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„Planet Wissen“ fragt nach Jesus – Umfrage: Jeder Fünfte glaubt nicht an Gott 7. März 2013

Filed under: Werte für Jugend — Knecht Christi @ 21:44
Jesus
 

Hat Jesus wirklich gelebt? Diese Frage stellte sich „Planet Wissen“ am vergangenen Freitag im WDR. Ein Münsteraner Theologe fand deutliche Worte.

 

Für viele Menschen ist es eine reine Glaubensfrage, ob Jesus von den Toten auferstanden ist. Manche zweifeln sogar an, dass er überhaupt gelebt hat und gestorben ist. Dabei ist Jesus die zentrale Figur des christlichen Glaubens, der sich etwa zwei Milliarden Menschen zugehörig fühlen. Eine Sendung der Reihe „Planet Wissen“ im WDR widmete sich jetzt diesem Thema. Als Experte war Thomas Söding eingeladen, katholischer Neutestamentler an der Universität Bochum. Gleich zu Anfang stellte Moderator Dennis Wilms die große Frage: „Hat Jesus gelebt?“ Für Söding ist die Antwort klar: „Ja! Er hat gelebt. Er ist geboren. Er ist gestorben, er ist sogar von den Toten auferstanden, sagt das Neue Testament. Das ist Glaube – aber der Rest ist Wissen“.

 

Kaum ein historisches Ereignis sei besser durch Quellen belegt als das Leben Jesu.

 

Dazu fänden sich neben den biblischen Quellen des Neuen Testaments auch viele außerbiblische: „Wir haben ein breites Panorama an Zeugnissen über diesen Jesus.“ Bei einigen Erzählungen aus dem Leben Jesu seien sich Wissenschaftler uneins darüber, inwiefern es sich um historische Ereignisse oder vielmehr um theologische Hinzufügungen handle. Dazu gehöre der Geburtsort Bethlehem, erklärt Söding. Dahinter würden viele Gelehrte ein Fragezeichen setzen, weil Jesus ja nach alttestamentlicher Überlieferung dort geboren sein müsse. Deshalb sähen viele Theologen diesen Geburtsort als nachträgliche Interpretation, um Jesus als den Messias darzustellen. Söding selbst allerdings glaube, dass Jesus in Bethlehem geboren sei. Trotzdem seien viele Stellen in den Evangelien keine historische Wahrheit, sondern theologische Anfügungen. Dazu zählte Söding zum Beispiel die Geschichte des 12-jährigen Jesus im Tempel: „Ich halte das für eine – positiv formuliert – sehr grenzwertige Geschichte“, sagte der Theologe. Zu der Frage nach den Wundern erklärte Söding: „Jesus war ein Mensch mit heilenden Händen. Es hat Streit darüber gegeben, wie die Wunder Jesu zu verstehen sind, aber dass er über solche Fähigkeiten verfügte, das hat keiner seiner Zeitgenossen in Frage gestellt“.

 

Die zweite Moderatorin Birgit Klaus wollte von Söding wissen, ob Jesus auch eine Freundin gehabt habe – „in unserem Sinne“, womit sie eine sexuelle Beziehung meinte. Der Experte verneinte das. „Von einer sexuellen Aktivität Jesu ist im Neuen Testament keine Rede, sondern es ist davon die Rede, dass er, um das Fachwort zu gebrauchen, ‚zölibatär‘ gelebt hat, um des Himmelsreiches willen ehelos. Aber: Das hat ihn nicht zu einem Frauenfeind werden lassen.“ Ihm seien zum Beispiel die Füße von einer Frau mit ihren Tränen gewaschen worden. Die Jünger seien schockiert gewesen von Jesu Tod, Petrus habe Jesus drei Mal verleugnet, einer der Zwölf habe Jesus verraten. „Das sagt das Neue Testament – allerdings auch, dass dann nach Ostern alles wieder von Neuem begonnen hat.“ Das hätten die Jünger zunächst auch nicht glauben können. „Das steht in verschiedenen Evangelien, dass die Frauen das Grab leer gefunden haben. Die Apostel hielten alles für dummes Geschwätz. Die brauchten einige Zeit, um auf den Trichter zu kommen und dann wirklich glauben zu können, dass Jesus von den Toten auferstanden ist“.
Ob die Auferstehung wirklich stattgefunden hätte, wollten die beiden Moderatoren wissen. Söding beantwortete diese Frage nicht eindeutig: „Es gibt ein historisches Faktum, nämlich dass an die Auferstehung geglaubt wurde. Gäbe es diesen Glauben nicht, wäre das ganze NT nicht geschrieben worden.“ Auch die Zuverlässigkeit der Evangelien hinsichtlich ihrer theologischen Ausrichtung wurde in der Sendung thematisiert. Wie sicher sei es zum Beispiel, dass die Jesus wirklicht so gepredigt habe und es sich bei den Evangelien nicht etwa um Projektionen handle? Söding erklärte, er sehe die Evangelien wie „Spiegel“. „Direkt ins Angesicht Jesu können wir nicht mehr schauen, aber wir können in diese Spiegel schauen. Immer einen bisschen anders, immer ein bisschen verstellt. Immer im Ausschnitt, von einer anderen Seite. Aber es sind immerhin vier. Und das ist nicht wenig. Sodass ich also wenigstens diese Spiegelbilder kennen kann und das zeigt mir, wer Jesus ist“.

 

Die Sendung wird

am 28.3.2013 im WDR (8:20 Uhr),

auf BR-alpha (21:45 Uhr)

und auf EinsPlus (16:00 Uhr) wiederholt.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Umfrage: Jeder Fünfte glaubt nicht an Gott

 

Rund 20 Prozent der Deutschen glauben laut einer Umfrage nicht an Gott. Das berichtet die „Bild-Zeitung“ unter Berufung auf Zahlen des Meinungsforschungsinstituts „Insa“. Überdurchschnittlich viele Atheisten soll es bei den Anhängern der Piratenpartei und der Linken geben, wo 31 bzw. 32. Prozent nicht an Gott glauben.

 

Am gottesfürchtigsten zeigen sich demnach die Wähler von CDU und CSU: Hier sind nur 9 Prozent der Meinung, dass es keinen Gott gibt. Doch auch unter den Anhängern der FDP (15 Prozent), der Grünen (16 Prozent) und der SPD (17 Prozent) gibt es nach diesen Zahlen vergleichsweise wenig echte Atheisten. Am höchsten ist der Anteil der Ungläubigen bei den Befragten ohne berufsqualifizierenden Abschluss (25 Prozent). „Die Menschen sind offen für den Glauben an Gott, aber sie sehen die Kirchen offenbar immer weniger als Begleiter in Glaubensfragen“, zitiert die „Bild“ INSA-Chef Hermann Binkert. Die jüngsten Zahlen stehen allerdings im Widerspruch zu anderen Erhebungen: In einer Umfrage des Allensbacher Instituts für Demoskopie im Herbst 2012 stimmten nur 53 Prozent der Westdeutschen der Aussage zu, dass es „irgendeine überirdische Macht gibt“. In Ostdeutschland gilt der Anteil der Atheisten als noch höher. Unabhängig von der Kirchenzugehörigkeit bezeichneten sich 43 Prozent als „religiös“. {Quelle: www.epochtimes.de}

 

8 Responses to “„Planet Wissen“ fragt nach Jesus – Umfrage: Jeder Fünfte glaubt nicht an Gott”

  1. Erich Foltyn Says:

    viele sind sich selbst das Höchste, über ihnen können sie sich nichts vorstellen, genauer gesagt, es sind ihre ausgeklügelten Gedankenkonstrukte, die für sie das Höchste sind und durch die sie sich über allen Menschen stehend wähnen. Die Gedankenkonstruktionen sind aber alle nach kurzer Zeit falsch oder unnütz und sie brauchen sich nichts einbilden, wenn andere schon lang vor ihnen 25 Varianten davon gekannt haben, die auch alle falsch und unnütz waren. Wahrscheinlich kommt am Ende seines Lebens jeder drauf, daß alles falsch war, was er geglaubt hat, da kann man genauso gut an Gott glauben, damit ist man wenigstens nicht gleich nach ein paar Minuten fertig und das wärs’s dann gewesen. Ich bin mehr für das Tiefergehende und nicht für das oberflächliche Larifari. Z.B. wie manche alle Religionen studieren usw. Ich bin für mein Eigenes auf Gedeih und Verderb.

    • carma Says:

      jetzt verliert ahmedy seine letzten freunde – was gerade südamerikanische katholiken so an diktatoren schätzen, bleibt wohl ihr geheimnis. da hab ich in brasilien auch so manch bizarre vorstellungen über die verhassten usa und auch israel gehört. für die sind alle weißen per se rassisten?! (völkerkundlich werden nur europide und juden – vermutlich ein indoeuropäisch-semitischer u.?- mix schon zu abrahams zeiten – als weiße „rasse“ definiert.
      trotz gemeinsamer religion halten sich die vorurteile, klischees und rassismen anscheinend für ewig…

  2. Gott gibt es nicht? Besser wäre wohl zu sagen, den Gott wie sich viele Menschen ihn vorstellen, den gibt es nicht. Das ist auch gut so. Jesus ist schon deswegen von den Toten auferstanden, weil ohne ihn, wäre alles schon lange in sich zusammengebrochen und das Christentum hätte nicht einmal das römische Reich überlebt geschweige denn all die Jahrhunderte danach.

  3. Alexander Says:

    Die Geschichte des 12-jährigen Jesus im Tempel sei theologische Anfügung? Söding hat keine Ahnung: Es gibt ein ganzes Kindheitsevangelium („Des israelitischen Philosophen Thomas‘ Ausführungen über die Kindheit des Herrn“), aus dem diese Passage stammt!
    Allerdings ist dieses meiner Meinung nach nicht sehr wertvoll und ist zu Recht kein Teil des NT.

  4. .Tag der Frau 2013
    8. März 2013

    http://www.welthungerhilfe.de/home.html?wc=XXGOFM4000

    Tag der Frau 2013
    Der Internationale Frauentag (International Women’s Day) wird weltweit von Frauenorganisationen am 8. März begangen. Der Tag wird auch Weltfrauentag, Tag der Frau oder Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau genannt. Er entstand in der Zeit um den Ersten Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung und das Wahlrecht für Frauen und kann auf eine lange Tradition zurückblicken.

    Die deutsche Sozialistin Clara Zetkin schlug auf der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz am 27. August 1910 in Kopenhagen gegen den Willen ihrer männlichen Parteikollegen die Einführung eines internationalen Frauentages vor, ohne jedoch ein bestimmtes Datum zu favorisieren. Die Idee dazu kam aus den USA. Dort hatten Frauen der Sozialistischen Partei Amerikas (SPA) 1908 ein Nationales Frauenkomitee gegründet, welches beschloss, einen besonderen nationalen Kampftag für das Frauenstimmrecht zu initiieren. Der erste Frauentag wurde dann am 19. März 1911 in Dänemark, Deutschland, Österreich-Ungarn und der Schweiz gefeiert. Seit 1921 findet der internationale Frauentag am 8. März statt.

    Heute ist der 8. März in vielen Ländern ein gesetzlicher Feiertag. In der Volksrepublik China ist der Nachmittag für Frauen arbeitsfrei. Es gibt jedoch auch insbesondere politisch aktive Frauen, welche sich inzwischen gegen die Feier des Frauentrags aussprechen. Die luxemburgische EU-Kommissarin Viviane Reding stellte dazu fest: ?Solange wir einen Frauentag feiern müssen, bedeutet das, dass wir keine Gleichberechtigung haben. [?] Das Ziel ist die Gleichberechtigung, damit wir solche Tage nicht mehr brauchen.?

    • .Würde der Frauen

      Ehret die Frauen! sie flechten und weben
      Himmlische Rosen ins irdische Leben,
      Flechten der Liebe beglückendes Band,
      Und in der Grazie züchtigem Schleier
      Nähren sie wachsam das ewige Feuer
      Schöner Gefühle mit heiliger Hand.

      Ewig aus der Wahrheit Schranken
      Schweift des Mannes wilde Kraft;
      Unstät treiben die Gedanken
      Auf dem Meer der Leidenschaft;
      Gierig greift er in die Ferne,
      Nimmer wird sein Herz gestillt;
      Rastlos durch entlegne Sterne
      Jagt er seines Traumes Bild.

      Aber mit zauberisch fesselndem Blicke
      Winken die Frauen den Flüchtling zurücke,
      Warnend zurück in der Gegenwart Spur.
      In der Mutter bescheidener Hütte
      Sind sie geblieben mit schamhafter Sitte,
      Treue Töchter der frommen Natur.

      Feindlich ist des Mannes Streben,
      Mit zermalmender Gewalt
      Geht der wilde durch das Leben,
      Ohne Rast und Aufenthalt.
      Was er schuf, zerstört er wieder,
      Nimmer ruht der Wünsche Streit,
      Nimmer, wie das Haupt der Hyder
      Ewig fällt und sich erneut.

      Aber, zufrieden mit stillerem Ruhme,
      Brechen die Frauen des Augenblicks Blume,
      Nähren sie sorgsam mit liebendem Fleiß,
      Freier in ihrem gebundenen Wirken,
      Reicher, als er, in des Wissens Bezirken
      Und in der Dichtung unendlichem Kreis.

      Streng und stolz, sich selbst genügend,
      Kennt des Mannes kalte Brust,
      Herzlich an ein Herz sich schmiegend,
      Nicht der Liebe Götterlust,
      Kennet nicht den Tausch der Seelen,
      Nicht in Thränen schmilzt er hin;
      Selbst des Lebens Kämpfe stählen
      Härter seinen harten Sinn.

      Aber, wie leise vom Zephyr erschüttert,
      Schnell die äolische Harfe erzittert,
      Also die fühlende Seele der Fraun.
      Zärtlich geängstet vom Bilde der Qualen,
      Wallet der liebende Busen, es strahlen
      Perlend die Augen von himmlischem Thau.

      In der Männer Herrschgebiete
      Gilt der Stärke trotzig Recht;
      Mit dem Schwert beweist der Scythe,
      Und der Perser wird zum Knecht.
      Es befehden sich im Grimme
      Die Begierden wild und roh,
      Und der Eris rauhe Stimme
      Waltet, wo die Charis floh.

      Aber mit sanft überredender Bitte
      Führen die Frauen den Scepter der Sitte,
      Löschen die Zwietracht, die tobend entglüht,
      Lehren die Kräfte, die feindlich sich hassen,
      Sich in der lieblichen Form zu umfassen,
      Und vereinen, was ewig sich flieht.

  5. Kreationist74 Says:

    Gott ist in dieser Hinsicht schwächer als Menschen. Wenn andere Verleumdungen über uns verbreiten würden, würden wir uns prompt dagegen wehren. Aber Gott lässt das alles eine ganz lange Zeit stehen und dann rechnet er allerdings mit den Heuchlern ab.

    Ich möchte gerne einmal wissen, was Herr Söding in seiner Freizeit macht. Leute verleumden? Dann kann ich auf seine Beiträge erst recht verzichten.


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