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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Ägypten: Aufstand der Armen – Briten in entführt und freigelassen 7. März 2013

Filed under: Moslembrüder — Knecht Christi @ 21:27

Neben Port Said, Ismailia und Kairo brennt auch Al-Mahalaa: Gestern tötete die Polizei ein vier-köpfige Familie und heute wird eine Polizeistation angegriffen: Schüsse und Tränengas!

 

In diesem Auto saß die Familie aus Mahalaa – Durch 150 Kugeln!

Die Polizei tötete Ibrahim Alghohary und seine Familie

 

 

 

 

 

Zwei Jahre nach dem Sturz von Husni Mubarak droht in Ägypten erneut eine Revolution – der Aufstand der Armen. Schon jetzt ist die Stimmung explosiv: In Kairo werfen Demonstranten wieder Steine, um gegen Einfluss der Muslimbruderschaft zu demonstrieren.

 

 

Ägypten: Aufstand der Armen

 

Salafisten verlangen nach Rechten für bärtige Offiziere und Soldaten

 

Da Ägypten die ausländischen Währungsreserven allmählich ausgehen, hofft die Regierung auf eine Zusage des IWF-Kredits noch im April. Doch die dazu notwendigen Reformen könnten die Bevölkerung angesichts dann steigender Preise für Lebensmittel und Benzin weiter aufwiegeln. In der Hafenstadt Port Said kommen bei Krawallen im Januar etwa 60 Menschen ums Leben, und die Ausschreitungen ebben nicht ab. Nun muss die Regierung harte Wirtschaftsreformen auf den Weg bringen, um sich einen 4,8 Milliarden Dollar schweren Kredit des Internationalen Währungsfonds zu sichern, andernfalls sitzt das Land am Nil bald auf dem Trockenen. „Wenn diese Sparmaßnahmen umgesetzt werden, drohen gewaltige Massenproteste“, sagt der Ex-Forschungschef der ägyptischen Nationalbank Salwa Al-Antary. Da Ägypten die ausländischen Währungsreserven allmählich ausgehen, hofft die Regierung auf eine Zusage des IWF-Kredits noch im April. „Wir erwarten eine Zustimmung noch vor den Wahlen“, kündigte zuletzt Finanzminister Al-Mursi Al-Sajed Hegasy in Kairo an. Andere sind weniger optimistisch und glauben nicht, dass Mursi vor den Wahlen noch die notwendige politische Unterstützung für ein Reformpaket erhält. Ein gangbarer Weg wäre nach Einschätzung des Ökonom Ibrahim Saif vom Carnegie Middle East Center in Beirut eine „Zwischenlösung“ mit dem IWF: Soforthilfe gegen nur geringe Auflagen. US-Außenminister John Kerry teilte am Wochenende nach einem Treffen mit Präsident Mohamed Mursi schon einmal Vorschusslorbeeren aus: Da Mursi zugesagt habe, die für den IWF-Kredit notwendigen schmerzhaften Reformen umzusetzen, unterstützen die USA das Land vorab bereits mit insgesamt 250 Millionen Dollar.

 

Die USA sind vor allem besorgt, dass die Wirtschaftskrise ihren wichtigen strategischen Partner in der Krisenregion weiter destabilisieren könnte. „Es ist von größter Bedeutung, unbedingt notwendig und dringend erforderlich, dass Ägyptens Wirtschaft stärker wird und wieder auf die Beine kommt“, sagte Kerry fast flehentlich in Kairo. Doch die dazu notwendigen Reformen könnten die Bevölkerung angesichts dann steigender Preise für Lebensmittel und Benzin weiter aufwiegeln: „Wenn wir die staatlichen Zuschüsse sofort streichen, sehen wir eine ‚Revolution der Hungrigen'“, ist Wirtschaftsprofessor Salah Gouda überzeugt. Falls die Subventionen nicht angetastet werden und Ägypten tatsächlich das Geld ausgeht, würde allerdings ebenfalls Chaos ausbrechen und Preise explodieren.

 

 

 

Sicherheitsnetz

 

Das umfangreiche System staatlicher Zuschüsse geht noch auf die Zeit von Präsident Gamal Abdl Nasser zurück, der in den 1950er Jahren an die Macht kam. Nun muss die Regierung das meiste Öl und Getreide aber teuer am Weltmarkt einkaufen, bevor es billig an die eigene Bevölkerung weitergegeben werden kann. Dabei ist für die heimische Währung immer weniger zu haben: Seit Beginn des Arabischen Frühlings hat das ägyptische Pfund im Vergleich zum Dollar 14 Prozent an Wert verloren. Vor allem seit Jahresanfang nimmt die Abwertung rapide zu. Die Energiezuschüsse fressen mittlerweile rund 20 Prozent des Staatshaushalts auf, wie die Regierung mitteilte. Verbilligtes Brot für die Armen macht immerhin fünf Prozent des Budgets aus. In einem im Februar für den IWF vorbereiteten Wirtschaftsplan schätzt die Regierung das Staatsdefizit in diesem Jahr auf rund 190 Milliarden ägyptische Pfund oder knapp elf Prozent der Wirtschaftsleistung, Reformen inbegriffen. Ohne weitere Maßnahmen könnte das Defizit sogar 12,3 Prozent betragen. Zum Vergleich: Portugal mit mindestens dreimal so hohem Lebensstandard musste von internationalen Geldgebern bei einem Defizit unter der Zehn-Prozent-Marke gerettet werden.

 

Studien zeigen, dass ein Großteil der Subventionen gar nicht bei den Armen ankommt, weil sie etwa kein Fahrzeug besitzen und damit auch nicht von billigem Benzin profitieren. Der Abbau der Subventionen müsse dennoch mit dem Aufbau eines speziell auf den ärmsten Teil der Bevölkerung ausgerichteten Sicherheitsneztes einhergehen, mahnt etwa IWF-Abteilungsleiter Masood Ahmed an. Zwei von fünf Ägypter müssen am Tag mit weniger als zwei Dollar auskommen. „Wenn die Preise steigen, wird es Proteste auf den Straßen geben, weil sich niemand die steigenden Lebenshaltungskosten leisten kann. Die Armen werden am meisten leiden“, gibt Gouda von der Beni Suef Universität zu bedenken. {Quelle: www.format.at – Reuters/Marwa Awad und David Stamp}

Arabischer Frühling: Wirtschaft blüht auf

 
 
 
 
 
 
 
 

Britisches Ehepaar in Ägypten entführt und freigelassen

 

Sie wollten gerade Geld wechseln gewesen sein, als sie von einer Gruppe Bewaffneter entführt wurden: Zwei britische Touristen sind in Ägypten in die Gewalt militanter Beduinen geraten. Nach nur einer Stunde wurden die beiden wieder freigelassen.

 

Während Ägypten sich derzeit in Berlin auf der Reisemesse ITB von seiner sorglosen Sonnenseite präsentiert, haben Angehörige eines Clans von Waffenschmugglern auf der Sinai-Halbinsel ein britisches Ehepaar entführt. Die beiden maskierten Männer verschleppten die Briten nach Angaben aus Sicherheitskreisen, als diese an einer Bank in der Stadt Ras Sidr am Roten Meer anhielten, um Geld zu wechseln. Nachdem die Polizei örtliche Beduinenscheichs um Vermittlung gebeten hatte, wurde das Paar dem ägyptischen Nachrichtenportal Al-Ahram zufolge nach etwa einer Stunde wieder freigelassen. Al-Ahram meldete, bei den Entführten handele es sich um den Vorsitzenden der ägyptischen Niederlassung des Energieunternehmens ExxonMobil und um dessen Frau. Die Entführer wurden von der Polizei als Angehörige eines Beduinenstammes von der südlichen Sinai-Halbinsel identifiziert. Die Geiselnehmer wollten zwei Verwandte freipressen, die wegen Waffenschmuggels in Alexandria im Gefängnis sitzen. Diese waren in der westlichen Region Marsa Matruh an der Grenze zu Libyen festgenommen worden. Laut Al-Ahram ließen die Entführer ihre Geiseln jedoch laufen, ohne dafür eine Gegenleistung zu erhalten.

 

 

Waffenschmuggel über die Sinai-Halbinsel

 

Seit dem Ende des Bürgerkrieges in Libyen im Herbst 2011 ist eine große Anzahl Waffen aus Libyen in mehrere Staaten der Region verkauft worden. Ein Teil davon gelangt nach Erkenntnissen der Polizei über den Sinai in den palästinensischen Gazastreifen. Die Sicherheitslage auf dem Sinai hat sich seit der „Revolution des 25. Januar“ 2011 stark verschlechtert. Das Auswärtige Amt rät zur Zeit dringend von Reisen in den Norden der Halbinsel sowie von nächtlichen Überlandfahrten in dem gesamten Gebiet ab. Ras Sidr liegt im Südteil der Halbinsel westlich des Touristenzentrums Scharm al-Scheich. In der Stadt Port Said am Suez-Kanal kam es am Donnerstag erneut zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Ordnungspolizei. Dabei warf die Polizei von einem Gebäude aus Steine auf die Demonstranten. Die Krawalle in der Stadt dauern bereits seit dem vergangenen Wochenende an. Die Südküste der Halbinsel Sinai ist bislang weitgehend von dem Chaos verschont geblieben, das andere Teile der Region erfasst hat. Ras Sidr ist im Gegensatz zu Scharm al-Scheich, Nuweiba oder Taba ein Ort, in dem vor allem Ägypter Urlaub machen. {Quelle: www.sueddeutsche.de}

 

2 Responses to “Ägypten: Aufstand der Armen – Briten in entführt und freigelassen”

  1. Ibrahim Says:

    DEN MENSCHEN IN ÄGYPTEN SOLLTE KLAR GEMACHT WERDEN DAS MOSLEMBRÜDER UND SALAFISTEN DIE SELBEN LEUTE SIND!

    UND DAS DIE SALAFISTEN NOCH VIEL, VIEL, SCHLIMMER SIND ALS DIE MOSLEMBRÜDER!

    BEIDE ORGANISATIONEN HABEN KEINE LÖSUNG DER PROBLEME IN ÄGYPTEN!

    ES SIND HAUPTSÄCHLICH DIE SOZIALEN PROBLEME DIE ES IN ÄGYPEN ZU LÖSEN GILT!

    ARBEITSLOSIGKEIT, ESSEN, GUTE ARBEIT; GUTER LOHN; GERECHTIGKEIT; SOZIALE SICHERHEIT!

    ÄGYPTER, KOPTEN REDET DARÜBER MIT ALLEN AUCH IN ÄGYPTEN!

    BETET FÜR ÄGYPTEN UND FRIEDEN UND WANDEL! AMEN!

  2. carma Says:

    wenn schon die usa und eu größte wirtschaftliche probleme haben, ist es nur schwer vorstellbar, wie ärmere regionen, noch dazu im regierungschaos religiöser „experten“, einen aufschwung hinbekommen sollen. die vermögenden verlassen das sinkende schiff, neue investoren wagen kein risiko, eine eigene „wissensgesellschaft“ bzw. „technische intelligenz“ muss erst langwierig gezüchtet werden. bleibt für die masse nur subsidenzwirtschaft (kleinst-unternehmungen, kleinhandel), landwirtschaftliche produktion, von der nur wenige agrarriesen profitieren – und der tourismus an ausgewählten orten…
    so ungefähr dürfte auch die zukunft der meisten regionen europas aussehen – dank eu-transferleistungen konnte man sich eine zeitlang einbilden, die (industrielle) rückständigkeit wäre vergangenheit…


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