahmen der „Grünen Pilgerfahrt“ europäischer Umweltbischöfe 2009 bewiesen. Und sollte die katholische Kirche künftig tatsächlich von einem Pontifex aus Schwarzafrika geleitet werden, dann hat das kleine steirische Marienheiligtum vielleicht doch noch Chancen auf einen nächsten Papstbesuch.

 

Ansprache von Kardinal Turkson beim Besucht Papst Benedikts XVI. in Assisi 2011

 

 

 

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